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Arbeitszange zur Herstellung kleiner, als Träger künstlicher Zähne
dienender 1Ketallblättchen Die Erfindung betrifft eine Arbeitszange zur Herstellung
kleiner, als Träger künstlicher Zähne dienender Metallblättchen, die-mittels geeigneter
Rippen in entsprechende Längsrinnen des Zahnes eingreifen können.
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Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der eine winkelartige Schenkel
der Zange einen Schieber besitzt, welcher mit dem zugehörigen Zangenschenkel einen
Meßzahn trägt, dem gegenüber auf dem anderen Schenkel eine Schneidkante vorgesehen
ist, so daß nach Einstellung des Schiebers in eine Lage, bei der die Meßzähne den
Rinnen des künstlichen Zahnes entsprechen, das gegen den eingestellten Schieber
gehaltene Blättchen auf die dem Zahn entsprechende Breite sich schneiden läßt.
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Der Gegenstand der Erfindung ist in einer Ausführungsform beispielsweise
auf der Zeichnung dargestellt.
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Abb. i und 2 stellen die Arbeitszange nach der Erfindung in zwei entgegengesetzten
Ansichten dar.
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Abb. 3 ist ein Grundriß derselben und Abb. q. eine Ansicht von unten.
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Abb. 5 ist eine vordere Ansicht der Arbeitszange mit geschlossenen
Schenkeln.
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Abb. 6 ist ein Grundriß des den Schlitten tragenden Schenkels der
Arbeitszange.
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Abb. 7 bis 16 zeigen verschiedene Einzelheiten der Arbeitszange sowie
die Metallblättchen in den verschiedenen Bearbeitungsgängen. Abb. 17 zeigt einen
mit dem Blättchen versehenen künstlichen Zahn, der vorbereitet ist, um an eine an
den gesunden Zähnen zu befestigende Platte angelötet zu werden.
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Abb. 18 stellt einen künstlichen Zahn mit einem Metallblättchen dar,
das nach innen gerichtete Zacken besitzt, die zur Befestigung des Blättchens in
plastischem Material dienen.
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In den Abbildungen ist der Schenkel a der Zange winkelförmig, und
auf seiner oberen Fläch e läuft der Schlitten 2, der auf dem Schenkel durch eine
mit einem Kopf q. versehene Schraube 3 verstellt werden kann. 5 ist ein auf dem
Schlitten 2 ruhender Deckel, der an dem einen Ende einer Schraube 6 befestigt ist,
die sich durch den Schlitten sowie den Schenkel erstreckt und am freien Ende eine
Flügelmutter 7 trägt, durch die= der Deckel 5 am Schlitten a festgestellt werden
kann. 8 ist ein Zapfen, der auf dem Schiebere angeordnet und von einer nicht dargestellten
Schraubenfeder umgeben ist, um den Deckel 5 vom Schieber 2 entfernt zu halten. 9
ist eine am Schieber 2 befestigte Platte, die verstellbar auf der unteren Fläche
des Schenkels a angeordnet ist und mit dem Schieber zusammen verstellt wird, wenn
der Knopf q. gedreht wird. io ist ein am Schieber angebrachter Meßzahn und ii ein
auf dem Schenkel a angebrachter fester Meßzahn. 12 ist eine Rinne auf dem Schenkel
a und 13 eine geeignete Rinne auf dem Schieber 2. 1q. ist eine geneigte Kante längs
des äußeren Randes des Schenkels a.
b ist der andere Schenkel der
Zange. Auf diesem ist in derEbene, die der Rinne 12 auf dem Schenkel z entspricht,
eine Patrize =5 mittels Schrauben 16 auswechselbar und einstellbar befestigt. Der
Schenkel b trägt auf seiner Seitenfläche eine Platte 17, die bei 18 eine Schneide
aufweist und bei zg durch eine Kante mit einem entsprechenden Schlitz 2o des Schenkels
b im Eingriff steht. Eine Schraube 21, die mit einem Ende auf dem Schenkel b befestigt
ist, durchdringt die Platte r7 und trägt am freien Ende eine Flügelmutter 22, durch
welche die Platte 17 an dem Schenkel b festgestellt wird.
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23 ist eine Stütze, die durch eine Rippe 24 (Abb. 2) mit dem Schenkel
a verbunden ist, so daß eine Öffnung 25 zwischen der Stütze und dem Schenkel a entsteht,
die zur Einführung des Metallblättchens dient, um dieses auf die gewünschte Breite
zuzuschneiden. Die Stütze 23 hat einen Einschnitt 26, in den das auf die gewünschte
Breite zugeschnittene Metallblättchen eingeführt wird, um es mit zwei einander gegenüberliegenden
Schnitten 27' zu versehen, bevor die Formgebung erfolgt. Die beiden Schnitte 27'
teilen das Metallblättchen in zwei Teile; der obere Teil von rechteckiger Gestalt
kommt auf der ganzen Breite des Zahnes an der oberen Rückwand zur Anlage, und der
untere mit Rippen versehene Teil kommt an dem unteren Teil des Zahnes zur Anlage,
der die Rinnen trägt. Zwei ebene Flächen 27 der Schenkel kommen beim Schließen der
Zange aufeinander zur Anlage und dienen dazu, das Blättchen während den verschiedenen
Arbeitsgängen, falls nötig, zu richten.
