DE482841C - Verfahren zur Darstellung von Barbitursaeuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Barbitursaeuren

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DE482841C
DE482841C DER60892D DER0060892D DE482841C DE 482841 C DE482841 C DE 482841C DE R60892 D DER60892 D DE R60892D DE R0060892 D DER0060892 D DE R0060892D DE 482841 C DE482841 C DE 482841C
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DE
Germany
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parts
acid
weight
preparation
alcohol
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Expired
Application number
DER60892D
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English (en)
Inventor
Dr Friedrich Boedecker
Dr Heinrich Gruber
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Honeywell Riedel de Haen AG
Original Assignee
JD Riedel E de Haen AG
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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Barbitursäuren Nach den Verfahren des Hauptpatents 481 733 gelangt man zu Barbitursäuren der Formel worin R eine (I-Bromallylgruppe, R1 einen ß-Bromallyl- oder einen beliebigen aliphatischen, aromatischen oder alizyklischen Rest bedeutet, laut Patentanspruch 2 dadurch, daB man in die durch den Rest R bzw. R, sub: stituierte Barbitursäure nachträglich den zweiten Rest R, bzw. R nach den üblichen Methoden einführt. .
  • Es wurde gefunden, daß man zwecks Einführung der ß=Bromallylgruppe nicht etwa erst i, 2-Dibrom-2, 3-propen zu gewinnen oder gar rein darzustellen braucht; es ist vielmehr möglich, die Substitution durch den ß-Bromallvlrest in der Weise durchzuführen, daß man unmittelbar, vom Tribrompropan ausgehend, dieses auf die Barbitursäure in Gegenwart von Alkali einwirken läßt. Die Abspaltung von Bromwasserstoff erfolgt hierbei derart leicht, daß sie schon bei gewöhnlicher Temperatur durchgeführt werden. kann. Man kann natürlich auch die Bromwasserstoffabspaltung zuerst für sich und alsdann erst die Kondensation vornehmen. In beiden Fällen kann man, was die Gewinnung der wertvollen, durch hervorragend schlafmachende Wirkung ausgezeichneten Produkte erleichtert, vom Tribrompropan unmittelbar zu den ß-Br omallylbarbitursäuren gelangen.
  • Beispiel i In einer Lösung von 8o Gewichtsteilen Atznatron (iooprozentig) in 6oo Teilen Wasser werden 17o Gewichtsteile Isopropylbarbitursäure gelöst, 28o Gewichtsteile Tribrompropan hinzugefügt und das Ganze durch Zusatz von 2ooo Volumteilen gewöhnlichen Alkohols zu einer homogenen Mischung aufgelöst. Das Reaktionsgemisch wird einige Stunden im Dampfbad erwärmt und dann der Alkohol mit Wasserdampf abgeblasen. Gegen Ende der Destillation scheidet sich im Kolben die Isopropyl-ß-bromallylbarbitursäure kristallinisch ab. Ausbeute: 195 Teile.
  • Durch Umkristallisieren aus verdünntem Alkohol wird die Säure rein vom Fp. 181' erhalten. i3eispiel2 28o Gewichtsteile Tribrompropan werden mit 40 Gewichtsteilen zu erbsengroßen Stükken zerkleinerten Ätznatrons unter Rückfluß eine Stunde auf 8o° erwärmt. Nach dein Erkalten wird hierzu eine Lösung von 2o4 Gewichtsteilen Pheny lbarbitursäure in 7prozentiger Natronlauge, die 4o Gewichtsteile NaOH enthält, hinzugegeben und mit 18oo Volumteilen Alkohol bis zur Homogenität versetzt. Nach mehrstündigem Erwärmen bei Wasserbadtemperatur ist die Reaktion beendet. Der Alkohol wird unter vermindertem Druck abdestilliert, wobei sich im Kolben die Phenyl-ß-bromallylbarbittirsäure abscheidet. Ausbeute: 225 Teile.
  • Aus verdünnter Essigsäure umkristallisiert, zeigt die Säure den Fp. 188 bis i89°. Sie ist in Alkohol, Eisessig, Alkalien und Sofialösung leicht löslich.
  • Beispiel 3 128 Gewichtsteile Barbitursäure werden in 2ooo Volumteilen Natronlauge, die 16o Gewichtsteile Ätznatron enthält, gelöst und mit 56o Gewichtsteilen Tribrompropan bei 8o bis 9o° mehrere Stunden stark verrührt. Nach beendigter Reaktion saugt man das kristallinisch ausgeschiedene Reaktionsprodukt ab und kristallisiert es unter Zusatz von Tierkohle aus Alkohol um. Es stellt die Di-ß-bromallylbarb,itursäure vom Fp. 232 bis 233° dar.
  • Die Säure ist in Wasser und Benzol schwer löslich, dagegen leicht löslich in Alkohol, Aceton und Alkalien, weniger leicht in Äther.
  • Die Abspaltung von Bromwasserstoff aus dein Tribrompropan kann selbstverständlich auch mittels alkoholischen Alkalis durchgeführt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Besondere Ausführungsform des durch Patent q.81733 geschützten Verfahrens, darin bestehend, daß man zwecks Einführung des ß-Bromallylrestes in Barbitursäure oder deren C-Monosubstitutionsprodukte ohne vorhergehende Abscheidung des Dibrompropens unmittelbar vom Tribrompropan ausgeht.
DER60892D 1924-04-11 1924-04-11 Verfahren zur Darstellung von Barbitursaeuren Expired DE482841C (de)

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