DE488030C - Verfahren zur Darstellung wasserunloeslicher und wasserunempfindlicher Alkylderivateder Cellulose - Google Patents

Verfahren zur Darstellung wasserunloeslicher und wasserunempfindlicher Alkylderivateder Cellulose

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DE488030C
DE488030C DEL52962D DEL0052962D DE488030C DE 488030 C DE488030 C DE 488030C DE L52962 D DEL52962 D DE L52962D DE L0052962 D DEL0052962 D DE L0052962D DE 488030 C DE488030 C DE 488030C
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B11/00Preparation of cellulose ethers
    • C08B11/02Alkyl or cycloalkyl ethers

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Description

  • Verfahren zur Darstellung wasserunlöslicher und wasserunempfindlicher Alkylderivate der -Cellulose Die Darstellung von Alkylderiv aten der Cellulose, welche nicht nur wasserunlöslich, sondern auch wasserunempfindlich sind, so daß beispielsweise aus ihnen hergestellte Filme in Wasser und insbesondere in sehr kaltem Wasser weder quellen noch Größenveränderungen erleiden, erfolgte bisher (vgl. Ausführungsbeispiele 7 und 8 der österreichischen Patentschrift 78 217) in der Weise, daß man die Lösung eines in wässerigen Alkalien löslichen Umwandlungsproduktes durch Behandlung mit Alkalilauge und Alkylierungsmitteln zunächst in einen wasserlöslichen Äther niedriger A1k3#-lierungsstufe überführte, worauf man diesen Äther niedriger Alkylierungsstufe durch Behandlung mit Alkalilauge und Alkylierungsmitteln weiter alkylierte. Dieses Verfahren war insofern umständlich, als man dafür nicht nur zuerst den in wässerigen Alkalien löslichen Ausgangsstoff herstellen, sondern überdies auch zweistufig arbeiten mußte, um zu dem in Wasser jeder Temperatur unlöslichen und gegen Wasser jeder Temperatur unempfindlichen Celluloseäther zu gelangen. Arbeitete man aber, wie dies in den Ausführungsbeispielen 9 und' io der österreichischen Patentschrift 78 217 der Fall, einstufig, dann gelangte man wohl zu Celluloseäthern, welche in Wasser jeder Temperatur unlöslich sind, deren Filme aber eine bemerkenswerte, ihren Gebrauch behindernde Empfindlichkeit gegen Wasser zeigen. Stellt man beispielsweise aus einem nach dem Ausführungsbeispiel 9 der österreichischen Patentschrift 78 217 gewonnenen Celluloseäther einen ioo cm langen und 4 cm breiten Filmstreifen her und läßt man diesen eine halbe Stunde in Wasser von Zimmertemperatur liegen, dann zeigt sich, daß er um 2 bis 4 cm länger geworden ist; trocknet man diesen Fihnstreifen bei Zimmertemperatur und mißt ihn wieder, dann stellt sich heraus, daß er gegen seine ursprüngliche Länge um 4. bis 6 cm kürzer wurde; legt man den ursprünglichen Filmstreifen in sehr kaltes Wasser von i bis 5', dann quillt er so deutlich, daß man die Quellung sehen und beim Anfassen fühlen kann.
  • Es hat sich nun ergeben, daß man auch in einem einstufigen Verfahren zu wasserunlöslichen Celluloseäthern von hervorragender Wasserunempfindlichkeit gelangen kann, wenn man Cellulose bei Gegenwart von mindestens 13 Teilen einer 3o- bis 40prozentigen Alkalilauge, auf i Teil Cellulose berechnet, mit alkylierenden oder aralkvlierenden Mitteln behandelt.
  • Die Verwendung so großer Mengen Alkalilauge war bisher für die Alke-lierung und Aralkvlierung der Cellulose nicht bekannt.
  • Dementsprechend besteht der gewerbliche Fortschritt des vorliegenden Verfahrens gegenüber dein in der österreichischen Patentschrift 78 217 niedergelegten darin, daß man unmittelbar, ohne den umständlichen und kostspieligen Weg über die älkalilöslichen Ausgangsstoffe einschlagen zu müssen, bei einstufiger Alkylierung zu vollkommen wasserbeständigen Celluloseäthern gelangt, die den höchsten technischen Anforderungen entsprechen.
  • Ausführungsbeispiele .
