DE454683C - Selbsttaetiger Brems- und Fahrtregler - Google Patents

Selbsttaetiger Brems- und Fahrtregler

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DE454683C DEF57103D DEF0057103D DE454683C DE 454683 C DE454683 C DE 454683C DE F57103 D DEF57103 D DE F57103D DE F0057103 D DEF0057103 D DE F0057103D DE 454683 C DE454683 C DE 454683C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B1/00Control systems of elevators in general
    • B66B1/02Control systems without regulation, i.e. without retroactive action
    • B66B1/06Control systems without regulation, i.e. without retroactive action electric
    • B66B1/12Control systems without regulation, i.e. without retroactive action electric with devices, e.g. handles or levers, located at a control station for direct control movements, e.g. electric mining-hoist control systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Selbsttätiger Brems- und Fahrtregler. Die bisher als selbsttätige Bremsregler bei Fördermaschinen bekannten Apparate ändern die Bremskraft für eine jede Teufe proportional mit dem Unterschiede zwischen einer willkürlich angenommenen Höchstgeschwindigkeit und der jeweils vorhandenen Geschwindigkeit.
  • Diese Apparate haben jedoch den Nachteil, daß sie die Fördermaschine, je nach den Belastungs- und Reibungsverhältnissen, meist vorzeitig oder zu spät abstellen. Sie stellen nämlich im voraus, unabhängig von der Belastung und von den Reibungsverhältnissen, zu jeder Teufe willkürlich eine Höchstgeschwindigkeit fest.
  • Ein weiterer grundsätzlicher Fehler dieser Apparate besteht darin, daß sie die Bremskraft durch Vergleich von Geschwindigkeiten vergrößern oder verringern. Durch den Einflug der Kraft ändert sich jedoch die Geschwindigkeit im Laufe der Zeit, und außerdem muß eine gewisse Zeit verstreichen, bis die geänderte Bremskraft eine Geschwindigkeitsänderung verursacht, die die Reglerhülse verschiebt. Während dieser Zeit kann die Regelung bereits unrichtig sein.
  • Die genannten Fehler werden durch die Erfindung vermieden. Gegenstand der Erfindung ist :ein Brems-und Fahrtregler, bei dem die tatsächlich auftretende Geschwindigkeitsänderung in der Zeiteinheit mit der gewünschten Geschwindigkeitsänderung selbsttätig verglichen wird. Das Ergebnis des Vergleiches bewirkt das Herbeiführen des gewünschten Zustandes.
  • Als Bremsregler wählt und stellt also die Vorrichtung nach der Erfindung selbsttätig die Verzögerung ein, bei der die Geschwindigkeit auf einem im voraus bestimmten Weg auf Null sinkt; als Fahrtregler stellt sie selbsttätig die Beschleunigung auf den jeweils gewünschten Wert ein. Die Vorrichtung vergleicht die jeweils auftretende Beschleunigung oder Verzögerung mit der jeweils notwendigen Beschleunigung oder Verzögerung und vergrößert oder verringert die wirkenden Kräfte je nach der Differenz der beiden Beschleunigungen oder Verzögerungen so lange, bis die beiden verglichenen Größen einander gleich sind.
  • Nach der Erfindung wird beim Stillsetzen der gewünschte Wert der Geschwindigkeitsänderung in der Zeiteinheit durch ein Aggregat angegeben, das durch ein die tatsächlich auftretende Geschwindigkeit v angebendes und durch ein den zu befahrenden Bremsweg s angebendes Element beeinflußt wird, und das den gewünschten Wert der Geschwindigkeitsänderung in der Zeiteinheit herstellt. Beim Anfahren ist es möglich, den gewünschten Wert der Geschwindigkeitsänderung in der Zeiteinheit gemäß der Erfindung durch verschiedene Mittel einzustellen, z. B. durch einen Steuerhebel oder durch eine von einem Wegzeiger beeinflußte unrunde Scheibe o. dgl.; andererseits kann der gewünschte Wert auch im voraus gleichbleibend eingestellt werden.
