-
Sperr- und Freigabevorrichtung7für Registrierkassen. Die Erfindung
betrifft eine Sperr- und Freigabevorrichtung für den Antrieb von Registrierkassen,
bei denen die Freigabe' des Maschinengetriebes beim Niederdrücken einer Freigabetaste
durch einen den Druckzettel abtastenden Fühlstempel geregelt wird, in der Weise,
daß bei nicht eingelegtem Druckzettel die Freigabe des Maschinengetriebes unterbleibt.
-
Die Erfindung besteht darin, daß die Freigabetasten durch einen Hebelsatz
einerseits mit dem Fühlstempel, andererseits mit dem die Freigabe des Maschinengetriebes
bewirkenden Freigabehebel derart verbunden sind, daß bei eingelegtem Druckzettel
nach einer kurzen Anfangsbewegung des Fühlstempels der Freigabehebel in seine Freigabestellung
bewegt wird, während bei nicht eingelegtem Druckzettel die jeweils niedergedrückte
Freigabetaste lediglich einen größeren Hub des Fühlstempels bewirkt, den Freigabehebel
aber unbeeinflußt läßt.
-
Die Zeichnungen zeigen Seitenansichten der wesentlichen Teile der
Sperrvorrichtung in drei verschiedenen Stellungen.
-
In den Zeichnungen ist mit 1 die auf der Antriebswelle 2 der Registrierkasse
befestigte Sperrscheibe und mit 3 der mit ihr zusammenwirkende Sperrarm bezeichnet.
Der Sperrarm3 wird durch einen Zwischenhebel 4 gesteuert, der sich unter der Wirkung
einer nicht dargestellten Feder dauernd in Gegenzeigerrichtung zu drehen sucht,
hieran jedoch gewöhnlich dadurch verhindert wird, daß sich sein freies hakenförmiges
Ende 5 gegen den abgeflachten Zapfen 6 eines Winkelhebels 7, des sogenannten Freigabehebels,
legt.
-
Um den Freigabehebel 7 in seine zur Freigabe des Kassengetriebes erforderliche
Freigabelage (Abb. 2) auszuschwingen, muß nach. Einstellung des zu registrierenden
Betrages eine der Freigabetasten 8 niedergedrückt werden, die durch Zapfen
9 mit einem bügelförmigen Hebel io zusammenwirken. Dieser wird durch eine
Feder 1i gewöhnlich in seiner Ruhelage (Abb. 1) gehalten und greift mit seinem gabelförmigen
unteren Arm 12 über den Zapfen 13 eines zweiarmigen Hebels 14, der frei auf einem
festen Zapfen 15 drehbar ist. Der Zapfen 15 dient gleichzeitig auch zur Lagerung
des Fühlstempels 16, der mit seinem freien, etwas verbreiterten Ende 17 in einen
Ausschnitt 18 der Zettelführung 1g eingreifen kann und durch eine Nabe 2o mit einem
kurzen Arm 21 starr verbunden ist. Das freie Ende dieses Armes steht mit dem kürzeren
Arm 22 des Freigabehebels 7 durch ein Lenkerpaar 23, 24 in Verbindung, dessen Knickpunkt
25 mit dem unteren Ende des Hebels 14 durch einen Lenker 26 verbunden ist.
-
Die Einrichtung wirkt in folgender Weise In der Ruhelage nehmen alle
Teile die aus Abb. 1 ersichtliche Stellung ein, bei welcher der Zwischenhebel 4,
5 durch den Zapfen 6 des Freigabehebels 7 und demgemäß auch die Sperrscheibe 1 mit
der Antriebswelle 2 durch den Sperrarm 3 gesperrt wird.
