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Maschine zum-Einwickeln von Rasierklingen. Die Klingenblätter für
Rasierapparate werden bekanntlich in der Weise verpackt, daß jede Rasierklinge irr.
einen mit Aufdruck versehenen Umschlag (Hülle oder Briefchen) eingeschlagen wird,
welcher in seiner Grundform der Klinge entspricht und an den Längs-und Stirnseiten
mit Lappen versehen ist, die auf die Klinge umgefalzt werden. Meistens wird außer
diesem bedruckten Umschlag noch ein entsprechend gestaltetes Futter verwendet. Den
Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Maschine, vermittels welcher das Einschlagen
der Rasierklingen mechanisch bewirkt wird.
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Eine derartige Maschine ist auf den Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht.
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Abb. i zeigt die Maschine im Grundriß; Abb.2 ist ein Aufriß der Vorrichtung
für die Zuführung und Leimung des äußeren Umschlages; Abb.3 ist ein Aufriß der Vorrichtung
zur Herstellung und Zuführung des Futterumschlages und Abb.4 ein teilweise geschnittener
Aufriß der Vorrichtungen für die Zuführung der Rasierklinge und das Schließen des
Umschlages; Abb. 5 ist ein Aufriß der Vorrichtung zum Abheben und Fortführen der
eingewickelten Klinge von der Vorschubvorrichtung, und Abb. 6 zeigt in Stirnansicht
eine Einzelheit dieser Vorrichtung; Abb. 7 bis io veranschaulichen schematisch das
Vorprägen des Umschlages nebst Einführen der Klinge in den vorgeprä.gten Umschlag,
und Abb. i i bis 13 stellen schematisch einen Vorgang beim Schließen des
Umschlages dar. Der Betrieb der Maschine erfolgt durch die von einer Kraftquelle
gedrehte Antriebswelle 3o (Abb. i und 4), welche in Lagern 31 und 32 des Maschinengestelles
gelagert ist und ihre Drehung durch Stirnräder 33 und 34 auf die Welle 35 übersetzt.
Letztere treibt vermittels der Kegelräder 36 und 37 die Welle 38 an, welche ihre
Drehung durch das Kegelräderpaar 39 und 4o auf die Welle 41 überträgt.
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Die äußeren Papierumschläge a sind zu einem Stapel i in einem Etikettbehälter
bekannter Art aufeinandergeschichtet. Der Stapel wird von den Winkeln 42', 42" seitlich
geführt und steht auf dem Boden 43 (Abb. 2) auf, welcher in ebenfalls bekannter
Weise durch ein von. der Welle 38 betriebenes SChhaltwerk Zoo entsprechend der Entnahme
der Umschläge selbsttätig nach oben verschoben wird. Die Winkel 42', 42" erstrecken
sich in der ganzen Höhe des Stapels und sind an Schienen 44 befestigt, die ihrerseits
wieder an den Seitenschienen 45', 45" des Etikettbehälters befestigt sind.
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Die Entnahme des jeweils obersten Umschlages erfolgt durch einen Abnehmer
4, welcher heb- und senkbar sowie zwischen dem Stapel und der Vorschubvorrichtung
hin und her verschiebbar angeordnet ist. Das Abheben des Umschlages kann in an sich
bekannter Weise derart erfolgen, daß der Abnehmer 4 als an eine Luftpumpe angeschlossener
Saugkopf ausgebildet wird. Im vorliegendem. Falle ist der Abnehmer in ebenfalls
an sich bekannter Weise als Leimstempel ausgebildet, so daß er gleichzeitig gewisse
Teile des Umschlages mit Klebstoff versieht, beispielsweise an den in Abb. i mit
c gestrichelt bezeichneten Stellen. Je nach der Art des späteren Schließens des
Umschlages kann der Abneluner 4 jedoch auch so ausgebildet werden, daß er den Umschlag
an anderen Stellen nut Klebstoff versieht, beispielsweise an den in Abb. i mit d
bezeichneten Stellen.
