DE19160C - Elektrische Lampe mit automatischer Regulirung - Google Patents
Elektrische Lampe mit automatischer RegulirungInfo
- Publication number
- DE19160C DE19160C DE188119160D DE19160DA DE19160C DE 19160 C DE19160 C DE 19160C DE 188119160 D DE188119160 D DE 188119160D DE 19160D A DE19160D A DE 19160DA DE 19160 C DE19160 C DE 19160C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- carbon
- lamp
- electromagnet
- current
- coal
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 35
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 claims description 35
- 239000003245 coal Substances 0.000 claims description 11
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 5
- 230000007423 decrease Effects 0.000 claims description 4
- 230000004048 modification Effects 0.000 claims description 4
- 238000012986 modification Methods 0.000 claims description 4
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 claims description 2
- 238000005452 bending Methods 0.000 claims 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims 1
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 2
- 230000003313 weakening effect Effects 0.000 description 2
- 230000003321 amplification Effects 0.000 description 1
- 239000004020 conductor Substances 0.000 description 1
- 230000005389 magnetism Effects 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000003199 nucleic acid amplification method Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 239000010454 slate Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0081—Controlling of arc lamps
- H05B31/009—Controlling of arc lamps with tightening devices
Landscapes
- Radiation-Therapy Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. December 1881 ab.
Die vorliegende elektrische Lampe gehört zur Klasse der Regulatoren ohne Uhrwerk, in
welchen der elektrische Strom dazu benutzt wird, die Entfernung der Kohlenstäbe von einander
hervorzubringen. Dieses System wird durch zwei auf einander folgende Bewegungen charakterisirt, welche den Kohlenstäben mitgetheilt
werden; die erste hat den Zweck, die Kohlenstäbe von einander zu trennen und den
Volta'schen Lichtbogen zwischen ihren Enden zu erzeugen; die zweite ist von der Abnutzung
der Kohlen abhängig und bezweckt, den Abstand der Kohlen von einander constant zu erhalten.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι eine Vorderansicht der Lampe, Fig. 2
eine Seitenansicht derselben. Fig. 3 und 4 sind Modificationen der Lampe.
Die Lampe besteht .zunächst aus einer Platte A, welche zweckmäfsig aus Schiefer hergestellt
wird und einen Ständer B trägt, an dem der feste Arm G befestigt ist, welcher
dem oberen Kohlenhalter T als Führung dient.
Dieser Ständer B enthält gleichzeitig die Drehachse für den Winkelhebel C, der einerseits
mit einem Gegengewicht Q und andererseits mit zwei Stangen F aus weichem Eisen
versehen ist, welche die Anker der Solenoide E bilden. Der Hebel C ist mittelst einer
Schraube c mit dem Stück D verbunden, das an dem Kohlenhalter T befestigt ist.
An dem oberen Ende dieses Kohlenhalters ist mittelst eines Stückes H die Drehachse X1
eines zweiten Hebels L angebracht, welche einerseits ein Gegengewicht P, andererseits aber
eine an der Stange t sitzende weiche Eisenplatte α trägt, welche gegenüber den Solenoiden
E angeordnet ist. Unterhalb des Hebels L ist eine Zunge oder eine Klemmbacke / angebracht
von der in Fig. 1 dargestellten Form, die in einen Ausschnitt des Kohlenhalters fafst,
sich gegen die Kohle K legt, dieselbe gewissermafsen bremst, und verhindert, dafs dieselbe
sich unter dem Einflufs ihres Gewichtes nach abwärts bewegt.
An der Platte A sind unterhalb derselben die beiden Klemmen b b1 angebracht, von
denen b mit dem Ständer B und b1 mit dem
Metallbügel / verbunden ist, an welchem die Fassung S für den unteren Kohlenstab angebracht
ist, welcher in derselben mittelst der Schraube s befestigt wird. Die Solenoide E
werden durch Windungen . aus feinem Draht von hohem Widerstand gebildet; der Strom tritt
in diese Windungen durch die Drähte b2 vom
Ständer B aus ein und verläfst dieselben durch die Drähte b3, um nach dem Bügel / zu gehen.
Die Schrauben ν und v1 gestatten, die Lage
der in das Innere der Solenoide tauchenden Anker F und der Platte α zu reguliren.
Im Ruhezustand, d. h. wenn kein Strom die Lampe passirt, hält das Gegengewicht Q den
oberen Kohlenhalter T gehoben und die Kohlen bleiben von einander entfernt, während die
Zunge / die Kohle K ebenfalls unter dem combinirten Einflufs des Gegengewichts P und des
eigenen Gewichts der Kohle gehoben hält.
