DE33642C - Elektrische Bogenlampe - Google Patents

Elektrische Bogenlampe

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DE33642C
DE33642C DE188433642D DE33642DA DE33642C DE 33642 C DE33642 C DE 33642C DE 188433642 D DE188433642 D DE 188433642D DE 33642D A DE33642D A DE 33642DA DE 33642 C DE33642 C DE 33642C
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DE188433642D
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C-L. R. E. menges im Haag, Balistraat 86, Holland
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/0087Controlling of arc lamps with a thread or chain

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  • Radiation-Therapy Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. October 1884 ab.
Bekanntlich hat man schon seit längerer Zeit versucht, die Kohlen bei Bogenlampen in der Art zu reguliren, dafs durch zur Seite der Spitzen angebrachte hervorstehende Theile das Hervorschieben der Kohlen durch irgend eine Kraft gerade in dem Mafse erfolgt, als die Spitzen sich durch Abbrennen verkürzen. Unter den früheren Constructionen findet man dies z. B. bei der Lampe von de Baillehache.
Bei der unteren Kohle ist nun diese Einrichtung sehr gut verwendbar, bei der oberen Kohle jedoch nicht, indem allzu leicht ein Abschmelzen oder doch eine zu schnelle Abnutzung der Vorrichtung eintritt.
Um diesem Uebelstande abzuhelfen, benutzt Erfinder die beschriebene Vorrichtung nur an der unteren Kohlenspitze und überträgt nun die Bewegung dieser Kohle durch irgend einen Mechanismus so auf die obere Kohle, dafs das Verhältnifs der Geschwindigkeiten beider Kohlen gleich dem Verhältnifs der Abnutzung beider Kohlen ist.
Wenn nun durch eine geeignete Vorrichtung (z. B. einen Elektromagneten und Anker, welcher mittelst eines Klemmgesperres die obere Kohle hebt und im stromlosen Zustande die Kohle frei herabfallen läfst) die Kohlen, nachdem dieselben in Berührung waren, beim Durchgang des Stromes von einander entfernt werden, so würde also die Entfernung der Kohlenspitzen und mithin der Lichtbogen stetig erhalten bleiben.
Durch die unvermeidlichen Unregelmäfsigkeiten in den Kohlen oder sonstige Zufälligkeiten würde auf diese Weise noch kein sehr gleichmäfsiges Licht zu erhalten sein. Der Erfinder benutzt deshalb für das ohnedies nothwendige Auseinanderziehen der Kohlen eine Vorrichtung, durch welche zugleich eine genaue Justirung der Bogenlänge erreicht wird. Da nun sowohl ein Vorauseilen wie ein Zurückbleiben der Kohlen stattfinden kann, so mufs also die Justirung ganz unabhängig von der Lage des Kohlenhalters sein.
In dem Apparat, der auf beiliegender Zeichnung dargestellt ist, erfolgt die Bewegungsübertragung von der unteren Kohle α b auf den oberen Kohlenhalter c s mittelst einer Kette bde, welche auf eine Rolle e aufgewickelt wird. Mit dieser Rolle ist eine zweite Rolle f verbunden, an welcher die Kette f g befestigt ist, die den oberen Kohlenhalter trägt. Das Fortschieben der unteren Kohle gegen die Häkchen h h geschieht hier durch das Gewicht des oberen Kohlenträgers. Das richtige Verhältnifs in den Bewegungen beider Kohlen wird durch das Verhältnifs der Durchmesser der Rollen e und f bestimmt. Selbstverständlich kann anstatt dieser Vorrichtung auch jede andere geeignete Bewegungsübertragung benutzt werden.
Zwischen dem Kohlenstab α c und der Kette gf ist nun die Justirvorrichtung eingeschaltet, welche, wie schon oben angegeben, stets die richtige Bogenlänge herbeiführen soll, ganz unabhängig davon, ob die Entfernung von g bis s grofs oder klein ist.
Diese Vorrichtung besteht im wesentlichen aus zwei Theilen: Erstens aus einem stetig magnetisch polarisirten Theil η s, welcher also ein Stahlmagnet sein kann, indem es nur auf die richtige Polarität (in Bezug auf die Strom-
richtung in den übrigen Theilen der Lampe) und nicht auf die Intensität des Magnetismus ankommt; man kann aber natürlich auch einen Elektromagneten oder ein Solenoid be- ' nutzen. Zweitens aus- einer Drahtrolle A B mit zwei zusammen oder über einander aufgewickelten Drähten, von denen der eine vom Hauptstrom durchflossen wird, während der andere zum Lichtbogen im Nebenschlufs liegt. Die Anzahl Umwindungen ist dabei so gewählt, dafs bei normalen Wirkungsverhältnissen und Bogenlängen die entgegengerichteten Ströme in beiden Wickelungen nach aufsen keine Wirkung ausüben können.
Die beiden Theile sind gegen einander beweglich; mit dem einen derselben (in der Figur η s) wird der Kohlenstab a c verbunden. Dieser Kohlenhalter wird durch ein Gegengewicht so äquilibrirt, dafs derselbe in jeder Lage in Ruhe bleibt. Bei der in der Figur dargestellten Anordnung dient die Drahtspule A B als Gegengewicht.
Die Lampe wirkt nun in folgender Weise:
Werden L und L1 mit einer Elektricitätsquelle verbunden, so ist die Leitung durch den Nebenschlufsdraht der Spule A B geschlossen, η s wird angezogen und die Kohlen kommen mit einander in Berührung. Nun geht auch ein Strom durch die anderen Windungen , deren Wirkung überwiegend und entgegengesetzt ist, so dafs also η s abgestofsen wird. Es bildet sich der Lichtbogen, und sobald die richtige Länge desselben erreicht ist, hört die Einwirkung der Spule A B gänzlich auf, wie schon oben erklärt ist. Da nun jede Veranlassung zur Bewegung aufhört, und weil die Anordnung von ns im Innern der Spule A B als Luftdämpfung wirkt, so kommt der Kohlenhalter sogleich zur Ruhe.
Wenn jetzt die Lampe regelmäfsig weiter brennt, so wird die Kohle α b stets gegen die Häkchen h h angedrückt, während durch die Ketten bde und fg die obere Kohle in richtigem Mafse niedersinkt; denn es ist genau so, als ob die Spule A B gar nicht vorhanden wäre und man die Kette gf direct mit s verbunden hätte. Kommt aber irgend eine Unregelmäfsigkeit vor, so tritt die Wirkung der Spule A B sogleich ausgleichend auf. Es sei z. B. eine ganz erhebliche Störung dadurch eingetreten, dafs plötzlich ein grofses Stück der Kohle ac abgesprungen ist, so dafs der Lichtbogen erlöscht. Es wiederholt sich dann dasselbe Spiel wie oben. Der Kohlenhalter kommt wieder zur Ruhe, sobald die richtige Bogenlänge hergestellt ist, obgleich jetzt η s in eine ganz andere relative Lage zu der Spule AB kommt, und bleibt in dieser Lage auch beim regelmäfsigen Weiterbrennen, weil eben die Ruhelage durch die Abwesenheit irgend einer Kraft bedingt ist (soweit die Schwerkraft in Betracht kommt, sind alle Theile ausbalancirt).

