DE445462C - Schaltuhr fuer Zaehler mit wenigstens zwei Tarifstufen - Google Patents

Schaltuhr fuer Zaehler mit wenigstens zwei Tarifstufen

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DE445462C
DE445462C DES71897D DES0071897D DE445462C DE 445462 C DE445462 C DE 445462C DE S71897 D DES71897 D DE S71897D DE S0071897 D DES0071897 D DE S0071897D DE 445462 C DE445462 C DE 445462C
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DE
Germany
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barrel
tariff
switch
time switch
meters
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Expired
Application number
DES71897D
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English (en)
Inventor
Georg Mohr
Paul Paschen
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Siemens Schuckertwerke AG
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/56Special tariff meters

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)

Description

  • Schaltuhr für Zähler mit wenigstens zwei Tarifstufen.-Zur Umschaltung von Doppeltarifzählern werden oft Schaltuhren mit Handaufzug verwendet, da sie billiger sind als Uhren mit elektrischem Aufzug. Diese Uhren müssen ungefähr je nach Ablauf eines Monats aufge= zogen werden. Das Aufziehen besorgt der mit der Zählerablesung beauftragte Beamte des Elektrizitätswerks. Obwohl eine Ablesung in viertel- oder halbjährigen Perioden zur Überwachung des Verbrauches vollkommen ausreichend wäre, muß doch mit Rücksicht auf die Uhren jeder einzelne Verbraucher in monatlichen Perioden aufgesucht werden. Dies ist besonders in solchen Gebieten unbequem, wo die einzelnen Verbraucher weit verstreut sind.
  • Dieser Übelstand wird nun nach der Erfindung dadurch beseitigt, daß der Verbraucher gezwungen wird, die Schaltuhren selbst aufzuziehen. Erfindungsgemäß schaltet die Uhr kurz vor vollendetem Ablauf bis zum nächsten Aufzug den Zähler auf den für den Verbraucher ungünstigen Tarif um. Durch das Ausbleiben des niederen Tarifs wird der Verbraucher darauf aufmerksam gemacht, daß die Uhr abzulaufen droht. Er kann durch Aufzug der Uhr wieder die normale Tariffolge herbeiführen. Unterläßt er dies, so bleibt die Uhr schließlich stehen, und der Verbraucher ist gezwungen, so lange nur zu hohem Tarif Strom zu entnehmen, bis ein Beamter des Elektrizitätswerks die Uhr wieder in Gang setzt. Für diese Beanspruchung des Beamten kann dem Verbraucher außerdem eine gewisse Strafe auferlegt werden in solcher Höhe, daß er sich hütet, abermals seine Uhr ablaufen zu lassen.
  • Nach einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung erfolgt diese Unterbrechung der normalen Tariffolge durch einen von einem Differentialgetriebe gesteuerten Schalter. Der erste Teil dieses Differentialgetriebes ist mit dem Federhaus, der zweite mit dem Federhauskern gekuppelt. Der dritte Teil steuert den Schalter.
  • Dieses Differentialgetriebe wirkt auf folgende Weise: Beim Aufzug der Uhr wird unter Spannung der Feder der Federhauskern gegen das Uhrgehäuse und das Federhaus gedreht und in bekannter Weise gegen Rückdrehung gesperrt. Um den gleichen Betrag wird während des Ablaufs der Uhr das Federhaus durch die Feder nachgedreht. Nach Entspannung der Feder nehmen Federhaus und Federkern gegeneinander wieder die ursprüngliche Lage ein, haben sich aber gegen das Uhrgehäuse gedreht und ebenso gegen den am Gehäuse befestigten Schalter. Der Einfluß dieser Drehung auf die Steuerung des Schalters soll nun durch das Differentialgetriebe aufgehoben werden. Zu diesem Zweck werden zwei Teile des Differentialgetriebes mit gleichem Übersetzungsverhältnis, aber in entgegengesetztem Sinne vom Federhaus und Federhauskern angetrieben. Der dritte Teil beschreibt dann einen Weg, der der Differenz der Wege der beiden anderen Teile entspricht. Er bleibt in Ruhe, wenn das Federhaus und der Federhauskern gemeinsam gegen das Uhrgehäuse verdreht werden, verschiebt sich jedoch, wenn beim Aufzug der Kern gegen das Federhaus verdreht wird, gelangt aber wieder in die Ausgangsstellung zurück, sobald das Federhaus wieder den Kern eingeholt hat. Er führt also eine hin und her gehende Bewegung aus, die in bekannter Weise zur Steuerung eines Schalters benutzt werden kann.
