DE47340C - - Google Patents
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- DE47340C DE47340C DENDAT47340D DE47340DA DE47340C DE 47340 C DE47340 C DE 47340C DE NDAT47340 D DENDAT47340 D DE NDAT47340D DE 47340D A DE47340D A DE 47340DA DE 47340 C DE47340 C DE 47340C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K21/00—Fluid-delivery valves, e.g. self-closing valves
- F16K21/04—Self-closing valves, i.e. closing automatically after operation
- F16K21/06—Self-closing valves, i.e. closing automatically after operation in which the closing movement, either retarded or not, starts immediately after opening
- F16K21/10—Self-closing valves, i.e. closing automatically after operation in which the closing movement, either retarded or not, starts immediately after opening with hydraulic brake cylinder acting on the closure member
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Mechanically-Actuated Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Absperrventil mit drosselnder Umhüllungskappe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. August 1888 ab.
Das in einem Gehäuse A untergebrachte Ventil B ist mit einer auf dem Ventilsitz a
ruhenden Dichtungsscheibe b und einem durch die Austrittsöffhung der Flüssigkeit sich erstreckenden
Stiel B1 ausgestattet, Fig. 1 bis 3; dasselbe hat aufserdem eine obere Scheibe B2
und ein Gewinde nebst Mutter BB erhalten,
Fig. 6. Ueber dieses Ventil B ist eine Kappe C, Fig. 5, in der Weise gestülpt, dafs ihr unterer
Rand sich dicht auf die ringförmige Fläche as
legt, welche den Sitz α des Ventils B umgiebt. Auf diese Weise wird der Flüssigkeit
freier Zutritt zu dem Ventil B nur dann gestattet, wenn die Kappe C gehoben ist. Diese
Kappe C, deren Obertheil so hoch über der Scheibe B2 liegt, dafs eine Kammer E entsteht,
ist mit einem Absatz C1 versehen, gegen welchen das Ventil sich in einer Zwischenlage
bei seiner Bewegung lehnt, um die Kappe zu heben, wenn das Ventil vollständig gehoben
wird; es kann jedoch auch die Mutter JB8 des Ventils dazu dienen, die Kappe zu heben. Die
Scheibe 52 hat einen Ansatz bl erhalten, welcher
ein einseitiges Heben der Kappe C veranlafst und hierdurch bewirkt, dafs sie beim
Senken sich allmälig und ruhig auf ihren Sitz niederläfst, indem der Rand des offenen Endes
derselben auf der einen Seite des Sitzes früher anlangt. Kleine Löcher c in der Seitenwandung
der Kappe C können die Flüssigkeit in das Innere derselben eintreten lassen. Diese
Löcher befinden sich am besten in einer solchen Stellung zu dem Ventil, dafs sie beim
Heben des letzteren vollständig geöffnet, beim Senken dagegen ganz oder theilweise durch
den Umfang der Scheibe S2 geschlossen sind.
Um der Kappe C gegen die einströmende Flüssigkeit eine Stütze zu geben, ist gegenüber
dem Zuflufsrohr ein Ansatz /, Fig. 2 und 3, angebracht; auch ist der Deckel A2 des Ventilgehäuses
entsprechend ausgehöhlt, so dafs die Kappe C sich vollkommen frei auf- und abwärts
bewegen kann.
Den unteren Theil des Ventilgehäuses A umschliefst
das Ablaufrohr Z), in dessen Innern ein Kreuz F1, Fig. 8 und 9, angebracht ist.
In letzterem befindet sich ein Schraubenbolzen F, dessen oberes Ende in den Stiel B1
des Ventils B greift, um dieses zu heben, wenn das Rohr auf dem Stutzen A1 aufwärts
bewegt wird. Zu dem Zwecke ist das untere Ende des Ventilstieles B1 bei f, Fig. 6 und 7,
mit einer Ausnehmung versehen, um das Ende /2 der Schraube F aufzunehmen. Das
Rohr Z) ist derart angebracht, dafs es auf dem Stutzen .A1 des Ventilgehäuses A gleiten kann.
Ferner hat das Rohr D eine vorspringende Leiste D1, Fig. 1, erhalten, unter welche ein
mit dem Ventilgehäuse A bei K drehbar verbundener Hebel / greift. Dreht man nun das
obere Ende dieses Hebels rückwärts, so wird das Rohr Z) und mit diesem das Ventil B gehoben.
Ein nach hinten und unten reichender Arm J ist mit dem Hebel verbunden und
dient als Anschlag, um die Bewegung der Theile zu begrenzen, indem er einerseits bei J1,
Fig. 2, gegen eine Leiste an der Kappe stöfst, wenn sich der Hebel in seiner vorderen Stellung
befindet, und andererseits, bei /2, Fig. 3,
gegen das Rohr m, wenn der Hebel zurück-
gelegt ist. Die Leiste jD1 des Rohres D ist an
der Stelle ausgeschnitten, wo sich der Drehzapfen K für den Hebel befindet. Mittelst
der Schraube F kann die Lage" des Ventils B gegen das Rohr D so eingestellt werden, dafs
das Ventil gut auf seinem Sitz ruht und durch jede Bewegung des Rohres sofort gehoben
wird. Diese Einstellung kann jederzeit vorgenommen werden,' ohne dafs man das Wasser
oder die Flüssigkeit absperren und den Hahn zerlegen müfste, indem man einen Schraubenschlüssel
durch das Rohr D steckt.
