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Abstellvorrichtung für Flüssigkeitsdurchlaufmesser mit Haupt- und
Mengeneinstellzählwerk Die Erfindung betrifft :eine Abstellvorrichtung für Flüssigkeitsdurchlaufmesser,
insbesondere von Kraftstoffzapfanlagen mit Haupt-und Mengeneinstellzählwerk, bei
welcher die den Messer durchlaufende Flüssigkeit unmittelbar vor dem Schließen des
unter der Wirkung einer die Auslöseeinrichtung nicht bdlastenden Feder stehenden
Absperrorgans gedrosselt wird.
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Bei Zapfanlagen dieser Art besteht das Bedürfnis, die Zapfgeschwindigkeit
vor dem Wirksamwerden der Drosselung verändern zu können, und zwar derart, daß man
bei Beginn einer Flüssigkeitsabgabe das Absperrorgan auf eine bestimmte Zapfgeschwindigkeit,
beispielsweise auf 6o, 45, 3o oder 15 1 je Minute, einstellt, um eine den jeweiligen
Erfordernissen entsprechende Zapfleistung zu erzielen.
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Bei der bisher üblichen Ausführung der Zapfvorrichtungen war die Einstellung
einer bestimmten Zapfgeschwindigkeit und damit die Veränderung der Zapfleistung
nicht möglich, da das Absperrorgan nur in die vollständig geöffnete Hahn- oder Schieberstellung
gebracht werden konnte. Dies hatte darin seinen Grund, daß :die Sperrklinken, die
von einem durch die Nutenscheiben gesteuerten Auslösehebel betätigt wurden, gemeinsam
an einem Schlitten angeordnet waren, so daß bei einer Verschiebung des Schlittens
stets beide Sperrklinken gleichzeitig und gleichmäßig miteinander verschoben wurden.
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Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil der bekannten Zapfanlagen
mit D,urchlaufmesser und Abstellvorrichtung zu beseitigen und diese so auszugestalten,
daß auch kleine Zapfmengen durch Verlängern der Zapfzeit je Mengeneinheit mit der
erforderlichen Genauigkeit abgemessen werden können.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, :daß für das
Absperrorgan eine mit mehreren je seiner bestimmten Stellung dieses Absperrorgans
und damit einer bestimmten Durchflußstärke entsprechenden Anschlägen versehene Sperrvorrichtung
beispielsweise ein als Zahnkranz ausgebildeter Hebelarm eines Winkelhebels vorgesehen
ist und daß zur Auslösung der Sperrvorrichtung in zwei Stufen zwei .auf sie einwirkende
Mitnehmer zwischen diesem und zwei Stangen vorgesehen. sind, von denen die eine
Stange durch auf der Achse des Voreinstellzählwerkes aufgekeilte Nutenscheiben und
die andere Stange durch ein auf der Achse des Hauptzählwerkes aufgekeiltes Schaltrad
derart gesteuert werden, daß das Schaltrad mit der einen Stange durch eine von der
anderen
Stange auszulösende Klinke gekuppelt wird und die völlige
Schließung des Absperrorgans bewirkt, nachdem der vom Magneteinstellwerk gesteuerte
Mitnehmer beim Abwärtsbewegen der zugehörigen Stange die Sperrvorrichtung so weit
verschivenkt hat, daß das Absperrorgan unter der Wirkung einer Feder in seine Drosselstellung
gelangen konnte. Weitere Kennzeichen sind in den Unteransprüchen enthalten.