  • Unter die Erfindung fallen auch solche Einrichtungen, die den augenblicklichen Bremsweg mit einem Bremsweg vergleichen, der der jeweils vorhandenen Geschwindigkeit und der jeweils vorhandenen Verzögerung entsprechen würde, wenn die vorhandene Verzögerung gleichbliebe, bis die Geschwindigkeit auf Null gesunken ist. Denn aus folgt auch Ebenso fallen darunter die Einrichtungen, die die augenblicklich vorhandene Geschwindigkeit mit einer Geschwindigkeit vergleichen, die dem noch zu durchfahrenden Bremsweg und der augenblicklich vorhandenen Verzögerung, wenn diese unverändert bliebe, entspricht. Denn aus folgt schließlich v2 = a ps.
  • Weiterhin fallen auch solche Einrichtungen unter die Erfindung, bei denen an sich bekannte Mittel zur Einstellung des Bremsweges verwendet werden.
  • Soll eine Masse, die die Geschwindigkeit v hat, auf einem Wege s gleichförmig bis zum Stillstande verzögert werden, so ist eine Verzögerung nötig. Die tatsächliche Geschwindigkeit v ist dabei durch den Geschwindigkeitsanzeiger und der Weg s durch den Teufenzeiger gegeben. Die tatsächlich auftretende Beschleunigung oder Verzögerung p' gibt ein Beschleunigungsanzeiger an. Die auf das zu regelnde Fahrzeug wirkende Bremskraft wird dann so lange verändert, bis ist.
  • Zur Erläuterung der Erfindung dienen drei Ausführungsbeispiele. Die Abb. i zeigt eine mechanische, die Abb.2, 3 und 4 eine dynamische Lösung in prinzipieller und in ,einer praktischen Form. Die Abb.5 zeigt eine elektrische Lösung der gestellten Aufgabe.
  • In der Abb. i bewegt der Geschwindigkeitsanzeiger i den Scheitelpunkt a des rechten `Vinkels.3 in senkrechter Richtung, während der Schnittpunkt 4 des linken Schenkels des Winkels mit der wagerechten Führung 5 durch den Weg- oder Teufenzeiger bewegt wird. Der Schnittpunkt 6 des rechten Schenkels mit der wagerechten Führung 7 ist um die Strecke von der durch den Scheitelpunkt z des rechten Winkels 3 gehenden Senkrechten entfernt.
  • Die Stange 8 wird durch einen Apparat 54 proportional mit. der tatsächlich auftretenden Beschleunigung oder Verzögerung p' verschoben. 9 und i o sind zwei Zahnradsegmente, die um i i schwenkbar gelagert sind, wobei das Segment ,9 durch den rechtwinkligen Hebel 3 bewegt und um einen mit p proportionalen Wert verstellt wird, während das Segment i o, das der Bewegung der Stange 8 folgt, um einen mit p' proportionalen Winkel verdreht wird. 12 ist ein Ritzet, dhs mit den beiden Segmenten 9 und 1o im Eingriff steht und infolgedessen der Differenz der beiden Winkelverdrehungen p-p' folgt. Die Winkelverdrehungen des Armes 13, der die Achse des Ritzels 12 trägt, werden auf einen Kraftmultiplikator übertragen. Dieser besteht aus einer sich drehenden Scheibe 14 und einem Reibrad 15, dessen Lage von der des Ritzels 12 abhängt. Das Reibrad 15 ist fest mit der Welle 16 verbunden und überträgt die Bewegung der Scheibe 14 auf die Welle 16 in dem einen oder anderen Drehsinn, je nach der Lage des Rades 15 auf der Scheibe 14. Die ,auf der Welle 16 angebrachte Schraube 17 bewegt die Mutter i 8 entsprechend dem Drehsinn der Welle 16 in dem einen oder in dem anderen Sinne und verstellt entsprechend den Arm i g. Dieser Arm verstellt seinerseits den pneumatischen Bremskraftregler 2o proportional mit der Differenz p-p'.
  • Für den Apparat 54, der die tatsächlich auftretende Beschleunigung oder Verzögerung anzeigt, kann jeder an sich bekannte Beschleunigungsregler verwendet werden. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel besteht dieser Apparat 54 aus einer Schwungmasse 55, die durch die Welle 56 von einem Zahnrad 57 angetrieben wird. Dieses Zahnrad kann dabei seinen Antrieb mittelbar oder unmittelbar, beispielsweise von der nicht dargestellten Trommelwelle einer Fördermaschine erhalten.
