DE482007C - Schaltanlage zum Schiessen von Knallsignalen fuer Eisenbahnen - Google Patents
Schaltanlage zum Schiessen von Knallsignalen fuer EisenbahnenInfo
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- DE482007C DE482007C DEM101393D DEM0101393D DE482007C DE 482007 C DE482007 C DE 482007C DE M101393 D DEM101393 D DE M101393D DE M0101393 D DEM0101393 D DE M0101393D DE 482007 C DE482007 C DE 482007C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L5/00—Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
- B61L5/20—Audible signals, e.g. detonator audible signalling
- B61L5/22—Devices for initiating the release of detonators in a certain position of a signal
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Schaltanlagen
zum Schießen von elektrisch zu zündenden Eisenbahnknallsignalen, die durch einen von
der Zündbatterie selber ausgehenden Ruhestrom ständig überwacht werden.
Die Erfindung besteht darin, daß mit Hilfe eines Schienenstromschließers ein den Batteriestrom
unterhalb der zur Zündung erforderlichen Stärke haltender Ballastwiderstand kurz-
xo geschlossen und dadurch die Zündung bewirkt wird.
Die Erfindung erstreckt sich auch auf eine Einrichtung, derartige Knallsignale signalabhängig
zu machen.
Erfindungsgemäß schaltet das Signal, wenn es in Fahrtstellung geht, an die Stelle des kurzschließbaren Ballastwiderstandes oder vor diesen
kurzschließbaren Ballastwiderstand einen anderen, nicht kurzschließbaren Widesstand, so daß
ao eine während der Fahrtstellung des Signals durch den Schienenstromschließer erfolgende
Kurzschließung des Ballastwiderstandes wirkungslos bleibt.
Gemäß der Erfindung werden mehrere Schießkreise vorgesehen, die wahlweise mit Hilfe eines
Schalters zündfertig gemacht werden können. In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
wird in jedem dieser Kreise ein Ballastwiderstand und ein Überwachungsinstrument
eingeschaltet, und der jeweils zu zündende Kreis wird dadurch zündfertig gemacht, daß der Wahlschalter
den Ballastwiderstand abtrennt und durch einen Stromkreis ersetzt, in dem ein kurzschließbarer Ballastwiderstand entweder ständig
liegt oder in den ein solcher Ballastwiderstand durch das in seine Haltstellung gehende Signal
eingeschaltet wird.
Der Wahlschalter wird, um Züge an dem auf Halt stehenden Signal vorbeiführen zu können,
mit einer Nullstellung versehen, in der keiner der Schießkreise zündfertig ist; zweckmäßig wird
der Wahlschalter so eingerichtet, daß er in seiner Nullstellung einen Wecker einschaltet. Dieser
Wecker dient vorzugsweise gleichzeitig für alle Überwachungskreise gemeinsam dazu, eine
Unterbrechung des Überwachungsstromes hörbar zu machen.
Die Abbildungen zeigen Ausführungsformen der Erfindung, und zwar stellt
Abb. ι die Schaltung einer Anlage mit Signalabhängigkeit
und sieben Zündkreisen dar,
Abb. 2 eine andere Art der Abhängigkeit bei nur einem Kreis,
Abb. 3 eine Schaltung mit Signalabhängigkeit und gleichzeitiger Überwachung aller Zündkreise.
In der Schaltungsanordnung nach Abb. 1 ist 22 das Gleispaar und 23 der Schienenstromschließer.
Längs des Gleises sind drei Knallkammern 24, 24', 24" für Patronen mit Momentzündung und
steigenden Verzögerungen — vorzugsweise V2Sekunde
und 1 Sekunde Verzögerung— angeordnet, und zwar die Kammer mit der Momentzündung
in der Nähe des Schienenstromschließers und die beiden anderen in Abständen, die der Zug
in je 1Z2 Sekunde zurücklegt, das ist z. B. bei
einer Zuggeschwindigkeit von 60 km pro Stunde ein Abstand von rund 8,33 m.
25 ist eine Stromquelle, von der aus der Strom folgendermaßen verläuft: von dem einen
Pol durch die Leitung 26, den Schlüsselschalter 27, Leitung 28, durch den einen Pol des vom
Signal gesteuerten, doppelpoligen Schalters 29, Leitung 30, den durch den Schienenstromschließer
mittelbar oder unmittelbar kurzschließbaren ίο Widerstand 31, durch die Leitung 321, je die
erste" Patrone in jeder Knallkammer, Leitung 331, Wahlschalter 34, Stromzeiger 35 und Leitung
36 zurück zum anderen Pol der Strom-· quelle. ■
Der Stromzeiger 35 hat einen Nullkontakt, der, wenn das Instrument stromlos wird, einen
Alarmstromkreis schließt, der in diesem Fall von einem Teil der Stromquelle 25 gespeist
wird.
