DE920267C - Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen

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DE920267C
DE920267C DEF10301A DEF0010301A DE920267C DE 920267 C DE920267 C DE 920267C DE F10301 A DEF10301 A DE F10301A DE F0010301 A DEF0010301 A DE F0010301A DE 920267 C DE920267 C DE 920267C
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DEF10301A
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Gerhard Dr Langbein
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Hoechst AG
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Hoechst AG
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B35/00Disazo and polyazo dyes of the type A<-D->B prepared by diazotising and coupling
    • C09B35/02Disazo dyes
    • C09B35/039Disazo dyes characterised by the tetrazo component
    • C09B35/04Disazo dyes characterised by the tetrazo component the tetrazo component being a benzene derivative

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Azofarbstoffen Es wurde gefunden; daB man zu neuen, wertvollen, wasserunlöslichen Azofarbstoffen gelängt, wenn man die Diazoverbindungen von Aminoäzokörpern folgender allgemeiner Zusammensetzung worin R einen aromatischen, hydroaromatischen, araliphatischen - oder heterocyclischen -Rest und -Ri einen Alkyl- oder Arylrest bedeutet, mit Arylamiden der 2,3-Oxynaphthoesäure in Substanz oder auf einer Grundlage kuppelt, wobei die Farbstoffkomponenten keine wasserlöslich machenden Gruppen, z. B. Sulfonsäure- oder Carbonsäuregruppen; enthalten sollen.
  • Viele der neuen Diazokomponenten liefern blaugrüne bis grüne Farbtöne, wie sie bisher in der Praxis nur- unter Verwendung von Arylamiden- der 2, 3-Oxyanthracencarbonsäure erhalten werden konnten. Die neuen Farbstoffe besitzen in zahlreichen Fällen eine bessere Licht- und Chlorechtheit als die bekannten, unter Verwendung der 2, 3-Oxyanthracencarbonsäurearylamide erhältlichen grünen Farbstoffe. Darüber hinaus bieten sieh in bezug auf die Erzeugung der blaugrünen Töne wesentliche Vorteile. Die neuen Farbstoffe sind für die Herstellung von Drucken nach den bekannten Methoden des Basenaufdruckes gut geeignet. Neben den blaugrünen Tönen können auf der gleichen Grundierung mit im Handel befindlichen Basen auch klare orangefarbene, rote; blaue und andere Farbtöne erhalten werden, was besonders drucktechnisch, aber auch färberisch für die Praxis einen Vorzug bedeutet, und schließlich gestaltet sich ihre Herstellung auch in wirtschaftlicher Hinsicht erheblich günstiger. Die bekannten blaugrünen Farbstoffe auf Grundlage von 2, 3-Oxyanthracencarbonsäurearylamiden hingegen haben für den Basenaufdruck in der Praxis keinen Eingang finden können, da sich infolge der Eigenfarbe und hohen Substantivität der Grundierung an den unbedruckten Stellen kein reines Weiß erzielen läßt; zudem lassen sich auf diesen Grundierungen außer den blaugrünen Tönen keine anderen, für die Praxis wertvollen Farbtöne erzeugen.
  • Ferner sind die neuen Farbstoffe den aus der Patentschrift 648 374 bekannten, in, blauschwarzen Tönen färbenden wasserunlöslichen Azofarbstoffen in der Superoxyd- und Beuchechtheit überlegen und weisen gegenüber den aus der Patentschrift 537 126 bekannten grünen wasserunlöslichen Azofärbstoffen eine bessere Beuch- und Sodakochechtheit auf. Sie bilden daher eine wertvolle Bereicherung des Sortiments auf dem Eisfarbengebiet.