  • Die Lagerung des Zahnrades 57 ist dabei derart getroffen, daß die Welle 56 sich in achsialer Richtung frei bewegen kann. Zu diesem Zwecke ist diese Welle 56 mit einem Längskeil 58 versehen, der in einer entsprechenden Nut der Nabe des Zahnrades 57 gleitet. Die eine Fortsetzung der Welle 56 ist als eine Schraube ausgebildet, deren Gewindegänge in die Nabe des Schwungrades 55 eingreifen. Im Falle einer Geschwindigkeitsänderung wird nun die Schwungmasse 55 gegenüber der Welle 56 entweder voreilen oder zurückbleiben. Die Lage der Welle 56 in achsialer Richtung wird durch das Gleichgewicht der Kräfte bestimmt, die einerseits von der Feder 59 und 6o, andererseits von der Schwungmasse 55 herrühren. Bei einer Bewegung der Schwungmasse 55 gegenüber der Welle 56 in tangentialer Richtung übt nämlich die Schwungmasse 55 einen achsialen Druck auf die Gewindegänge der Welle 56 aus. Die Welle 56 wird so lange verschoben, bis die entstehende Federkraftreaktion mit der von der Schwungmasse 55 herrührenden achsialen Kraftkomponente im Gleichgewicht steht. Von den beiden Federn 59, 6o wird jeweils nur eine Feder entsprechend der Richtung der Verschiebung der Welle 56 zusammengedrückt. Da die Federkraft mit der Verkürzung der Federlänge proportional ist, wird auch die achsiale Bewegung der Welle 56 und damit die Verschiebung der Stange -8 proportional mit der Beschleunigungskraft sein.
  • Die in Abb. i dargestellte Ausführungsform ist vor allem für die Verwendung bei Fördermaschinen gedacht, bei denen der Bremsweg durch die Lage der Förderschale gegeben ist.
  • Eine mit dem Regler nach der Erfindung ausgerüstete Fördermaschine bewegt den Förderkorb mit gleichb'.eibender Geschwindigkeit. Solange die Geschwindigkeit gleichbleibend ist, drehen sich die beiden Schenkel des rechten Winkels 3, dessen Scheitel durch den Fliehkraftregler in einer bestimmten Lage gehalten wird, um den Punkt 2. Nachdem die Maschine so viel vom Förderweg zurückgelegt hat, daß der noch verbleibende Weg dem notwendigen Bremsweg entspricht, ist die Wandermutter 5 des Teufenzeigers im Punkte 4 angelangt. Punkt 4 hat von der Mittellinie den Abstand 2 s, der dem nötigen Bremsweg proportional ist. Von hier ab wird der Bremsvorgang eingeleitet. Die Wandermutter verschiebt, indem sie den rechten Schenkel des Winkels 3 nach rechts bewegt, das Segment 9, das Ritzel 12 und die Stange 13. Die Wandermutter 5 kann mit dem linken Schenkel des '%Vinkels 3 während ihres ganzen Weges verbunden sein, sie kann aber auch erst im Punkte 4. durch an sich bekannte Mittel, z. B. durch eine magnetische Kupplung, mit ihm verbunden werden. Das Ritzel 12 läuft nun auf dem Segment io ab, das seine Lage jetzt nicht ändert, denn der Ist-Beschleunigungsanzeiger 54 soll wie die ganze Anlage gerade noch im Beharrungszustande sein. Durch den Hebel 13 wird das Reibrad 15 auf dem Reibrad 14 so weit nach rechts geschoben, daß es mit Hilfe der Mutter 18 und des Hebels i g den Kolben des Bremsdruckreglers 2o so verstellt, daß er z. B. Druckluft in den Bremszylinder einläßt. Durch die so erzeugte Bremskraft tritt eine Änderung in den Bewegungsverhältnissen der Maschine ein, sie wird verzögert. Der Apparat 54, der die tatsächlich herrschende Beschleunigung oder Verzögerung angibt, verschiebt, wie früher beschrieben, die Stange 8 und das mit ihr verbundene Segment i o nach links. Dies hätte zur Folge, daß das Ritzel 12 in gleichem Maße nach links laufen müßte, wodurch das Reibrad 15 wieder nach der Mitte oder nach der linken Seite des Reibrades 14 käme. Dies tritt jedoch nicht ohne weiteres ein.
