DE44995C - Neuerung an selbsttätigen Feuerlöscheinrichtungen - Google Patents
Neuerung an selbsttätigen FeuerlöscheinrichtungenInfo
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
- A62C—FIRE-FIGHTING
- A62C35/00—Permanently-installed equipment
- A62C35/58—Pipe-line systems
- A62C35/64—Pipe-line systems pressurised
- A62C35/645—Pipe-line systems pressurised with compressed gas in pipework
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Februar 1887 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Feuerlöscheinrichtung für Gebäulichkeiten,
bei welcher durch die Räume der letzteren Leitungen sich verzweigen, die mit leicht abschmelzbarem
Verschlufs versehene Ausspritzöffnungen tragen und. unter leichtem Luft- oder Gasdruck, welcher schwächer ist als der Druck
in den Hauptwasserleitungsröhren, stehen, um unter normalen Zuständen die. Wasserzufuhr
abgesperrt zu halten. Die Erfindung besteht nun darin, diese Absperrung ohne Beihülfe
von Zwischenmechanismen direct von dem schwächeren Luft- oder Gasdruck bewirken zu
lassen,.
Die hierzu dienende Einrichtung ist auf der Zeichnung in drei Ausführungen dargestellt.
Es bedeutet 3 das Wasserzuleitungsrohr und 1 die sich verzweigende Löschleitung mit den
Ausspritzöffnungen 2, welche sich beim Auftreten abnormaler Temperaturerhöhung in ihrer
Nähe selbsttätig durch das Ausschmelzen ihres aus leicht schmelzbarer Metalllegirung hergestellten
Verschlusses öffnen.
In der Ausführung Fig. 1 ist zwischen den beiden Leitungen 3 und 1 ein Gehäuse 4 eingeschaltet,
welches mittelst des den Luft-oder Gasdruck aufnehmenden Ventils 6 und des von
diesem regierten Ventils 5 gegen die Wasserleitung 3 abgesperrt ist. Das Ventil 6 ist bezüglich
seiner Fläche nur so viel gröfser als das Ventil 5, dafs die Verschiedenheit des
Druckes in beiden Leitungen mehr als ausgeglichen wird. Damit in der Kammer 4 beständig
ein geringerer Druck als in der Löschleitung ι herrsche — am zweckmäfsigsten
Atmosphärendruck — ist von besagter Kammer eine Abtropfröhre 8 abgezweigt, so dafs, wenn
die Ventile nicht dicht schliefsen, die geringe Menge des durchgelassenen Wassers sofort
wieder austreten kann. Die Abtropfröhre 8 wird sehr zweckmäfsig. mit einem Absperrventil
cj ausgerüstet, welches dieselbe schliefst, sobald durch Oeffhung des Ventils 5^ (infolge
Abschmelzens von. Verschlüssen auf 2) eine gröfsere Druckvermehrung stattfindet. Hierzu
besteht das Ventil 9,. Fig. 6, aus einer unter normalen Umständen auf Ansätzen 1 1 aufliegenden
und vertical geführten Scheibe 1.0, welche zwischen sich und der Rohrwand eine
ringförmige Oeffnung bestehen läfst, bei Erhöhung des Druckes aber schliefslich gegen
einen oberhalb gelegenen Sitz 1 2 geprefst wird.
Vom unteren Theile der Vertheilungsleitung 1 zweigt seitlich ein Rohr 1 3 ab mit dem Manometer
16 zur Beobachtung des Druckes in 1, dem Stutzen 27 zum Anschliefsen der Luftoder
Gaspumpe und dem Hahn 14 zur Regulirung des Wasserstandes in 1. Eine mit
Hahn 18 versehene Nebenleitung 17 ermöglicht die Füllung der Kammer 4 mit Wasser.
Entweicht infolge Abschmelzens von Verschlüssen 2 Luft- oder Gasdruck aus 1, so
wird das Ventil 6 entlastet und das Ventil 5 kann nun vom Wasserdruck in 3 gehoben
werden. Wasser strömt durch 4 nach 1 und ergiefst sich durch die geöffneten Verschlüsse 2.