Der Abnehmer 4 ist zu diesem Zwecke mit vier
nach unten ragenden Armen 4' versehen, an welchen je nach den-zu beleimenden Stellen
des Umschlages auswechselbar die Leimstempel 4" befestigt werden können. Der Abnehmer
4 sitzt an einem Schlitten 47, der auf einer Schiene 48 längsverschiebbar ist, und
zwar vermittels, eines auf dem Bolzen 49 des Maschinengestelles drehbar gelagerten
Hebels 5o (Abb.2), welcher vermittels eines an seinem oberen Ende befestigten Zapfens
51 mit einem drehbar an diesem gelagerten Stein 52 kulissenartig an einer Gleitbahn
53 des Schlittens 47 angreift. Die zur für die Hinundherbewegung des Abnehmers 4
erforderlichen Verschiebung des Schlittens 47 auf der Schiene 48 nötige Schwingbewegung
wird dem Hebel 5o vermittels eines Lenkers 54 von einem Exzenter der Welle 38 erteilt,
gegen welchen die Leitrolle toi eines bei 202 gelagerten und mit einem Lenker 54
verzapften Armes 203 durch eine Feder gezogen wird.
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Zur Erzeugung der Aufundabwärtsbew egung des Abnehmers 4 wird der
Schiene 48 eine Aufundabwärtsbewegung erteilt, zu welchem Zweck die Schiene 48 durch
den Verbindungskopf 55 auf einer Stange 56 befestigt ist, welche in dem Lager 57
senkrecht geführt ist. Am unteren Ende der Stange 56 ist ein Block 58 befestigt,
in dessen Maul 59 das kugelige Ende 6o eines Armes 61 eingreift, der auf dem im
Maschinengestell drehbar gelagerten Bolzen 62 befestigt ist. Auf diesem Bolzen ist
ferner ein Arm 63 befestigt, welcher mit einer Leitrolle 64 durch eine Feder in
Eingriff mit einer Hubscheibe der Welle 38 gehalten wird, derart, daß durch Vermittlung
des Doppelhebels 63, 61 die Stange 56 mit der Schiene 58 zu den gewünschten Zeiten
eine Aufundabwärtsbewegung ausführt. An einem seitlichen Verkanten wird die Schiene
48 dadurch verhindert, daß an dem Kopfstück 58 noch ein Arm 65 sitzt, in dessen
Auge 66 ein Bolzen 67 befestigt ist, der durch Auge 67a des Gestells seine Führung
erhält.
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Der Auftrag von Klebstoff auf die Gummistempel 4" erfolgt in bekannter
Weise durch eine Klebstoffwalze 68, welche in dem Klebstoffbehälter 69 mit irrer
Welle 70 gelagert ist und vermittels der Kettenräder 71, 72 und Kette 73
von der Welle 38 ständig gedreht wird.
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Auf dem Wege aus der in Abb. 2 dargestellten Lage bis über den Stapel
i wird der Abnehmer 4 so weit angehoben, daß die Gummierstempel 4" von der Leimwalze
68 Klebstoff annehmen, oberhalb des Stapels wird der Abnehmer 4 auf das oberste
Umschlagblatt gesenkt. Dieses haftet an den Gummierstempeln 4" an und wird dann
beim Anheben des Abnehmers 4 angehoben, worauf der Schlitten 47 mit dem Abnehmer
4 bis über die in Abb. i mit I bezeichnete Arbeitsstellung der Vorschubvorrichtung
verschoben wird.
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Die Vorschubvorrichtung kann als Förderband, Förderkette o. dgl. ausgebildet
werden. Im vorliegenden Fall wird sie durch eine schrittweise gedrehte Scheibe 5
gebildet, die mittels der Hohlwelle 74 auf der senkrechten Achse 75 drehbar gelagert
ist. Der schrittweise Vorschub der Scheibe 5 erfolgt in bekannter Weise durch ein
bei 76 angedeutetes Malteserkreuz, in dessen Ausschnitte die Rolle 77 der Kurbel
78 einer Welle 79 eingreift, die durch Kegelräder 8o und 8 i (Abb. i und 4) von
der Welle 3 5 gedreht wird.