  • Es sind bei der Regelung drei Fälle denkbar: i. Durch den vom Dreieckregler 3 eingestellten Bremsdruck wird die Maschine derart verzögert, daß die Ist-Verzögerung genau der Soll-Verzögerung entspricht. Dann wird der Ausschlag des Apparates 54 genau so groß sein wie der Ausschlag des Dreieckreglers. Infolgedessen wird das Reibrad 15 wieder in die Mittellinie des Reibrades 14 verschoben werden. Hierdurch kommt die Bewegung der Mutter 18 und des Hebels 19 zum- Stillstand, und der im Bremszylinder herrschende Druck wird gleichble_bnd gehalten, so daß mit dieser gleichbleibenden Bremskraft -der Bremsvorgang bis zu Ende durchgeführt wird. In diesem Falle bleibt der Punkt 6 des Dreieckreglers in Ruhe, und das Dreieck verschiebt sich nur durch die Bewegungen der Punkte 2 und 4.
  • 2. Der Bremsdruck, der durch den Ausschlag des Dreieckreglers hervorgerufen ist, verzögert die Maschine mehr als nötig. In diesem Falle wird der Ausschlag des Beschleunigungsreglers 54 größer sein als der Ausschlag des Dreieckreglers. Dadurch wird das Reibrad 15 über die Mittellinie des Reibrades 14 nach links hinausgeführt und hierdurch die Spindel 17 in umgekehrter Richtung gedreht. Infolgedessen wird durch die Mutter 18 und den Hebel 19 der Druck im Bremszylinder so weit vermindert, bis der Ausschlag des Apparates 54 sich mit dem des Dreieckreglers ausgeglichen hat. Dann steht das Rad 15 wieder in der Mitte des Rades 14, und der nun herrschende Bremsdruck wird gleichbleibend erhalten. Auch der Dreieckregler -wirkt in diesem Falle auf eine Verminderung des Bremsdruckes hin, weil nämlich die Geschwindigkeit schneller abnimmt, als der Beziehung entspricht. Der Punkt 2 wandert schneller als der Punkt 4, und hierdurch werden der Punkt 6 und damit auch das Rad 15 nach links bewegt.
  • 3. Ist die Verzögerung, die durch den Ausschlag des Segmentes 9 hervorgerufen wird, nicht ausreichend, so wird der Ausschlag des Verzögerungsanzeigers 54. geringer sein als der des Dreieckreglers und, da däs Reibrad 15 dann nicht bis in die Mitte des Reibrades i ¢ zurückgeführt wird, wird das Reibrad 15 weiter im gleichen Sinne gedreht wie vorher, so daß der Querschnitt des Lufteinlasses zum Bremszylinder immer größer wird und eine weitere Druckerhöhung im Bremszylinder die Bremskraft so lange gesteigert wird, bis die Ist--Verzögerung die Größe der ;Soll-Verzögerung erreicht hat. Dann sind wieder beide Ausschläge gleich groß, und der nun herrschende Bremsdruck «zrd gleichbleibend erhalten. Auch der Dreieckregler wirkt auf seine Steigerung 'des Bremsdruckes hin, denn da die Geschwindigkeit langsamer abnimmt, als der Beziehung entspricht, so wandert der Punkt q. schneller als der Punkt 2, und hierdurch wird der Punkt 6 des Dreieckreglers nach rechts bewegt, auch hierdurch wird das Rad 15 nach rechts gezogen.
  • Bei der Verwendung der in der Abb. i dargestellten Einrichtung als Fahrtregler wird die jeweils gewünschte Beschleunigung mit der tatsächlich auftretenden verglichen und diese so lange beeinflußt, bis beide Beschleunigungen einander gleich sind. Da sich die Beschleunigung von der Verzögerung nur durch das Vorzeichen unterscheidet, kann der entsprechende Teil der in diesem Ausführungsbeispiel beschriebenen Einrichtung auch als Fahrtregler benutzt werden. Dabei ist jenes Element, dessen Ausschlag oder dessen Kraftwirkung mit der tatsächlich auftretenden Beschleunigung proportional sein soll, gleich > dem Element, das auf die tatsächlich auftretende Verzögerung anspricht.
