DE23613C - Vorrichtung für Dampfkessel zur Einführung des Speisewassers in dünner Schicht - Google Patents
Vorrichtung für Dampfkessel zur Einführung des Speisewassers in dünner SchichtInfo
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- F22B27/00—Instantaneous or flash steam boilers
- F22B27/16—Instantaneous or flash steam boilers involving spray nozzles for sprinkling or injecting water particles on to or into hot heat-exchange elements, e.g. into tubes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Gegenstand dieses Patentes ist die Anordnung und Construction von Ventilen, welche sich an
dem unteren, in den zu speisenden Kessel hineinragenden Ende desjenigen Rohres befinden,
das mit der Speisewasserleitung in Verbindung steht. Dieses Ventil öffnet sich unter
dem durch die Speisepumpe oder den Injector ausgeübten Druck, spritzt das Wasser, fein zertheilt,
in den Dampfraum des Kessels und schliefst sich selbstthätig, sobald der Wasserdruck
aufhört.
Der Zweck der Neuerung ist, diese Art Ventile möglichst gedrängt auszuführen, so dafs
sie sich in einem beschränkten Raum anbringen lassen; gleichzeitig aber die Wirkung dieser
Ventile so zuverlässig zu machen, dafs sie auch unter ungünstigen Verhältnissen nicht versagen.
Die Ventile sind ferner so gebaut, dafs sie im Gebrauch bequem und praktisch sind.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι ein Theil eines mit dem neuen Einspritzventil
versehenen Kessels im Aufrifs, theilweise im Schnitt;
Fig. 2 das Ventil im Verticalschnitt in gröfserem Mafsstabe;
Fig. 3, 4 und 5 sind Horizontalschnitte in
vergröfsertem Mafsstabe nach x-x, y-y und z-z, Yig. 2;
Fig. 6 ist eine andere Construction eines Ventils im Verticalschnitt;
Fig. 7 dasselbe im Schnitt nach x-x, Fig. 6, und
Fig. 8 der Horizontalschnitt desselben nach y-y,
Fig. 6.
A ist das Kesselblech eines auf beliebige Art
construirten Kessels, B das Ventilgehäuse, b ein auf dem unteren Theil dieses Gehäuses angebrachtes
Gewinde, mit welchem das Gehäuse in den auf dem Kessel befestigten Flantsch E
eingeschraubt wird. Durch- die Mutter e1 wird
ein dampfdichter Schlufs hergestellt. Wie aus Fig. ι und 2 ersichtlich, findet die Einströmung
des Wassers in das Gehäuse von der Seite statt und ein Gewinde auf dem Abzweigrohr d dient
zur Verbindung mit der von der Pumpe oder dem Injector kommenden Leitung.
Das Ventil F ist kegelförmig und legt sich gegen den Sitz/ am unteren Rand des Gehäuses.
/' ist die Ventilstange, welche nach aufwärts durch das Ventilgehäuse geht und
unten in demselben durch die gewundenen Flügel/2 geführt wird, die mit ihren Rändern
an der inneren Wand des Gehäuses anliegen. Gleichzeitig haben diese Flügel den Zweck, das
Ventil bei jedem Hub zu drehen, um die Auflage des Ventils zu verändern. Der obere
Theil der Ventilstange/1 wird in dem Steg g der Schlufskappe G des oberen erweiterten
Theiles des Ventilgehäuses geführt.
Der Schlufs des Ventils, wird durch die Schraubenfeder h bewirkt. Dieselbe ' legt sich
unten auf die Scheidewand H unmittelbar über dem Zweigrohr d und drückt oben gegen die
untere Fläche einer an der Ventilstange/1 befestigten Scheibe J. Durch die letztere wird,
indem sie sich auf den nach innen vorspringenden Rand/ des erweiterten Theiles des Ge-
häuses auflegt, die abwärts gehende Bewegung, d. h. der Hub des Ventils, begrenzt. Die
Scheibe J ist so auf der Stange/1 montirt, dafs das Ventil sich nur auf ein bestimmtes Mafs
öffnet, jeder unnöthigen Zusammendrückung der Feder h vorgebeugt wird und ein sofortiges Zurückbewegen
des Ventils auf seinen Sitz bei eintretendem Stillstand der Speisung erfolgen mufs. Damit das Wasser leicht durch die
Scheibe J durchströmen kann, mufs dieselbe durchbohrt sein; sie kann auch durch Arme
oder ein anderes, die Circulation des Wassers nicht hinderndes Stück ersetzt werden.
k ist ein dem Rohr.d gegenüber in der Scheidewand H befestigtes Rohr, welches die
Ventilstange umgiebt und den Zweck hat, den von der Seite durch d kommenden Druck des
Speisewassers von der Ventilstange abzuhalten und hierdurch die freie Bewegung des Ventils
zu sichern. Das Rohr k geht noch genügend hoch über die Scheidewand H hinaus, um dem
unteren Ende der Schraubenfeder h einen Halt gegen seitliche Verschiebung zu geben.
Nach Losschrauben der Mutter«1 und. der
Verbindungsschraube bei d kann das ganze Ventilgehäuse abgenommen werden. Dies ist
behufs Reinigung, namentlich bei unreinem Speisewasser, wichtig.
Das durch das Zweigrohr d in das Gehäuse B strömende Wasser drückt das Ventil F herab
und ergiefst sich in feinzertheiltem Zustande rings um das untere Ende des Gehäuses B in
den Dampfraum des Kessels, bis der Speiseapparat aufser Thätigkeit kommt. Alsdann
schliefst sich sofort das Ventil.
