DE478031C - Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf der Faser - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf der Faser

Info

Publication number
DE478031C
DE478031C DEI31434D DEI0031434D DE478031C DE 478031 C DE478031 C DE 478031C DE I31434 D DEI31434 D DE I31434D DE I0031434 D DEI0031434 D DE I0031434D DE 478031 C DE478031 C DE 478031C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
borofluoride
fiber
phenyldiazonium
percent
hour
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI31434D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Erwin Hoffa
Dr Carl Seib
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI31434D priority Critical patent/DE478031C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE478031C publication Critical patent/DE478031C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K7/00Sirens
    • G10K7/02Sirens in which the sound-producing member is rotated manually or by a motor
    • G10K7/04Sirens in which the sound-producing member is rotated manually or by a motor by an electric motor
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/02General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes
    • D06P1/12General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using azo dyes prepared in situ

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf der Faser Die Darstellung von Diazoniumborfluoriden von Aminen der aromatischen Reihe und ihre Eigenschaften sind seit langem bekannt und wiederholt beschrieben worden. Eine solche Beschreibung befindet sich bereits im Patent 281 055 aus dem Jahre 19i3, und weiterhin sind diese Körper auch in neueren Literaturstellen (Zeitschrift für angewandte Chemie 37, S. 712 [1924], Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, Jahrgang 6o, S. 115 und 1186) ausführlich behandelt worden. Trotzdem ist bisher von keiner Seite ihre Anwendung zur Herstellung von Farbstoffen auf der Faser vorgeschlagen worden. Wir haben aber gefunden, daß sowohl Diazönium- wie auch Tetrazoniumborfluoride von Aminen der aromatischen Reihe einschließlich solcher, die bereits Farbstoffcharakter besitzen, sich zu diesem Zwecke ausgezeichnet eignen, und daß man mit Hilfe der genannten Diazoniumverbindungen durch Einwirkung auf mit Naphtholen oder beliebigen ähnlich sich verhaltenden Körpern, wie beispielsweise 2 # 3-Oxynaphthoesäurearyliden, Pyrazolonen, Dipyrazolonen, Acetessigaryliden, Diacetessigdiaminodiarylverbindungen, vorbehandelte pflanzliche und tierische Fasern sowohl beim Färben als auch im Druck Färbungen von sehr guten Echtheitseigenschaften erhält. Die so erhaltenen Färbungen zeichnen sich in vielen Fällen durch besondere Brillanz gegenüber denjenigen aus, die man mit Hilfe der üblichen Diazolösungen erzeugt. Beispiele i.
  • Beispiel für den Farbstoff aus 2 # 3-Oxynaphthoesaure-2'-methyl-i'-anilid und Phenyldiazoniumborfluorid, gefärbt in z5-kg-Partien, grundiert auf der Wanne, ausgefärbt auf der Terrine.
    Grundierung
    Ansatz: Wanne mit 500 1, mit 7,5 g 2 # 3-
    Oxynaphthoesäure-2'-methyl-i'-anilid pro Liter,
    3,75 kg 2 - 3-Oxynaphthoesäure-2'-methyl-
    i'-anüid,
    7,5 1 Türkischrotöl, 50 °/o,
    5,7 1 Natronlauge, 34' B6,
    3751 Formaldehyd, 33prozentig,--ein-
    stellen auf
    500 1 Flotte. -
    Nachsatz: Für 25 kg Material 0,375 kg 2 # 3-Oxynaphthoesäure-2'-methyl-i'-anihd. Die Garne werden 1/2 Stunde grundiert, durch Schleudern entwässert.
    Entwicklung
    Chassis mit 301 Flotte, zu 3,85 g Phenyl-
    diazoniumborfluorid im Liter.
    Ansatz
    115,5 g Phenyldiazoniumborfluorid,
    i,5 'kg Kochsalz,
    0,021 Essigsäure, 50 °/o, einstellen auf
    30 1 Flotte.
    Nachsatz : Für 26 kg sind 0,300 kg Phenyldiazoniumborfluorid, enthalten in 12,5 1 Flotte, nachzusetzen.
    30o g Phenyldiazoniumborfluorid,
    o,5 kg Kochsalz,
    0,o8 1 Essigsäure, 5o °/a, auf
    12,5 1 Flotte.
    Die grundierten Garne werden in Bündeln von i kg einmal passiert. Für je i kg Garn ist 1/21 Nachsatzlösung zuzugeben. Nach dem Entwickeln spült man mehrmals und seift bei etwa 6o ° '/,Stunde mit 2 g Seife pro Liter, spült und trocknet. Man erhält auf diese Weise ein lebhaftes Rotorange, das wesentlich klarer ist als die Färbung, die man bei Verwendung des Phenyldiazoniumchlorids erhält.
    2.
    Grundierung
    Ansatz: Wanne5oo lmit 5 g 2-3-Oxynaphthoe-
    säure-4'-chlor-2'-methyl-i'-anüid im Liter.
    2,5 kg 2 - 3-Oxynaphthoesäure-¢'-chlor-2'-
    methyl-i'-anilid,
    5 1 Türkischrotöl, 5o °%,
    5 1 Natronlauge, 34' B6,
    2,5 1 Formaldehyd, 33 °/," einstellen auf
