DE45144C - Elektrischer Signalapparat - Google Patents
Elektrischer SignalapparatInfo
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- DE45144C DE45144C DENDAT45144D DE45144DA DE45144C DE 45144 C DE45144 C DE 45144C DE NDAT45144 D DENDAT45144 D DE NDAT45144D DE 45144D A DE45144D A DE 45144DA DE 45144 C DE45144 C DE 45144C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B25/00—Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems
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- Business, Economics & Management (AREA)
- Emergency Management (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Alarm Systems (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
.Elektrischer Signalapparat.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Signalapparat , welcher besonders für Polizeitelegraphen
geeignet ist, bei welchen Signale von verschiedener Wichtigkeit von Nebenstellen
nach der Hauptstelle gesendet und hier registrirt werden, und bei welchen nur für
wichtige und aufsergewöhnliche Meldungen kräftige Wecktöne auf der Hauptstelle erschallen,
um auf die Bedeutsamkeit des Berichtes aufmerksam zu machen.
Auf beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht Fig. ι schematisch den Aufgabeapparat
einer Nebenstelle und den Empfangsapparat einer Hauptstelle, während die Fig. 2 bis 7
Einzelheiten darstellen.
Die mit S bezeichnete Nebenstelle, Fig. 1, ist mit einem vielfachen Aufgabeapparat zum
Abschicken verschiedener Signale ausgerüstet. Dieser Aufgabeapparat, welcher von einem
durch Fig. 2 und 4 veranschaulichten Gehäuse umgeben wird, hat eine derartige Anordnung
erhalten, um die Absendung dreier Arten von Signalen vermitteln zu können, und zwar eines
fortlaufend sich wiederholenden Signals, besonderer aufsergewöhnlicher Signale und eines
wichtigen Signals. Die Abgabe des wichtigen Signals erfolgt bei geschlossener ThUr, während
das fortlaufend sich wiederholende Signal und die besonderen aufsergewöhnlichen Signale bei
geöffneter Thür abgesendet werden. Um dies bewirken zu können, sind eine Anzahl Radscheiben
c1 und eine Radscheibe clx auf einer
Achse a, Fig. 1 und 5, angeordnet, welche einen Theil des Hauptstromkreises mit der
Batterie B bildet und mittelst einer geeigneten Vorrichtung bei jeder Signalabgabe eine Umdrehung
empfängt. Die Scheiben c1 sind auf ihrem Umfange mit mehr oder weniger
schmalen isolirten Theilen c8 und einer breiten Isolirstelle c2, Fig. 3, die Scheibe clx dagegen
nur mit schmalen isolirten Theilen c3, Fig. 3 b, versehen, und zwar vermittelt die Scheibe clx
die Uebersendung des fortlaufend sich wiederholenden Signals, die Scheiben c1 diejenige des
wichtigen Signals bezw. der besonderen aufsergewöhnlichen Signale. Eine einzige dieser
Scheiben c1 steht durch einen Contactstreifen α2
eines Isolirblockes al mit einer Leitung 2 in
fortwährender Verbindung und dient zur Abgabe des wichtigen Signals, während die
übrigen, die aufsergewöhnlichen Signale vermittelnden Scheiben c1' und die Scheibe clx
durch in keiner Berührung mit dem Streifen a2 stehende Contactstreifen aa des Isolirblockes a1
mit einer Leitung 3 je nach Wunsch abwechselnd mit Hülfe eines auf seiner Oberfläche
mit Vorsprüngen b1 ausgestatteten Cylinders b in Contact gebracht werden können.
