DE45155C - Selbstschliefsende Ventile an Wasserstandszeigern - Google Patents

Selbstschliefsende Ventile an Wasserstandszeigern

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DE45155C
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Germany
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valve
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Application number
DENDAT45155D
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J. CHR. BRAUN in Nürnberg
Publication of DE45155C publication Critical patent/DE45155C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B37/00Component parts or details of steam boilers
    • F22B37/78Adaptations or mounting of level indicators

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Lift Valve (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die in Fig. 1 und 2 an einem Wasserstandszeiger dargestellte Vorrichtung zum Selbstschlufs beim Zerspringen des Wasserstandsglases ist folgendermafsen angeordnet:
i. Für den oberen Wasserstandskopf.
An einer Stange a, welche durch die Stopfbüchse der Verschlufsschraube geht, ist das mit einem Bügel versehene Ventil b mittelst dieses Bügels aufgehängt. Die Stange α trägt zu diesem Zwecke an ihrem unteren Ende eine Hülse c mit einem vorspringenden Rand, auf welchen sich eine Schraubenfeder d stützt. Auf dieser Feder ruht mittelst des oben durch-■ bohrten Bügels das Ventil b. Während nun der Druck von der Kesselseite und im Wässerstandsglas der gleiche ist, hält die Feder d das Ventil b schwebend über der Sitzfläche e, so dafs Dampf oder Wasser ungehindert nach dem Glas kommen kann. Zerspringt aber das Wasserstandsglas, so wirkt der Ueberdruck auf die obere Ventilfläche, spannt die Feder und drückt das Ventil auf seinen Sitz, wodurch der Abschlufs erreicht ist. Die Bügelconstruction des Ventils ermöglicht auch das Durchstofsen des Wasserstandskanals während des Betriebes, und der Bügel ist deshalb noch seitlich zwischen je zwei Leisten f, welche innerhalb des Wasserstandskopfes angegossen sind, geführt, um eine Drehung des Ventils zu verhindern.
Die Stange α endigt oben mit einem einseitigen, schlitzförmigen Auge, welches für das Excenter g eine nur um Geringes gröfsere als halbe Umdrehung ermöglicht. Das Excenter ist in dem an der Stopfbüchsenschraube befestigten Bügel h gelagert und kann mittelst des Hebels i gedreht werden. Mit Hülfe dieser Vorrichtung läfst sich die Stange α bei der Stellung des Excenters g etwas über dem unteren todten Punkt (nach der kurzen Seite des Schlitzes zu) in ihrer nahezu tiefsten Stellung festhalten; es ist dies deshalb nöthig, weil sonst die Stange α durch den auf ihr unteres Ende wirkenden Dampfdruck allmälig in die Höhe geschoben würde und beim Zerspringen eines Glases das Ventil b dann am schnellen Schlufs verhindert würde. Da nämlich der Bügel des Ventils dann auf dem oberen Rande der Hülse c aufsitzt, ehe das Ventil seine Dichtungsfläche erreicht, so würde das Ventil die Stange α mitziehen und die unter Umständen bedeutende Reibung der Stopfbüchse überwinden müssen.
Die Vorrichtung ermöglicht ferner ein Anheben des Ventils b und ein Festhalten desselben von aufsen in der nahezu höchsten Stellung, weil mit dem Heben der Stange a das Ventil durch den oberen Rand der Hülse c mitgenommen wird. Es ist dies nothwendig, weil erstens nach dem Einsetzen eines neuen Glases beim Oeffhen des Wasserstandshahnes das Ventil sich ebenfalls infolge der Druckdifferenz zwischen Glas und Kessel schliefsen und auch geschlossen bleiben würde, und zweitens ein Ausblasen des oberen Hahnes sowie des Glases aus gleichem Grunde unmöglich wäre. Ein selbsttätiges Drehen des Excenters ist ausgeschlossen, weil der einseitige Schlitz in der Stange dem Excenter g wohl etwas über den oberen und unteren todten Punkt hinauszugehen erlaubt, dann aber ein Zurückgehen um so sicherer verhindert. Die Stellung
des Hebels i läfst jederzeit die Stellung der Stange α leicht erkennen. Das Ventil, sowie die ganze Vorrichtung kann durch Herausschrauben der Verschlufsschraube (Stopf büchsenschraube) vom Wasserstandszeiger weggenommen werden, ohne denselben demontiren zu müssen. Die Vorrichtung zum Heben und Senken der Stange α von aufsen und deren Feststellung kann auch anders ausgeführt werden, etwa wie Fig. 3 zeigt, mit Hebel und Zugstange zum Heben und Senken, sowie mit Steckstiften, Schnappfeder u. s. w. zum Feststellen, oder auch nach Fig. 2 mit Gewinde ρ an Stange a und in der unteren Führung der Stopfbüchsenmutter.
2. Für den unteren Wasserstandskopf. An dem Gewindezapfen des Ablafshahnes ist, in den Wasserstandskopf hineinragend, ein Bügel k angebracht, der oben eine geschlossene Führung für das Ventil I trägt. Das Ventil / sitzt während des Betriebes mit seiner unteren konischen Sitzfläche auf dem Rand der Führung k und verhindert dadurch das Eindringen von Kesselwasser in dieselbe und die dadurch etwa entstehende Ablagerung von Kesselstein darin, wodurch die Wirkung des Ventils in Frage gestellt werden könnte. Beim Zerspringen des Glases hebt der Dampfdruck das Ventil / und drückt es gegen seinen oberen Sitz, wodurch der Abschlufs erreicht ist. Der Bügel ist wieder so angeordnet, dafs jederzeit das Durchstofsen der Wasserstandskanäle nach dem Kessel zu möglich ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich. Durch Abschrauben des Ablafshahnes wird mit demselben das Selbstschlufsventil herausgenommen und dasselbe kann dann, wenn nöthig, gereinigt werden.

