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Maschine zum Messen und Stempeln keramischer Platten. Gegenstand der
Erfindung ist einelfaschine zum liessen und Stempeln keramischer Platten, bei welcher
im Bereiche der zu messenden Platten eine Stempelvorrichtung vorgesehen ist, die
selbsttätig der Größe von Platten entsprechend sich einstellt und mit welcher durch
einen Tastendruck die Größenziffer auf die Platte aufgedruckt wird.
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Gegenüber bekannten Maschinen bezweckt die Erfindung, die Maschine
derart einzurichten, daß außer der Größenstempelung mit demselben Tastendruck noch
eine Bezeichnung der Platte nach Güte und Farbe o. dgl. erfolgt. Bisher war zur
Bezeichnung der Farbe und Güte eine besondere Stempelung erforderlich, nachdem die
Platten bereits aus der Maschine herausgenommen waren. Eine solche nachträgliche
Stempelung bedeutet einen Zeit- und Arbeitsaufwand, der durch die Erfindung verhütet
«wird.
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Der erstrebte Zweck ist nach der Erfindung dadurch erreicht, daß außer
der Vorrichtung zur Größenstempelung mit Tasten versehene Typenhebel angeordnet
und mit der Vorrichtung zur Größenstempelung derart verbunden sind, daß diese beim
Anschlagen der Tvpenhebeltasten zur Wirkung gebracht wird.
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Auf der Zeichnung ist die neue Plattenmeßmaschine in einem Ausführungsbeispicl
veranschaulicht.
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Abb. i zeigt die' Maschine in Vorderansicht. Abb. 2 ist ein
senkrechter Schnitt durch die Maschine, von der Seite gesehen. Abb. 3 zeigt die
Maschine von vorn gesehen in senkrechtem Schnitt.
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Abb. q. stellt die lfaschine teilweise in Aufsicht dar.
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Zum -Messen der Größe der Platten ist der Hebel i bestimmt, dessen
vorderes Ende mit einer Rolle z versehen und dessen hinteres Ende im Lager 6 drehbar
ist, das auf dein Gestell 3o der Maschine ruht. An der Vorderseite des Gestells
sind zur Aufnahme der Platten 31 die untere Winkelschiene 3 und die obere Leiste
q. vorgesehen. Die Platten werden auf die auf der Schiene 3 angebrachten Schneiden
32 gestellt und unter die Rolle 2 gedrückt, die dadurch der Plattengröße entsprechend
gehoben wird. Diese Bewegung der Meßrolle dient einerseits dazu, die Größe der Platte
auf einer Skala 14 sichtbar zu machen, andererseits dazu, ein Stempelrad 5, das
am Umfange mit Größenziffern besetzt ist, in diejenige Lage zu drehen, bei welcher
die der Plattengröße entsprechende Ziffer zum Abstempeln kommt.
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ZumAnzeigen der Plattengröße ist folgende Einrichtung getroffen. Am
Hebel i ist die Schiene 7 angehängt, die an das eine Ende des auf der Achse 8 drehbaren
Hebels 9 angreift. Das andere Ende dieses Hebels greift mit einem Zapfen io in den
Schlitz eines tun den Zapfen i i schwingbaren Armes 12 ein. Dieser ist mit einem
Zeiger 13 verbunden, der sich über die Skala 1.4 bewegt, so <Maß die Größe der
gemessenen Platte angezeigt -,vird.
Zwecks Drehung des Stempelrades
5 ist an dem unter Vermittlung der Rolle 2 bewegten Hebel 9 eine Stange 15
angehängt, deren unteres Ende an einem doppelarmigen, auf der Achse 2o gelagerten
Hebel 16 angelenkt ist. Dieser trägt ein Zahnsegment i;, welches mit einem
Zahnradc 18 in Eingriff steht, das auf der Achse i9 des Stempelrades 5 sitzt. Beim
Anheben der Meßrolle 2 wird daher das Stempelrad je nach der Größe der Platten 31
gedreht.
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Zum Vorschieben des Stempelrades 5 gegen die Platten dient ein Hebel
21 (Abb. 2), desen abgerundetes Ende 22 an dem Kopf 23 der Achse i9 anliegt. An
der Achse 24 des Armes 2r, die in Lagern 25 ruht, ist ein Arm 26 befestigt, der
sich bis an die Vorderseite der Maschine erstreckt und hier in einen quer verlaufenden
Arm =; übergeht, durch dessen iederdrücken die Stempelscheibe 5 gegen die Platten
31 bewegt und diese mit der ihnen zukommenden Größenziffer gestempelt werden.
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Damit das Stempelrad stets in die Lage gebracht wird, bei welcher
eine Ziffer voll zum Abdruck gelangt und damit es keine Zwischenstellungen einnimmt,
ist an seiner Vorderseite ein Kranz 28 mit radialen keilförmigen Nuten vorgesehen,
und vor ihm ist an einem Arm eine keilförmige Nase 29 angebracht. Bei der @'orwürtsbewegung
des Stempelrades wird e. durch die in die Keilnuten einreifende -Nase in eine zum
Abstempeln richtige Lage gedreht.
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Zur Abstempelung der Platten nach Farbe und Güte, welche Eigenschaften
nicht mechanisch festzustellen sind, sondern beim Auflegen der Platten nach dem
Augenschein beurteilt werden, sind Tasten 33 mit Typen 44 tragenden Hebeln 34. vorgesehen.
Um die Farbe durch Vergleich mit anderen Platten leichter beurteilen zu können,
sind die Auflasen 3 und 4 zur Aufnahme von Vergleichsplatten nach neiden Seiten
über (las Maschinengestell hinaus verlängert. Die Typenhebel tragen beispielsweise
die Bezeichnungen Dl, D', 111 und H' zur Angabe der Eigenschaften Dunkel,
Güte i und 2 und Hell, Güte i und 2. Beim Niederdrüclccn eines dieser Hebel wird
gleichzeitig der Arm 27, gegen den die Hebel treffen, abwärts bewegt und die Größenstempelung
bewirkt, so daß mit einem einzigen Tastendruck alle Stempelungen bewirkt werden.
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Die Versorgüng der Typen mit Farbe geschieht durch ein am doppelarmigen
Hebel 35 angeordnetes Farbkissen 36, welches gewöhnlich auf den Typen liegt. Am
oberen Ende trägt der um die Achse 4.o drehbare Hebel 35 eine Rolle 37. Gegen diese
kann ein Keilstück 38 wirken, das auf der im Maschinengestell verschiebbar gelagerten
Stange 39 angeordnet ist. Durch die unter die 1Ießrolle 2 gedrückte Platte
31 wird die Stange 39 nach hinten geschoben und dadurch der Hebel 35 gedreht,
so daß vor jedem Abstempeln der Platten das Farbkissen 36 die Typen freigibt.
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Zur Versorgung des Stempelrades 5 mit Farbe dient ein Farbkissen 41,
das an einem federnden Arm 42 (Abb. 4) angeordnet ist und, wenn sich beim Abnehmen
der Platten das Stempelrad zurückdreht, dieses mit Farbe bestreicht. Die Rückdrehung
erfolgt unter der Wirkung der Feder 4.3 (Abb. 2).