Zu dem Zwecke ist ein in Fig. 1 und 5 punktirt und in Fig. 2 voll angedeuteter Zeiger ρ
auf dem Cylinder b befestigt und liegt über einem auf der vorderen Platte des Gehäuses
angebrachten, das Verzeichnifs der zu gebenden aufsergewöhnlichen Signale tragenden
Zifferblattes1. Um daher ein derartiges Signal
abzuschicken, wird der Zeiger ρ des Zifferblattes p1 mit der Hand gedreht, um je nach
Wunsch den einen oder den anderen der betreffenden Streifen α3 mit der entsprechenden
Radscheibe c1 in und den für die fortlaufend sich wiederholenden Signale bestimmten Streifen
a3 aufser Contact zu bringen. Eine
Feder s hält einen Umschalter A in einer solchen Stellung, dafs bei geöffneter ThUr D
die Leitung 3 mit dem Hauptstromkreis verbunden ist, während bei geschlossener Thür D
ein an deren Innenseite angebrachter Ansatz e, Fig. 2, den Umschalter A veranlafst, die Leitung
2 mit dem Hauptstromkreis in Verbindung zu bringen. Die schmalen Isolirtheile c3
der Scheiben c1 und clx dienen dazu, um die
Nummer des Apparates und das Signal zu telegraphiren, die breite Isolirstelle c2 der
Scheiben dagegen dazu, um die in folgendem beschriebene Wirkung hervorzurufen.
Auf der Empfangsstelle ist in den Haupt-.Stromkreis ein Relais R eingeschlossen, dessen
Armatur einen Strom weg R2 beeinflufst, in welchen ein Empfänger eingeschaltet ist.
Letzterer hat im vorliegenden Falle die Form einer gewöhnlichen Registrirvorrichtung R3 erhalten, welche somit, da das Relais dem
Wechsel des Stromes entsprechend wirkt, sämmtliche Depeschen einträgt. Aufserdem ist
in den Hauptstrom ein Relais T eingeschlossen, welches auf das eine Ende eines von einer
Feder i5 beeinflüfsten Hebels T2 einwirkt.
Letzterer ist auf einem Zapfen 20 drehbar angeordnet und an seinem anderen Ende mit
einem Hebel if verbunden. Dieser Hebel t ruht in einer an einem geeigneten Rahmen
angebrachten Führung tl und ist an seinem Ende mit einer Spitze versehen, welche mit
den Zähnen eines von einem geeigneten Motor getriebenen Rades f2 in Eingriff gebracht wird.
Dies geschieht, sobald der Strom unterbrochen wird, während nach dem Schlüsse
des letzteren der Hebel t niedergezogen und auf diese Weise infolge des Stromwechsels
vor- und rückwärts bewegt wird. Da nun die ein wichtiges oder eines der aufsergewöhnlichen
Signale abgebenden Scheiben auf ihrem Umfange eine breite Isolirstelle c2 erhalten
haben, so wird dadurch eine längere Unterbrechung in dem Strom hervorgebracht. Infolge
dieser Unterbrechung giebt das Relais T den Doppelhebel T2 t frei, welcher nun in
Eingriff mit dem Zahnrad t2 kommt. Durch dieses wird der Hebel T21 seitwärts abgelenkt
und löst dann durch einen an ihm vorgesehenen Haken ts eine Klinke i4. Infolge
des Lösens der letzteren wird der in einem Localstrom ν angeordnete drehbare Arm ίβ
freigegeben und so der Localstrom v, welcher eine Glocke B1 enthält, geschlossen. Es wird
demnach ein laut tönender Weckruf beim Drehen der eine längere Stromunterbrechung
verursachenden Scheiben cl veranlafst. Im
vorliegenden Falle wird die längere Stromunterbrechung am Schlufs des Signals bewirkt,
wie sich aus der Anordnung der Scheibe c\ Fig. 3, ergiebt, so dafs kurz bevor letztere
ihre Drehung beendet hat, der Strom wieder geschlossen ist. Infolge des Stromschlusses
wird aber der Doppelhebel T21 in seine
normale Lage zurückgebracht, worauf dann die Klinke t* durch den diensthabenden Beamten
oder mit Hülfe einer geeigneten selbstthätigen Vorrichtung ihre frühere Stellung
wiedererhält. Bei Abgabe eines sich fortlaufend wiederholenden Signals kann jedoch der Weckruf
nicht ertönen, da die dieses Signal übermittelnde Radscheibe clx, Fig. 3 b, eine breite
'Isolirstelle c2 nicht besitzt, so dafs also der Doppelhebel T21 in Eingriff mit dem Zahnrad
t2 nicht kommen kann.
