DE288942C - - Google Patents

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DE288942C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03BINSTALLATIONS OR METHODS FOR OBTAINING, COLLECTING, OR DISTRIBUTING WATER
    • E03B9/00Methods or installations for drawing-off water
    • E03B9/02Hydrants; Arrangements of valves therein; Keys for hydrants
    • E03B9/14Draining devices for hydrants

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Lift Valve (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Wasserpfosten, bei welchem der Wasserzufluß in eine Kammer am unteren Teil des Pfostens mündet, die durch ein unteres und ein oberes Ventil verschlossen wird. Die Spindel zur Bewegung der Ventile besitzt in gleichfalls bekannter Weise am unteren Ende noch ein kleines Ventil, welches eine Entleerungsöffnung steuert, die bei Schluß der Hauptventile das
ίο Auslaufen des in der Säule zurückgebliebenen Wassers in eine den Pfosten umgebende Schotterschicht o. dgl. gestattet.
Gemäß der Erfindung sollen die beiden Hauptventile gegenläufig ausgebildet werden, wodurch die Ventilbewegung — da sich beim Öffnen und Schließen Druck und Gegendruck aufheben — wesentlich erleichtert wird, so daß man unter Voraussetzung des gleichen Kraftaufwandes erheblich größere Ventilquerschnitte benutzen kann. Es ist dies wichtig, um beispielsweise für Feuerlöschzwecke größere Leistungen der Wasserpfosten zu erzielen.
Die Anordnung der an sich bekannten gegenläufigen Ventile machen für Wasserpfosten Schwierigkeiten, weil mit der Ventilspindel, wie schon erwähnt, noch ein drittes kleineres Leerlaufventil zu bewegen ist.
Nach der Erfindung ist diese Schwierigkeit dadurch überwunden, daß von den beiden Hauptventilen das eine als Doppelventil und das andere als Kolbenventil ausgebildet ist, wobei diese Ventile durch eine Schraubenspindel in der Weise gegenläufig bewegt werden, daß abwechselnd das Tellerventil und das Entleerungsventil als Stütze für die Spindelbewegung dienen.
Dabei kann sich die Spindel mit ihren Gewindeteilen durch beide Hauptventile hindurchbewegen, so daß sie zunächst das eine Ventil schließt und dieses dann als Widerlager für den vollständigen Schluß des anderen Ventils benutzt. Dabei ermöglicht die Ausbildung des einen Hauptventils als Kolbenventil der Spindel, auch, nachdem der tatsächliche Abschluß der Wasserzuleitung schon erfolgt ist, noch eine weitere Bewegung, welche das öffnen des Entleerungsventils bewirkt. Umgekehrt führt die Drelrang der Spindel, welche das Entleerungsventil schließt, zwar bereits eine Bewegung des einen kolbenförmigen Hauptventils herbei; der Verschluß wird aber erst aufgehoben, wenn das Kolbenventil aus seiner Zylinderführung heraustritt, und dann ist das Entleerungsventil bereits verschlossen, so daß die Spindel bei der nunmehr erfolgenden gleichzeitigen Öffnung beider Hauptventile auf dem Entleerungsventil eine Stütze findet.
Ein Ausführungsbeispiel des neuen Wasserpfostens ist auf der Zeichnung in zwei gegeneinander um 90 ° verdrehten senkrechten Schnitten dargestellt.
Unterhalb der Säule α befindet sich die Ventilkammer b, in welche seitlich der Zuleitungstutzen c einmündet, demgegenüber um die Ventile herum ein Umlauf e angebracht ist. Die beiden Ventile f und g sowie die zu-
gehörigen .Sitze f1 und g1 sind insofern verschiedenartig ausgebildet, als das untere Ventil g sich als Kegel- oder Tellerventil von oben auf den Sitz g1 aufsetzt, während das Ventil f als Kolbenventil ausgebildet ist und in den zylindrischen Sitz f1 hineinbewegt werden kann.
Beide Ventile werden durch die Spindel h mit Rechtsgewinde h1 und Linksgewinde h2 bewegt, wobei sie sich mit rohrartigen Ansätzen h3 aufeinander führen. Die gegenseitige Drehung der Ventile wird durch einen am Ventilkegel g sitzenden Führungsarm hl verhindert, der in eine Führungshülse hB des oberen Ventils f eingreift (Fig. 1). Am oberen Ventil· wird zweckmäßig zwischen der Büchse i und der Führungshülse i1 noch eine Keilführung, die der Einfachheit wegen nicht dargestellt ist, angebracht, um die Drehung der Ventile gegenüber der Spindel auszuschließen.
