DE47670C - Regelungsvorrichtung für elektrische Bogenlampen - Google Patents

Regelungsvorrichtung für elektrische Bogenlampen

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DE47670C
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DENDAT47670D
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H. PIEPER FILS in Lüttich
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/0087Controlling of arc lamps with a thread or chain

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  • Escalators And Moving Walkways (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen'Reiche vom 17. Februar 1888 ab.
Die Erfindung besteht darin, den Vorschub oder die Annäherung und Entfernung der Kohlen einer Bogenlampe durch zwei Motoren in der Art zu bewirken, dafs dieselben continuirlich und von einander unabhängig in derselben Richtung wirken und die Regulirung durch ihre Geschwindigkeitsdifferenz erfolgen lassen.
Diese Geschwindigkeitsdifferenz kann in einer wie immer gearteten Weise durch die? Variation des Stromes erzeugt werden. Man kann zu diesem Zwecke Flaschenzüge verwenden, über deren Rollen Schnüre oder Ketten laufen, die mit der oberen oder unteren Kohle verbunden sind.
Fig. ι und 2 stellen zwei Anordnungen dieser Lampe dar; α und b sind zwei Scheiben von gleichem Durchmesser; über diese führt die Schnur einestheils um die Rolle c, die den oberen Kohlenhalter trägt, anderenfheils über zwei Rollen d und f, die den unteren Kohlenhalter tragen. Wenn die Rolle a auf der Achse eines im Hauptstrom liegenden Elektromotors in der Pfeilrichtung 1, die Rolle b auf - der Achse eines in der Zweigleitung liegenden Elektromotors sich in demselben Sinne (Pfeil 2) dreht, so werden die beiden Motoren continuirlich die ganze Zeit arbeiten, während welcher die Lampe brennt. Der Motor b strebt beständig dahin, die beiden Kohlen einander zu nähern, während der Motor α bestrebt ist, sie von einander zu entfernen. Laufen also beide Motoren mit derselben Geschwindigkeit zusammen, d. h. ist die Entfernungsgeschwindigkeit gleich der Annäherungsgeschwindigkeit zu einer gegebenen Zeit, so unterliegt der Bogen keinerlei Schwankung. Die derartige Regulirung des magnetischen Feldes jeden Motors genügt, dafs sie beide mit gleicher Geschwindigkeit arbeiten;, wenn der Lichtbogen seine normale Länge erreicht hat.
Wenn beide Motoren mit derselben Geschwindigkeit arbeiten, bleiben die Kohlen in Ruhe und nur die Schnur bewegt sich um die Rollen der Kohlenträger. Dagegen findet Bewegung der Kohlen in der einen oder anderen Richtung statt, wenn sich infolge Aenderung' des Bogens das Geschwindigkeitsverhältnifs der beiden Motoren ändert. Ist der Lichtbogen zu kurz, so vermehrt der Motor im Hauptstrom seine Geschwindigkeit, während der in der Abzweigung die seinige so vermindert, dafs die Kohlen sich um die Differenz von einander entfernen; ist der Bogen zu lang, so läuft der Motor b rascher, α langsamer und die Kohlen nähern sich.
In der Wirklichkeit läuft der Motor b stets ein wenig rascher als a, um die Abnutzung der Kohlen zu compensiren. Diese Art der Regulirung ist zugleich kräftig und empfindlich.
In allen Fällen ist die Bewegungsrichtung von abc df und der Kette bezw. Schnur continuirlich die gleiche.
Man kann einen der beiden Motoren durch ein Gewicht oder eine Feder ersetzen, die der Welle eine constante Geschwindigkeit giebt; alsdann bewirkt der Elektromotor auf der anderen Welle die Regulirung, indem er rascher oder langsamer läuft als die Welle, die durch Feder oder Gewicht in Bewegung gesetzt wird.
Fig. 3, 4 und 5 stellen eine Lampe dar, in der beide Elektromotoren durch Gehwerke C und C1 ersetzt sind; das eine wird durch das Gewicht des oberen Kohlenträgers P, das andere durch eine Feder R getrieben, welche die Kohlen in einem dem Gewicht entgegengesetzten Sinne verschiebt.