Anstatt die Bewegung des Zahnrades t2 durch einen Motor herbeizuführen, kann das
Rad auch auf einer der Achsen der Registrirvorrichtung angebracht werden, wobei dann
die Drehung in Zwischenräumen erfolgt. Auch kann die längere Unterbrechung des Stromes
vor Abgabe des Signals stattfinden. Ferner wird an dem Wesen der Erfindung nichts geändert,
wenn an Stelle des den Hebel T'21
seitwärts bewegenden und so den Weckruf herbeiführenden Zahnrades t2 ein anderer
Mechanismus unter dem Einflüsse des Relais T in Anwendung kommt, oder wenn der Stromwechsel
anstatt durch vollständige Unterbrechung durch andere bekannte Mittel bewirkt wird.
Der Registrirapparat -R3 der Empfangsstelle
enthält einen Elektromagneten, einen mit einem Farbestreifen bedeckten Papierstreifen und einen
Mechanismus, um letzteren nur während der Empfangszeit der Depesche in Thätigkeit zu
setzen. Der in der Nähe der Registrirvorrichtung angeordnete Zeitstempel besteht aus einem
Drücker 34, einem Zifferblatt 30 und aus Zeigern 31, welche von einer in einem Lager
33 ruhenden Achse 32 getragen und von einem Uhrwerk bethätigt werden. Die Zahlen
und Zeiger des Zifferblattes 30 werden aus Kautschuk hergestellt, um jede Beschädigung
derselben zu verhindern. Der Papierstreifen, welcher die Depesche aufnimmt, liegt zwischen
dem Zifferblatt 30 und dem Drücker 34. Letzterer ist mit der Armatur 35 eines Elektromagneten
36 verbunden, welcher nach erfolgter Erregung den Drücker in Bewegung setzt. Der Elektromagnet der Registrirvorrichtung
liegt in einem mit eigener Batterie versehenen Stromkreise R2, welcher durch die Armatur
des in dem Hauptstrom der Batterie B eingeschlossenen Relais geschlossen bezw. geöffnet
wird. In dem Stromkreis R2 befindet sich ein
Relais 1 o, welches auf eine in eine Einkerbung eines Rades 13 greifende, von einer Feder 11
beeinflufste Klinke 12 einwirkt. Dieses Rad ist mit einer geeigneten Feder verbunden, so
dafs dasselbe beim Zurückgehen der Klinke 12 in Drehung kommt und während eines Theiles
der Drehung mittelst eines seitlich von seinem Umfang hervorstehenden Ansatzes 14 auf eine
Feder 15 einwirkt, welche den Schlufs des Stromkreises 16 einer Batterie 17 herbeiführt
und auf diese Weise mit Hülfe der Magnete 36 den Drücker 34 gegen den mit dem Farbstreifen
versehenen Papierstreifen preist. Das Abrollen dieser Streifen erfolgt in dem Registrirapparat
jedesmal bei Ankunft einer Depesche; in demselben Augenblick kommt der Zeitstempel gleichfalls in Thätigkeit, um die
Zeit auf jenem Papier vorzumerken. Sobald bei der fortgesetzten Drehung des Rades 13
dessen Ansatz 14 an der Feder 15 vorbeigegangen,
wird der Stromkreis 16 wieder unterbrochen, während die von dem Relais ι ο
nicht mehr beeinflufste Klinke 12 ihre ursprüngliche
Läge an dem Rad 13 mit Hülfe ihrer Feder 11 wieder einnimmt.