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Die Herstellung des Metallblättchens geschieht in folgender Weise:
Der künstliche Zahn, für den das Blättchen bestimmt ist, wird mit seinen Rinnen
gegen die Meßzähne xo und rz gehalten, die sich auf dem Schieber oder auf dem Schenkel
befinden, und hierauf wird der Schieber verstellt, bis diese Zähne mit den Rinnen
des künstlichen Zahnes übereinstimmen. Ein Metallstreifen von der Höhe des in Frage
kommenden Zahnes wird in die Öffnung 25 eingeführt und gegen die eingestellte Platte
zo gehalten, wodurch die Breite des Blättchens bestimmt wird. Die Schneide 18 schneidet
beim Schließen der Zange ein Blättchen von der erforderlichen Breite von dem Metallstreifen
ab.
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Das Blättchen hat die Gestalt gemäß Abb. 7. Es wird in den Einschnitt
26 eingeschoben und zweimal der Schneide 18 ausgesetzt, um auf ihm die beiden gegenüberliegenden
Schnitte 27' zu erzeugen, wie aus Abb. 8 hervorgeht. Das Blättchen wird so auf den
Schenkel a gestützt (Abb, g), daß die Schlitze 27' in der Richtung des Schiebers
liegen und ein äußerer Rand des Blättchens an dem seitlichen Anschlag =4 zur Anlage
kommt. Hierauf wird die Flügelmutter 7 angezogen und der äußere Rand 28 des Blättchens
zwischen dem Schieber 2 und dem Deckel 5 befestigt. Die Zange wird geschlossen,
so daß die Patrize =5 im Blättchen eine Rippe 29 prägt, während das Blättchen
die Gestalt nach Abb. ro annimmt. Diese Rippe ist zur Ebene des Blättchens
sowie zur benachbarten Kante des Blättchens leicht geneigt.
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Das Blättchen wird hierauf der Zange entnommen und gegen die Seitenfläche
des Schenkels b gelegt, so daß die Rippe 29 auf der Kante 14 zur Anlage kommt, während
das Blättchen beim Schließen der Zange zwischen der Platte 17 und dem Schenkel b
geführt wird. Durch diesen Vorgang, der durch die Stellung der Schenkel der Zange
nach Abb. zz bewirkt wird, wird die Rippe 29 zusammengedrückt, so daß ein Blättchen
gemäß Abb. 12 entsteht, das eine Rippe 29 aufweist, die zum Blättchen sowie auch
zum äußeren benachbarten Rande des Blättchens leicht geneigt ist. Das Blättchen
wird wiederum auf den Schenkel a gelegt, jedoch in umgekehrter Richtung zur frühere
Lage, und zwar so, daß die Rippe 29 mit der Rinne 13 des Schiebers in Eingriff kommt.
Nachdem das Blättchen an dieser Stelle befestigt ist, wird die Flügelmutter 7 angezogen,
hierauf die Zange geschlossen, so daß auf dem Blättchen die zweite Rippe geprägt
wird, die zur ersten leicht geneigt ist. Das Blättchen hat jetzt die in Abb. 14
dargestellte Form und wird wiederum gegen die Seitenwand des Schenkels b gelegt,
so daß die Rippe 3o auf der Kante 14 zur Anlage kommt, während die Rippe 29 in die
Ausnehmung 31 unter der Kante =4 des Schenkels gelangt und das Blättchen
beim Schließen der Zange zwischen der Platte 17 und dem Schenkel b (Abb.
15) geführt wird. So wird auch die zweite Rippe zusammengedrückt, und das
Blättchen erhält die Gestalt nach Abb. 16, d. h. es besitzt zwei Rippen 2g und 3o,
die zum Blättchen geneigt sind und dieleicht auseinanderlaufen.
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Das so erzeugte Blättchen wird auf den Zahn aufgeschoben und der Blättchenrand
des oberen rechteckigen Teiles zugeschnitten, so daß er einen Umriß erhält, wie
ihn die Zahnkrone hat. Das Blättchen wird mit Zement befestigt und hierauf durch
Löten mit einer Metallplatte verbunden, die ihrerseits an den gesunden Zähnen befestigt
ist. Sollen die Blättchen auf plastischem Material zur Befestigung gelangen, so
werden die seitlichen Ränder der Blättchen 37 nach innen gebogen, wie Abb. 18 zeigt;
durch diese Ränder erhält das Blättchen einen festen Halt im plastischen Material.