Sobald man den Hebel / zurückdrückt, wird das Rohr D aufwärts bewegt und hiermit auch
das Kreuz F1 und der Schraubenbolzen F, wodurch das Ventil B gehoben wird. Während
des ersten Theiles der Aufwärtsbewegung schliefst das Ventil die Kammer E zwischen der Platte B2
und dem oberen Theil der Kappe C, während der untere Rand der letzteren auf dem Sitz
verbleibt. Die Flüssigkeit fliefst dann durch die Oeffnungen c und tritt durch das Rohr D
in glattem Strahl mit geringer Kraft aus, wie grofs der Druck im Rohr m auch sein möge,
da der Druck durch die kleinen Oeffnungen c der Kappe C verringert wird. Die weitere
Aufwärtsbewegung des Ventils B hebt die Kappe C von ihrem Sitz ab, wodurch der
Flüssigkeit gestattet wird, unmittelbar in den Stutzen A1 zu gelangen. Auf diese Weise erhält
man einen Strahl von voller Kraft. Bei der vorliegenden Anordnung kann somit ein Strahl
von zwei verschiedenen Stärkegraden hervorgerufen werden, so dafs man ohne Schwierigkeit
bei Wasserleitungen mit hohem Druck ein Trinkglas ohne Ausschleudern der Flüssigkeit
füllen, andererseits aber auch nach Wunsch eine gröfsere Menge Wasser ausfliefsen lassen
kann. Die Verschiedenheit in der Kraft, welche an dem Hebel / ausgeübt werden mufs, um
das Ventil von seinem Sitz abzuheben, und welche erforderlich ist, um die Kappe C von
ihrem Sitz abzuheben, ist hinreichend merklich, um die beiden Stellungen des Hebels erkennen
zu lassen, so dafs Jedermann die Handhabung des Ventils behufs Erzielung eines schwachen oder starken Strahles . nach dem
ersten Versuche begreift, wenn auch kein die Stellung angebender Zeiger am Hebel angebracht
ist. So lange nun der Hebel I zurückgebogen ist, bleibt das Ventil offen; läfst man
den Hebel los, so fällt die Kappe C auf ihren Sitz und sperrt dadurch den Wasserzuflufs
zum Ventil B zum grofsen Theil ab, während das Ventil noch dadurch von seinem Sitz abgehalten
wird, dafs in der Kammer E sich eine Luftverdünnung bildet und eine Saugwirkung
eintritt. Dies dauert so lange, bis die Flüssigkeit durch den engen, ringförmigen Raum
zwischen der Scheibe B2 und der Seitenwandung der Kappe allmälig in diese Kammer
eingedrungen ist, wodurch die Bewegung des Ventils um etwa ι bis 12 Secunden verzögert
wird, so dafs sich dasselbe ruhig auf seinen Sitz niederlässt und das Wasser allmälig absperrt.
Hierdurch werden Stöfse in den Röhren und andere bei raschschliefsenden Ventilen auftretende
Uebelstände vermieden. Die Zeit, um welche die Schliefsung des Ventils verzögert
wird, hängt ferner in hohem Grade von dem Raum zwischen der Scheibe S2 und der
Kappe C und einigermafsen auch von der Gröfse der Oeffnungen c ab. Je gröfser der
Raum ist, desto weniger Zeit ist zum Schliefsen des Ventils erforderlich, und umgekehrt. Bei
Ventilen für sehr starken Flüssigkeitsdruck sollte daher die Scheibe B2 dichter in die
Kappe C passen und die Oeffnungen c kleiner sein als bei Ventilen für geringen Flüssigkeitsdruck.
Die langsame oder verzögerte Wirkung beim Schliefsen des Ventils wird selbstthä'tig
hervorgebracht; diese Wirkung kann durch die den Hahn benutzende Person nicht verhindert,
beschleunigt oder beeinflufst werden, da das Ventil von den zu seiner Bethätigung dienenden
Vorrichtungen getrennt ist.
Das dargestellte Ventil ist ein selbstschliefsendes. Es kann indefs dadurch zu einem nicht
selbstschliefsenden gemacht werden, dafs man eine Vorrichtung einschaltet, durch welche der
Hebel oder das bewegliche Rohr D in seiner Lage festgehalten wird, wenn das Ventil gehoben
ist.
Claims (3)
1. An einem Absperrventil die Anordnung einer umhüllenden Kappe C, welche den
am Ventil befestigten Kolben J32 gleichfalls umschliefst und mit Löchern so versehen
ist, dafs bei nicht vollständigem Anheben des Ventils der Durchflufs vermöge · der.
Löcher gedrosselt wird und nach Aufhören der auf Anheben des Ventils wirkenden Kraft der Abschlufs desselben allmälig
erfolgt.
2. Bei der unter 1. gekennzeichneten Ventilanordnung
die Verbindung des Ventilstieles mit einem das Anheben des Ventils bewirkenden Schraubenbolzen F in der Art,
dafs die Hubhöhe des Ventils verstellt werden kann.
3. Bei der durch 1. gekennzeichneten Ventilanordnung
die Ausstattung des Kolbens B2 mit einem seitlichen Ansatz b1, um ein
allmäliges Niederlassen der Kappe C auf ihren Sitz zu bewirken.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47340C true DE47340C (de) |
Family
ID=322386
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT47340D Active DE47340C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47340C (de) |
-
0
- DE DENDAT47340D patent/DE47340C/de active Active
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