DE476755C - Unterbrecher fuer elektrische Zuendapparate - Google Patents

Unterbrecher fuer elektrische Zuendapparate

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DE476755C
DE476755C DES80507D DES0080507D DE476755C DE 476755 C DE476755 C DE 476755C DE S80507 D DES80507 D DE S80507D DE S0080507 D DES0080507 D DE S0080507D DE 476755 C DE476755 C DE 476755C
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  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Description

  • Unterbrecher für elektrische Zündapparate Bei Unterbrechern an elektrischen Zündapparaten wird ein an der umlaufenden Unterbrecherscheibe sitzender Unterbrecherhebel an einem vorstehenden Teil durch ein feststehendes Nockensegment periodisch angestoßen, was j@edesmal eine die Unterbrechung des elektrischen Primärstroms bewirkende kurze Bewegung dies Unterbrecherhebels zur Folge hat. Die schnelle Rückwärtsbewegung des Unterbrecherhebels in seine ursprüngliche Lage wurde hierbei üblich durch eine Blattfeder bewirkt. Bei sehr hohen Drehzahlen erfolgen nun aber die Nockenstöße mit solch ungeheurer Geschwindigkeit und so rasch aufeinander, daß eine Blattfeder die erforderliche blitzschnelle Bremsarbeit der Bewegung des ausschlagenden Unterbrecherhebels und dann die ebenso schnelle Rückwärtsbewegung in die Anfangslage in der zur Verfügung stehenden minimalen. Zeitspanne nicht mehr auszuführen vermag. Das zeigt sich an einem öfteren, ja oft dauernden Versagen der Zündung #bzw#- in einem starken Feuern an den Unterbrecherkontakten, was ein baldiges Verbrennen derselben zur Folge hat.
  • Es ist nun schon mit .einem gewissen Erfolg versucht worden, für die Unterbrecherhebelbewegung die höhere Elastizität und Schnellkraft von Schraubenfedern und Kegelfedern zu verwenden. Kegelfedern sind am besten geeignet, weil ihr Gegendruck (Spannung) im Anfang des Zusammendrückens nur schwach ist, dann aber mit dem Fortschreiten der Zahl der sich durch Anliegen aufeinander abstützenden Windungen sehr rasch ansteigt, was gerade zum anfänglichen raschen und leichten Ausweichen des Unterbrecherhebels unter dem Nockenstoß und darauffolgendem kurzen kräftigen Abbremsen dieser Bewegung und dann wieder entsprechend schneller Beschleunigung beim Rückwärtsbewegen des Unterbrecherhebels gebraucht wird. Solche Unterbrecher für ganz hohe Drehzahlen konnten aber trotzdem noch nicht mit Erfolg gebaut werden, weil die Anordnung bzw. der Platz der Kegelfeder am Unterbrecherhebel nicht richtig gewählt wurde und zylindrische Schraubenfedern an sich nicht genügen. Bekannte Unterbrecher mit mehreren beweglichen Hebeln oder Zwischengliedern sind weger des bei der hohen Geschwindigkeit bald auftretenden Spiels und. starker Abnutzung an den Reibstellen nicht brauchbar. Bei bekannten Unterbrechern mit einem Hebel zeigte sich infolge falscher Wahl des Platzes für die Federn zu starke Abnutzung am Fibernocken.
  • Am- wirksamsten ist die Anordnung der Feder, und zwar .einer Kegelfeder, erfindungsgemäß unmittelbar am Fibernocken des Unterbrecherhebels, so daß der jedesmalige scharfe Stoß des ablenkenden festen Nockenringes direkt aufgefangen und abgebremst wird. An dieser Stelle wirkt die Kegelfeder wie ein nachgiebiges, aber doch sehr kräftiges Polster unmittelbar gegen die Stoßwirkung, ohne in ihrer Wirkung durch längeren Weg oder gar Zwischenglieder abgeschwächt zu werden, so daß sie ihre spezifischen Eigenschaften als Kegelfeder voll zur Geltung bringen kann.