Infolge der bei dem Apparat getroffenen Anordnung wird die Zeit auf der einen, die
Depesche auf der anderen Fläche des Streifens gedruckt, doch kann auch die Zeitangabe auf
der die Depesche enthaltenden Seite erfolgen. Nach vorliegender Erfindung wird somit eine
von einer entfernten Station aufgegebene Depesche zugleich mit der Empfangszeit auf einem
Papierstreifen registrirt, welcher nur während des Empfanges der Depesche in Bewegung ist
Der vorliegende Apparat kann, wie bereits bemerkt, sehr gut für Polizeizwecke Verwendung
finden. Die einzelnen Aufgabeapparate werden in den verschiedenen Strafsen angebracht
und besitzt den Schlüssel zu der Thür derselben nur der Stadtwä'chter oder sein Vorgesetzter,
welche somit nur allein die bei geöffneter Thür zu übermittelnden Signale abgeben
können, z. B. als fortlaufend vorkommendes Signal die Meldung, dafs der Wächter seinen Umgang hält, oder als aufsergewöhnliches
Signal Feuer, Auflauf, Aufruhr etc. Des bei geschlossener ThUr zu gebenden wichtigen
Signals, durch welches z. B. die Hülfe der Polizei beansprucht wird, .vermag sich dann
auch ein Privatwächter, welcher zu der auf irgend eine Weise besonders zu verschliefsenden
Bewegungsvorrichtung für die Scheiben gelangen kann, im Falle der Noth bedienen.
Claims (3)
1. Ein Telegraphensystem, bei welchem auf der Aufgabestelle von den zur Uebermittelung
der Signale auf ihrem Umfange mit mehr oder weniger schmalen Isolirstellen versehenen Radscheiben einzelne aufser
den genannten schmalen eine breite Isolirstelle erhalten, durch welche der Stromkreis
auf längere Zeit unterbrochen und dadurch auf der Empfangsstation ein in Drehung sich befindendes Zahnrad mit
einem von einem Relais (T) beeinflufsten Doppelhebel (T'2 t) in Verbindung gebracht
wird, welcher, so abgelenkt, durch Auslösung einer Klinke (t*J einen eine Glocke
oder dergleichen enthaltenden Localstrotrfkreis schliefst.
2. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Telegraphensystem
die Anordnung der Aufgabestelle in der Weise, dafs von den auf einer Achse (a) und in einem durch eine
Thür (D) verschliefsbaren Behälter untergebrachten Radscheiben eine mit einer
breiten Isolirstelle versehene Scheibe c1 mit einer Leitung (2) in fortwährender Verbindung
steht, die übrigen ebenso ausgestatteten Scheiben c α und eine ohne
breite Isolirstelle arbeitende Scheibe clx
jedoch mit einer Leitung (3) mittelst einer mit Vorsprüngen versehenen Walze abwechselnd
verbunden werden, wobei durch Schliefsen der Thür D die Leitung 2, durch Oeffhen der ThUr D dagegen die
Leitung 3 in den Hauptstromkreis eingeschaltet wird.
3. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Telegraphensystem
die Anordnung eines in dem Stromkreise der Registrirvorrichtung R3
eingeschlossenen Relais (10), welches vermittelst einer Klinke ein mit einer Feder
versehenes Rad (13) auslöst, um einen Stromkreis (16) zu schliefsen, dessen
Elektromagnet ( 36) vermittelst eines Drückers (34) die Registrirung der Empfangszeit
auf den die Depesche aufnehmenden und zwischen dem Drücker und einem Zifferblatte mit einem die Zeit angebenden
Zeiger sich bewegenden Papierstreifen besorgt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45144C true DE45144C (de) |
Family
ID=320330
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45144D Expired - Lifetime DE45144C (de) | Elektrischer Signalapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45144C (de) |
-
0
- DE DENDAT45144D patent/DE45144C/de not_active Expired - Lifetime
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