DE76466C - Selbstschliefsendes Ventil mit selbsttätiger Entlüftung der Leitung - Google Patents
Selbstschliefsendes Ventil mit selbsttätiger Entlüftung der LeitungInfo
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- DE76466C DE76466C DENDAT76466D DE76466DA DE76466C DE 76466 C DE76466 C DE 76466C DE NDAT76466 D DENDAT76466 D DE NDAT76466D DE 76466D A DE76466D A DE 76466DA DE 76466 C DE76466 C DE 76466C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K24/00—Devices, e.g. valves, for venting or aerating enclosures
- F16K24/04—Devices, e.g. valves, for venting or aerating enclosures for venting only
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Self-Closing Valves And Venting Or Aerating Valves (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
äfä*
KLASSE
ASSERLEITUNG.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. November 1893 ab.
Das vorliegende selbstthätige Abschlufs- und Entlüftungsventil bezweckt, bei Wasserleitungen
einer Wasserverschwendung, wie solche durch Offenlassen der Hähne oder Ventile vorkommt,
vorzubeugen, sowie ferner Unfälle, z. B. Ueberschwemmungen in Zimmern, Küchen oder anderen
Räumen, zu vermeiden. Das Ventil soll jedoch auch dem Zwecke dienen, die selbstthätige
Wasserentleerung und Entlüftung des betreffenden Rohrstranges zu bewerkstelligen,
sobald die Hauptleitung abgeschlossen ist.
Bei Hauswasserleitungen wird der Wasserabschlufs mit wenigen Ausnahmen durch
Schraubenventile oder durch Hähne bewirkt, die nach dem Oeffnen sich nicht selbstthätig
schliefsen. Wird das Schliefsen vergessen, während der Haupthahn geschlossen ist, so
fliefst, nachdem der letztere wieder geöffnet wird, oft sehr viel Wasser unbenutzt in den
Abflufskanal oder es tritt eine Ueberschwemmung ein, die neben einem Wasserverlust noch
Wasserschaden verursacht. Durch das vorliegende, selbstthätig ohne Rückstofs sich
schliefsende Ablafsventil sind diese Uebelstände beseitigt und es wird weiter erreicht, dafs beim
Abschlufs der Hauptleitung das in dem Rohrstrang befindliche Wasser abiliefst' und Luft in
denselben eintritt.
In der beiliegenden Zeichnung ist in den Fig. ι bis 3 das Ventil sammt Gehäuse und
Handrad abgebildet. Die Fig. 3 bis 6 zeigen eine andere Art eines selbstthätig abschliefsenden
Ventils, das jedoch nach demselben Princip wie das in Fig. 1 bis 3 abgebildete construirt
ist.
In dem Ventilgehäuse A ist ein Hohlventilkegel B gleitend gelagert, der mittels eines
Handrädchens durch Drehen desselben bethätigt wird. Der Hohlventilkegel B besteht aus zwei
Theilen B und C, zwischen welchen der eigentliche Abdichtring d, aus Leder, Gummi
oder dergleichen bestehend, mittels Zusammenschraubens der Theile C und B durch
Schraube c festgehalten ist. An der oberen Ventilkegelwand sind Oeffnungen in bekannter
Weise angebracht, durch welche nach Oeffnen des Ventils das Wasser aus dem Hohlraum des
Ventilgehäuses A in den Hohlventilkegel B bezw. ins Freie abfliefst.
Das Oeffnen des Ventils wird bei beiden Ventilanordnungen durch Drehen des Ventilkegels
mittels des Handrades bewirkt, indem die am Ventilkegel angebrachten Zapfen b in
schrägen Schlitzen α des Ventilgehäuses A gleiten bezw. beim Ventil nach Fig. 4 bis 6
Gehäuse und Ventilkegel Gewinde erhalten, derart, dafs durch Drehen des Ventilkegels B
letzterer sich emporschraubt. Das Schliefsen des Ventils erfolgt selbstthätig durch den Wasserdruck
bezw. das Eigengewicht des Ventilkegels. Die Steigung der Schlitze α bezw. des Gewindes
ist hierbei so angenommen, dafs der Steigungswinkel etwas gröfser ist als der
Reibungswinkel, so dafs der kleine Ueberschufs ein langsames Abschliefsen des Ventils bewerkstelligt.
