DE44718C - Stoff beschneide-Vorrichtung für Nähmaschinen - Google Patents

Stoff beschneide-Vorrichtung für Nähmaschinen

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DE44718C
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DE
Germany
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knife
fabric
slot
plate
sewing machines
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT44718D
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English (en)
Original Assignee
L. MUTHER & R. G. WOOD-WARD in Chicago, Illinois, V. St. A
Publication of DE44718C publication Critical patent/DE44718C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B37/00Devices incorporated in sewing machines for slitting, grooving, or cutting
    • D05B37/04Cutting devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
(Illinois, V. St. A.).
Fig. i, 2, 3 und 4 zeigen einen Verticalschnitt durch die Arbeitsplatte einer Nähmaschine und das Beschneidemesser in seinen vier verschiedenen Hauptstellungen in der Seitenansicht nebst einzelnen benachbarten Theilen der Stichbildungsvorrichtung. Fig. 3 a ist ein zur Richtung der Stoffverschiebung senkrechter Schnitt durch das Nadelloch, Fig. 3 b eine theilweise Vorderansicht der Stichbildungsund Beschneidevorrichtung. Fig. 5 ist eine Oberansicht jenes Theiles der Stoffplatte, welcher unmittelbar an das Beschneidemesser stöfst, Fig. 5 a eine Oberansicht der abnehmbaren oder stellbaren Stoffplatte, Fig. 6 eine Seitenansicht des Beschneidemessers, und Fig. 7 und 8 zeigen die Vorrichtung zur Befestigung und Einstellung des Messers in Ober- und Seitenansicht.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf jene Klasse von Beschneidemessern, bei welchem eine einzige durch die Arbeitsplatte hindurchreichende Klinge sich in einer verticalen Ebene parallel zur Stoffvorschubrichtung in der Nähe der Nadel hin- und herbewegt. Der Zweck der Erfindung ist der, eine möglichst freie Wirkung des Messers zu erzielen, dessen Befestigung am Antriebsmechanismus zu vereinfachen und die Einstellung desselben gegen die Nadel zu ermöglichen.
In den Zeichnungen bezeichnet A die Haupttriebwelle der Maschine, B1 die Arbeitsplatte, B den aushebbaren Theil derselben, C den Stoffschieber, D den Kopf, E die Nadelstange, F die Nadel, G den Drückerfufs, H die Drückerfufsstange und I den Stoff, der genäht wird.
Die Schneide des Beschneidemessers L ist etwas geneigt, wie dies gezeichnet ist, und reicht durch einen schmalen Schlitz t herab, dessen relative Lage gegenüber den übrigen Theilen in Fig. 5 dargestellt ist. In dieser Figur bezeichnet B den abnehmbaren Theil der Arbeitsplatte, welcher die Schlitze u und das Loch i für den Durchgang der Nadel enthält; dieser abnehmbare Theil ist an der festen Platte B1 durch Schrauben j befestigt.
P ist ein zweiter abnehmbarer Theil der Arbeitsplatte, welcher einen Messerschlitz t und einen nach abwärts gerichteten Ansatz ο enthält, der in punktirten Linien angedeutet ist.
Die abnehmbare Platte P ist durch Schrauben s und r festgemacht. Die erstere reicht durch einen Schlitz ρ der Platte B in den Ansatz 0 und die letztere durch einen ähnlichen Schlitz q am entgegengesetzten Ende der Platte P selbst in einen unter letztere greifenden Ansatz der Platte B\ Das Ende eines Schiebers R der gewöhnlichen Construction stöfst gegen den anderen Rand der Platte P und bildet so eine Verlängerung der Arbeitsplatte an dieser Seite. Dieser Schieber bewegt sich in der gewöhnlichen Weise gegen die Kante der Platte P hin oder von derselben weg.