-
Wird nach beendeter Betragseinstellung und nach erfolgtem Einlegen
eines Druckzettels 27 in die Zettelführung =g eine der vier Freigabetasten 8 niedergedrückt,
so schwingt der bügelförmige Hebel io, i2 entgegen dem Zuge der Feder 1i in Uhrzeigerrichtung
aus und bewirkt hierdurch eine entgegengesetzte Schwingung des Hebels 14. Da dieser
durch den Lenker 26 mit dem Knickpunkt 25 des Lenkerpaares 23, 24 verbunden ist,
so ergibt sich als weitere Folge eine Streckung dieses Lenkerpaares. Diese Strekkung
sucht sich naturgemäß in der Weise zu vollziehen, da.ß sich der Lenker 23 nach oben
und der Lenker 24 nach unten verschiebt. Der Verschiebung des Lenkers 23 nach oben
steht lediglich das verhältnismäßig geringe Eigengewicht des Fühlstempels 16 und
des mit ihm
verbundenen Hebels z= entgegen, während sich einer Verschiebung
des Lenkers 24 nach unten zunächst der Freigabehebel 7, 22 widersetzt, da die zwischen
der Nase 5 des Zwischenhebels 4 und dem Zapfen 6 bestehende starke Reibung den Freigabehebel
in seiner Lage nach Abb. i zu halten sucht. Die Streckung des Lenkerpaares 23, 24
erfolgt also in der Weise, daß der durch das Ende des Armes 22 gebildete Drehpunkt
des Lenkerpaares 23, 24 seine Lage zunächst beibehält und beide Lenker sich nach
oben strecken, so daß der Hebel 21 und der mit ihm verbundene Fühlstempel16 gehoben
werden. Sobald jedoch das Tastende 17 des Fühlstempels gegen die Unterseite des
eingelegten Druckzettels 27 anschlägt, setzt dieser der weiteren Streckung des Lenkerpaares
23, 24 nach oben einen so starken Widerstand entgegen, daß der bisher durch die
Reibung zwischen der Zwischenhebelnase 5 und dem Zapfen 6 geleistete Widerstand
überwunden und der Freigabehebel 7, 22 durch das sich nunmehr nach unten streckende
Lenkerpaar 23, 24 in Uhrzeigerrichtung ausgeschwungen wird. Der Zapfen 6 des Freigabehebels
7 gibt somit die Nase 5 des Zwischenhebels 4 frei, so daß dieser den Sperrarm 3
in die zur Freigabe des Maschinengetriebes erforderliche Lage bewegen kann (Abb.
2). Die Nase 5 des Zwischenhebels 4 legt sich hierbei unter den Zapfen 6 und verhindert
hierdurch den Freigabehebel 7, 22 und die von ihm abhängigen Teile an der Rückkehr
in die Ruhelage. Erst wenn die Hebel 3, 4 im Laufe des Kassenganges wieder in die
Lage nach Abb. i zurückgekehrt sind, werden durch eine Feder 28 auch die übrigen
Teile der Einrichtung wieder in die Ruhelage zurückgeführt.
-
Ist das Einlegen eines Druckzettels 27 versehentlich oder absichtlich
unterblieben, so stößt die durch Niederdrücken einer der Freigabetasten 8 bewirkte
Streckung des Lenkerpaares 23, 24 nach oben und damit der Hub des Fühlstempels 16,
17 überhaupt nicht auf Widerstand, so daß sich das verbreiterte Fühlstempelende
17 durch den Ausschnitt 18 der Zettelführung =g hindurch in die Lage nach Abb. 3
bewegen kann. Der Freigabehebel 7, z2 dagegen wird unter der Wirkung der Reibung
zwischen der Zwischenhebelnase 5 und dem Zapfen 6 seine Lage nach Abb. i unverändert
beibehalten und damit die Freigabe des Kassengetriebes unmöglich machen. Sobald
der Druck auf die jeweils benutzte Freigabetaste 8 aufhört, kehrt diese sofort wieder
in ihre Ruhelage zurück, worauf unter der Wirkung der Feder =i auch die durch die
betreffende Taste verstellten Teile der Sperrvorrichtung wieder in die Lage nach
Abb. i- zurückgeführt werden. Da hierbei die Zettelführung =g durch den Fühlstempel
wieder freigegeben wird, kann nunmehr der Druckzettel 27 ordnungsgemäß eingelegt
und durch abermaliges Niederdrücken der in Frage kommenden Freigabetaste der vorher
unterbliebene Kassengang ausgelöst werden.