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Nachdem der Umschlag a durch den Abnehmer 4 auf die Arbeitsstelle
I der Scheibe 5 gebracht worden ist, senkt sich auf den Umschlag ein U-förmiger
Festhalter 3, welcher gleichzeitig mit einer weiter unten beschriebenen Vorrichtung
der Arbeitsstelle II auf und ab bewegt wird, so daß beim Wiederhochgehen des Abnehmers
4 der Umschlag a durch den Festhalter 3 auf der Scheibe 5 zurückgehalten wird, worauf
der Festhalter angehoben und die Scheibe 5 um eine Sechsteldrehung weitergeschaltet
wird in die Arbeitsstellung II, auf welcher, wenn ein inneres Futter b verwendet
werden soll, dieses auf den äußeren Umschlag a abgelegt wird.
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Das Futter b kann in ähnlicher Weise wie der äußere Umschlag von einem
Stapel entnommen und auf den Umschlag a abgelegt werden. Im vorliegenden Fall wird
das Futterstück b aus einer fortlaufenden Papierbahne von der Rolle 6 hergestellt
(Abb. i und 3), die mittels der Welle 82 in Armen 83' und 83" von auf der Maschinenplattep
befestigten Seitengestellen 84' und 84" gelagert ist. Die Papierbahn e läuft von
der Rolle 6 über einen einstellbaren Spannbolzen 85 zwischen die Vorschubwalzen
86 und 87, von welchen die Walze 87 durch ein Kettenrad 88 und Kette 89 von einem
Kettenrad go (Abb. i) der Welle 41 ständig gedreht wird, während die Walze 86 lose
auf der Papierbahn aufruht. Letztere läuft weiter über den Tisch 9 i unter einem
Anhalter 92 und zwischen Vorschubwalzen 93 und 94 hindurch, von welchen die letztere
durch das Kettenrad 95 und die Kette 96 von dem Kettenrad 97 (Abb. i) der
Welle 41 ständig gedreht wird.
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Der Anhalter 92 ist mit dem Arm 98 auf einem in Lagern 9g', 99" drehbaren
Bolzen ioo befestigt, auf dessen Ende wieder ein Arm i o i befestigt
ist, an welchem ein
Lenker io2 angreift. Am unteren Ende ist der
Lenker io2 mit einem zweiarmigen Hebel io3, io5 verzapft, welcher bei 104 drehbar
gelagert und am freien Ende mit einer Leitrolle io6 versehen ist, die durch eine
Feder in Eingriff mit einer Hubscheibe der Welle 41 gehalten wird. Durch diese Antriebsvorrichtung
wird der Anhalter 92 so gesteuert, daß er jedesmal dann die Papierbahn e gegen den
Tisch 9 i preßt, also festhält, wenn ein der Länge des Futters entsprechendes Ende
durch die Walzen 93 und 94 unter dem Anhalter vorbeigezogen worden ist. Das. zwischen
dem Anhalter 92 und den alsdann leer laufenden Vorschubrollen 93 und 94 festgehaltene
Stück der Papierbahn e wird nun durch die beiden Stempel io6' und io6" entsprechend
den Winkeln W' und w" zweier aufeinanderfolgender Futterstücke ausgestanzt, wobei
die ausgestanzten Stücke durch die Ausnehmung 107 des Tisches 9i nach unten
hindurchfallen können. Gleichzeitig wird das bei dein vorhergehenden Vorschub der
Papierbahn durch die Vorschubwalzen 93, 94 bis über den auf dex Arbeitsstelle II
befindlichen äußeren . Umschlag vorgeschobene ausgestanzte Futterstück b durch das
auf und ab bewegbare Messer io8 abgeschnitten, welches mit der festen Schneide log
zusammenwirkt. Die Aufundabbewegung der Stanzstempel io6', io6" und des Messers
io8 sowie auch des durch den Arm 205 hiermit verbundenen Festhalters 3 erfolgt durch
ein gemeinsames Kopfstück i i o, welches an zwei Stangen i i i' und i i i" befestigt
ist, die in Augen i 12' und i i--" der Böcke 84' und 84" senkrecht geführt sind
und unmittelbar von Hubscheiben der Welle 41 senkrecht angehoben und gesenkt werden.
