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Handgriff für elektrische Untersuchungsinstrumente. Die Erfindung
betrifft einen Handgriff für elektrische Untersuchungsinstrumente mit Einrichtung
zur Erzeugung von Induktionsstrom, mit dem die Empfindlichkeit und Widerstandsfähigkeit
von Zähnen o. dgl. festgestellt werden. soll.
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Das Wesen. der Erfindung besteht darin, daß das an die Sekundärwicklung
angeschlossene Kupplungsstück für den Elektrodenhalter derart dreehbewegliclh .eingerichtet
ist, daß der Elektrodenhalter nach allen Richtungen im Handgriff drehbar ist, ohne
daß der Induktionsstrom eine Unterbrechung erleidet.
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In der Bohrung des Kupplungsstückes liegt drehbar eine mit Gewinde
versehene Hülse, die einen Pflock aus Isoliermaterial aufnimmt, in dessen axialer
Durchbohrung ein von einer Feder belasteter Leitstift verschieblich angeordnet ist,
der an dem einen der Zuleitungsdrühte angeschlossen ist, während die Hülse mit dem
anderen verbunden ist.
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FeTner ist in einem Längsschlitz des Griffgehäuses ein Gleitkörper
versch eblich angeordnet, der den Eisenkern für die Induktionsspule trägt.
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Endlich. ist in dem Gehäuse ein. senkrecht zur Gehäuseachse verschiebbarer
Kolben vorhanden, der bei seiner Verschiebung einen Schaltarm über geeignete, in
den Primärstromkreis eingeschaltete Kontaktstücke derart hinwegbewegt, daß mit einer
von Hand regelbaren Geschwindigkeit Unterbrechungen dieses Stromkreises hervorgerufen
werden können und daß dementsprehend auch die Periodenzahl des Wechselstromes regelbar
ist.
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Die Zeichnungen stellen ein Ausführungsbeispi.el des Erfindungsgegenstandes
dar, und zwar zeigt: Abb. i eine Ansicht mit einem Untersuchungsinstrument in seinem
Sockelende, Abb. a einen Längsmittelschnitt nach 2-a der Abb. i, jedoch ohne Untersuchungsinstrument,
Abb.3 ein Stromverlaufschema, Abb. q. eine Seitenansicht mit zum Teil weggebrochenem,
,äußerem Gehäuse, welches die Einrichtung auf der entgegengesetzten Seite von Abb.
a erkennen Mt, Abb.5 einen Querschnitt nach 5-5 der Abb. z, Abb. 6 eine ähnliche
Ansicht nach 6-6 der Abb. 2 und Abb.7, 8 und 9 teilweise Einzelansichten von verschiedenen
Untersuchungsinstrnun;enten.
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Die Vorrichtung enthält einen Zylinder io, der vorzugsweise aus Hartgummi
o. dgl. besteht. Derselbe ist mit einem Längsschlitz i i auf der einen Seite versehen.,
der sich bis an das eine Ende des Zylinders i o erstreckt. Der Zweck dieses Schlitzes
i i wird weiter unten genauer beschrieben werden. Der Zylinder io ist an den beiden
Enden durch konische Köpfe oder Kappen 1a und 13 abgeschlossen, welche über die
Enden des Zylinders io passende, ringförmige Teile 13R
und i3a haben.
Sie werden mittels passender Schrauben o. dgl. in Stellung gehalten. Die Kappe 13
hat eine passende elektrische Pflockverbindung 1 4. bekannter Art, aber von besonders
kleiner Ausführung. Von dem Pflock 1 ¢ führen, die Leitdrähte 15 und 16 zu den verschiedenen
Einrichtungen, welche in dem Zylinder io iuitergebracht sind. In dem Zylinder io
liegt eine Induktionsspule mit den Primärwindungen 17 ,auf einem passenden Rohr
18, welche von den Sekundärwindungen i9 umgeben sind.
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Die Enden des Elektromagneten sind finit den bekannten Scheiben 2o
versehen, welche auf die Röhre i8 eingreifen und in den äußeren Zylinder io einpassen.