Der Schalter 27 ist ein Schlüsselschalter, dessen nur nach öffnung des Schalters abziehbarer
Schlüssel zum öffnen der Knallkammern dient. Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen:
Wenn der Schienenkontakt unbefahren ist, so fließt auf dem angegebenen Wege ein Überwachungsstrom,
der den Stromzeiger 35 zum Ausschlag bringt, aber wegen des Widerstandes
31 nicht stark genug ist, um die Patronen zu zünden. Wenn der Schienenkontakt 23 befahren
wird, so schließt er den Widerstand 31 kurz, wodurch der Strom auf Zündstromstärke steigt,
und die Zünder der drei eingeschalteten Patronen zünden, so daß die Patrone in der Kammer
24 sofort, diejenige in der Kammer 24' vorzugsweise nach x/a Sekunde und diejenige in der
Kammer 24" nach einer weiteren x/2 Sekunde
knallt. Durch den Zerknall ist die Leitung unterbrochen; in den Knallkammern ist der
Sicherheit wegen so vielPlatz vorgesehen, daß die Reste der abgeschossenen Patronen sicher unterhalb
der Kontaktstücke Raum finden und keine zufällige Überbrückung der Kontaktstücke hervorrufen
können. Der Zeiger des Instrumentes 35 fällt also auf den Nullkontakt, und das Alarmzeichen
ertönt. Der Wahlschalter 34 wird jetzt von seinem Kontakt I auf den Kontakt II gestellt,
wodurch die Leitung 3211 in den Stromkreis
einbezogen wird, und sofern die in dieser Leitung liegenden Patronen (also je die zweite
in jeder Kammer) in Ordnung sind, wird dadurch der Überwachungsstromkreis wiederhergestellt,^
der Zeiger des Instrumentes verläßt seinen Nullkontakt, und der Wecker wird selbsttätig
abgestellt.
Wenn das Signal aus Haltstellung in Fahrtstellung !fgeht, so schaltet es durch Schalter 29
den Widerstand 31 ab und schaltet an seiner Stelle den vom Schienenstromschließer unabhängigen
Widerstand 31' ein, so daß jetzt ein Befahren des Schienenstromschließers keine Wirkung
mehr äußert.
Soll das Knallsignal ganz außer Betrieb gesetzt werden, so wird der Wahlschalter auf
den Kontakt Null gestellt, dann ist der Überwachungsstromkreis unterbrochen, und der
Wecker tönt.
Zum Auswechseln der Patronen muß der Schalter 27 geöffnet werden, worauf man den
Schlüssel abziehen und mit diesem die Knallkammern öffnen kann; so lange, bis die Knallkammern
wieder geschlossen, dadurch der Schlüssel freigemachtundmit diesem der Schalter 27 wieder geschlossen ist, tönt der Wecker.
Selbstverständlich kann diese Einrichtung durch eine andere der bekannten Einrichtungen ersetzt
werden, die ein Auswechseln von Patronen unter Strom unmöglich macht.
Abb. 2 stellt eine einfache Schaltung dar, und zwar in einer Ausführungsform für nur eine
einzige Knallpatrone; soweit die Teile mit denen der Abb. 1 übereinstimmen, tragen sie die gleichen
Bezugszeichen.
37 ist die Knallpatrone, die unmittelbar in die zum Stromzeiger führende Leitung 34' eingeschaltet
ist. Der vom Signal abhängige, in diesem Fall einpolige Schalter 29 schaltet in Haltstellung des Signals die Leitung 28 unmittelbar
auf die Leitung 30, während er in Fahrtstellung des Signals den Widerstand 31"
vorschaltet. Dadurch wird der Gesamtwiderstand des Kreises so weit erhöht, daß auch bei
Kurzschließen des Widerstandes 31 die Stromstärke nicht auf Zündstromstärke steigen kann.
In der Schaltung nach Abb. 3 sind sieben Patronenserien zu je drei Patronen dargestellt,
die alle sieben ständig überwacht werden.