Die gewundenen Flügel /" erstrecken sich
über den vierten Theil des Umfangs des inneren Gehäuses, wodurch ein fortdauernder Wechsel
in den sich berührenden Flächen des Ventils und seines Sitzes herbeigeführt und ungleichmäfsige
Abnutzung sowie dadurch verursachte Undichtheit des Ventils vermieden wird.
Durch die Anordnung der Schraubenfeder im Innern des Gehäuses oberhalb des Ventils,
werden die bei den bisher üblichen Constructionen gebräuchlichen Theile, welche behufs Unterstützung
unterhalb des Ventils angebracht sind, unnöthig; der Apparat wird gedrängter und kann weniger leicht in Unordnung gerathen.
Bei der in Fig. 6, 7 und 8 dargestellten Construction befinden sich Einströmung und
Ausströmung in einer und derselben senkrechten Linie in dem Gehäuse B angeordnet. Infolge
dieser Anordnung eignet sich diese Construction für Dampfkessel, welche oben mit Mauerwerk
bedeckt sind, besser als die vorbeschriebene Construction mit seitlichem Anschlufs der
Wasserleitung.
Die Befestigung im Kessel wird vermittelst der in die Oeffnung / desselben eingesetzten
Hülse L mit innerem und äufserem Gewinde bewerkstelligt. Dieselbe hat aufsen den Flantsch P
und im Innern des Kessels die Gegenmutter P, durch welche mit Hülfe von Dichtungsmaterial
ein dampfdichter Verschlufs des Kessels erzielt wird. In das innere Gewinde m der Hülse L
wird der untere Theil des Rohres B eingeschraubt, so dafs letzteres hierdurch vom
Kessel leicht abnehmbar ist. Zugleich ist diese Befestigungsweise insofern zweckmäfsig, als durch
dieselbe die Kesselwand nicht durch Nietlöcher oder Schraubenlöcher verschwächt wird, wie es
bei der Construction Fig. 1 und 2 der Fall ist.
Am oberen Ende ist die Ventilstange in
einem Stege η des Gehäuses geführt. O ist ein
Bund auf dieser Stange unterhalb des Steges u und P ein zweiarmiger Hebel, auf dessen gabelförmigem
Ende / die Ventilstange mit dem Bunde O aufruht, während auf das Ende des
längeren Armes pl die Spiralschraubenfeder h
drückt. Dieser Hebel dreht sich auf den Zapfen der Schrauben r r, welche durch Gegenmuttern rx
in der Gehäusewand festgehalten sind. Das obere Ende der Feder wird durch die Stellschraube
ί mit der Gegenmutter s1 in der
Kappe S, welche in das Gehäuse eingeschraubt ist, gehalten. Durch diese Schraube kann die
Spannung der Feder regulirt werden, t ist eine Nase im Innern des Gehäuses B, durch welche
die aufwärts gehende Schwingung des langen Hebelarms/1 und der abwärts gerichtete Hub
des Ventils F begrenzt wird.
Bei der abwärts gehenden Bewegung der Ventilstange wird die Feder h so lange zusammengeprefst,
bis sich /] an die Nase t anlegt. Der Widerstand, den die Feder dem
Oeffnen des Ventils entgegensetzt, kann durch die Schraube ί so regulirt werden, dafs er dem
durch die Pumpe oder den Injector ausgeübten Druck entspricht, während der Hub des Ventils
immer der nämliche' bleibt und unabhängig von der Spannung der Feder h nur durch den
gröfseren oder kleineren Abstand der Nase t bedingt wird.
Nach Herausschrauben der Kappe 5 kann die Feder h leicht aus dem Gehäuse B herausgenommen
und durch eine neue ersetzt werden.
Claims (2)
1. Das Ventilgehäuse B mit seitlicher Einströmung
d, Fig. ι und 2, und mit der Ventilstange/1 des durch die Federt auf
den Sitz f am unteren Gehäuseende geprefsten Ventils F in Verbindung mit der
Scheibe_/ durch welche die nach abwärts
gerichtete Bewegung des Ventils begrenzt wird.
2. Das Ventilgehäuse B mit seitlicher Einströmung d, Fig. ι und 2, das Ventil F und
die Ventilstange/1 in Verbindung mit dem
Rohr k, durch welches die freie Bewegung der Ventilstange und des Ventils gegen den
seitlichen Druck des durch d einströmenden Speisewassers geschützt wird.
Die Verbindung des mit äufserem Gewinde m versehenen Ventilgehäuses B, Fig. 6 und 7, mit der Hülse L, die mit innerem und äufserem Gewinde, einem Flantsch I1 aufserhalb, und einer Mutter /3 innerhalb der Kesselwand versehen ist, und durch welche das Ventilgehäuse dampfdicht und leicht abnehmbar an dem Kessel befestigt ist, ohne die Kesselwand durch Schrauben oder Niete zu verschwächen.
Die Verbindung des mit äufserem Gewinde m versehenen Ventilgehäuses B, Fig. 6 und 7, mit der Hülse L, die mit innerem und äufserem Gewinde, einem Flantsch I1 aufserhalb, und einer Mutter /3 innerhalb der Kesselwand versehen ist, und durch welche das Ventilgehäuse dampfdicht und leicht abnehmbar an dem Kessel befestigt ist, ohne die Kesselwand durch Schrauben oder Niete zu verschwächen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE23613C true DE23613C (de) |
Family
ID=300157
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT23613D Active DE23613C (de) | Vorrichtung für Dampfkessel zur Einführung des Speisewassers in dünner Schicht |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE23613C (de) |
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- DE DENDAT23613D patent/DE23613C/de active Active
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