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Es könnte nunmehr die Klinge auf die aufeinanderliegenden Umschläge
b, a aufgelegt und eingewickelt werden. Um jedoch bei diesem Vorgang die äußerst
empfindlichen Schneidkanten der Rasierklinge nicht in Mitleidenschaft zu ziehen,
ist noch eine besondere Vorrichtung vorgesehen, vermittels welcher der Umschlag
vor dem Einlegen der Rasierklinge entsprechend der späteren rechteckigen Randfaltung
vorgeprägt wird.
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Zu diesem Zwecke sind, wie insbesondere auch aus den Abb. 7 bis i
o ersichtlich ist, an den betreffenden Arbeitsstellen in. der Fördervorrichtung
5 Einkerbungen bzw. Falzleisten i i-- vorgesehen, mit welchen entsprechende Kanter-
i i 3 eines auf und ab bewegbaren Stempels 9 zusammenwirken, so daß beim Niedergang
des Stempels 9 durch das Zusammenwirken der Schneiden i 13 mit den Kanten oder Eiükerbungen
i 12 Außen-und Innenhülle bzw., wenn kein Futter verwendet wird, nur die Außenhülle
in der aus Abb. 9 ersichtlichen Weise geprägt- öder vor= gefalzt wird. Um bei diesem
Prägevorgang die Hüllen festzuhalten und den Pxägevorgang einzuleiten und zu unterstützen,
ist mit Voreilung gegenüber den Prägemessern 113 in dem Stempel 9 noch ein verschiebbar
geführter Andrücker z 15 mittels der Feder 116 nachgiebig gelagert,
so daß bei der Abwärtsbewegung die Hülle zunächst durch den federnden Stempel i
15 gegen die Fläche 117
der Matrize io angepreßt wird und alsdann erst
die Prägemesser 113 zur Wirkung kOmmer. Desgleichen wird auch durch den Andrücker
i 15 die Hülle beim Wiederhochgehen der Prägemesser 113 in ihrer richtigen
Lage festgehalten. Die Aufundabwärtsbewegung des Prägestempels 9 erfolgt gleichzeitig
mit derjenigen der Stammesser io6' und io6" sowie des Messers io8, indem der Stempel
9 mit einem Flansch i 18 an dem Kopfstück i io befestigt ist.
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Da das Prägemesser 113 und die Prägematrize i o aus Stahl bestehen,
so ist letztere für sich aus einem Stück hergestellt und in entsprechende Ausschnitte
iig der Förderscheibe 5 eingesetzt.
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Bei der Weiterschaltung der Förderscheibe 5 um eine Sechsteldrehung
gelangen die Hüllen auf die Arbeitsstelle III, wo das Einlegen der Rasierklinge
f erfolgt. Dieses Einlegen kann in jeder geeigneten Weise erfolgen, in vorliegendem
Fall geschieht es derart, daß die Rasierklingen durch eine Zubringerscheibe 12 an
die Arbeitsstelle III gebracht und hier mittels eines Saugkopfes entnommen. und
auf die Hülle abgelegt werden.
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.Die Zubringerscheibe 12 ist mit ihrer Nabe 12' auf der Säule i 2o
gelagert (Abb.4) und wird durch die Stirnräder 14, 15 und 16 von der Hohlwelle 74
der Förderscheibe 5 im Verhältnis 2:1 schrittweise ,gedreht, also um je 1/12 Umdrehung,
so daß 12 Zwischenstellungen vorhanden sind. Auf jeder ,dieser Zwischenstellungen
ist die Scheibe 12 mit je zwei Stiften 121 versehen, auf welche je eine Klinge/
mit den daran befindlichen Löchern von Hand aufgesteckt wird.