  • Die Größe des gewünschten Wertes der Beschleunigung wird entweder durch den Ausschlag eines Handhebelarmes oder von einer > vom Teufen- oder Wegzeiger bewegten urrunden Scheibe o. dgl. angegeben, oder man wählt für die Größe des gewünschten Wertes der Beschleunigung eine im voraus bestimmte gleichbleibende Größe.
  • Der Wert der tatsächlich vorhandenen Beschleunigung wird durch die geschilderte Vorrichtung so lange verändert, bis der gewünschte Wert der Beschleunigung durch eines der oben beschriebenen Hilfsmittel erreicht wird. Dabei wird die auf die zu regelnde Maschine wirkende beschleunigende Kraft entweder vergrößert oder verkleinert, ähnlich wie im Falle der Bremsregelung die Bremskraft beeinflußt wird.
  • Die Vorrichtung, die den tatsächlich vorhandenen Wert der Beschleunigung oder Verzögerung mit dem gewünschten Wert vergleicht, bleibt dabei unverändert.
  • Auch in den Fällen, in denen der zu befahrende Bremsweg in jedem Zeitpunkt einstellbar sein muß, beispielsweise beim Bremsen von Fahrzeugen, wird der gleiche Regler verwandt. Lediglich die Mutter 5 wird nicht ständig durch einen Wegzeiger bewegt, sondern den Anlaß zum Beginn des Bremsens und damit zur Kupplung der Mutter 5 mit einer vom Fahrzeug angetriebenen Spindel gibt irgendeine Ferneinwirkung, z. B. ein Schienenkontakt oder irgendeine andere an sich bekannte Einrichtung. Der Führer kannauch von Hand irgendwie eine Kupplung mit der Wandermutter vornehmen. Für diesen Fall müßte er in dem Augenblick, in dem der Bremsvorgang beginnen soll, diese kuppelbare Wandermutter an einem Punkte, dessen Abstand von der Mittellinie des Dreieckreglers mit 2 s proportional ist, mit einer vom Fahrzeug angetriebenen, entsprechend übersetzten Spindel in Eingriff bringen. Von da ab würde dann der übrige Bremsvorgang selbsttätig vor .sich gehen und das Fahrzeug auf einem bestimmten Wege oder mit einer bestimmten Verzögerung zum Stillstand kommen.
  • Nach der Erfindung wird demnach abweichend von den bekannten derartigen: Einrichtungen bei der Bremsung von Fahrzeugen nicht die Bremskraft, sondern der zu befahrende Bremsweg eingestellt. Der Vorteil einer solchen Anordnung liegt klar auf der Hand: Durch die Einrichtung nach der Erfindung ist es möglich, das zu bremsende Fahrzeug unabhängig von dessen Belastung, unabhängig von dem Zustande der Fahrbahn und von dem Zustande des Fahrzeuges selbst an jener Stelle zum Stillstand zu bringen, die gerade erwünscht ist, so daß dadurch vielen Unglücksfällen vorgebeugt werden kann.
  • Die Abb.2 zeigt ein Ausführungsbeispiel, in dem eine dynamische Lösung für einen Bremsregler nach der Erfindung in einer Prinzipsskizze dargestellt ist. Die Massen m, m drehen sich. mit der Geschwindigkeit v um den Halbierungspunkt 2 i ihres Abstandes 2 Y voneinander. Die große Masse M, z. B. eine Schwungscheibe, ist mit den Massen m, m gekuppelt und dreht sich auf einer Welle, deren Achse durch den Punkt 21 geht. Auf die Masse m wirkt radial die Zentrifugalkraft und tangential die Kraft M # >>', nämlich der Trägheitswiderstand der Masse M bei der B,eschleunigungp' (Ist-Wert der Beschleunigung). Die Massen in, m können sich unter dem Einfuß diesex Kräfte nur auf einer Zwangsbahn 22 bewegen, die sich ebenfalls mit um den Punkt 2 r dreht. Es können also nur die in Richtung der Zwangsbahn 22 fallenden Komponenten der beiden Kräfte ; und Al # p' eine Bewegung der Massen m, in verursachen. Wenn die beiden Komponenten einander entgegengesetzt und gleich sind, so bleiben die Massen m, m .auf der Zwangsbahn in Ruhe, andernfalls bewegen sie sich auf ihr in der Richtung der größeren Komponente. Durch diese Ausschläge der Massen m, m können die waltenden Kräfte beeinflußt werden.
