DE89623C - - Google Patents

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DE89623C
DE89623C DENDAT89623D DE89623DA DE89623C DE 89623 C DE89623 C DE 89623C DE NDAT89623 D DENDAT89623 D DE NDAT89623D DE 89623D A DE89623D A DE 89623DA DE 89623 C DE89623 C DE 89623C
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Germany
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line
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earth
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morse code
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B25/00Alarm systems in which the location of the alarm condition is signalled to a central station, e.g. fire or police telegraphic systems

Landscapes

  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Alarm Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 10. März 1896 ab.
Die nachstehend beschriebene Feuermeldeeinrichtung hat den Zweck, die ungestörte Signalisirung zur Centralstelle mittels Morsezeichen sicherzustellen, auch wenn während des Telegraphirens ein zweiter, unter Umständen noch ein dritter Melder in Thätigkeit gesetzt werden soll. Dies wird dadurch erzielt, dafs der Melder, den man zur Abgabe einer Meldung zunächst nur aufzieht oder einschaltet, von der Centralstelle auf elektrischem Wege ausgelöst, und dafs bei Abgabe des Zeichens die Leitung in zwei Theile zerlegt wird, welche jeder mit einem Empfänger ausgestattet ist, auf dem die Zeichen abwechselnd oder wenigstens zum Theil erscheinen.
Zum Betriebe wird die bekannte Gegenstromschaltung gewählt, die eine Anzahl hinter einander geschalteter Stellen und an den mit Erde verbundenen Endpunkten mit gleichen Polen zur Erde geschaltete Batterien enthält, deren elektromotorische Kraft ganz oder nahezu gleich ist, so dafs im Ruhezustande kein oder nur ein geringer Strom in der Leitung vorhanden ist, der auf die eingeschalteten Vorrichtungen nicht wirkt (Fig. 1). Die eingeschalteten Stellen M geben die (Arbeitsstrom-) Zeichen dadurch, dafs sie die Leitung mit Erde verbinden, wodurch das bisher bestandene Gleichgewicht in der elektrischen Spannung der Batterien aufgehoben wird und die sämmtlichen in die Leitung eingeschalteten Vorrichtungen ansprechen.
Wendet man den Grundgedanken der gemeinsamen Batterien an, was sich fast von selbst ergiebt, da beide Endpunkte der Leitung sich hier bei der Centralstelle befinden, so entsteht die Linienschaltung nach Fig. 2.
Die nach Obigem in Fig. 3 skizzirte Schaltung erhält eine Anzahl, in eine Schleifenleitung eingeschalteter Feuermelder, deren Typenräder so eingerichtet sind, dafs nach Ingangsetzung der Vorrichtung die beiden Schleiffedern fl und f1 durch Vermittelung einer dritten Schleiffeder /3 die Leitung abwechselnd nach der einen oder anderen Richtung mit der Erde verbinden oder isoliren. Die Batterie ist in eine bei der Centralstation abgezweigte Erdleitung eingeschaltet, jeder der beiden zur Centralstation führenden Leitungszweige ist mit der unten beschriebenen Vorrichtung ausgestattet. Der Melder enthält ein durch Federzug betriebenes Laufwerk, an welchem hier das Typenrad T mit den Schleiffedern f1 und f'2 und die Federtrommel F mit der Schleiffeder fz in Betracht kommen, ferner den einerseits mit dieser, andererseits mit Erde verbundenen Elektromagneten JR zur Auslösung des Laufwerkes; im Ruhezustande ist R dadurch isolirt, dafs die Schleiffeder f3 auf dem Isolirstück i1 der Federtrommel aufliegt. Der Anker des Elektromagneten R ist mit einer Sperrvorrichtung versehen, welche sich bei nicht angezogenem Anker hinter einen auf das Typenrad aufgesetzten Stift s legt und dadurch das aufgezogene Werk am Ablaufen verhindert. Während des Aufziehens verläfst die Feder/3 das Isolirstück il und schleift auf der Metallfläche des Federgehäuses, wodurch der Elektromagnet R zur Erde geschaltet ist. Diese Erdverbindung wird bei beendetem Ablauf wieder aufgehoben, sobald die-sich drehende Federtrommel mit dem Isolirstück ζ'ί wieder unter/3 zu liegen kommt. Das Ablaufen des Typenrades kann erst stattfinden, wenn der Anker des Elektromagneten angezogen wird. Damit nun diese Auslösung eines aufgezogenen Laufwerkes nicht durch den gewöhnlichen TeIegraphirstrom geschehen kann, erhalten die
Elektromagnete der Melder eine solche Wickelung , dafs der gewöhnliche Telegraphirstrom um das Drei - bis Vierfache verstärkt werden mufs, um die Vorrichtung auszulösen, was leicht dadurch zu erreichen ist, dafs der Auslösestrom von einer stärkeren Batterie gegeben und beim Geben des Auslösestromes der beim Telegraphiren eingeschaltete grofse Widerstand des Morseapparates ausgeschaltet wird.