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Zum Abheben der Klinge von der Zubringerscheibe 12 und zum Einlegen
derselben in die Hülle auf der Arbeitsstelle III dient ein Saugkopf 122, welcherlei
123 an eine Luftpumpe 21o (Abb. 3) angeschlossen wird und sowohl eine Aufundabbewegung
wie auch eine schwingende Hinundherbew ,egung ausführen kann. Zu diesem -Zwecke
ist der Saugkopf 122 einstellbar in einem Arm 11 befestigt, welcher auf der Welle
124 befestigt ist. Letztere ist in Lagern 125' und ii5" senkrecht verschiebbar von
zwei Armen 126' und 126" geführt, welche an der Säule i2o befestigt sind. Am unteren
Ende der Stange
124 ist ein Kopf 127 (Abb.3) befestigt, an dem vermittels
eines Kulissensteines 128 ein Hebel 129 angreift, welcher auf dem Bolzen
130 drehbar gelagert ist und mit einer Leitrolle 131 seines Armes 132 durch
eine Feder 133 in Eingriff mit einer Hubscheibe der Welle 41 gehalten wird.
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Zui Erzeugung der Schwingbewegung des Armes i i ist auf der Stange
124 ein Arm 134 befestigt, an welchem vermittels eines Unibversalgelenkes 135 ein
Lenker 136 angreift, der ebenfalls mittels eines Universalgelenkes 137 mit einem
Hebel 138 verbunden ist, der auf dem Bolzen 130 drehbar gelagert ist und mit einer
Leitrolle 139 durch eine Feder in Eingriff mit einer Hubscheibe der Welle 41 gehalten
wird.
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Wenn die Umhüllung in die Arbeitsstellung III gelangt, so gelangt
auch eine Klinge/ gegenüber dieser Arbeitsstellung, der Sauger 122 wird auf die
Klinge f gesenkt und hält dieselbe durch Ansaugen fest, worauf der Sauger 122 angehoben
und der Arm i i über die Arbeitsstelle 111 geschwungen wird. In dieser Stellung,
die in Abb. io veranschaulicht ist, wird dann der Sauger 122 in die Umhüllung gesenkt,
läßt die Klinge f los und wird wieder angehoben, um in die aus Abb. i ersichtliche
Anfangsstellung zurückbewegt zu werden. .
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Nachdem die Umhüllung mit eingelegter Klinge durch Weiterschaltung
der Scheibe 5 in die Arbeitsstellung IV gelangt ist, erfolgt hier das Schließen
der in der aus Abb. io ersichtlichen Weise nach oben stehenden Lappen der Umhüllung.
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Dieses Schließen kann in der Weise erfolgen, daß zunächst das Futter
für sich und hierauf der äußere Umschlag oder daß, wie es bei vorliegender Maschine
geschieht, beide Umschläge gemeinsam geschlossen werden.
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Zum Umlegen der Kopflappen a', b'
(A.bb. io) dienen die schwingbar
angeordneten Falzer i4o' und 14o", welche an Hebeln 141' und 141" befestigt sind
(Abb. i und 4). Die Hebel sind an Bolzen 142' und 142" befestigt, die durch Zahnsegmente
143' und 143" zwangläufg gekuppelt sind, und der gemeinsame Antrieb erfolgt durch
den Bolzen 142', der bei 144 und 145 drehbar gelagert ist und unter der Wirkung
einer Feder 146 steht, die bestrebt ist, den Hebel 141' und damit auch den Hebel
141" in der unwirksamen, aus Abb. i ersichtlichen Außenstellung zu erhalten. Auf
dem unteren Ende des Bolzens 142' ist ein Hebel 147 befestigt, der unter der Einwirkung
der Feder 146 mit einer Leitrolle 148 in Eingriff mit der seitlichen Kurve eines
auf der Welle 35 befestigten Walzenexzenters gehalten wird.
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Zum Umlegen der Seitenlappen a", b"
(Abb. io) dienen die Falzer
149' und 149e, welche an doppelarmigen Hebeln i9 und 2o befestigt sind, die ihrerseits
um den Bolzen i5o eines Bockes 151 scharnierartig gelagert und mit ihren anderen
Enden durch Lenker 152 und 153 mit Hebeln 154 und 155 verbunden sind. Letztere
sind auf Bolzen 156 drehbar und werden durch Federn mit Leitrollen in Eingriff mit
Hubscheiben der Welle 35 gehalten, wie dies in Abb. 4 für die Leitrolle 157 des
Armes 158 vom Hebel 154 dargestellt ist.