  • Die Massen m, m müssen so lang. ausschlagen, bis die Bedingung füllt ist, d. h. bis der Ist-Wert der Beschleunigung dem Soll-Wert gleich geworden ist. Diese Bedingung soll erfüllt sein, wenn die Komponente in Richtung der Zwangsbahn der beiden auf die Massen in, m wirkenden Kräfte einander gleich sind und die Massen m, in auf ihrer Zwangsbahn in Ruhe bleiben. Mit der Richtung der Zentrifugalkraft schließt die Zwangsbahn jeweils den Winkel a ein. Es muß also die Bedingung erfüllt sein: oder Aus der Abb.2 ergibt sich aber, daß auch die Beziehung gilt: In diesen Formeln bedeuten sie eine mit dem Bremsweg proportionale Länge und c eine durch die Abmessungen des Apparates gegebene Konstante. Der Index k soll andeuten, daß die vom Apparat angezeigten Größen mit den wahren Größen nicht identisch, sondern nur proportional sind.
  • Es ergibt sich also, daß für das Gleichgeiricht des Apparates die Bedingung erfüllt sein muß Da nun der Apparat nur im Gleichgewicht sein soll, wenn muß z. B. sein: und Sinde diese Bedingungen noch nicht erfüllt, so schlagen die Massen in, in auf ihrer Zwangsbahn aus und beeinflussen, z. B. durch Herstellen eines Kontaktes in einer stromführenden Leitung, ,einen Regler, eine Bremse o. dgl.
  • Wie diese dynamische Lösung praktisch ausgeführt werden kann, zeigen als Beispiel die Abb. 3 und q.. Eine von der zu regelnden Maschine angetriebene Welle 2 1 -trägt einen fest aufgekeilten Doppelarm 55 und eine lose auf ihr sitzende Schwungscheibe M. An den beiden Enden des Doppelarmes 55 sind zum Ausgleich der Kräfte die gleichen Massen in symmetrisch zur Welle 2 i angeordnet, und alle Vorrichtungen am einen Ende entsprechen denen am ,anderen Ende, so daß sich die Beschreibung nur auf die eine Hälfte der vorgesehenen Einrichtung beschränken kann. Am Doppelarm 55 ist eine Kurbel mit den beiden Armen 56 und 57 drehbar gelagert. Um das Ende A des Kurbelarmes 56 kann sich der Arm 58 drehen, der an seinem Ende B die Massem trägt. In B greift aber auch die Kurbe159 an, die die Massem mit der Masse M verbindet. Das Ende D des Kurbelarmes 56 ist mit einer Hülse 6o fest verbunden, in der die Stange 22 gleiten kann. Diese Stange endet mit einer scharnierartigen Befestigung an der Wandermutter 6 f eines Weg- oder Teufenzeigers 62, 62. Die Spindel des Weg- oder Teufenzeigers 62 wird durch eine geeignete Verbindung ebenfalls von der Welle 2 i gedreht, wobei die am Ende der Spindel aufgesetzten Kegelräder 63 auf einem kreisrunden, feststehenden Zahnkranz ablaufen.