Die Einrichtung läfst mehrere Abänderungen zu: die Auslösung kann z. B. durch Umkehrung des Linienstromes geschehen, wenn der Elektromagnet R polarisirt und so eingeschaltet wird, dafs er auf den Strom der Morsebatterie nicht anspricht; sie kann durch Trennung von der Linienbatterie erfolgen, wenn die Einrichtung so getroffen ist, dafs nach erfolgtem Aufziehen die Sperrung des Laufwerkes dadurch geschieht, dafs der eingeschaltete Elektromagnet R seinen Anker anzieht; nach Trennung der Batterie fällt dann der Anker von R ab und läfst das Werk ablaufen. Der Melder kann endlich so eingerichtet werden, dafs nicht der Meldende ihn aufzieht, sondern dafs derselbe nach jeder Benutzung aufgezogen wird und durch den Meldenden nur der Melder zur Erde geschaltet wird. In diesem Falle wird die Einrichtung so getroffen, dafs der Meldende eine einfache Umschaltung der Leitung bewirkt, d. h. durch den gewöhnlichen ausziehbaren Handgriff oder einen Druckknopf den Elektromagneten R einschaltet.
Das Typenrad erhält auf dem Umfang eine sich wiederholende Gruppe von Morsezeichen, die von einander durch ein eben so langes Isolirstück getrennt sind, z. B. drei ungefähr gleich lange Stromschlufs- und ebenso viele Isolirstücke. Die Schleiffedern f1 und /2 sind so gestellt, dafs sie im Ruhezustande beide auf einer glatten Metallfläche des Umfanges aufliegen und, wenn das Typenrad sich dreht, abwechselnd die eine oder die andere Feder die Erdleitung einschaltet. (Damit im Ruhezustande beide Federn aufliegen, müssen die betreffenden Metallfelder etwas langer als die Isolirstücke sein.)
Bei der Centralstelle sind in jeden Zweig der Leitung ein Galvanoskop G, eine Drucktaste D und ein Morseapparat M eingeschaltet, deren Hebel mittelst einer Ortsbatterie B3 einen Wecker in Thätigkeit setzen, der durch den Ausschalter A ausgeschaltet werden kann. Die Drucktasten D erhalten zwei dicht neben einander stehende Druckknöpfe, die sowohl einzeln als gemeinsam niedergedrückt werden können. Beim Drücken dieser Tasten werden die Empfänger ausgeschaltet und es wird vor die Morsebatterie B x eine Verstärkungsbatterie B2 vorgeschaltet.
Der Vorgang bei einer Feuermeldung ist nun folgender: Im Ruhezustande sind alle Typenscheiben durch die Federn f1 und f'2 in die Leitung hinter einander geschaltet, die Auslösungselektromagnete R sind ausgeschaltet, da die Feder f3 auf der Isolirplatte z1 aufliegt. Nachdem ein Melder aufgezogen bezw. zur Erde geschaltet ist (s. Vorrichtung II), sendet die Morsebatterie nach beiden Leitungsrichtungen Strom nach dem Melder und zur Erde, die Anker der Morseapparate werden angezogen und der Alarmwecker W der Centralstation ertönt. Der Beamte drückt auf beide Knöpfe D, löst damit das betreffende Laufwerk aus, der Melder setzt sich in Bewegung (s. Vorrichtung II). Die Centralstation erhält die Zeichen abwechselnd durch die Leitung L1 und L2, also in gewöhnlichem Zustande sechsmal. Nach dem Ablauf des Werkes, d. h. wenn die Typenscheibe eine Umdrehung gemacht hat, tritt wieder der Ruhezustand ein, f3 legt sich auf das Isolirstück il.
Wird während einer Signalgebung ein zweiter Melder aufgezogen, so wird auch an diesem eine Erdverbindung hergestellt, was zur Folge hat, dafs die Zeichen des zuerst ablaufenden Melders nur in demjenigen Leitungszweige zur Centralstelle gelangen, welcher mit dieser unmittelbar in Verbindung bleibt; in dem anderen Leitungszweige, welcher durch den neuaufgezogenen Melder mit Erde verbunden ist, wird hierdurch wie oben der Anker des Morseapparates dauernd angezogen, was der Beamte daraus ersieht, dafs das Galvanoskop G des betreffenden Leitungszweiges dauernden Ausschlag zeigt und der Morseapparat einen fortlaufenden Strich macht. Der Beamte drückt alsdann den betreffenden Knopf D, worauf sofort in diesem Zweige der zweite Melder abzulaufen beginnt und die Signale giebt. Die Auslösung des zweiten Melders kann auch bis zum vollständigen Ablauf des ersten Melders aufgeschoben werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein in eine Leitung mit Gegenstrom eingeschalteter Feuermelder zur selbsttätigen Abgabe von Morsezeichen, dadurch gekennzeichnet, dafs bei der Meldung der Melder mit einem Auslösungs-Elektromagneten zur Erde geschaltet und die Centralstation hierdurch alarmirt wird, die auf elektrischem Wege das Laufwerk auslöst und vermittelst des die beiden Leitungszweige abwechselnd schliefsenden und isolirenden Typenrades die Zeichen auf zwei eingeschalteten Empfängern erhält.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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