  • Es hat sich nun aber im praktischen Betrieb bei Verwendung dieser Art von Federn an Unterbrecherhebeln, also Kegelfedern und noch mehr bei zylindrischen Schraubenfedern, überhaupt bei spiralig gewundenen Drahtfedern, außer den ganz ausgezeichneten. Federeigenschaften eben infolge ihrer großen inneren Elastizität der Nachteil gezeigt, daß die Federungsbewegung innerhalb der Feder nach dem jeweiligen Anstoß bzw. Auslauf nicht sofort aufhört, sondern unerwünschterweise noch eine gewisse Zeit andauert, was sich infolge des Nachschwingens in einem Erzittern der Drahtfeder und durch übertragung auch des ganzen Unterbrecherhebels auswirkt. Diese nachzitternde Bewegung hat nun trotz ihrer relativen Kleinheit auch ein Beben des Platihkontakts des Unterbrecherhebels auf dem festen Gegenkontakt zur Folge, was mit einer ungleichmäßigen Kontaktbildung, d. h. entsprechend .dem sich dadurch ändernden Stromwiderstand mit Stromschwankungen gleichbedeutend ist, was aber für ein gutes Arbeiten des Unterbrechers überaus nachteilig ist.
  • Dieses Nachschwingen der Drahtfedern mit seinen nachteiligen Folgen für eine gute und sichere Kontaktbildung wird bei der vorliegenden Erfindung dadurch behoben, daß am Unterbrecherhebel bzw. am besten direkt am Unterbrecherhabelkontakt sein Dämpfungsband angebracht wird, welches das Nachzittern der Drahtfeder bzw. das Zittern der -Kontakte dämpft bzw. überhaupt aufhebt und damit einen gleichmäßigen Stromfluß gewährleistet. Der stetige Stromfluß wird .erfindungsgemäß außerdem noch weiter gesichert, indem der Strom nicht durch die Drahtfeder, wie seither üblich, was auch ein großer Nachteil der seither bekannt gewordenen Unterbrecher mit Drahtfedern gewesen war, geleitet wird, sondern erfindungsgemäß eben durch das Dämpfungsband, das sich durch seine Anordnung, Befestigung, Querschnitt auch hierzu besonders gut eignet und sich auch im Material anpassen läßt, weshalb am besten ein Kupfer-oder Messingband genommen wird.
  • Durch die Kombination der- vorliegenden Erfindung, Kegelfiederung mit Dämpfung durch Stromführungsband, und zwar am besten in der erfindungsgemäßen Anordnung, Kegelfeder am einen Unterbrecherhebelarm uxi,-mittelbar an .der Nockenstoßstelle, stromführendes und Dämpfwngsband am andern Unterbrecherhebelarm mit unmittelbarem festem Anschluß am Platinkontakt, wird die Leistung des Unterbrechers bei hohen Drehzahlen beträchtlich erhöht.
  • Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Unterbrechers gemäß der Erfindung.
  • Es ist a die Unterbrecherscheibe, b der Unterbrecherhebel, c die Unterbrecherhebelachse, d eine Sicherungsfeder, e der Fibernocken des Unterbrecherhebels, t die kurz Kontaktschraube am Unterbrecherhebel, g das eine Kontaktstück, h die Bohrung für die Ankerachse, i die Befestigungsschraube für das Kontaktstück, k eine Unterlegscheibe, L die lange Kontaktschraube, m das andere Kontaktstück, ia das Dämpfungs- und Stromleitungsband, o der Kegelfederhaltefuß, p die Kegelfeder, g der Kegelfederhaltezapfen am Unterbrecherhebel. - -

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Unterbrecher für elektrische Zündapparate, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterbrecherhebelrückführung durch eine am Unterbrecherhebel (b) gegenüber dem Ablenknocken (e) angeordnete bekannte Kegelfeder (p) in Verbindung mit einem direkt am Unterbrecherheb:elkontakt (f) angreifenden, als Schwingungsdämpfung der Drahtfeder (p) wirkenden Metallband (n) bewirkt wird.
  2. 2. Unterbrecher für elektrische Zündapparate nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Dämpfungsband (n) gleichzeitig zur Stromführung dient.
DES80507D 1927-07-02 1927-07-02 Unterbrecher fuer elektrische Zuendapparate Expired DE476755C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1024286B (de) * 1955-09-13 1958-02-13 Auto Union Gmbh Nocken-Unterbrecher fuer Zuendanlagen schnell laufender Brennkraftmaschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1024286B (de) * 1955-09-13 1958-02-13 Auto Union Gmbh Nocken-Unterbrecher fuer Zuendanlagen schnell laufender Brennkraftmaschinen

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