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Durch die Erfindung, welche also im wesentlichen in der Vereinigung
einer Anordnung für die Einstellung der Zopfgeschwindigkeit mit einer solchen für
die Verdrosselung bei Durchlaufmessern besteht, wird es ermöglicht, auch bei Verwendung
von kontinuierlich sich bewegenden Zählwerkszeigern oder -rollen eine eichtechnisch
genaue Unterbrechung des Zopfvorganges genau in dem Augenblick zu erzielen, in dem
die Zeiger oder die rücklaufenden Zählwerksrollen die Nullstellung oder die der
jeweils vorher eingestellten Flüssigkeitsmenge entsprechende Anzeigestellung erreicht
haben.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt,
und zwar zeigt Abb. i einen senkrechten Teilschnitt durch eine Abstellvorrichtung
gemäß der Erfindung, bei welcher neben einem Hauptzählwerk ein besonderes rückwärts
laufendes Mengeneinstellzählwerk vorhanden ist, Abb.2 eine teilweise Seitenansicht
der Vorrichtung nach Abb. i von B aus gesehen, Abb.3 einen Schnitt durch die Achse
des rückwärts laufenden Mengeneinstellwerkes, Abb.4 eine Ansicht der den Einrückhebel
tragenden Achse, Abb.5 einen senkrechten Teilschnitt durch eine Abstellvorrichtung
anderer Ausführung, bei welcher ein Voreinstellzeiger an dem Hauptzählwerk vorgesehen
ist, Abb.6 eine Teilansicht der Vorrichtung nach Abb. 5 von A aus gesehen, Abb.7
und 8 abgeänderte Teile der Ein-und Ausrückvorrichtung.
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Mit i ist das Absperrorgan für den in der Abbildung nicht dargestellten
# Durchlaufmesser bezeichnet, das als Flachschieber ausgebildet ist, und zwar derart,
daß kurz vor dem Unterbrechen der Flüssigkeitsförderung eine Drosselung der Flüssigkeit
bewirkt wird.
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Auf der Schieberachse 31 ist ein Winkelhebel aufgekeilt, dessen einer
Arm 55 gelenkig mit einer Einstellstange 32 verbunden ist, durch welche das Absperrorgan
i durch eine Verschiebung nach links gegen die Wirkung der Feder 3o aus der Abschlußstellung
in seine Offenstellung gebracht werden kann.
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Der zweite Arm i i dieses Winkelhebels stößt gegen einen Zahnkranz
73 des Winkelhebels 10, 73, dessen Zähne eine Rückwärtsdrehung des Hebelarmes
i i und damit ein Schließen des Absperrorgans i verhindern.
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Die Feder 33 ist bestrebt, den Zahnkranz 73 nach rechts zu ziehen,
so daß derselbe sich gegen das Ende des Hebelarmes i i stets fest anlegt.
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Die durch die Zähne oder Rasten sich ergebenden verschiedenen Stellungen
des Hebelarmes i i entsprechen je einer verschieden großen Öffnung des Absperrorgans,
so daß mit Hilfe der Stange 32 die Leistung des Durchlaufmessers durch Vergrößerung
oder Verringerung der durchströmenden Flüssigkeitsmenge verändert werden kann.
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In den Ausführungsbeispielen entspricht die durch die Rast 12 gegebene
Stellung des Winkelhebels 10, 73 einer Durchfiußgeschwindigkeit von nur
6,51 je Minute. Die vier weiteren Rasten der Reihe nach von unten nach oben
entsprechen Leistungen von 15, 30, 45 und 6o l je Minute. Durch Veränderung
der Rastenanordnung kann natürlich auch jede andere Leistung erzielt werden.
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Das Gehäuse 34 enthält das Voreinstellzählwerk. Dasselbe besteht beispielsweise
aus den drei Satz Zahlenrollen oder -scheiben a, b und c, die von Hand mittels besonderer
Einstellrollen 1, 1I und III (vgl. Abb. 3) auf die gewünschte Literzahl vor Beginn
.des Zopfvorganges eingestellt werden.
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Zu diesem Zwecke sind Einstellrolle 1 und Zahlenrolle a auf der Welle
43, Einstellrolle 11 und Zahlenrolle b und Einstellrolle 1I1 und Zahlenrolle c auf
den lose übereinandergeschobenen Hohlwellen 48 bzw. 49 befestigt. 5o und 51 sind
die Schalträder für die Zahlenrollen, die mit Hilfe der Räderübertragung 35 am Voreinstellzählwerk
34 angetrieben werden.
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Die Räderübertragung 35 ist mit der vom Durchlaufmesser ausgehenden
Achse 36 gekuppelt, die gleichzeitig über die Schneckenräder 37, 38 die Achse 4
des Hauptzählwerkes antreibt.