  • Die als Diazokomponenten verwendeten Aminoazoverbindungen können z. B. durch Kuppeln von diazotierten i-Amino-2, 5-dialkoxy-4-nitrobenzolen mit Acylessigsäurearylamiden von der folgenden Zusammensetzung RI-CO-CH.-CO-NH-R, worin R einen aromatischen, hydroaromatischen, araliphatischen oder heterocyclischen Rest und R1 einen Alkyl- oder Arylrest bedeutet, und anschließende Reduktion der Nitrogruppe zur Aminogruppe erhalten werden. Beispiel i 35,6 Gewichtsteile a-(4'-Amino-2', 5'-dimethoxybenzol-i'-azo)-acetessigsäureanilid von der folgenden Formel (erhältlich durch Kuppeln von diazotiertem i-Amino-2, 5-dimethoxy-4-nitrobenzol mit Acetessigsäureanilid und anschließende Reduktion der Nitrogruppe zur Aminogruppe) werden mit 35 Gewichtsteilen Salzsäure (35°/oig) und 35 Gewichtsteilen Wasser etwa 15 Minuten verknetet, wobei sich das salzsaure- Salz bildet. Darauf läßt man unter Rühren i6oo Gewichtsteile Wasser zulaufen und diazotiert bei Raumtemperatur durch Eintropfen von 17,5 Gewichtsteilen 4o°ioiger Natriumnitritlösung innerhalb von etwa io Minuten. Man erwärmt hierauf auf 3o bis 35° und klärt die Diazoniumsalzlösung durch Absaugen. Das Filtrat läßt man unter Rühren in eine Suspension von i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-benzol einlaufen, die wie folgt hergestellt wurde: 26,3 Gewichtsteile i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-benzol, 26 Gewichtsteile 95°/oiger Alkohol, 13 Gewichtsteile Natronlauge von 38° B6 und 4o Gewichtsteile Wasser werden bis zur vollständigen Lösung verrührt, dann in ein Gemisch von 5oo Gewichtsteilen Wasser, io Gewichtsteilen Türkischrotöl und 5 Gewichtsteilen Natronlauge von 38° Be eingegossen, und das Anilid wird unter Rühren durch Zutropfen von 3o°/oiger Essigsäure bis zur Erreichung des Neutralpunktes wieder ausgefällt.
  • In dem Kupplungsgemisch wird sodann die freie Mineralsäure durch Zutropfen von 25o Gewichtsteilen io°/oiger Natriumacetatlösung abgestumpft. Man erwärmt anschließend auf 35 bis q.0° und verrührt längere Zeit bei dieser Temperatur. Dann wird der Niederschlag abgesaugt und mit Wasser gut ausgewaschen.
  • Man erhält einen blaugrünen Pigmentfarbstoff von guter Lichtechtheit. Beispiel 2 Gut ausgekochtes und getrocknetes Baumwollgarn wird im Flottenverhältnis i : 2o etwa i/. Stunde in einer Lösung behandelt, die im Liter 3 g i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-benzol, 3 g 33°/oige Formaldehydlösung, 12 ccm Natronlauge von 38° B6 und io ccm Türkischrotöl enthält. Nach dem Abquetschen gelangt die grundierte Ware in eine Entwicklungsflotte, die wie folgt hergestellt wurde: 1,5 Gewichtsteile salzsaures a-(4'-Amino-2 ; 5'-diäthoxybenzol-i'-azo)-acetessigsäureanilid werden in ein Gemisch von i5o Gewichtsteilen Wasser und 1,5 Gewichtsteilen 2o°/oiger Salzsäure eingerührt. Man diazotiert durch Zutropfen von 1,2 Gewichtsteilen 2o°/oiger Natriumnitritlösung, stumpft überschüssige Mineralsäure durch Zugabe von 5 Gewichtsteilen io°/oiger Natriumacetatlösung ab, fügt 5 Gewichtsteile 3o°/oige Essigsäure hinzu und füllt die Diazoniumsalzlösung auf iooo Gewichtsteile auf.
  • Man entwickelt 15 bis 2o Minuten, spült mit heißem Wasser und behandelt 1/2 Stunde kochend mit 3 g Seife und 2 g Natriumcarbonat pro Liter Flotte nach. Man erhält so eine klare blaugrüne Färbung von guter Lichtechtheit, guten Naßechtheiten und mittlerer Chlorechtheit.