Am unteren Ende der Spindel k sitzt ein kleines Ventil k, welches die Entleerungsöffnung m steuert. Fig. 1 zeigt den Wasserpfosten geschlossen. Das obere Ventil f ist um ein gewisses Stück bis zum Sitzansatz in die Zylinderbohrung f1 eingetreten, das untere Ventil g ruht auf seinem Sitze g1 fest auf, das Hilfsventil k ist offen. Wird nun zur Öffnung die Spindel h linksherum gedreht, so schraubt sie sich mit dem Linksgewinde h2 zunächst durch das auf seinem Sitz infolge der Gestängebelastung festbleibende Ventil g hindurch, bis das Hilfsventil k zum Aufsitzen kommt. Inzwischen schraubt das Rechtsgewinde h1 das obere Ventil f herunter, wobei sich dieses zunächst in der zylindrischen Bohrung f1 bewegt und den Durchfluß noch nicht freigibt.
Sind die Abmessungen nun so getroffen, daß kurz vor dem Heraustreten des Ventils f aus der Bohrung f1 das Entleerungsventil k seinen Sitz erreicht hat, so bewegen sich bei weiterer Drehung der Spindel h die Ventile g und f gleichmäßig gegeneinander, bis sie in die Stellung der Fig. 2 gelangen.
Soll nun die Schließbewegung erfolgen, so wird die Spindel h rechtsherum gedreht. Die Spindel stützt sich dabei wiederum auf das Entleerungsventil k, und die Ventile g und f bewegen sich auseinander, bis das Ventil g seinen Sitz g1 erreicht und f bereits in den zylindrischen Sitz f1 eingetreten ist und den Wasserdurchfluß abgesperrt hat. Von diesem Augenblick an schraubt sich die Spindel mit dem Linksgewinde A2 aus dem festliegenden Ventil g heraus, zieht also das Entleerungsventil k von seinem Sitz in die Höhe, während sich das Ventil f in der Zylinderbohrung f1 weiterschiebt und in die Stellung der Fig. 1 zurückbegibt. Die Entleerungsöffnung wird also erst dann freigegeben, wenn die beiden Hauptventile geschlossen sind; sie ist bereits geschlossen, sobald die Hauptventile geöffnet werden. Hierdurch werden Druckwasserverluste, Straßenunterspülungeu und deren Folgen vermieden.
Löst man den Führungskopf i, der mit dem Ventilsitz f1 ein Stück bildet, so kann der ganze Apparat nach oben durch die Säule herausgezogen werden.
Die Einrichtung des einerseits sich auf einen Sitz aufsetzenden Tellerventils g und des andererseits in eine zylindrische Bohrung eintretenden Kolbenventils f wie auch die gegenläufige Bewegung dieser Ventile vereinfacht die Ausführung der Einrichtung insofern erheblich, als man den bei bekannten Doppelventilen erforderlichen genauen Abstand der Ventilkörper nicht einzuhalten braucht. Für den Betrieb ist diese Anordnung deswegen besonders wertvoll, als durch die nicht fest begrenzte Länge des Ventilabstandes ungleiche Dehnungen zwischen Ventilkammer und Ventilträger ohne weiteres ausgeglichen werden.
Die Einrichtung kann in Abänderung der Zeichnung auch so abgeändert werden, daß die Ventile die Kammer von außen verschließen, wobei dann das obere Ventil als Tellerventil und das untere als Kolbenventil ausgebildet werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Wasserpfosten mit zwei eine Zuflußkammer steuernden, durch eine Spindel bewegten Ventilen und Entleerungsventil an der 95 Spindel, dadurch gekennzeichnet, daß von den beiden Kammerventilen das eine als Tellerventil (g), das andere als Kolbenventil (f) ausgebildet ist, und daß diese Ventile durch eine Schraubenspindel (A) in der Weise gegenläufig bewegt werden, daß abwechselnd das Tellerventil (g) und das Entleerungsventil (k) als Stütze für die Spindelbewegung dienen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1196584B (de) * 1957-09-26 1965-07-08 Ver Armaturen Gmbh Doppelt absperrbarer Wasserpfosten
DE1207297B (de) * 1961-04-13 1965-12-16 Doering G M B H Vorrichtung zum Entleeren eines abgesperrten Wasserpfostens
DE102007017377A1 (de) * 2007-04-12 2008-10-16 Hawle Armaturen Gmbh Hydrant-Entleerungssystem

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DE102007017377A1 (de) * 2007-04-12 2008-10-16 Hawle Armaturen Gmbh Hydrant-Entleerungssystem
DE102007017377B4 (de) * 2007-04-12 2009-04-30 Hawle Armaturen Gmbh Hydrant-Entleerungssystem

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