DE477915C - Vorrichtung zur Ausnutzung der fuehlbaren Waerme der Destillationsgase von OEfen zurErzeugung von Gas und Koks - Google Patents
Vorrichtung zur Ausnutzung der fuehlbaren Waerme der Destillationsgase von OEfen zurErzeugung von Gas und KoksInfo
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- DE477915C DE477915C DEO17310D DEO0017310D DE477915C DE 477915 C DE477915 C DE 477915C DE O17310 D DEO17310 D DE O17310D DE O0017310 D DEO0017310 D DE O0017310D DE 477915 C DE477915 C DE 477915C
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Description
- Vorrichtung zur Ausnutzung der fühlbaren Wärme der Destillationsgase von Öfen zur Erzeugung von Gas und Koks Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Ausnutzung der fühlbaren Wärme der Destillationsgase von öfen zur Erzeugung von Gas und Koks und bezweckt, die bei den bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art vorhandenen Übelstände in einfachster Weise zu vermeiden.
- Bei einer bekannten Ausführungsform sind die vom Ofen zur Gasvorlage führenden Steigrohre mit einem dampfkesselartigen Mantel umgeben, der zur Vermeidung von allzu großen Wärmeverlusten außen mit einer 'Wärmeschutzmasse bekleidet ist. Bei dieser Ausführungsform ist zunächst ein Ausbau der Dampfkesseleinrichtung sehr schwierig, so daß Ablagerungen im dampfkesselartigen Mantel, die beispielsweise bei der Verwendung von hartem Wasser entstehen, während des Betriebes überhaupt nicht entfernt werden können. Ferner wird bei der bekannten Vorrichtung die fühlbare Wärme der die Steigrohre durchströmenden Destillationsgase nur zum Teil ausgenutzt, weil praktisch nur der an der inneren Mantelwandung vorbeistreichende Teil der Gase seine fühlbare Wärme an die Mantelwandung abgibt, während der Kern des Gasstromes seine Temperatur ziemlich unverändert beibehält. Dieser zweite Nachteil wird zwar bei einer anderen bekannten Bauart, bei der eine Anzahl Siederohre angeordnet sind, die von den abziehenden Destillationsgasen umspült werden, vermieden, dafür tritt bei dieser Bauart der erste Nachteil der schlechten Reinigungs- und Ausbaumöglichkeit aber in verstärktem Maße auf.
- Bei dem Gegenstand der Erfindung werden alle diese Nachteile mit Sicherheit dadurch vermieden, daß in jedem Steigrohr, das in an sich bekannter Weise mit einer feuerfesten Ausmauerung versehen ist, zwei ineinandergesteckte Rohre herausnehmbar und zentral angeordnet sind, von denen das innere Rohr zur Zuleitung der zu verdampfenden Flüssigkeit und das ,äußere Rohr zur Erzeugung des Dampfes dient. Durch die zentrale Einführung der Rohre wird eine gute Durchwirbelung der Destillationsgase erzielt, so daß alle Teile des Gasstromes mit den Rohrwandungen in Berührung kommen und so ihre fühlbare Wärme abgeben können. Ferner kann die Vorrichtung in einfachster Weise nach oben aus dem Steigrohr herausgezogen und gereinigt werden, wobei die Öffnung durch einen Deckel verschlossen wird, so daß der Ofenbetrieb nicht im mindesten gestört wird.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer teilweise im Schnitt gehaltenen Seitenansicht der in Betracht kommenden Teile einer Kammerofenanlage veranschaulicht.
- Mit a ist das Steigrohr bezeichnet, das in der üblichen Weise durch eine Offnung b in der Ofendecke c mit der nicht gezeichneten Ofenkammer in Verbindung steht. In den zur Gasvorlage d führenden Teil a1 des Steigrohres a ist eine Klappe e eingebaut, die mit einer Spülflüssigkeit von Stutzen f her berieselt werden kann und in ihrer Schließstellung das Steigrohr a von der Vorlage d absperrt. Der senkrechte Teil des Steigrohres a ist mit einer feuerfesten Ausmauerung g versehen und nach oben hin durch einen Deckel k abgeschlossen. Der Deckel h enthält eine Mittelöffnung k1, durch die zwei ineinandergesteckte Rohre i und k in das Innere des Steigrohres a eingeführt werden können. Zur Abdichtung des ,äußeren Rohres k dient eine Stopfbüchse m. Sämtliche inneren Rohre i der Ofenanlage sind durch Ventile n absperrbar an eine Sammelleitung o und sämtliche ,äußeren Rohre k durch Ventile p absperrbar an eine Sammelleitung g angeschlossen. Von den Sammelleitungen o und g führen Rohre t^ und s zu einem Dampfsammler t. Am oberen Ende des Dampfsammlers t ist eine zur Abführung des erzeugten Dampfes dienende Leitung u und am unteren Ende eine Wasserzuleitung v angeschlossen.
- Die Wirkungsweise der Vorrichtung gestaltet sich wie folgt: Das kalte Wasser tritt durch Stutzen v in den Dampfsammler t, wird dort vorgewärmt und strömt durch Leitung r in die Sammelleitung o. Von Leitung o tritt es in die einzelnen Rohrei ein, deren Absperrventilen geöffnet sind. Am unteren offenen Ende der Rohrei strömt das nunmehr heiße Wasser in die äußeren Rohre k über und wird dort verdampft. Der erzeugte Dampf tritt bei geöffnetem Ventil p in die Sammelleitung g ein und strömt von dieser durch Leitung s zum Dampfsammler t zurück. Aus dem Dämpfsammler t wird durch Leitung u nach Bedarf Dampf abgezogen.