  • Eine etwas grünstichigere Färbung von ähnlichen Eigenschaften erhält man, wenn die gleiche Diazoverbindung in der im vorstehenden Beispiel angegebenen Weise mit 1-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-2-methylbenzol auf Baumwollgarn gekuppelt wird. Beispiel 3 Zellwollgarn wird im Flottenverhältnis i : 2o etwa 2o bis 30 Minuten in einer Lösung behandelt, die im Liter 1,5 g i-(6'-Methoxy-2', 3'-oxynaphthoylamino)-2-methyl-4-chlorbenzol, ii ccm Natronlauge von 38'B6, 1,5 ccm 33°/oige Formaldehydlösung und io ccm Türkischrotöl enthält. Nach dem Abquetschen gelangt das grundierte Garn in ein Entwicklungsbad, das im Liter 5 g eines Färbesalzes aus a-(4'-Amino-2', 5'-dimethoxybenzol- i'-azo) -acetessigsäure-3-äthoxyanilid in Form des Diazoniumchlorids mit 25 °/o Basengehalt und 2 g Essigsäure (5o°/oig) enthält. Es wird 2o bis 30 Minuten entwickelt, gespült und 1/2 Stunde kochend mit 3 g Seife und 2 g entwässertem Natriumcarbonat pro Liter Flotte nachbehandelt. Man erhält ein klares Grün von sehr guter Lichtechtheit und guten Naßechtheiten. Der Farbstoff kann in gleicher Weise auf Viskosegarn erzeugt werden, wobei man eine etwas kräftigere Färbung erhält.
  • Beispiel 4 Baumwollgewebe wird mit einer Lösung von 8 g 1-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-2-methylbenzol, i5 g Natronlauge von 38° B6 und 15 g Monopolbrillantöl im Liter am Foulard geklotzt, getrocknet und mit einer Paste bedruckt, die in iooo g 5o g eines Färbesalzes aus a-(4'-Amino-2', 5'-dimethoxybenzol-i'-azo)-acetessigsäureanilid in Form des Diazoniumchlorids mit 22 °/o Basengehalt, 48o g Wasser, 450 g Stärke-Tragant-Verdickung und 2o g Essigsäure (5o°/oig) enthält. Nach dem Trocknen wird durch ein kochendes Bad mit io g entwässertem Natriumcarbonat pro Liter passiert, gespült und einige Minuten mit 3 g Seife und 2 g Natriumcarbonat pro Liter kochend nachbehandelt. Man erhält einen kräftigen blaugrünen Druck von guter Lichtechtheit und guten Naßechtheiten.
  • Das Druckverfahren kann auch auf anderen Gewebearten, z. B. Zellwolle oder Viskosekrepp, durchgeführt werden.
  • Mit anderen diazotierten Aminoazoverbindungen von der angegebenen Zusammensetzung und anderen 2, 3-Oxynaphthoesäurearylamiden erhält man nach den üblichen Färbe- oder Druckmethoden Farbstoffe von ähnlich guten Echtheitseigenschaften. In der folgenden Zusammenstellung sind die Farbtöne, wie sie nach einer kochenden Seife-Soda-Behandlung erhalten werden, angegeben:
    Diazokomponente Azokomponente Farbton
    a-(4'-Amino-2', 5'-dimethoxybenzol-i'-azo)- 1-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-
    acetessigsäure-
    i. -anilid -benzol blaugrün
    2. desgl. -2-methyl-4-chlorbenzol blaugrün
    3. desgl. -2-methyl-4-methoxybenzol grünstichigblau
    4. desgl. -2, 4-dimethoxy-5-chlorbenzol blaugrün
    5. desgl. -naphthalin blaugrün
    6. -2-methyl-anilid -2-methylbenzol blaugrün
    7. -3-methyl-anilid -benzol blaugrün
    B. desgl. -2-methylbenzol blaugrün
    desgl. -2-methyl-4-chlorbenzol blaugrün
    10. -4-methyl-anilid -benzol blaugrün
    ii. desgl. -2-methylbenzol blaugrün
    12. desgl. -2-methyl-4-chlorbenzol grünstichigblau
    13. -3-chlor-anilid -benzol grünblau
    14. desgl. -2-methylbenzol blaugrün
    15. desgl. -2-methyl-4-chlorbenzol grünstichigblau
    16. -4-chlor-anilid -benzol blaugrün
    17. desgl. -2-methylbenzol blaugrün