Wird nun ein Strom in die Lampe gesandt, so findet er zwischen den beiden Kohlenstäben
einen zu grofsen Widerstand und passirt infolge dessen die Windungen der Solenoide E.
Sofort wird der Anker F angezogen, der He-
bei C geräth in Schwingung, senkt den Kohlenhalter
T und mit ihm die obere Kohle; gleichzeitig wird aber auch α angezogen, bewirkt dadurch
eine Entfernung des Klemmstückes / von dem Kohlenstab, so dafs letzterer frei wird
und unter dem Einflufs seines Gewichts in dem Kohlenhalter T herabgleitet, bis sein unteres
Ende mit dem unteren Kohlenstab in Berührung kommt. Nunmehr findet der Strom einen
bequemeren Weg durch die beiden Kohlen, das Solenoid wird in seiner anziehenden Wirkung
auf seine Anker bedeutend geschwächt, und es tritt infolge dessen eine entgegengesetzte
Bewegung der Hebel ein.
Unter dem Einflufs des Gewichts P hebt sich der Hebel L und verbindet den Kohlenstab
mit dem Halter T, indem sich die Zunge / wieder gegen den Stab klemmt, während andererseits
unter dem Einflufs des Gewichts Q der Hebel C und mit ihm der Kohlenhalter T
und die Kohle K gehoben wird, so dafs der V öl ta'sehe Lichtbogen entsteht.
Der Strom wird nun so lange die Kohlen passiren, bis der Abstand zwischen den Kohlenspitzen und der infolge dessen hervorgerufene
AViderstand im Stromkreis gröfser und gröfser wird und ein gröfserer Theil des Stromes die
Windungen der Solenoide durchströmt, worauf wieder ein Senken der Anker F eintritt, bis
das Gegengewicht Q der anziehenden Kraft des Magneten das Gleichgewicht hält.
Wird nun der Magnetismus des Ankers E nach und nach so stark, dafs die Platte α angezogen
wird, so ist die Folge hiervon, dafs der Druck zwischen der Zunge / und der Kohle K abnimmt, welche nunmehr wieder
etwas sich senken kann, bis die Verminderung des Widerstandes im Volta'schen Lichtbogen
eine Schwächung des die Windungen des Solenoids passirenden Stromes zur Folge hat,
was dann wieder das schon beschriebene Spiel des Mechanismus herbeiführt.
Diese Lampe eignet sich sowohl für Wechselströme als auch für continuirliche Ströme; die
in Fig. 3 dargestellte Modification kann in einen continuirlichen Strom sowohl auf Spannung,
als auch in Abzweigung eingeschaltet werden.
Das Solenoid ist hier durch einen Elektromagnet E ersetzt, dessen obere Pole an dem
Stück D befestigt sind, während die unteren Pole p in zwei seitliche Ansätze auslaufen,
welche dem winkelförmigen Anker f gegenüberliegen.
Die Anordnung der Zunge oder. Klemmbacke / ist umgekehrt, und das Gegengewicht P
dient nur dazu, das Gewicht des Hebels L auszugleichen. Das Gegengewicht Q gleicht einen
Theil des Gewichts des Rohres T und des Elektromagneten aus. Eine Schraube O dient
dazu,, den Abstand der Pole des Elektromagneten E von seinem festen Anker zu regüliren.
Die Windungen des Elektromagneten sind hier direct in die Leitung eingeschaltet, indem: sie
einestheils mit Klemme b, anderenteils mit dem Ständer B verbunden sind. Wenn der
Strom die Lampe nicht passirt, so ruhen die Pole / auf der Regulirschraube o. Die obere
Kohle K, welche von der Klemmbacke /nicht gehalten wird, berührt mit ihrem unteren Ende
die untere Kohle IC1.
Geht ein Strom durch die Lampe, so tritt der Elektromagnet in Thätigkeit, zieht die
Platte α an, und die obere Kohle wird durch die Klemmbacke / mit dem Kohlenhalter verbunden;
gleichzeitig hebt sich aber der Elektromagnet, indem sein Pol p sich dem festen
Anker / zu nähern sucht, und es wird auf diese Weise ein Heben des Armes D mit dem
Kohlenhalter veranlafst und die obere Kohle K von der unteren entfernt.
Der Volta'sche Lichtbogen entsteht sofort, und der Mechanismus verbleibt in Ruhe, bis
infolge der Schwächung des Stromes durch die Vergröfserung des Abstandes zwischen den
Kohlenspitzen auch die Wirkung des Elektromagneten E abgeschwächt wird, die Platte a
weniger stark angezogen wird, infolge dessen die Klemmbacke / die obere Kohle losläfst,
welche sich nunmehr etwas senkt, bis infolge der hierdurch entstehenden Stromverstärkung
auch der Elektromagnet die Platte α wieder kräftiger anzieht, hierdurch ein Festklemmen
der Kohle herbeiführt, bis eine weitere Annäherung der Kohlenstäbe erforderlich wird etc.