    500 1.
    Nachsatz: Für 25 kg Material sind o,5 kg 2 # 3-Oxynaphthoesäure-4'-chlor-2'-methyl-i'-anilid nachzusetzen. Das Garn wird 1/2 Stunde grundiert, durch Schleudern. entwässert.
  • Entwicklung Ansatz: Wie bei Beispiel r, aber an Stelle von 115,5 g Phenyldiazoniumborfluorid hier iqq. g 4-Chlor-2-methyl-i-phenyldiazoniumborfluorid.
  • Nachsatz- Ebenfalls wie in Beispiel i, an Stelle von 30o g Phenyldiazoniumborfluorid hier 376 g 4-Chlor-2-methyl-i-phenyldiazoniumborfluorid.
  • Arbeitsweise wie in Beispiel =. Man erhält ein lebhaftes blaustichiges Rot. Ein ebenso lebhaftes gelberes Rot erhält man bei Verwendung des 5-Chlor-2-methyl-i-phenyldiazoniumborfluorides.
    3_
    Druck auf Baumwolle
    Grundierung
    209 2 . 3-Oxynaphthoesäure-4'-chlor-2'-
    methyl-i'-anüid,
    409 Monopolseife 1,i,
    5oo ccm kochendes Wasser,
    50 ccm Natronlauge, 34° B6, einstellen auf
    Druckfarbe
    24 g 4-Chlor-2-methyl-r-phenyldiazonium-
    borfluorid in
    476 g Wasser lösen und mit
    50o g Tragant (ioo : iooo) verdicken.
    il.
    Der gebleichte Baumwollstoff wird mit der Grundierung am Foulard bei etwa 35' C geklotzt und in der Hotflue getrocknet. Darauf wird mit der Druckfarbe bedruckt und nach dem Trocknen gewaschen und kochend geseift.
    4.
    Grundierungsbad
    4,59 2-3-Oxynaphthoyl-5-chlor-2-toluidin,
    9 ccm Türkischrotöl, 50prozentig,
    9 ccm Natronlauge; 34° B6.
    Grundierungsdauer : 1/2 Stunde.
    4,5 ccm Formaldehyd, 30prozentig.
    Färbebad
    2,37 g 2-Nitrophenyldiazoniumborfluorid
    werden angepastet mit
    1,6 ccm Essigsäure, 50prozentig, und etwas
    warmem Wasser und in etwa
    220 ccm 5o bis 6o ° C heißem Wasser aufgelöst,
    Man fügt ungefähr
    250 ccm Kochsalzlösung (i: 1o) zu und stellt
    auf
    11 ein.
    Färbedauer: 1/2 Stunde.
  • Man spült, -seift kochend und erhält ein lebhaftes blaustichiges Rot auf der Faser.
  • 5-Grundbad Wie Beispiel 4.
  • Färbebad Wie Beispiel q., wobei an Stelle von 2-Nitröphenyldiazoniumborfluorid die gleiche Menge 4-Nitrophezlyldiazoniumborfluorid verwendet wird.
  • Man spült und seift kochend und erhält ein blaustichiges Rot auf der Faser.
    6.
    Grundierungsbad
    7 g 2 - 3-OxynaphthOylanilin;
    14 ccm Türkischrotöl, 5öprozentig,
    10,5 ccm Natronlauge, 34°. B6.
    il.
    Grundierungsdauer, 1/2 Stunde, 7 ccm Formaldehyd, 30prozentig.
  • . Färbebad ..
  • Wie bei Beispiel 4, wobei än Stelle von 2=Nitrophenyldiazoniumborfluorid die'gleiche-Mehge 3.,Nitrophenyldiazoniumborfluorid verwendet wird.
  • Färbedauer: 1/2 Stünde. Man spült und seift kochend und erhält ein lebhaftes Rotorange.
    7.
    Grundbad
    5 g 2 # 3-Oxynaphthoyl-2'-anisidin,
    io ccm Türkischrotöl, 50prozentig,
    7,5 ccm Natronlauge, 34° B6.
    il.
    Grundierungsdauer : 1/2 Stunde.
  • 5 ccm Formaldehyd, 30prozentig. Färbebad Wie bei Beispiel 4, wobei an Stelle von 2-Nitrophenyldiazoniumborfluorid 2,75 g 2 # 5-Dichlor-4-methylphenyldiazoniümborfluorid verwendet werden.
  • Man spült und seift kochend und erhält ein lebhaftes Scharlach auf der Faser.
    B.
    Grundbad
    3,59 2 # 3-OxYnaPhthoyl-5'-chlor-2'-
    anisidin,
    7 ccm Türkischrotöl, 50prozentig,
    8,8 ccm Natronlauge, 34' B6.
    11.
    Grundierungsdauer : 1/2 Stunde, 3,5 ccm Formaldehyd, 30prozentig. Färbebad Wie Beispiel 4, wobei an Stelle von 2-Nitrophenyldiazoniumborfluorid 2,75 g 2,- 3-Dichlor-4-methylphenyldiazoniumborfluorid verwendet werden.
  • Färbedauer: 1/2 Stunde. .
  • Man spült und seift kochend und erhält einen türkischrotölähnlichen Farbton.
    9.
    Grundbad
    2,5 g 2 # 3-Oxynaphthoyl-1'-naphthylamin,
    5 ccm Türkischrotöl, 50prozentig,
    7,5 ccm Natronlauge, 34° B6.
    il.
    Grundierungsdauer: 1/2 Stunde, 2,5 ccm Formaldehyd, 30prozentig. Färbebad Wie Beispiel 4, wobei man an Stelle von Phenyldiazoniumborfluorid 1,91 g 4 # 4'-Di-(diazoniumborfluorid-)diphenylamin verwendet. Färbedauer: 1/z Stunde.
  • Man spült, säuert mit Salzsäure ab, spült kalt und heiß, seift kochend und erhält ein Schwarz.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf der Faser, dadurch gekennzeichnet, daß man beliebige Kupplungskomponenten auf der Faser mit Diazoniumborfluoriden oder Tetrazoniumborfluoriden behandelt.
DEI31434D 1927-06-13 1927-06-14 Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf der Faser Expired DE478031C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI31434D DE478031C (de) 1927-06-13 1927-06-14 Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf der Faser

