DE486358C - Verfahren zum Abschalten von Blindleistungsmaschinen - Google Patents

Verfahren zum Abschalten von Blindleistungsmaschinen

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DE486358C
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DE
Germany
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reactive power
switching
procedure
excitation
power machines
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Expired
Application number
DES74603D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Jaroslav Kozisek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE486358C publication Critical patent/DE486358C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K17/00Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
    • H02K17/42Asynchronous induction generators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

  • Verfahren zum Abschalten von Blindleistungsmaschinen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abschalten von synchronen oder asynchronen Blindleistungsmaschinen. Das Verfahren bezieht sich sowohl auf reine Blindleistungsma.-schinen als auch auf solche, die außerdem noch als Motor oder Generator arbeiten. Erfindungsgemäß wird vor dem Öffnen des Schalters die Erregung der Blindleistungsmaschin.e selbsttätig auf einen Wert eingestellt, der etwa cos cp = i an den Netzklemmen entspricht. Bekanntlich. bietet gerade die Abschaltung von Maschinen, die Blindleistung führen, besondere Schwierigkeiten, da dis beim Abschälten frei werdende magnetische Energie zu besonders heftigen Funkenbildungen an dem. Schaltkontakten Veranlassung ,gibt. Stellt man aber die Erregung der Maschine gemäß der Erfindung vor dem Öffnen der Schaltkontakte derart -ein, daß die Maschine weder Blindleistung abgibt noch aufnimmt, so läuft sie, wenn es sich um eine reine Blindleistungsmaschine handelt, dann leer und ihre Abschaltung bietet keine Schwierigkeiten. Aber auch- beim Abschalten von Blindleistungsma.-schinen, die außerdem noch als Motor oder Generator laufen, wird durch das neue Verfahren eine wesentliche Verbesserung des Schaltvorganges erzielt.
  • Die selbsttätige Einstellung der Erregung der Blindleistungsmaschine vor dem Öffnen der Kontakte des Schalters kann in beliebiger Weise durchgeführt werden. Bei asynchronen Blindleistungsmaschinen, deren Erregermaschine mittels eines vom Netz gespeisten regelbaren Transformators im Läufer fremd erregt wird, kann man die Erregung dieses Transformators vor dem Öffnen der Hauptkontakte auf -einen entsprechend geringen Wert einstellen. Die selbsttätige Kupplung beider Vorgänge kann dabei auf mechanischem oder elektrischem Wege erzielt werden. Bei der mechanischen Kupplung der Vorrichtung zur Aberregung des Transformators und der Anordnung zum Öffnen der Schaltkontakte kann man z. B. zwischen beiden .Vorrichtungen eine Freilaufstrecke einschalten, die den gewünschten zeitlichen Verlauf beider Vorgänge sichert. Ebenso kann man bei einer elektrischen Kupplung ein Verzögerungsrelais dazu verwenden.
  • Die Zeichnung zeigt in Abb. i und a zwei derartige Ausführungen zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung. Die asynchrone Blindleistungsmaschine i der Abb. i ist mit dem Drehstromnetz ;über den Schalter z verbunden. 3 ist die mit der Hauptmaschine mechanisch gekuppelte Drehstromerregermaschine, die im Läufer mittels -eines vom Netz gespeisten Transformators q: erregt wird. Für die Auslösung des Schalters 2 dient die Gleichstromsteuerleitung 5, die dazu eine Spuke 6 speist. Im Nebenschluß zur Spule 6 wird von der Steuerleitung 5 noch eine Bimetallfeder 7 gespeist, die bei Unterstromsetzung als Zeitrelais wirkt und nach einer bestimmten Zeit durch Schließung des Kontakteis 8 auch die Spule 6 unter Strom setzt.
  • In die Zuleitung zum Erregertransfonnator q. ist noch ein Widerstand 9 eingeschaltet, der normalerweise durch einen Kurzschließer i o bzw. durch ,eine mit dem Kurzschließer verbundene Feder in Tätigkeit gesetzt ist. Der Kurzschließer wird bei Erregung der Spule i i abgehoben und damit der Widerstand 9 eingeschaltet. Die Spule i i ist mit der Spule 6 bzw. auch mit der Biznetallfeder 7 in Reihe geschaltet. Soll nun die Blindleistungsmaschine abgeschaltet werden, dann wird die Steuerleitung 5 erregt, die Spule i i bekommt Strom und hebt den Kurzschließer i o ab, wodurch infolge Einschaltens des Widerstandes 9 die Erregung der Erregermaschine 3 derart geschwächt wird, daß die Blindleistungsabgabe der Maschine i bis auf Null sinkt. Die mit -der Spule i i gleichzeitig gespeiste Bimetallfed@er 7 hat sich nun nach einer bestimmten Zeit derart ausgedehnt, daß der Kontakt 8 geschlossen und die Spule 6 ebenfalls erregt wird. Damit wird dann auch der Schalter 2 ausgelöst. Der Widerstand 9 könnte auch in den Sekundärstromkreis der Maschine i eingeschaltet sein. Auch durch diese Einschaltung läßt sich die Blindleistungsabgabe der Hauptmaschine bis auf Null herab vermindern.
  • Abb. 2,der Zeichnung zeigt eine Anordnung zum Abschalten einer asynchronen Blindleistungsmaschine nach Abb. i, bei der vor dem Auslösen des Schalters 2 die Erregung des Transformators 4 durch Verschiebung eines Gleitkontaktes 12 derart eingestellt wird, daß an den Klemmen der Maschine cos cP = i herrscht. Bei dieser Stellung des Gleitkontaktes wird ein Hilfskontakt 13 geschlossen; eine Batterie i q. kann dann die Spule 6 zur Auslösung des Schalters 2 erregen.
  • Selbstverständlich kann das Verfahren auch bei der selbsttätigen Auslösung des Hauptschalters von Blindleistungsmaschinen Verwendung finden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Abschalten von Blindleistumgsmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Öffnen des Schalters ,die Erregung der Blindleistungsmaschine selbsttätig auf einen Wert eingestellt wird, der etwa cos cp = i an den Netzklemmen entspricht.
  2. 2. Verfahren zum Abschalten von asynchronen Blindleistungsmaschinen mit im Läufer fremderregter Erregermaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Transformator für die Erregung der Erregermaschine vor dem Öffnen des Schalters selbsttätig auf einen etwa dem cos cp = i ;entsprechenden Wert (eingestellt wird.
  3. 3. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, ,gekennzeichnet durch einen im Erregerstromkreis der Erregermaschine liegenden., im. Betrieb überbrückten Widerstand, der elektrisch oder mechanisch mit dem Sehalter derart gekuppelt ist, daß er vor dem Öffnen desselben sich einschaltet.
DES74603D 1926-05-21 1926-05-21 Verfahren zum Abschalten von Blindleistungsmaschinen Expired DE486358C (de)

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