In dieser Schaltung verläuft von der Stromquelle 25 der Überwachungsstrom zunächst durch
die Batterieleitung 38 und teilt sich dann in so viel parallele Zweige 321 bis 32™, wie Patronen-Serien
vorgesehen sind. Die Zweigströme durchfließen die Patronenserien, die Leitungen 331 bis
33™, die Überwachungsinstrumente 351 bis 35™,
die Klotzkontakte des Wahlschalters 34, die Federkontakte 391 bis 39™, die Ballastwider- i°5
stände 4ο1 bis 40™ und kehren durch die gemeinsame
Leitung 41 zur Stromquelle zurück. Die Überwafchungsinstrumente sind mit Nullschaltern
421 bis 42™ ausgerüstet, die parallel in einem Alarmstromkreis liegen, dessen Strom- no
quelle bei 43 und dessen Wecker bei 44 angedeutet ist.
Um eine Serie zündfertig zu machen, stellt man den Hebel bzw. Schlitten des Wahlschalters
auf den Kontakt des betreffenden Strom- 11S
kreises, wodurch der zugehörige Federkontakt abgehoben wird. Der Zündstrom verläuft
dann folgendermaßen: von der Stromquelle 25 durch die Leitung 45, dann (je nach Stellung
des signalabhängigen Schalters 29) durch den lä0
kurzschließbaren Widerstand 31 oder durch den nicht kurschließbaren Widerstand 31', durch die
Leitung 46 und Hebel bzw. Schlitten des Wahlschalters unmittelbar in das Überwachungsinstrument und durch die Patronenserie zur
Leitung 38.
Um den Zug an dem auf Halt stehenden Signal vorbeileiten zu können, stellt man den
Wahlschalter auf seinen Leerkontakt 340. In dieser Stellung schließt er einen besonderen im
Nebenschluß zu den Nullschaltern 421 bis 42™ liegenden Schalter 42 ° und schließt dadurch den
Alarmkreis, während die Überwachungsstromkreise bestehen bleiben.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Schaltanlage zum Schießen von elektrisch zu zündenden, durch einen von der Zündbatterie ausgehenden Ruhestrom überwachten Knallsignalen für Eisenbahnen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündung durch Kurzschließen eines Ballastwiderstandes (31) mittels Schienenstromschließers (23) erfolgt.
- 2. Schaltanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Signal in seiner Fahrtstellung mittels Kontakten (29) einen nicht kurzschließbaren Widerstand (31') parallel zu dem kurzschließbaren Widerstand (31) einschaltet und den kurzschließbaren Widerstand (31) abtrennt.
- 3. Schaltanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Signal in seiner Fahrtstellung mittels Kontakten (29) dem kurzschließbaren Widerstand (31) einen nicht kurzschließbaren Widerstand (31") vorschaltet.
- 4. Schaltanlage nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch mehrere mittels eines Schalters (34) wahlweise einschaltbare Schießkreise (z. B. 321, 331 bzw. 32", 33").
- 5. Schaltanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kreis einenBallastwiderstand (40) und ein Überwachungsinstrument (35) enthält, und daß der Wahlschalter (34) den Bailastwiderstand (z. B. 401) des zündfertig zu machenden Kreises (z. B. 321, 331) abtrennt und durch einen Stromkreis (45, 46) ersetzt, in dem der vom Schienenstromschließer (23) kurzschließbare Widerstand (31) ständig liegt, oder in den dieser Widerstand (31) durch das in seine Haltstellung gehende Signal eingeschaltet wird.
- 6. Schaltanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet; daß der Wahlschalter (34) in seiner Nullstellung mittels eines Kontaktes (42 °) einen zweckmäßig für alle Überwachungskreise gemeinsamen Wecker (44) einschaltet.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM101393D DE482007C (de) | 1927-09-27 | 1927-09-27 | Schaltanlage zum Schiessen von Knallsignalen fuer Eisenbahnen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM101393D DE482007C (de) | 1927-09-27 | 1927-09-27 | Schaltanlage zum Schiessen von Knallsignalen fuer Eisenbahnen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE482007C true DE482007C (de) | 1929-09-18 |
Family
ID=7324568
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM101393D Expired DE482007C (de) | 1927-09-27 | 1927-09-27 | Schaltanlage zum Schiessen von Knallsignalen fuer Eisenbahnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE482007C (de) |
-
1927
- 1927-09-27 DE DEM101393D patent/DE482007C/de not_active Expired
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