  • Diese einzelnen Elemente bewirken in ihrem Zusammenarbeiten, daß sich die Massen in unter der Wirkung der Zentrifugalkraft und des Trägheitswiderstandes M # p', den die Masse M durch den Kurbelarm 59 auf sie überträgt, auf einer Zwangsbahn bewegen, wobei die Abhängigkeit vom noch zu befahrenden Bremswegs" durch die Stellung der Stange 22 und der Hülse 6o gegeben ist. Als Zwangsbahn ist hier aus konstruktiven Gründen ein Stück des Kreisbogens um A mit A-B als Halbmesser gewählt worden. Um die Bewegung der Massem um den Punkt A bequem abnehmen und zur Beeinflussung der wirkenden Kräfte benutzen zu können, kann z. B. die folgende Anordnung gewählt werden. Der Arm A-B trägt ein Verlängerungsstück 65, das zwischen den beiden Gabelzinken des Kurbelarmes 57 steht. Diese Gabelzinken tragen die Kontaktspitzen 66, die z. B, mit einem Stromkreis in Verbindung steh,-n. Um die Verlängerung 65 in der Gleichgewichtslage der Massem in der Mitte zwischen den Kontaktspitzen zu halten, sind: die beiden Federn 67 und 67 vorgesehen. Das Zusammenwirken der -einzelnen Teile sei für einen angenommenen Betriebsfall beschrieben Die Welle 2 i drehe sich mit irgendeiner Winkelgeschwindigkeit, dann drehen sich auch der Doppelarm 55, alle damit verbundenen Kurbeln, die Massen m und die Spindel 62, 62 mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit um die Welle 2i. Ebenso dreht sich die Masse M, die durch die Kurbel 59 mitgenommen wird. Die Massen m stehen sowohl unter dem Einfluß der Zentrifugalkraft, die bestrebt ist, sie um den Punkt A nach außen zu drehen, als auch unter dem Einfluß der durch den Kurbelarm 59 übertragenen Xraft M # p'. Gleichzeitig wandert die Teufenzeigermutter 6 i auf der Spindel 6z, die durch das Abrollen der Kegelräder auf dem Zahnkranz 6:1 eine Eigendrehung erhält. Dadurch wird der Winkel, den die Achse der Hülse 6o mit der Spindel 62 einschließt, und die Stellung der mit der Hülse fest verbundenen Kurbel 56 fortlaufend verändert, so daß der Punkt A auf einem Kreisbogen um die Achse D mit dem Arm 56 als Halbmesser wandert. Hierdurch ändert sich wiederum fortlaufend der-Winkel, den die Kurbeln 58 und 59 bilden, wodurch sich auch die auf die Massen in in Richtung ihrer Zwangsbahn wirkenden Komponenten der -Zentrifugalkraft und der Kraft M # p' ändern. Die Massen m werden also in der Richtung der größeren Komponente a(isschlagen und den einen Kontakt 66 berühren. Dadurch wird z. B. ein Stromkreis in an sich bekannter Weise geschlossen werden, der z. B. über einen Magneten und eine Bremse die wirkenden Kräfte beeinflußt. Der Bremsdruck wird dadurch so eingestellt, daß .er groß genug ist, um z. B. eine Förderanlage, eile Fahrzeug o. dgl. auf dem gewünschten Bremsweg s zum Stillstand zu bringen.
  • In der Abb. 5, die ein Ausführungsbeispiel einer elektrischen Lösung des Erfindungsgedankens darstellt, ist 23 eine Tourendynamo, deren Spannung mit der Geschwindigkeit v proportional ist. An die Klemmen dieser Dynamo ist die Stromspule 24 und ein Ohmscher Widerstands angeschlossen, dessen Größe mit dem Bremsweg proportional ist. Parallel zur Stromspule 24 und zum Widerstand s ist die Spannungsspule 25 und ein konstanter großer Widerstand 26 angeschlossen.
  • Die zwei Spulen 24, 25 sind nach Art eines Leistungsmessers angeordnet und geschaltet, so daß der. Ausschlag eines mit dem beweglichen Spulenkern verbundenen Zeigers proportional mit dem Produkte der beiden durch die Spulen fließ-enden Ströme ist. Die eine Spule 25 wird dabei von einem Strom durchflossen, der proportional mit der Klemmenspannung der Tourendynamo und damit proportional mit der Geschwindigkeit v, also = Cl # v ist. Die zweite Spule 24 wird von einem Strom durchflossen, der einerseits ebenfalls proportional mit der Klemmenspannung der Tourendynamo und damit proportional mit der Geschwindigkeit v, andererseits umgekehrt proportional mit dem Widerstands, also = ist. Das von den beiden Spulen 24, 25 ausgeübte Drehmoment ergibt sich somit zu: Die Widerstände werden nun so abgeglichen, daß die Konstante C = C1 # C2 . C3 =1/2 ist. Demnach ist das von diesen beiden Spulen ausgeübte Drehmoment proportional mit 27 ist die Primär- und 28 die Sekundärwicklung eines Transformators, der ebenfalls parallel zu den Klemmen der Dynamo 23 liegt und dessen Sekundärspannung mit der zeitlichen Änderung der Primärspannung proportional und dadurch auch proportional mit der tatsächlich auftretenden Beschleunigung oder Verzögerung der Tourendynamo ist. In Reihe mit der Sekundärwicklung 28 ist die Spule 29 geschaltet. Auf diese Weise wird erreicht, daß auch das Drehmoment dieser Spule 29 mit der tatsächlich auftretenden Beschleunigung oder Verzögerung der Tourendynamo 23 proportional ist.