  • In der Zeichnung ist eine besonders zweckmäßige Ausführung des Getriebes für die Steuerung des Schalters beispielsweise dargestellt.
  • Von dem Uhrwerk ist nur der das Federhaus enthaltende Teil abgebildet. Die übrigen Teile, insbesondere auch die Einrichtung zum normalen Umschalten der Tarife, sind der Einfachheit halber weggelassen. Die Platinen i, 2 werden durch Säulen 3, von denen nur eine dargestellt ist, zusammengehalten. An der Säule 3 sind außerdem die beiden Hilfsplatinen 4, 5 angebracht. Zwischen den Platinen ist der mit einem Vierkant versehene Federhauskern 6 mit dem Federhaus 7 gelagert: Das Federhaus treibt mit seinem Zahnkranz das Uhrwerk an, von dem nur das eine Rad 8 gezeichnet ist.
  • Zwischen den Hilfsplatinen 4, 5 ist die Schraubenspindel g mit der Mutter io gelagert. Die Mutter io trägt am einen Ende das Zahnrad ix, das in den Zahnkranz des Federhauses eingreift, am anderen Ende den Bund 12. An der Spindel g ist das Zahnrad 13 befestigt, das mit dem auf dem Federhauskern 6 sitzenden Zahnrad 14 kämmt. Die Spindel g ist gegen achsiale Verschiebung gesichert. An der Hilfsplatine 5 ist die Wippe 15 eines Schnappschalters gelagert. Die Feder 16 sucht die Wippe in eine der beiden Endlagen 15, i5 a zu bringen. Die Wippq greift mit dem Daumen 17 zwischen das Zahnrad ii und den Bund 12. Mit dem Daumen 18 steuert sie den durch ig angedeuteten Schalter.
  • Das Doppeltarifzählwerk wird durch ein Relais umgeschaltet, dessen Stromkreis periodisch von der Uhr geöffnet und geschlossen wird, und zwar mittels eines vom Tagesrad der Uhr angetriebenen Schalters. Wird die Umschaltung auf hohen Tarif durch Öffnung des Stromkreises bewirkt, so muß der Schalter ig, der eine Rückschaltung auf niederen Tarif verhüten soll, mit dem vorher genannten Schalter in Reihe geschaltet sein und kurz vor Ablauf der Uhr geöffnet werden. Erfolgt die Umschaltung auf hohen Tarif durch Schließen des Relaisstromkreises, so muß der Schalter ig zu dem vom Tagesrad angetriebenen Schalter parallel geschaltet und kurz vor Ablauf der Feder zur Überbrückung dieses Schalters geschlossen werden.
  • Diese Schaltbewegungen können leicht von der hin und her schwingenden Wippe 15 abgeleitet werden. Die Bewegung der Wippe kommt auf folgende Weise zustande: Beim Aufzug der Uhr bewegen sich der Federhauskern und das Rad 14 in dem durch den Pfeil 2o angedeuteten Sinn. Das Federhaus 7 und das Rad ii mit der Mutter io nehmen an dieser Drehung nicht teil, dagegen drehen sich das Rad 13 und die Spindel g im Sinne des Pfeiles 21. Durch die Drehbewegung der Spindel wird die Mutter io aus der-Stellung.io in die strichliert angedeuteteStellung ioabewegt. DieWippe gelangt dadurch in die Stellung i5a, in der der Schalter ig beispielsweise geschlossen ist. Sobald sich nun das Federhaus im Sinne des Pfeiles 2o dem Kern 6 nachdreht, wird die Mutter io mittels des Rades ii im Sinne des Pfeiles 22 gedreht und auf der feststehenden Spindel g nach links in die Stellung io Zurückgeschraubt. Dadurch wird wieder die Wippe in die durch den Anschlag 23 bestimmte Stellung 15 zurückgeworfen und der Schalter ig geöffnet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltuhr für Zähler mit wenigstens zwei Tarifstufen, dadurch gekennzeichnet, daß die Uhr kurz vor vollendetem Ablauf der Feder bis zum nächsten Aufzug den Zähler auf den für den Verbraucher ungünstigen Tarif umschaltet.
  2. 2. Schaltuhr nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Schalter, der von dem dritten Teil eines Differentialgetriebes gesteuert wird, dessen erster Teil mit dem Federhaus und dessen zweiter Teil mit dem Federhauskern gekuppelt ist.
  3. 3. Schaltuhr nach Anspruch?" dadurch gekennzeichnet, daß von den durch das Federhaus . und den Federhauskern angetriebenen Teilen des Differentialgetriebes der eine ein drehbares, aber gegen achsiale Verschiebung gesichertes Glied eines Schraubenpaares bildet, der andere mit dem dritten Teil des Differentialgetriebes verbunden ist, der das andere drehbare und achsial verschiebbare Glied des Schraubenpaares bildet.
DES71897D 1925-10-17 1925-10-17 Schaltuhr fuer Zaehler mit wenigstens zwei Tarifstufen Expired DE445462C (de)

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