DE44634C - Neuerung an Retorten zur Gewinnung von Leuchtgas - Google Patents

Neuerung an Retorten zur Gewinnung von Leuchtgas

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DE44634C
DE44634C DENDAT44634D DE44634DA DE44634C DE 44634 C DE44634 C DE 44634C DE NDAT44634 D DENDAT44634 D DE NDAT44634D DE 44634D A DE44634D A DE 44634DA DE 44634 C DE44634 C DE 44634C
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Germany
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retort
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retorts
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mouth
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Expired - Lifetime
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DENDAT44634D
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THE DlNSMORE GAS-COMPANY in Liverpool England
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B1/00Retorts
    • C10B1/02Stationary retorts
    • C10B1/06Horizontal retorts

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. \&
Zweck der nachstehend beschriebenen Erfindung ist, alle flüchtigen Producte, sowohl die schweren, als die leichten, welche sich bei der Destillation der Kohle ergeben, für die Fabrikation von Leucht- und Heizgas auszunutzen und ein Gas mit hoher Leuchtkraft zu erzeugen. Auch werden Stoffe, welche bei der gewöhnlichen Gasfabrikation nicht vergast werden können, in den in der Folge beschriebenen Retorten in permanent gasförmigen Zustand versetzt.
Die Retorten bestehen aus der Hauptretorte und einem zweiten Rohr, welches von derselben abzweigt. Die Kohle wird in der Hauptretorte destillirt, die gebildeten Gase steigen aufwärts in dieses zweite Rohr, welches vortheilhaft die Form eines Z hat, so dafs seine Mündung wieder über die Retortenmündung zu liegen kommt. Das zweite Rohr wird durch eine Kühlvorrichtung abgekühlt, wodurch etwaiges Pech in und an der Mündung niedergeschlagen wird , welches dann leicht zu entfernen ist. Die Temperatur, welcher die Hauptretorte ausgesetzt wird, ist Hellkirschrothhitze, nur bei der Beschickung tritt eine Temperaturerniedrigung ein, jedoch erreicht die Retorte die oben angegebene Hitze wieder, wenn die Destillation nahezu beendet ist. Das Rohr wird ebenfalls auf ungefähr Hellkirschrothhitze gebracht. Die aus der Kohle emporsteigenden Gase und Dämpfe werden beim Passiren des hocherhitzten zweiten Rohres in permanenten Zustand übergeführt, noch bevor dieselben an die Mündung b des Rohres gelangen. An der gekühlten Rohrmündung wird sich das Pech, welches jene Gase noch etwa mit sich führen , niederschlagen.
Das erzeugte Leuchtgas enthält somit alle diejenigen permanenten Gase, welche sowohl von den schwereren oder Theerdämpfen herrühren, als auch von den leichten Dämpfen entwickelt werden.
Fig. ι und 2 der beiliegenden Zeichnung zeigen eine Retortenanlage mit drei Retorten.
Fig. 3 zeigt einen Retorten-Längsschnitt.
Mit A ist die Retorte und mit B das rücklaufende Rohr bezeichnet. Bei α befindet sich die Retortenmündung, a1 ist der Retortenverschlufs, b die Rohrmündung und bx der Rohrverschlufs. Retorten und Rohr sind vortheilhaft aus einem Stück und aus Gufseisen hergestellt.
Das Auflager für die Retorte besteht aus der Mauer C und der hinteren Auflage C'. Bei einer Anlage von mehreren Retorten sind dieselben so eingemauert, dafs sie alle nahezu gleiche Temperatur haben. Sie sind in der Nähe der Feuerstelle theilweise durch Mauerwerk überdeckt und die unteren Retorten auf ihrer ganzen Länge durch Feuerplatten aus feuerfestem Ziegelwerk C2 geschützt, während die obere Retorte an einigen Stellen durch Feuerplatten C3 abgedeckt ist. Die Röhren -B bleiben in beiden Fällen ungeschützt. Die Pfeile der Zeichnung geben die Richtung der Feuergase an. Jede Retorte bildet mit ihrem zugehörigen Rohr B einen unabhängigen Gaserzeuger und kann von dem Verschlufs al aus gereinigt werden, während der obere Theil des rücklaufenden Rohres B vom Verschlufs &1

Claims (1)

  1. aus zugänglich ist. Die Steigrohre D führen zu dem hydraulischen Verschlufs E, dessen Rohr -ZT1 nur auf eine geringe Tiefe, z. ß. 6 mm, in die Flüssigkeit eintaucht, und infolge dessen verursacht das Gas nur wenig Druck in der Retorte. Gleichzeitig ist aber jedes Rohr genügend abgeschlossen, um den Eintritt von Gas aus anderen Retorten zu verhindern, wenn die erstere selbst kein Gas liefert. Der Verschlufs E ist bei E'2 offen, so dafs kein höherer Druck in ihm auftreten kann. Die Mündung b des Rohres B ist auf der Zeichnung mit einem Mantel b- umgeben, welcher Ein- und Austrittsrohr c enthalt, durch welches Wasser oder kalte Luft zu- und abgeführt wird und die Retortenmündung abkühlt.
    Pa τ ε κ τ - A ν s ρ κ υ c η :
    Bei dem Verfahren, Leuchtgas aus Kohlen herzustellen, das Permanentmachen der schweren oder Theerda'mpfe, welche aus der Kohle sich entwickeln, durch Retorten, welche aus der Hauptretorte A und dem Doppelrohr B bestehen, so dafs eine Z-förmige Retorte geschaffen ist, wobei die Retorte mit dem Kühlmundstück b- versehen ist, durch welches eine kühlende Flüssigkeit hindurchläuft, zum Zwecke des Niederschiagens des in den Gasen oder Dämpfen enthaltenen Theers.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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