  • i. ioo Gewichtsteile Sulfitcellulose in Vließen werden mit i8oo Gewichtsteilen 44prozentiger Natronlauge bei 15' bis zur vollkommenen Gleichmäßigkeit verknetet, was etwa eine halbe Stunde dauert. Diese 'Mischung wird etwa 24 Stunden sich selbst überlassen, dann in einen rotierenden Autoklaven gebracht und mit i 26o Gewichtsteilen Chloräthyl versetzt. Da.-in wird der Autoklar in Umlauf gesetzt und so angeheizt, daß die Reaktionsmasse nach etwa einer Stunde die Temperatur von iio° C erreicht. Bei dieser Temperatur wird das Reaktionsgemisch zehn Stunden gehalten, worauf der Autoklav abgekühlt und geöffnet wird. Der Inhalt des Autoklaren wird entleert, mit Wasser neutral gewaschen,dann in 5- bis ioprozentiger Schwefelsäure suspendiert, einige Stunden damit stehen gelassen, auf einem Koliertuch oder einer Filterpresse von der Schwefelsäure getrennt, mit Wasser schwefelsäurefrei gewaschen und im Vakuum bei 35' C getrocknet.
  • Die erhaltene Äthylcellulose ist in Wasser unlöslich, in flüchtigen Lösungsmitteln, z. B. in Benzol und Alkohol, leicht löslich.
  • Ein aus einer io- bis 20prozentigen Lösung in einem Gemisch von zwei Teilen Benzol und einem Teil Alkohol hergestellter Film ist gegen Wasser jeder Temperatur beständig. Ein ioo cm langer, 4. cm breiter und 0,4 mm dicker Filmstreifen wird eine halbe Stunde in Wasser von Zimmertemperatur gehalten. Nach dieser Zeit beträgt seine Länge 100i3 cm. Nach dem Trocknen beträgt die Länge des Films iooll i cm.
  • Bei Behandlung des Films mit Wasser von i ° ist keine Spur von Quellung oder Schleimigwerden wahrzunehmen.
  • 2. ioo Gewichtsteile Sulfitcellulose in Platten oder Vließen werden mit 2 ooo Gewichtsteilen 44prozentiger Natronlauge bei 15° getränkt und in gut verschlossenen Gefäßen drei bis vierundzwanzig Stunden bei Zimmertemperatur stehengelassen. Dann wird die Masse auf i 60o Gewichtsteile gepreßt, auf einer entsprechenden Vorrichtung, z. B. Zerfaserer, vorteilhaft unter Kühlung vermahlen und entweder sofort oder nach ein- bis dreitägigem Stehen bei Zimmertemperatur im rotierenden Autoklaven mit x ooo Gewichtsteilen Chloräthyl acht bis sechzehn Stunden im Sinne- des Ausführungsbeispieles i bei zio° behandelt.
  • Die Isolierung der fertigen Äthylcellulose sowie ihre Eigenschaften sind wie im Ausführungsbeispiel i.
  • Die Cellulose kann durch ihre in Alkalien unlöslichen Umwandlungsprodukte ersetzt werden.
  • In den voranstehenden Ausführungsbeispielen wird die für das Verfahren erforderliche Laugenmenge der Cellulose auf einmal durch Tränkung einverleibt und dann bei Gegenwart der gesamten einverleibten Laugenmengen die Behandlung mit alkylierenden Mitteln vorgenommen. Man könnte aber beispielsweise auch so vorgehen, daß man durch Tränkung von Cellulose mit Alkalilauge und Abpressung des Laugenüberschusses zunächst Alkalicellulose herstellt und dann die für das Verfahren noch erforderlichen Laugenmengen den Reaktionsgemischen vor Beginn der Reaktion zusetzt. Ausschlaggebend ist lediglich, daß die Behandlung mit alkylierenden oder aralkylierenden Mitteln bei Gegenwart von mindestens 15 Teilen einer 30-bis 50prozentigen Alkalilauge auf ein Teil Ausgangsmaterial stattfindet, gleichgültig, ob die für das Verfahren erforderlichen Mindestmengen an Alkalilauge schon in der Alkalicellulose enthalten sind oder erst durch ergänzende Zusätze von Alkalilauge zu den die Alkalicellulose und das Alkylierungsmittel enthaltenden Reaktionsgemischen zustande gebracht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung wasserunlöslicher und wasserunempfindlicher Alkylderivate der Cellulose durch Behandlung von Cellulose mit Alkalien und alkylierenden oder aralkylierenden Mitteln, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit alkylierenden oder aralkv lierenden Mitteln bei Gegenwart von mindestens 15 Teilen einer 3o- bis 50prozentigen Alkalilauge auf ein Teil Celhilose stattfindet.
DEL52962D 1920-05-05 1921-04-27 Verfahren zur Darstellung wasserunloeslicher und wasserunempfindlicher Alkylderivateder Cellulose Expired DE488030C (de)

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