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Bei einer elektrischen Bogenlampe, bei welcher beide Kohlen in bekannter Weise durch einen geeigneten Mechanismus (Kette, Zahnstange, Räder oder dergleichen) mit einander derart verbunden sind, dafs dieselben sich nur gleichzeitig mit einem gewissen Geschwindigkeitsverhältnifs einander nähern können, die Anordnung von feststehenden, über den. kegelförmigen Theil der Spitze der unteren Kohle übergreifenden Anlagen, gegen welche diese untere Kohle durch irgend eine Kraft (Gewicht, Feder oder dergleichen) angedrückt wird.
  2. 2. Die Herstellung der richtigen Bogenlänge durch die Verbindung der Kohle mit dem beweglichen Theil einer Vorrichtung, im wesentlichen bestehend: erstens aus einer Drahtrolle mit zwei Drahtwickelungen, die eine im Hauptstrom, die andere im Nebenschlufs zum Lichtbogen und derart justirt, dafs die Spule bei richtiger Bogenlänge nach aufsen hin keine Wirkung ausübt, und zweitens aus einem in Bezug auf die Stromrichtung in den übrigen Theilen der Lampe in bestimmtem Sinne magnetisch polarisirten Theil, welche Theile gegen einander beweglich und gehörig äquilibrirt sind und also nur bei richtiger Bogenlänge in Ruhe kommen und verbleiben.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188433642D 1884-10-16 1884-10-16 Elektrische Bogenlampe Expired DE33642C (de)

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