DE17819C - Neuerungen an einem Regulator an elektrischen Lampen mit kleinem Lichtbogen - Google Patents
Neuerungen an einem Regulator an elektrischen Lampen mit kleinem LichtbogenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0081—Controlling of arc lamps
- H05B31/009—Controlling of arc lamps with tightening devices
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung betrifft Neuerungen und Modificationen an dem im Haupt-Patente
beschriebenen Regulator für elektrisches Licht.
Die erste Modification dieses Regulators ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt. Auf der Gleitschiene
A aus Bronze oder Kupfer gleitet das Stück B, das an seinem oberen Ende mit einer
Platte C versehen ist. Unterhalb dieser Platte ist die Spule D, aus feinem Draht hergestellt,
angeordnet, durch welche der kupferne Kohlenträger E frei passirt. Letzterer ist an seinem
oberen Ende mit einem Anker F aus weichem Eisen versehen und an einer Feder G aufgehängt,
die an einem kleinen Ständer H befestigt ist, der sich auf der Platte C erhebt,
dergestalt, dafs der Anker F sich einige Millimeter oberhalb des oberen Poles der Spule D
befindet. Die Feder G kann nach Bedarf mittelst der Schraube / gespannt werden. Eine
schrägliegende Schraube / stützt sich auf den Anker F und regelt dessen Abstand von dem
Pole der Spule.
An dem unteren Ende des Gleitstücks B ist ein zweiter Anker K drehbar angebracht, der
mit einem rechtwinklig nach abwärts gerichteten Ansatz L versehen ist, welcher mit Reibung auf
der Gleitbahn der Schiene A unter Einwirkung der Feder M gleitet und eine bremsende Wirkung
ausübt. Die Spannung dieser Feder M kann mittelst der Schraube R regulirt werden.
Die obere Kohle ist in dem Kohlenträger E und, ist ^zwischen zwei Rollen Z geführt,
welche ihre Verbindung mit dem Körper der Lampe vermitteln und die Länge des wirksamen,
d. h. vom elektrischen Strom durchflossenen Theils des Kohlenstabes begrenzen.
Die untere Kohle von viel gröfserem Durchmesser ist fest und mit der oberen Kohle
conaxial. Diese Kohle nutzt sich nur sehr wenig ab und man schiebt sie erst nach völliger
Abnutzung der oberen Kohle etwas nach aufwärts; sie steckt in der federnden Hülse .£',,
welche am unteren Ende des vom Körper der Lampe isolirten Arms O angebracht ist.
Die Spule D bildet eine Nebenleitung, indem sie mit einer in Fig. 2 punktirt gezeichneten
federnden flachen Stange in Verbindung steht, welche mit Reibung auf der vom Körper der
Lampe isolirten Schiene y im Boden der Rinne χ gleitet und mit dem Arm O verbunden ist.
Dieser Regulator functionirt wie folgt:
Der Strom tritt bei N ein, und da die Kohlen von einander getrennt sind, so geht er durch
die Nebenleitung, d. h. die Spule D erregt dieselbe, so dafs sie die Anker K und F anzieht.
Der Anker K bewirkt ein Lösen der Bremse Z, derart, dafs das Gleitstück B sich senkt. Sowie
nun die beiden Kohlen mit einander in Berührung gekommen sind, geht der Strom durch
dieselben, und die Spule D läfst ihre Anker los. Dies hat zur Folge, dafs der Ansatz L des
unteren Ankers K bremsend wirkt und das Gleitstück B auf seiner Schiene A festklemmt, während
gleichzeitig der Anker F und mit ihm der
Kohlenträger E durch die Einwirkung der Feder
G schnell gehoben wird, so dafs die Kohlen sich von einander trennen und nun den Voltaschen
Bogen bilden, dessen Länge durch die Schraube / regulirt wird. Wird der Widerstand
im Volta'schen Bogen zu grofs, so geht der Strom wieder durch die Spule D, und die obere
Kohle senkt sich langsam.
Diese Annäherung der Kohlen erfolgt periodisch und in continuirlicher, fast unmerklicher
Weise ohne Ruck, derart, dafs das Licht constant bleibt.
Um diese Bewegungen zu präcisiren, kann man mit dem Anker kleine Kugeln aus Metall
verbinden, wie aus Fig. 3 ersichtlich. Dieser Regulator kann auch so angewendet werden,
dafs der obere Theil nach unten zu liegen kommt. Derartige Apparate können zu zwei
oder mehreren so combinirt werden, dafs sie nur einen einzigen Regulator bilden.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine weitere Modification. Dieser Regulator besteht aus zwei
seitlichen Stäben X Y, welche durch vier Traversen ABCD mit einander verbunden sind.