Je nachdem die Schräge der Schlitze a bezw. die Steigung des Ventilkegelgewindes gewählt wird, hat man es also in der Hand,
einen mehr öder minder langsamen selbstthätigen Ventilabschlufs unter Vermeidung jeden Rückstofses
herbeizuführen.
Die selbstthätige Entlüftung des Ventils,. d. h. die vollkommene Entleerung und Entlüftung
des Rohrstranges, wenn die Leitung abgeschlossen
Claims (1)
- und entleert werden soll, geschieht in der Weise, dafs in geschlossenem Zustande (Fig. ι bis 3) die Schlitze α über den Zapfen b in senkrechter Richtung 2 bis 3 mm Luft haben, derart, dafs die Zapfen b bezw. der Ventilkegel B sich um dieses Mafs heben können, ohne sich drehen zu müssen. In der gehobenen Lage ist das Ventil genügend geöffnet , dafs das Wasser austreten bezw. die Luft eintreten kann. In ähnlicher Weise wird bei dem mit Gewinde versehenen Hphlkegel (Fig. 4 und 5) dafür gesorgt, dafs der Ventilkegel sich etwas heben kann, ohne sich zu drehen, indem zwischen den Gewindegä'ngen entsprechend Spielraum gelassen wird.In den meisten Fällen wird die in der Leitung infolge des zurückfliefsenden Wassers entstehende Luftleere im Stande sein, den Ventilkegel -B selbstthätig zu heben, es kann jedoch auch hier noch nachgeholfen werden, wie dies z. B. in Fig. 6 der Zeichnung angegeben ist. Das Handrädchen g bildet daselbst nicht ein Stück mit dem Ventilkegel B2, sondern ist drehbar mittels der zweitheiligen Scheibe e am Gehäuse A gelagert und hat eine Nuth bezw. Feder derart, dafs beim Drehen der Ventilkegel B2 mitgedreht wird. Zwischen der Scheibe e und einem am Ventilkegel B2 befindlichen Bund £>2 sitzt eine Feder f, deren Federkraft so bemessen ist, dafs sie das Gewicht des Hohlventilkegels B etwas übersteigt, jedoch, sobald wieder geringer Wasserdruck in der Leitung vorhanden ist, durch letzteren wieder niedergedrückt wird, derart, dafs dann sofort ein Schliefsen des Ventils stattfindet. Anstatt der Feder könnte auch ein Gegengewicht verwendet werden.Die Lagen der Ventilkegel C bezw. C1 bei der selbsttätigen Entlüftung sind aus den Fig. 3 und 5 ersichtlich.Diese neuen selbsttätigen Abschlufs- und Entlüftungsventile können auch an den seither angewendeten Abschlufsventilen oder Hähnen als Sicherheit gegen die eingangs aufgeführten Uebelstände dienend verwendet werden, indem sie mittels einer Reductionsmuffe oder in sonst geeigneter Weise mit dem Auslaufstück der betreffenden Abschlufsvorrichtungen verbunden werden.Patenτ-Anspruch:An einem selbstthätig abschliefsenden Wasserleitungsventil, dessen Hohlventilkegel mit Zapfen oder Gewinden versehen ist, die in schrägen Schlitzen bezw. in Gewinden desselben geführt sind, die Anordnung, dafs in den Schlitzen bezw. Gewindegängen so viel Spielraum gelassen ist, dafs behufs Entlüftung der Leitung bei Entleerung desselben der Ventilkegel, ohne eine Drehung zu machen, sich genügend weit heben kann, wobei zur Unterstützung noch eine Feder oder ein Gegengewicht angeordnet werden kann behufs Entlastung des Ventilkegels.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE76466C true DE76466C (de) |
Family
ID=349356
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT76466D Expired - Lifetime DE76466C (de) | Selbstschliefsendes Ventil mit selbsttätiger Entlüftung der Leitung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE76466C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2584188A (en) * | 1946-01-30 | 1952-02-05 | Curtis Automotive Devices Inc | Drain valve |
-
0
- DE DENDAT76466D patent/DE76466C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2584188A (en) * | 1946-01-30 | 1952-02-05 | Curtis Automotive Devices Inc | Drain valve |
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