Wird die Lampe durch einen Spannungsstrom gespeist, so enthält der Elektromagnet
zwei Drähte, der eine Draht besitzt einen gröfseren Querschnitt und wird von demselben
Strom durchlaufen, der den Volta'schen Bogen bildet, der andere erhält einen geringeren
Querschnitt, und seine Enden sind mit den beiden Klemmen der Lampe verbunden, so
dafs der auf diese Weise abgeleitete Strom die Wirkung des Hauptstromes aufhebt.
Die beiden beschriebenen Lampentypen sollen eine Lichtstärke von 30 bis 40 Carcels geben.
Die in Fig. 4 dargestellte Modification ist für Lampen von geringerer Lichtstärke bestimmt,
von 5 bis 20 Carcels. Diese Lampe besteht aus einem Rohr T, das an seinem unteren
Ende einen Ring A trägt, der den Hebel L des Elektromagneten E aufnimmt. ■
In dieser Lampe nutzt sich nur die obere Kohle K ab, welche einen sehr kleinen Durchmesser,
4 bis 6 mm, erhält, während der untere Pol, der aus einem Block K1 aus Kohle oder
anderem leitenden Material besteht, sich nur wenig abnutzt. Dieser Block wird durch eine
flache, biegsame Stange R getragen, welche an dem Hebel L mittelst einer Schraube 0 be-
Claims (2)
1. Das System der Hebel und Gegengewichte, auf welche der elektrische Strom mittelst
eines Solenoids oder Elektromagneten wirkt, um zwei Bewegungen zu erzengen, von denen die eine die Kohlen behufs Bildung
des Volta'schen Lichtbogens schnell von einander entfernt, während die zweite automatisch
veranlafst, dafs die bewegliche Kohle der festen, nach Mafsgabe der Abnutzung beider Kohlen, sich derart nähert, dafs der
Volta'sche Bogen dem Strom denselben Widerstand bietet.
2. Die Anordnung der Bremsbacke /, welche die bewegliche Kohle festklemmt und dieselbe
unter dem Einflufs des Spieles der Hebel losläfst, wenn infolge des sich vergröfsernden
Abstandes der Kohlenenden der Widerstand in dem Stromkreis der Lampe zu grofs wird.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19160T | 1881-12-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19160C true DE19160C (de) | 1882-09-06 |
Family
ID=34715803
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188119160D Expired DE19160C (de) | 1881-12-16 | 1881-12-16 | Elektrische Lampe mit automatischer Regulirung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19160C (de) |
-
1881
- 1881-12-16 DE DE188119160D patent/DE19160C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE19160C (de) | Elektrische Lampe mit automatischer Regulirung | |
| DE8169C (de) | Elektrische Lampe | |
| DE104998C (de) | ||
| DE19842C (de) | Neuerungen in elektrischen Beleucbtungsapparaten | |
| DE35390C (de) | Bogenlampe | |
| DE209814C (de) | ||
| DE19509C (de) | Neuerungen an elektrischen Lampen | |
| DE96717C (de) | ||
| DE73559C (de) | Anzündevorrichtung für elektrische Kerzen mit concentrisch angeordneten Kohlen | |
| DE812569C (de) | Rueckstromschalter | |
| DE37781C (de) | Regulirvorrichtung für elektrische Bogenlampen | |
| DE23908C (de) | Neuerungen an elektrischen Bogenlampen | |
| DE190111C (de) | ||
| DE962090C (de) | Ferraris-Triebsystem fuer stromabhaengiges Zeitrelais | |
| DE180702C (de) | ||
| DE17819C (de) | Neuerungen an einem Regulator an elektrischen Lampen mit kleinem Lichtbogen | |
| DE20824C (de) | Elektromagnetische Differential-Ausrückvorrichtung | |
| AT27961B (de) | Bogenlampe. | |
| DE28303C (de) | Neuerungen an elektrischen Bogenlampen | |
| DE34453C (de) | Regulirungsvorrichtung für elektrische Lampen | |
| DE160585C (de) | ||
| DE172454C (de) | ||
| DE23597C (de) | Neuerungen in Regulirungsvorrichtungen für elektrische Bogenlichter | |
| DE274902C (de) | ||
| DE42154C (de) | Selbsttätige Ausschaltung für elektrische Bogenlampen mit schwingenden Kohlen |