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE292100X 1927-06-13
DEI31434D DE478031C (de) 1927-06-13 1927-06-14 Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf der Faser

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE478031C true DE478031C (de) 1929-06-22

Family

ID=25779247

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI31434D Expired DE478031C (de) 1927-06-13 1927-06-14 Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf der Faser

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE478031C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE478031C (de) Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf der Faser
DE1131181B (de) Verfahren zur Herstellung echter Faerbungen auf Cellulosematerialien
DE2108876C3 (de) Verfahren zum einbadigen Färben von Mischungen aus Cellulose- und Polyamidfasern nach der Ausziehmethode
DE952622C (de) Verfahren zur Erzeugung unloeslicher Azofarbstoffe auf Polyvinylalkoholfasern oder deren Gemischen mit anderen Fasern
DE556477C (de) Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen
DE565340C (de) Verfahren zur Darstellung von Azofarbstoffen
DE906003C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen
DE637019C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen
DE883284C (de) Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf Gebilden aus synthetischen hoehermolekularen Polyamidverbindungen oder auf Faser-gemischen, die Faserstoffe aus den Polyamidverbindungen enthalten
DE920267C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen
DE552926C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
DE556479C (de) Verfahren zur Darstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen
DE502551C (de) Verfahren zur Erhoehung der Beuchechtheit von Kuepenfaerbungen
AT89697B (de) Verfahren zur Erzeugung von Azofarbstoffen auf der Faser.
DE896187C (de) Verfahren zur Herstellung echter Faerbungen
DE744178C (de) Verfahren zur Herstellung von Faerbungen oder farbigen Mustern auf Faserstoffen
DE732021C (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen auf tierischen Fasern und natuerlichen oder kuenstlichen Cellulosefasern, auf Mischungen von tierischen Fasern mit Cellulosefasern sowie auf Bahnen aus regenerierter Cellulose
DE395636C (de) Verfahren zum Faerben und Drucken von Celluloseacetatseide
AT156801B (de) Verfahren zum Erzeugen echter Färbungen.
DE268779C (de)
DE521200C (de) Verfahren zur Herstellung von Faerbereieffekten
AT149349B (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen.
DE2213241C3 (de) Verfahren zum einbadigen Färben von Cellulosefasern oder deren Mischungen mit synthetischen Fasern mit auf der Faser erzeugten wasserunlöslichen Azofarbstoffen nach der Ausziehmethode
DE402502C (de) Verfahren zur Herstellung waschechter Faerbungen auf pflanzlichen Fasern
DE393701C (de) Verfahren zur Erzeugung echter Toene auf der pflanzlichen Faser