  • Die nach Art eines Leistungsmessers geschalteten Spulen 24, 25 und die Spule 29 sind dabei auf einer gemeinsamen Welle angeordnet, während das von beiden erzeugte Drehmoment einander entgegengesetzt gerichtet ist, so daß der Ausschlag des Instrumentes mit proportional ist. Je nachdem, ob p' kleiner oder größer wie ist, wird das Instrument nach der einen oder nach der anderen Seite ausschlagen und die auf das zu regelnde Fahrzeug wirkende Bremskraft, beispielsweisse durch Vermittlung eines Relais, vergrößern oder verringern.

Claims (1)

  1. PATE:vTr1NSPRLicHE: i. Selbsttätiger Brems- und Fahrtregler, gekennzeichnet durch ein Element, das die tatsächlich vorhandene Geschwindigkeitsänderung in der Zeiteinheit (p') und ein Element, das die jeweils gewünschte Geschwindigkeitsänderung in der Zeiteinheit (p) und ein Element, das die Differenz der beiden vorerwähnten Geschwindigkeitsänderungen (p-p') angibt, wobei das die Differenzanzeigende Element die Brems- oder die Beschleunigungskraft, die auf die Maschine wirkt, so beeinflußt, daß die Differenz (p-p') gleich Null wird. Regler nach dem Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Wert der jeweils gewünschten Verzögerung (p) durch ein Aggregat eingestellt wird, das durch ein die tatsächlich auftretende Geschwindigkeit (v) angebendes und durch ein den zu befahrenden Bremsweg (s) angebendes Element beeinflußt wird und das den gewünschten Wert der Beschleunigung herstellt. 3. Regler nach den Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet durch die Einstellbarkeit des gewünschten Wertes der Geschwindigkeitsänderung durch an sich bekannte Mittel, z. B. durch entsprechende Einstellung eines Handhebels, durch eine vom Wegzeiger beeinflußte unrunde Scheibe o. dgl. oder durch das Einstellen eines im voraus festgestellten, gleichbleibenden Wertes. 4.. Regler nach den Ansprüchen i bis 3, gekennzeichnet durch die Einstellbarkeit des Bremsweges durch an sich bekannte Mittel. 5. Vorrichtung zum Anzeigen der Soll-Beschleunigung nach den Ansprüchen i bis q., gekennzeichnet durch die Verwendung eines Organs (3) mit drei Kraftangriffspunkten, dessen erster Kraftangriffspunkt (a) durch einen Geschwindigkeitsanzeiger (i) bewegt wird, während der zweite Punkt (q.) mit einer Führung (5) durch einen Weg- oder Teufenzeiger o. dgl. bewegt wird und der dritte Punkt (6) mit einer Führung (7) an dem einen Gliede eines Differentialorgans angreift. 6. Vorrichtung zum Vergleichen zweier Verzögerungen oder Beschleunigungen nach den Ansprüchen i und a, 'gekennzeichnet durch eine um eine Welle sich drehende Masse (in), die sich auf einer Zwangsbahn nach der einen oder anderen Seite in einem Maße bewegen kann, das bestimmt wird durch die auf die Masse (m) wirkende Zentrifugalkraft, durch die Lage einer vom Weg- oder Teufenzeiger eingestellten Hülse (6o) o. dgl. und durch die von einer trägen, um die gleiche. Welle sich drehenden Masse (M) auf die Masse (m) übertragene Beschleunigungskraft, die dem Ist-Wert der Beschleunigung proportional ist.
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