- Die Vorrichtung kann natürlich auch so betrieben werden, daß die Sammelleitung o unmittelbar an die Wasserzuleitung angeschlossen ist. - .Ferner kann erforderlichenfalls die Dampferzeugung auch aus den Steigrohren an eine beliebige andere Stelle verlegt werden. Zu diesem Zweck kann Druckwasser in die Rohrei eingeführt werden, wobei der Druck so geregelt werden mu% daß die Verdampfungstemperatur innerhalb der Steigrohre nicht erreicht wird. Durch Anordnung eines Drosselventils in der Leitung q oder der Leitung s, beispielsweise unmittelbar vor dem Dampfsammler t, kann dann durch Druckerniedrigung eine Verdampfung des heißen Druckwassers erzielt werden.
- Außer den eingangs erwähnten ergeben sich bei der Erfindung noch folgende wesentliche Vorteile. In der feuerfesten Ausmauerung der Steigrohre wird viel Wärme aufgespeichert, die durch Strahlung der eigentlichen Verdampfungsvorrichtung zugute kommt. Wenn nun sich im Betriebe trotzdem an der äußeren Wandung des Rohres k teerige Ansätze bilden sollten, so wird die beim Drücken und Füllen der Ofenkammer in diese eintretende und durch das Steigrohr abziehende heiße Luft durch die Strahlung der sehr heißen feuerfesten Ausmauerung mit Sicherheit genügend weit erhitzt, um alle Ansätze restlos abbrennen zu können. Ferner kann man durch entsprechendes Verstellen der Ventilen und p die Dampferzeugung in den einzelnen Steigrohren bzw. die Erhitzung des Druckwassers beliebig regeln und den jeweils in den Steigrohren vorhandenen Temperaturen anpassen, beispielsweise durch Verstellen der Ventilen und p mit Hilfe selbsttätiger Temperaturregler. Zur Reinigung der Rohre i und k von etwa vorhandenen Kesselsteinansätzen ist es nur erforderlich, die Ventilen und p zu schließen, die Rohre von den Anschlußstutzen abzuschrauben und aus der Öffnung hl herauszuziehen. Nach Abdecken der Öffnung hl ist dann das Steigrohr wieder betriebsfertig, und in den anderen Steigrohren kann die Dampferzeugung ungestört weiter vor sich gehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCI3E: I. Vorrichtung zur Ausnutzung der fühlbaren Wärme der Destillationsgase von Öfen zur Erzeugung von Gas und Koks, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem der. von den Öfen zur Gasvorlage führenden Steigrohre, die in an sich bekannter Weise mit einer feuerfesten Ausmauerung versehen sind, zwei ineinandergesteckte Rohre herausnehmbar und zentral angeordnet sind, von denen das innere Rohr zur Zuleitung der zu verdampfenden Flüssigkeit und das äußere zur Erzeugung des Dampfes dient. z. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß: eine Vielzahl der inneren Rohre absperrbar an eine gemeinsame Wasserzuführungsleitung und eine Vielzahl der äußeren Rohre absperrbar an eine gemeinsame Dampfsammelleitung angeschlossen ist. 3. Verfahren zum Betriebe der Vorrichtung nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß, der Druck der zu verdampfenden Flüssigkeit so hoch gehalten wird, daß eine Verdampfung innerhalb der Steigrohre nicht eintritt und daß durch spätere Druckverminderung mit Hilfe eines Drosselventils o. dgl. eine Verdampfung des hocherhitzten Druckwassers erzielt wird. q.. Verfahren nach Anspruch r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dampferzeugung in jedem Steigrohr der in ihm herrschenden Temperatur dadurch angepaßt werden kann, daß die in der Zu- und Ableitung angeordneten Ventile durch von der Temperatur im Steigrohr beeinflußte Regler selbsttätig verstellt werden. .
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO17310D DE477915C (de) | 1928-05-03 | 1928-05-03 | Vorrichtung zur Ausnutzung der fuehlbaren Waerme der Destillationsgase von OEfen zurErzeugung von Gas und Koks |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEO17310D DE477915C (de) | 1928-05-03 | 1928-05-03 | Vorrichtung zur Ausnutzung der fuehlbaren Waerme der Destillationsgase von OEfen zurErzeugung von Gas und Koks |
Publications (1)
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|---|---|
| DE477915C true DE477915C (de) | 1929-06-17 |
Family
ID=7354415
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEO17310D Expired DE477915C (de) | 1928-05-03 | 1928-05-03 | Vorrichtung zur Ausnutzung der fuehlbaren Waerme der Destillationsgase von OEfen zurErzeugung von Gas und Koks |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE477915C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1136668B (de) * | 1959-01-29 | 1962-09-20 | Koppers Gmbh Heinrich | Steigrohr fuer Verkokungskammeroefen |
| EP0073498A3 (en) * | 1981-08-28 | 1984-03-28 | Nippon Steel Corporation | A method for drying coking coals to be charged in a coke oven |
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1928
- 1928-05-03 DE DEO17310D patent/DE477915C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| EP0073498A3 (en) * | 1981-08-28 | 1984-03-28 | Nippon Steel Corporation | A method for drying coking coals to be charged in a coke oven |
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