Um das Zurückfallen des einmal gelüfteten Ventils 6 auf seinen Sitz zu verhindern, ist
eine Feder 19 vorgesehen, welche bei normalen Zuständen gegen einen vom Ventil herabhängenden
Stiel 20 anliegt und, wenn das Ventil genügend gehoben ist, zwischen diesem
Stiel und einem unterhalb angeordneten Stift 2 1 einschnappt. Um das Ventil wieder zu schliefsen,
löst man den Schraubenpfropfen 22 und drückt die Feder 19 bei Seite, bei welcher Gelegenheit
man dann auch die Reinigung der Kammer vornehmen kann.
Vom Ventil 6 tritt ferner durch eine entsprechende Oeffnung in der Unterseite des Gehäuses
4 ein Stift 23 nach aufsen und durch einen Ring 24, der mittelst Drahtes 25 einen
Alarmapparat gespannt hält und letzteren beim Lüften des Ventils infolge Mitnehmens des
Ringes 24 auslöst.
Anstatt, wie dargestellt, durch Stiel 71 könnte
man die beiden Ventile auch anders mit einander verbinden.
Bei der Ausführung Fig. 2 wirkt der Luftbezw.
Gasdruck aus 1 auf die hintere Fläche eines in der durch Ventil 5 gegen die Wasserzuleitung 3 und durch Ventil 51 gegen die
Vertheilungsleitung 1 abgesperrten Kammer 4 angeordneten Diaphragmas 61 durch das mit
dem Rohr 19 verbundene Rohr 15. Die Kammer
4 ist auf beiden Seiten des Diaphragmas mit Wasser gefüllt und communicirt ihr vor
dem Diaphragma gelegener Theil durch die wie oben mit Absperrventil 9 versehene .Abtropfröhre
8 mit der Atmosphäre. Giebt infolge der Oeffnung von Verschlüssen 2, Fig. 3, der
Luft- bezw. Gasdruck in 1 nach, so weicht durch Entlastung des Diaphragmas 61 das
Ventil 5 dem Wasserdruck, Wasser strömt nach 4, lüftet das Ventil 51, fliefst durch dieses
nach ι und ergiefst sich durch die geöffneten Verschlüsse 2, Fig. 3.
Bei der in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführung dient das die Kammer 4 abtheilende
Diaphragma 62 einem Ventil 7 als Sitz, mit welchem das die Wasserleitung sperrende Ventil
5 verbunden ist. Entweicht Luft- bezw. Gasdruck, so gestattet die Entlastung des Diaphragmas
62 und Ventils 7 dem Wasserdruck, das Ventil 5 zu lüften, wobei dieses das Ventil
7 hebt, bis es mit einer Schulter am Stiel 30 gegen den FührungsbUgel 31 anläuft und nun
stillsteht, während das Diaphragma sich unter Führung mittelst der Bügel 32 und 33 weiter
hebt und so die Abflufsöffnung zwischen sich und 7 herstellt. Die Auslösung des Contactes
für die Meldevorrichtung geschieht durch den Bügel 33. Diese Einrichtung ermöglicht einen
sehr genauen Schlufs der Ventile. Das Ventil 7 kann hier so klein gemacht werden, als sich
mit der zu liefernden Wassermenge verträgt, da seine Druckfläche durch die des Diaphragmas
vermehrt wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Feuerlöscheinrichtungen, bei welchen Wasserleitungsröhren mit leicht schmelzbaren Verschlüssen in den zu schützenden Räumen vertheilt sind, die Anordnung der mit Wasser gefüllten, mit der Atmosphäre communicirenden Kammer 4, welche zur Uebertragung des unter normalen Verhältnissen in den Vertheilungsröhren erhaltenen schwächeren Luft- oder Gasdruckes auf das unter stärkerem Drucke stehende Wasserzuflufsventil das mit letzterem verbundene Ventil 6 (Fig. 1) oder'ein mit jenem combinirtes Diaphragma (Fig. 2 und 3) öder ein Diaphragma als Ventilsitz und das Doppelventil 5 und 7 (Fig. 4 und 5) enthält. \-Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44995C true DE44995C (de) |
Family
ID=320188
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44995D Expired - Lifetime DE44995C (de) | Neuerung an selbsttätigen Feuerlöscheinrichtungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44995C (de) |
-
0
- DE DENDAT44995D patent/DE44995C/de not_active Expired - Lifetime
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