In dem Schlitz i i ist ein Bloc 2 i gleitbar untergebracht, welcher Längsnuten 22
in seinen Seiten hat. Ein rechtwinkliger Träger 23 ist an der unteren Seite des
Blockes befestigt. Das untere Eride des herabhängenden Armes der Stütze 23 trägt
die Zwinge 2.1, um die anliegenden Enden der Eisendrähte 25 aufzunelunen, welche
den Kern der Spule bilden. und in das Rohr 18 ein- und aus ihm herausgeführt werden
können, um welches die Spulen gewickelt sind. Das Hinundherscbieben des Kernes geschieht
bei Hinundherbewegen des Gleitblockes 21 im Schlitz i i. Der Leitungsdraht 16 führt
von dem Pflock 14, zu dem anliegenden Ende der Primärwicklung 17 und der Leitungsdraht
15 zu dem Punkte eines passenden und schrittweise arbeitenden Schalters, der nun
beschrieben wird.
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In dem Gehäuse io liegt eine Isolierplatte 26, auf welcher eine Anzahl
von Kontaktstülkken 27 in Bogenform zueinander angeordnet sind. Diese Kontaktstücke
sind in Reihen mit dem Leitungsdraht i 5 geschaltet. Ein Schaltarm 28 sitzt drehbar
mittels einer Schraube 29 auf der Isolierplatte 26 und ist winkelförmig ausgebildet,
so daß ein seitliches Glied 30 in den Längsschlitz 31 eines Kolbens 32 eingreift,
der seinerseits so angebracht ist, daß er sich senkrecht zur Achse des Gehäuses
io bewegen kann, so daß, wenn dieser Kolben durch Druck auf den Knopf 33 auf seinem
.äußeren Ende in das Gehäuse io gedrückt wird, der Schalterarm 28 der Reihe nach
in und außer Berührung mit den Kontaktstücken 27 gerät, wodurch ein unterbrochener
Strom durch die Priniä.rwicklung fließt, welcher seinerseits den Wechselstrom in
der Sekundärwicklung verursacht. Der Kolben 32 geht durch eine öffnung 34. in der
Wandung des Gehäuses i o, seine Achse liegt im rechten Winkel zu der Achse des Gehäuses.
Das untere Ende des Kolbens liegt in der Bohrung eines zylindrischen Blockes 35,
der in eine Schraubenöffnung 36 des Gehäuses io eingeschraubt ist, welche der öffnung
3,1 gerade diametral gegenüberliegt. Eine Feder 37 liegt in der Bohrung des Blockes
35 hinter dem unteren Ende des Kolbens 32, wodurch der Kolben nachgiebig nach außen
geschoben wird (Abb.2). Der Arm 3o de.s Winkelhebels 28 erstreckt sich durch den
Schlitz 31 an dem Kolben32 und steht über die rückwärtige Fläche desselben hinaus,
so daß das herausstehende Ende mit dem Teil des Gehäuses io in Berührung kommt,
das neben der Öffnung 3,1 liegt (Abb.2). Dadurch wird es unmöglich, den Kolben 32
aus dem Gehäuse io zu entfernen. Der Schaltarm 28 ist mittels eines Leiters 38 mit
der Primärwicklung 17 verbunden (Abb. 3 und 4.).
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Das andere Ende des Gehäuses io ist durch die konische Kappe 12 geschlossen
und trägt in ihrer Mittelbohrung ein drehbares -Sockelgehäuse .4o, um das Blockende
des Untersuchungsinstrumentes aufzunehmen. Der eine Teil der Bohrung des Gehäuses
40 ist glatt und ohne Gewinde und hat einen etwas größeren Durchmesser, um eine
Hülse .11 aufzunehmen, in welcher .ein Isolierblock .12 eingebracht ist. In der
Mitte dieses Blockes liegt eine kleine Leitungsstange 43, die nach beiden Seiten
hin über die Enden des Pflol:-kes hinausragt. Eine Federplatte .4d ist an dem einen
Ende an dem inneren Teil der Kappe 12 befestigt und erstreckt sich radial davon,
so daß ihr innerer Teil sich gegen das anliegende Ende der Leitungsstange.13 legt
(Abb. a und 5). Ein Leitungsdraht ,15 verbindet die Sekundärwicklung i9 mit der
Federplatte ,1¢ und ist an der Platte angelötet oder sonstwie befestigt. Ein Leitungsdraht
4.6 führt von dem- entgegengesetzten Ende der Seikundärwicklung i9 nach der Sockelhülse
.4o, so daß der Stromkreis geschlossen wird, wenn irgendeine passende Vorrichtung
in den Sockel eingeschraubt wird. Eine gerauhte Hülse :17 mit einem seitlichen Ringflansch.