Claims (1)

Patent-Ansprüche:
1. Ein zum Selbstschlufs dienendes, zum Zwecke des ermöglichten Durchstofsens mit Aufhängebügel versehenes, im oberen Wasserstandskopf seitlich geführtes Ventil, welches mit dem Bügel auf einer Feder ruht, dadurch schwebend über seinem Sitz, der im oberen Wasserstandskörper eingedreht ist, gehalten wird, und welches Ventil von aufsen in seiner oberen Stellung nach Bedarf festgehalten oder von seinem Sitz abgehoben werden kann, und zwar mit Hülfe einer nicht in fester Verbindung mit dem Ventil befindlichen Spindel oder Stange, an welcher sich am unteren Ende auf einer Hülse die Feder zum Tragen des Ventils befindet, und welche, durch eine Stopfbüchse an der oberen Verschlufsschraube gehend, am anderen Ende mit der Hebevorrichtung geeignet verbunden ist. Die Anordnung der Hebe- oder Lösevorrichtung:
a) als Excenter, welches in einem Schlitz oder Auge am äufseren Ende der Hubstange so weit bewegt werden kann, dafs Selbstfeststellung erfolgt;
b) als Hebel, welcher durch Steckstifte, Schnappfeder oder eine sonstige Arretirung in gewünschter Lage gehalten wird;
c) in der Weise, dafs man die massive Hubstange nach Patent - Anspruch 1. mit Gewinde versieht, zu welchem die Stopfbüchsenschraube die Mutter bildet, so dafs man durch Drehung der Stange die gewünschte Stellung erreicht.
Die Anordnung der Hebevorrichtung, derart, dafs mit dem Herausschrauben der Stopfbüchsenschraube diese Vorrichtung, sowie das Ventil herausgenommen werden können.
Die Construction des unteren Ventils mit zwei gegenüberliegenden Sitzflächen und unten geschlossener Ventilführung, so dafs die obere Sitzfläche für den Abschlufs des Glases dient, während die untere bei offenem Ventil auf dem oberen Rand der Führung abdichtet, damit kein Kesselwasser in die Führung gelangen kann.
Die Anwendung vorstehend beschriebener Construction für selbstschliefsende Ventile an Wasserstandszeigern aller Art.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT45155D Selbstschliefsende Ventile an Wasserstandszeigern Expired - Lifetime DE45155C (de)

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