Die Schlitze ρ und q gestatten die seitliche Einstellung der Platte P (wobei der Schieber R entsprechend bewegt wird). Hierdurch wird der Abstand des Messerschlitzes t von der Nadel verändert. Da dieser Schlitz sich ganz
innerhalb der Platte P befindet, so kann man ihn so breit machen, dafs das Messer eben nur noch eintreten kann. Ein verticaler Streifen m von ca. 6 mm Höhe reicht vom Messer schief nach hinten. Der Zweck desselben ist, den abgeschnittenen Theil von dem Arbeitsstück fernzuhalten.
Das Messer L pafst dicht, aber frei in einen Schlitz d, Fig. 7, im vorderen Ende des Armes K, wo es auf einem Stift b hängt. Nahe dem Kopfe des Stiftes b ist eine Nuth c j in denselben eingeschnitten, in welcher das freie Ende einer gekrümmten Feder g ruht, welche an der Seite des Armes K hinaufreicht. Auf diese Weise ist das Messer frei aufgehängt, so dafs es sich um den Stift in einer verticalen Ebene etwas drehen kann. Man vermeidet so die Anbringung einer Schraube, welche schwierig I zu handhaben ist, wenn das Messer herabgenommen und wieder angebracht werden soll. Der Stift b kann sofort herausgenommen oder wieder eingeschoben werden, und das Messer kann ohne jede Schwierigkeit abgenommen oder wieder aufgesteckt werden, und die Feder g, welche in der Nuth c ruht, verhindert eine zufällige Verschiebung. Der Arm K besteht aus zwei Theilen, wie in Fig. 7 klarer dargestellt, welche seitliche Ansätze MN besitzen. Der erstere Ansatz hat eine Nuth f und der letztere eine Rippe n, die in diese Nuth hineinpafst. Eine Schraube e reicht durch einen Schlitz im Theil M in den Theil JV, und hierdurch kann die seitliche Einstellung des vorderen Endes des Armes K bewerkstelligt werden, indem man die Theile M und JV gegen einander verstellt.
Diese seitliche Einstellung des Messerträgers wird natürlich von einer entsprechenden Bewegung der Platte P begleitet, welche den Schlitz t enthält.
Der Arm K ist bei α an einem herabreichenden Stück T drehbar befestigt, das am Kopf D angebracht ist. Der Arm K wird durch eine Stange J in Bewegung gesetzt, welche durch einen Schlitz h in der Arbeitsplatte hinaufreicht und durch ein Excenter U auf der Triebwelle A bewegt wird.
Die Wirkungsweise des Beschneidemessers ist folgende:
Aus Fig. ι ersieht man, dafs der Arm K und das Messer L sich in ihren tiefsten Stellungen befinden und dafs der Stoffschieber C sich vollständig unter der Arbeitsplatte befindet und eben im Begriff steht, seine Aufwärtsbewegung zu beginnen. Der Rand des Messers steht in Berührung mit dem Stoff / am Ende des vorhergehenden Schnittes.
In Fig. 2 hat sich die Triebwelle A um 900 gedreht, und das Messer L ist deshalb zwischen seiner höchsten und tiefsten Stellung. Der Stoffschieber ist gleichfalls hinaufgegangen und ist mit dem Stoff in Berührung gekommen und hat seine Vorwärtsbewegung begonnen.
In Fig. 3 hat sich die Triebwelle um weitere 900 gedreht, das Messer ist ganz oben und die Vorwärtsbewegung des Stoffschiebers ist beendigt. Wäre das Messer starr am Arm K befestigt, statt lose daran zu hängen, so wäre es während der Vorschubbewegung vermöge seiner schiefen Lage gegen den Arm gezwungen, die in punktirten Linien angedeutete Stellung einzunehmen und würde deshalb den Vorschub durch Druck gegen den ungeschnittenen Theil des Stoffes beeinträchtigen, so dafs der letztere gefaltet und zusammengeschoben würde. Die Fähigkeit des Messers, sich um seinen Zapfen b zu drehen, ermöglicht es dem vorgeschobenen Stoff", das Messer in die durch vollgezogene Linien, Fig. 3, angedeutete Stellung ohne merkliche Verzögerung zu drehen, und sobald der Vorschub beendigt ist, befindet sich das Messer in seiner äufsersten Lage hinten, und der Schnitt wird ausgeführt, wie in Fig. 4 angedeutet, welche das vierte Viertel der Drehung der Triebwelle darstellt.