paßt über das Ende .der Kappe 12 und ist in ihrem Innern mit der Sockelhülse 4o
verbunden, so daß bei Drehung der äußeren Hülse der Sockel des darin sitzenden Instrumentes
.gedreht werden kann, um das Arbeitsende des Instrumentes nach verschiedenen Richtungen
radial zu verstellen. Um aber gleichzeitig die einzelnen. Teile in der Kappe 12
in richtiger Einstellung zueinander zu erhalten, ist die Sockelhülse 40 mit einer
Ringnut 51 ausgestattet, und ein mit Gewinde versehener Führungsstift 52 ist in
den anliegenden Teil der Kappe eingeschraubt, so daß sein inneres Ende in die Nut
eintritt.
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Die Vorrichtung zum Untersuchen und Feststellen der Widerstandsfähigkeit
eines Zahnes umfaßt die in Abb. i gezeigte Glasröhre 4.8, durch welche die Leitdrähte
4.9 und 5o hindurchgehen, welche von den Einsteckenden
der besagten
Vorrichtung attsgelica. Das Einsteckende hat die bekamite Form einer kleinen Lampenverbindung,
das Rohr ist länglich und an seinem einen Ende seitlich abgebogen. an diesem Ende
sitzen die Endstücke .19!, und Soa, welche durch das (=las oder sonsti:gcin Material,
aus dem die Röhre besteht, hindurchragen, so daß sie frei liegen und mit dem zu
untersuchenden Zahn in Berührung gebracht werden können. Die Einsteckenden .19a
und 50a können je nach Wunsch verlegt «-erden, wie z. B. in Abb. t, ;, S und c7
dargestellt ist.
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Soll die Vorrichtung benutzt werden, so schraubt der Zahnarzt oder
sonstige Benutzer das Einsteckende 1 4 in dcii kleinen Empfangssockel, welcher mit
Leitungen verbunden ist, und welchem Widerstände eingeschaltet sein können. Diese
Leiter führen von einem ge-@e-öhnliche.n Lampensockel fort, dann wird das Gleitglied
2 i, welches den Kern 25 der Induktionsspule trägt, -eingestellt.
Dadurch wird die Kraft des Stromes, welcher für die Untersuchung benutzt wird, verändert.
Die Skala ioa auf dem anliegenden Teil des Geh-,iuses kann mit Angabezeichen versehen
sein. welche dem Benutzer die relative Spannung des Stromes in der Sekundärwicklung
angeben, dann kann der Benutzer die Endstücke .19,- und 50a mit dem zu untersuchenden
Zahn in Berührung bringen. Hierauf drückt er den Kolben 32 nach unten, wodurch der
Primärstromkreis sehr schnell geschlossen und geöitnet wird. Dadurch entsteht in
entsprechenden Zeitabständen ;.in Wechselstrom in den Endstücken. Von diesem erhält
der Patient Leichte elektrische Schläge, deren Wirkung von dem Zahnarzt zur Diagnose
beobachtet werden kann. Es ist zu beachten, daß, wenn der Apparat nicht benutzt
wird, der Kolben sich immer in seiner ganz nach außen verschobenen Stellung befindet,
so daß der Schaltarm 28 außer Eingriff mit den Kontakten ä; liegt und gewöhnlich
kein Strom in das Untersuchungsinstrument gelangen kann. wodurch die Gefahr ausgeschaltet
wird, daß der Patient zufällig durch elektrische Schläge belästigt wird.