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Wenn, wie eingangs ausgeführt, die Längsränder des äußeren Umschlages
bei c mit Klebstoff versehen sind, so wird das Schließen in der Weise bewirkt, daß
zunächst vermittels der Falzer 140' und 14o" die Stirnlappen a', b' jeder
Seite gemeinsam und 'hierauf durch die Falzer 149' und 149" die Seitenlappen a"
und b" auf jeder Seite gemeinsam umgelegt -werden, und zwar zuletzt die in der-
Vorschubvorrichtung vorn liegenden Seitenlappen durch den Falzer 149" des Armes
20.
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Sind hingegen, wie ebenfalls in Abb. i angedeutet, die Stirnlappen
bei d mit Klebstoff versehen, so werden zunächst die Seitenlappen und dann die Stirnlappen
umgelegt.
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Dieselbe Falzvorrichtung kann auch verwendet werden, wenn die Klinge
nur in einen äußeren Umschlag, also ohne Futter eingeschlagen wird. Bei dem Falzvorgang
kann ein seitliches Verrutschen von Klinge und Umschlag nicht stattfinden, weil
durch die fa.lzkastena:rtige Vertiefung der Prägematrize io gegenüber der sonstigen
Oberfläche von Scheibe ,5 in jeder Richtung ein Halt dargeboten wird.
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Bei der Weiterbewegung von der Arbeitsstelle IV nach der Arbeitsstelle
V geht die eingeschlagene Klinge unter einem Leitblech 22 hindurch, welches ein
Aufspringen der Faltung verhindert.
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Werden die Längslappen des Futters besonders, und zwar vor denjenigen
des Außenumschlags gefaltet, so senkt sich zunächst ein Stempel 250 (Abb.
i i) zwischen die vorgefalzten Lappen a', b', a", b", so daß er die Lappen
a" zurückhält (Abb. 12), während die Lappen b" mittels der Schieber 149', 149" eingelegt
werden.
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Der Stempel 25o ist befestigt am Arm:-, 51 (Abb.4) vom Bolzen 252,
der geführt ist in dem Lager 253 und angetrieben wird durch den Hebel 254. Letzterer
ist gelagert bei 255 und wird angetrieben durch eine Hubscheibe der Welle 35, die
auf die Rolle 256 wirkt.
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Gegen Verdrehung des Armes 251 trägt dieser am Arm 257 einen Bolzen
258, der in dem Auge 259 geführt ist. Am Arm 251 ist außerdem noch oberhalb der
Arbeitsstelle
V ein Bolzen z6o senkreclif verschiebbar gelagert,
der gegen Verdrehung gesichert ist durch den abgeflachten Stellring 261 in der Führung
262. Am unteren Ende trägt der Bolzen 26o eine Platte etwa in Größe der Klinge
und dient zum Niederhalten der auf der Arbeitsstelle IV umgelegten und bisher durch
die Platte 27, niedergehaltenen Lappen durch sein Eigengewicht.
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Auf der Arbeitsstelle VI wird die fertig umhüllte Klinge durch eine
von unten zwischen schlitzförmigen Ausschnitten 161' und 161" der Matrizen io hindurchtretende
Schwinge (Abb. i, 5 und 6) herausgehoben und durch die Rinne 24 abgeführt. Dazu
dient ein. bei 27o drehbar gelagerter Doppelhebel 23, an dessen freiem Ende V-förmige
Ausstoßplatten z71', 27i" befestigt sind. Mit dem anderen Hebelende ist durch
das Universalgelenk 272, 273 ein Lenker 27q. drehbar verbunden. Letzterer
ist aasgelenkt durch das Universalgelenk - 2 7 5, 276 am Antriebshebel
277, .welcher bei 278 drehbar gelagert ist, eine Rolle 279 trägt und durch
die Hubscheibe 28o von der Welle 35 seinen Antrieb erhält.
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Wenn die am äußeren -Ende des Hebels 277 angreifende Feder 29o zur
Wirkung kommt, so wird der Hebel 23 nach oben geschwungen, und die V-förmigen Platten
z71', 271" treten durch die Schlitze i61', 161" des Tellers 5 hindurch und heben
die Klinge so weit heraus, bis diese in die S-chrägläge der Rinne 24 gelangt und
hierauf vors- selbst abgleitet.