Die Vortheile dieser Wirkungsweise des Messers sind die folgenden:
Es ist allgemein bekannt, dafs ein Beschneidemesser mit schräg gestellter Schneide leichter schneidet als ein solches mit senkrecht stehender Schneide, aus dem einfachen Grunde, weil ein gezogener Schnitt mit geringerem Kraftaufwand ausgeführt wird, als ein Schnitt, wie ihn etwa ein Meifsel oder dergleichen ausführt. Für Wirkwaaren u. dergl. ist es wünschenswerth. dafs der Winkel der Schneide eegen die Ebene des Stoffes stumpf oder gröfser ist als 450, damit das Schneiden langer dauert.
Es ist auch aus mechanischen Gründen wünschenswerth, dafs das Beschneidemesser durch eine Stange und einen drehbaren Hebelarm, wie sie vorstehend beschrieben wurden, von der Hauptwelle aus getrieben wird. Die Anbringung an der Nadelstange oder einem anderen bewegten Theil hat sich als wenig wirksam und viel Kraft erfordernd erwiesen.
Wahrend indessen die Anwendung des drehbaren Hebels als Messerträger gebräuchlich war, war das Messer stets starr daran befestigt oder war oberhalb und unterhalb der Führungsplatte mit Führungen versehen. Diese starre Befestigung bedingte die Anwendung einer Schneide, die unter einem spitzen Winkel (höchstens 4s0) gegen den Stoff geneigt war; wenn aber der Winkel ein stumpferer war, so behinderte die Schneide den Vorschub, wie es oben bei Fig. 3 beschrieben wurde. Die Anwendung von Führungen, um das Messer zu verhindern, sich in einem Bogen zu bewegen, vermehrt die Reibung, und in dem beschränkten Räume oberhalb des Stichbildungsmechanismus
ist eine derartige Anhäufung von Theilen nicht wünsch ens werth.
Während diese Momente der Wirkungsweise dem oberflächlichen Beobachter als geringfügig erscheinen, werden sie alsbald sehr wichtig, wenn die Geschwindigkeit der Maschine, wie dies jetzt gebräuchlich ist, auf 2500 bis 3000 Touren pro Minute gesteigert wird.
Bei der gegenwärtigen Beschneide - Vorrichtung ist die Anwendung einer unter grofsem Winkel geneigten Schneide auf einem Antriebsmechanismus der einfachsten und kräftigsten Construction ermöglicht, ohne dafs die Vorschubbewegung gehindert wird.
Die stellbare Platte P der gegenwärtigen Anordnung unterscheidet sich von früheren derartigen Platten dadurch, dafs der Messerschlitz sich ganz in derselben befindet, so dafs sich dessen Breite mit der Einstellung nicht ändert, was nothwendigerweise der Fall ist, wenn die Platte blos eine Kante des Schlitzes bildet. Der breite Schlitz, der bei den alten Platten durch Entfernung der Platte von der Nadel entstand, führte nicht nur dazu, dafs Schmutz und manchmal der Stoff selbst unter die Arbeitsplatte gelangte, sondern es wurde hierdurch ein frei aufgehängtes Messer gefährdet, da dasselbe seitlich spielen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Stoff beschneide - Vorrichtung für Nähmaschinen, bei welcher das Abtrennen der Stoffkante mittelst eines pendelartig aufgehängten, einstellbaren Messers (L) erfolgt, dessen Schneide den Stoff unter einem spitzen Winkel trifft und mit einem in der verstellbaren Arbeitsplatte (P) vorgesehenen Schlitz (t) zusammenarbeitet, der dem sich in senkrechter Ebene auf- und abbewegenden Messer gleichzeitig als Führung dient.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT44718D Stoff beschneide-Vorrichtung für Nähmaschinen Expired - Lifetime DE44718C (de)

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