Zwischen den kupfernen Traversen A B ist ein Elektromagnet E angebracht, der aus feinen
Drahtwindungen hergestellt ist und als Nebenleitung in den Stromkreis des Regulators geschaltet
ist. Durch diesen Elektromagneten ist die obere Kohle F frei hindurchgeführt, welche
durch die Schraube G einer Bremse H am Abwärtssteigen verhindert wird. Der Drehpunkt
dieser Bremse H befindet sich bei I, und an dem oberen Ende derselben ist der Anker J
aus weichem Eisen angebracht, der, wenn er vom Pol Kangezogen wird, die Hemmschraube G
von der Kohle F entfernt, derart, dafs dieselbe sich senken kann. Diese Bewegung der Bremse H
wird durch eine Gegenfeder L regulirt.
Die untere Kohle iVvon bedeutend gröfserem
oder auch gleichem Querschnitt wie die obere Kohle ist mittelst einer Mutter mit konischem
Gewinde in einer federnden gespaltenen Hülse befestigt, welche an der unteren Traverse D
sitzt. Die Traverse C besteht aus Eisen und ist von den Röhren α b isolirt; sie dient dem
unteren Pol des Elektromagneten als Anker und hat den Zweck, die Entfernung der Kohlen
von einander beim Anzünden zu bewirken. Die Traversen A und B sind beweglich und mittelst
der Hülsen g h ij isolirt. Die Federn O und P
dienen dazu, der unteren Kohle das Gleichgewicht zu halten und den Abstand des Ankers C
vom unteren Pole des Elektromagneten mittelst der Schrauben Q und R zu reguliren. Die
Lampe wird an den Haken// aufgehängt.
Dieser Regulator functionirt wie folgt:
Beim Ingangsetzen müssen die Kohlen von einander entfernt sein. Der Strom tritt durch
eine der Klemmen 5 T ein, von denen die eine S mit dem Rahmen durch die. Stange X in
leitender Verbindung steht; da an den Kohlen die Leitung unterbrochen ist, so geht der Strom
durch die Umwindungen des Elektromagneten E, dessen beide Pole die Anker J und C anziehen.
Die Anziehung des Ankers J hat zur Folge, dafs die Schraube der Bremse gelöst wird und infolge
dessen die Senkung der oberen Kohle erfolgen kann, während die Anziehung der Traverse
C eine Hebung des von den Stangen X Y und den Traversen C und D gebildeten unteren
Kohlenträgers bewirkt.
Sowie die Kohlen zur Berührung gelangen, verläfst der Strom den Elektromagneten, der
nunmehr auch die Anker J und C freigiebt. Die Hemmschraube G wirkt von neuem auf die
obere Kohle und verhindert deren weitere Senkung. Die eiserne Traverse C verläfst
den unteren Pol des Elektromagneten E und bewirkt eine Senkung der unteren Kohle. Auf
diese Weise entsteht eine Trennung der beiden Kohlen, welche wiederum die Bildung des
Volta'schen Lichtbogens zur Folge hat. Wird
der Widerstand in dem Lichtbogen zu grofs, so geht der Strom durch die Windungen des
Elektromagneten, und die hierdurch gelöste Bremse gestattet der unteren Kohle, sich zu
senken. Diese Wirkung tritt in Form von sehr schnellen Vibrationen ein, welche der Kohle
gestatten, in kleinen Perioden sich höchst regelmäfsig zu senken.
Um die Kohlen ganz auszunutzen, hebt man den unteren Rahmen, indem man die Stangen
X Y in den Röhren α und b verschiebt und sie an passender Stelle mittelst der Klemmschrauben
c und d feststellt.
Die obere Kohle kann in einem Kohlenträger befestigt werden, der eine Traverse bildet und
auf den Stangen X Y gleitet. In diesem Falle erfolgt die Regulirung ä"uf einer kupfernen
Stange, welche durch die Elektromagneten geführt und mit der den Kohlenträger bildenden
Traverse verbunden ist, derart, dafs die obere Kohle nach Mafsgabe ihrer Abnutzung sich
senkt.
Die beschriebenen Regulatoren sind für Wechselströme bestimmt. Bei Benutzung von
gleichgerichteten Strömen müssen die Kohlen beim Inbetriebsetzen mit einander in Berührung
sein und sich dann erst trennen.
Zu diesem Zweck sind an den Regulatoren die in den Fig. 6 und 7 dargestellten Modificationen
anzubringen.
In Fig. 6 ist aufser der feindrähtigen Spule A
noch eine grobdrähtige Spule B in den Stromkreis eingeschaltet. Die Kohlen berühren sich
vor dem Anzünden und der Strom passirt auch die Spule B, erregt dieselbe, und letztere zieht
den Anker C an, der eine Senkung des unteren Kohlenträgers bewirkt, so dafs der Lichtbogen
sich bildet. Die Senkung der oberen Kohle
wird durch die Spule A und die Bremse bewirkt, wie dies schon oben beschrieben wurde.