    18. desgl. -2-methoxybenzol blaugrün
    19. -3-äthoxy-anilid -benzol blaugrün
    20. desgl. -2-methylbenzol blaugrün
    21. desgl. -2-methyl-4-chlorbenzol grün
    22. desgl. -2-methoxybenzol blaugrün
    23. -4-äthoxy-anilid -benzol grün
    24. desgl. -2-methylbenzol grün
    Diazokomponente Azokomponente Farbton
    a-(4'-Amino-2', 5'-dimethoxybenzol-i'-azo)- i-(2', 3'-Oxynaphthoylamino),
    acetessigsäure-
    25. -2, 3-dimethyl-anilid -benzol blaugrün
    26. desgl. -2-methylbenzol grün
    27. desgl. -2-methyl-4-chlorbenzol grünstichigblau
    28. -2, 4-dimethyl-anilid -benzel blaugrün
    29. desgl. -2-methylbenzol blaugrün
    30. -2, 5-dimethyl-anilid -benzol trübes Blaugrün
    31. desgl. -2-methylbenzol - grün
    32. -2-methyl-4-chlor-anilid -benzol grünstichigblau
    33. - -2-äthylsulfonyl-5-trifluormethyl-anilid -benzol blau
    34- desgl. -2-methylbenzol blau
    35. -2, 5-dichlor-anilid -2-methylbenzol blau
    36. -diphenylsulfon-2-amid -2-methyl-4-chlorbenzol blaugrün
    37. -cyclohexylamid -benzol graublau
    38. -naphthyl-i-amid -2-methylbenzol graugrün
    39. -naphthyl-2-amid -benzol blaugrün
    40. desgl. -2-methylbenzol grün
    41. desgl. -2-methyl-4-chlorbenzol blaugrün
    42. -anthrachinonyl-2-aniid -benzol graugrün
    43. -6-methoxybenzthiazol-2-amid -benzol graublau
    44. _ desgl. -2-methyl-4-chlorbenzol dunkelblau
    45. -R-äthyl-carbazolyl-3-amid -benzol blaugrün
    46. desgl. -2-methylbenzol blaugrün
    a-(4'-Anino-2', 5'-diäthoxybenzol-i'-azo)-
    acetessigsäure-
    47. -anilid -2-methoxybenzol blaugrün
    48. desgl. -naphthalin grün
    49. desgl. -2-(2', 3'-Oxynaphthoylamino)-naphthalin dunkelgrün
    5o. -3-methyl-anilid -benzol blaugrün
    51. desgl. -2-methylbenzol blaugrün
    52. desgl. -2-methyl-4-chlorbenzol blaugrün
    53. desgl. -naphthalin grün
    54. -benzylamid -benzol blau
    55. desgl. -naphthalin grünstichigblau
    56. -2-chlor-anilid -2-methylbenzol blaugrün
    57. -4-chlor-anilid -benzol blaugrün
    58. desgl. -2-methylbenzol blaugrün
    a-(4'-Amino-2', 5'-dimethoxybenzol-i'-azo)-
    benzoylessigsäure-
    59. -anilid -benzol grünstichigblau
    6o. desgl. -2-methylbenzol grünstichigblau
    61. desgl: -2-methyl-4-chlorbenzol blau

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: 'Verfahren zur Herstellung von wasserunlöslichen Azofarbstoffen; dadurch gekennzeichnet, daB man die Diazoverbindungen von Aminoazokörpern folgender allgemeiner Zusammensetzung worin R einen aromatischen, hydroaromatischen, araliphatischen oder heterocyclischen Rest und R1 einen Alkyl- oder Arylrest bedeutet, mit Arylamiden der 2, 3-Oxynaphthoesäure in Substanz oder auf einer Grundlage kuppelt, wobei die Farbstoffkomponenten keine wasserlöslich machenden Gruppen enthalten sollen. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 648 374, 537 i26.
DEF10301A 1952-11-04 1952-11-04 Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen Expired DE920267C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE537126C (de) * 1928-04-19 1931-10-30 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Darstellung von wasserunloeslichen Azofarbstoffen
DE648374C (de) * 1935-05-11 1937-07-29 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von wasserunloeslichen Disazofarbstoffen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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