Eine Spule H1 mit grobem Draht und eine andere H mit feinem Draht wirken auf einen weichen Eisenanker E, welcher die Sperrklinken M und JSf trägt.
Diese Armatur kann die beiden Gehwerke gleichzeitig oder jedes von ihnen getrennt auslösen, je nachdem der Bogen normal, zu lang oder zu kurz ist.
Die Lampe arbeitet folgendermafsen:
Wenn die Lampe in Ruhe ist, also Strom nicht hindurchgeht, so stellt sich die Armatur E infolge eines leichten Druckes der Federn S und S1 in der Richtung des Pfeiles f so ein, dafs der Sperrhaken M das Flügelrad F auslöst. Infolge dessen wird das Gehwerk C durch das Gewicht des oberen Kohlenhalters bewegt, während der Haken N das Flügelrad F1 und hierdurch das Werk C1 hemmt. Gleichzeitig hiermit zieht der obere Kohlenhalter P den unteren Q. durch die über Rollen laufende Kette K aufwärts. Vermöge dieser Anordnung berühren sich also die Kohlenstäbe stets, wenn die Lampe in Ruhe ist.
Läfst man Strom durch die Lampe, so geht derselbe, da die Kohlen Contact machen, ungeschwächt in den Elektromagneten H1 mit grobem Draht; infolge dessen wird die Armatur E gegen diesen Elektromagneten, also in der dem Pfeil / entgegengesetzten Richtung angezogen. Hierdurch sperrt der Haken M das Gehwerk C, während der Haken N durch seine Rückwärtsbewegung das Gehwerk C1 auslöst, welches sodann durch die Feder R in Thätigkeit gesetzt wird. Hierdurch entsteht die Entfernung der Kohlen zur Bildung des Bogens.
Sobald der Lichtbogen seine normale Länge erreicht, sucht die Armatur E, da die Stromintensität dann in dem Elektromagnete H1 mit grobem Draht sich verringert und in dem mit feinem Draht H sich vermehrt, ihre frühere Stellung wieder zu gewinnen und nimmt hierbei eine mittlere Stellung ein, in welcher beide Geh werke arretirt sind. Wenn aber der Lichtbogen die normale Länge überschreitet, wird die Armatur durch den in dem Zweigstrom liegenden Elektromagneten H, dessen Stromstärke sich alsdann vergröfsert, angezogen. Das Geh werk C1 bleibt infolge dessen arretirt, während das durch Auslösen der Klinke M freiwerdende Gehwerk C die Kohlen so lange nähert, bis der Lichtbogen seine normale Länge wieder gewonnen hat; dann werden beide Werke wieder stillgestellt.
Zu bemerken ist, dafs das Gehwerk C1 nur functionirt, wenn die Zündung erfolgt, oder wenn der Bogen zu kurz ist und die Kohlen sich von einander entfernen müssen.
Beim Auswechseln der Kohlen zieht man die Feder R, die das Gehwerk C1 in Bewegung setzt, mit einem Schlüssel auf, der auf die Welle X gesteckt wird.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Zur Regulirung des Lichtbogens in einer elektrischen Bogenlampe die Verbindung zweier von einander unabhängigen, aber beide von den Schwankungen des Lichtbogens abhängig gemachten Bewegungsvorrichtungen mit einer beide Kohlenhalter tragenden Schnur oder Kette in der Weise, dafs die Bewegungsvorrichtungen diese ,Schnur oder Kette stets in demselben Sinne bewegen und die Regelung des Bogens durch die von den Schwankungen des Lichtbogens hervorgerufenen Unterschiede ihrer Geschwindigkeiten bewirken.
2. Zur Ausführung der unter i. gekennzeichneten Regulirung für elektrische Bogenlampen die Benutzung des Gewichtes des oberen Kohlenhalters P und einer Feder R, welche beide in derselben Richtung auf eine beide Kohlenhalter tragende endlose Kette wirken vermittelst zweier Gehwerke C und C1, deren Flügelräder F und F1 zusammen oder je für sich durch Klinken Mund N arretirt werden, die von einem von den Elektromagneten H und H1 abhängigen weichen Eisenanker E bewegt werden (Fig. 3 bis 5).
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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