Man könnte auch allenfalls die Zweigleitungsspule fortlassen und zur Regulirung der Abwärtsbewegung
der oberen Kohle die grobdrähtige, in den Stromkreis eingeschaltete Spule benutzen.
In diesem Falle mufs aber die Wirkung der Bremse umgekehrt werden, wie Fig. 7 andeutet,
d. h. sie mufs den Kohlenstab loslassen, wenn die Thätigkeit der Spule aufhört.
Fig. 8 zeigt eine andere Modification des Regulators. Die beiden Kohlenstäbe gleiten in
den beiden Rohren A und B, deren Richtungen einen spitzen Winkel bilden, und welche durch
zwei Traversen isolirt mit einander verbunden sind. In der Halbirungslinie des von den
Rohren gebildeten Winkels ist die Gleitschiene P angebracht, auf welcher eine Spule i^mit Bremse
gleitet, welche der in Fig. 1 und 2 dargestellten ähnlich ist.
Der obere Anker, welcher dazu bestimmt ist, den Abstand der Kohlen von einander herzustellen,
trägt eine Traverse E mit länglichen Schlitzen G, in welchen in horizontaler Richtung
kleine Rollen oder Knöpfe gleiten, die an den Kohlenträgern HH befestigt sind.
Diese für AVechselströme bestimmte Lampe
functionirt wie folgt:
Beim Anzünden sind die Kohlen von einander getrennt. Der Strom geht durch die
Spule F, welche als Nebenleitung in den Stromkreis eingeschaltet ist; diese Spule zieht somit
die Anker G und L an; durch Anziehung des unteren Ankers L wird die Bremsvorrichtung
gelöst, die Spule steigt herab und mit ihr die Traverse E und die Kohlen. Sobald die letzteren
zur Berührung gelangen, hört die Wirkung der Spule F auf, die Bremse gelangt in Thätigkeit
und die Abwärtsbewegung der Spule hört auf. In demselhen Augenblick wird der obere
Anker G durch eine Feder hochgezogen, hebt die Traverse E und bewirkt die Trennung der
Kohlen.
Die Kohlen können auch horizontal anstatt
geneigt angeordnet und dann durch Gewichte oder Federn gegen einander bewegt werden,
deren Wirkung durch eine mit Bremse versehene Spule beeinflufst wird, welche der oben
beschriebenen analog ist.
Claims (4)
- Patent-AnSprüche:ι . In einem Regulator für elektrisches Licht die Combination des beweglichen Kohlenträgers E mit Anker F, Fig. 1 und 2, mit der als Nebenleitung in den Stromkreis der Lampe eingeschalteten Spule D, welche an dem zur elastischen Aufhängung des Kohlenträgers E dienenden Gleitstücke B befestigt ist, welches letztere durch eine von der Spule D beeinflufste Bremsvorrichtung K L MR auf seiner Gleitschiene A festgebremst wird, wenn der Abstand der Kohlen dem normalen Lichtbogen entspricht.
- 2. In einem Regulator für elektrisches Licht die Combination des aus den Stangen X Y, den Rohren α b und den Traversen C D gebildeten unteren Kohlenträgers, deren Traverse C einen vom festen Elektromagneten E beeinflufsten Anker bildet, während die obere bewegliche Kohle durch eine ebenfalls vom Elektromagneten E beeinflufste Bremsvorrichtung G HJL festgehalten wird, sowie der Abstand der Kohlen dem normalen Lichtbogen entspricht, mit der Abänderung, dafs die obere Kohle auch an einer an den Stangen X Y gleitenden Traverse befestigt sein kann, deren Abwärtsbewegung durch den Elektromagneten regulirt wird.
- 3. In Verbindung mit den zu 1. und 2. beanspruchten Regulatoren die Anwendung der in den Fig. 6 und 7 dargestellten Einrichtungen, welche die Regulatoren für continuirlichen Strom geeignet machen.
- 4. In einem Regulator für elektrisches Licht die Combination der in den gegen einander geneigten Röhren AB gleitende Kohlenträger H mit der durch den Elektromagneten F beeinflufsten Traverse E, welcher Elektromagnet unter Benutzung der automatischen Bremsvorrichtung L auf der Schiene P gleitet und eine Abwärtsbewegung der Kohlen bis zu deren Berührung bewirkt, worauf die Bremse in Wirkung tritt und den Elektromagneten festbremst, während der Anker E sich hebt und ein Auseinandergehen der Kohlen bewirkt.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE15560T | 1880-06-03 | ||
| DE17819T | 1881-04-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE17819C true DE17819C (de) | 1882-04-28 |
Family
ID=34715776
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188117819D Expired DE17819C (de) | 1880-06-03 | 1881-04-26 | Neuerungen an einem Regulator an elektrischen Lampen mit kleinem Lichtbogen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE17819C (de) |
-
1881
- 1881-04-26 DE DE188117819D patent/DE17819C/de not_active Expired
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