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Auf der Zählwerksachse 4 ist der größere Zeiger 5 befestigt, der zusammen
mit dem auf der losen Buchse 39 sitzenden kleineren Zeiger i9 die verausgabte Flüssigkeitsmenge
anzeigt. Die Buchse 39 wird über ein Rädergetriebe 4o von dem auf der Achse 4 fest
aufgekeilten Zahnrad 41 angetrieben.
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Auf der Achse 4 sitzt ferner das mit Zähnen 42 ausgestattete Schaltrad
3, welches mit der Einfallklinke 2 zusammenarbeitet. Die Klinke 2 ist an ihrem einen
Ende drehbar auf dem auf der Achse 4 lose aufgebrachten Hebel 8 befestigt, und zwar
derart, daß beim Einfallen der Klinke 2 in einen Zahn 42 des umlaufenden Schaltrades
3 der Hebel 8 durch die Klinke 2 nach unten gedrückt wird.
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Der Hebel 8 ist an seinem freien Ende
drehbar ,mit
einer Stoßstange 9 verbunden, die andererseits gegen einen Anschlag 53 auf dem Winkelhebelarm
io stößt und beim Abwärtsgehen den Winkelhebel 10, 73 derart verschwenkt,
daß der Hebelarm i i des Absperrorgans i aus den Rasten des Zahnkranzes 73 befreit
wird, so daß das Absperrorgan i durch die auf den Hebelarm i i einwirkende Feder
30 in seine Absperrstellung übergeführt wird.
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Diese absperrende Tätigkeit der Stoßstange 9 wild vorher durch eine
Vor.auslö sevorrichtung eingeleitet, welche sich aus folgenden Teilen zusammensetzt:
Die einzelnen Rollen a, b und c des Voreinstellwerkes sind mit den auf der Achse
43 bzw. auf den Buchsen 48, 49 aufgebrachten Scheiben 44 verbunden, die eine Aussparung
13 haben. Letztere wirken mit den Einfallklinken 14 auf der Achse 47 derart zusammen,
daß in dem Augenblick, wo sämtliche Rollena, b und c des Voreinstellwerkes in die
Nullstellung gelangen, die Klinken 14 in die Aussparungen 13 .einfallen und dabei
die Achse 47 drehen. Hierdurch wird der fest auf der Achse 47 sitzende Hebelarm
15 nach unten verschwenkt, wodurch die an seinem Ende gelenkig angeschlossene Stange
16 ebenfalls nach unten gezogen wird. Das Einfallen der Klinke 14 in die Aussparungen
13 geschieht unter Wirkung der Feder 52 (vgl. Abb. 4).
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An der Stange 16 ist ein verstellbarer Anschlag 17 angeordnet, welcher
bei der Abwärtsbewegung der Stange 16 gegen den Arm i o des Winkelhebels
10, 73 stößt und diesen nach unten mitnimmt.
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Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Abb. i ist der Anschlag 17 so eingestellt,
daß der Rasterarm 73 nur so weit nach rechts bewegt wird, bis der Hebel i i auf
die Raste 12 aufstößt und in dieser Lage festgehalten wird. Die Flüssigkeit wird
bei dieser Stellung des Hebelarmes i i infolge der dadurch erfolgten Verstellung
des Flachschiebers so stark gedrosselt, daß sie nun nur noch sehr langsam durch
den Durchlaufmesser fließen kann. Dies hat aber. auch eine Verlangsamung des Antriebs
zur Folge, da sich nunmehr die Antriebsachse 36 und damit die Zähliverksachse 4
und die von letzterer angetriebenen Zeiger 5 und i 9 ebenfalls langsamer fortbewegen.
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Die Abwärtsbewegung der Stange 16 bewirkt fernerhin eine Abwärtsbewegung
des mit ihr gelenkig verbundenen Hebels 7, an welchem eine Sperrklinke 6 befestigt
ist, die sich mit Hebe17 ebenfalls nach unten verschwenkt und dabei die Klinke 2
freigibt, die nunmehr unter der Wirkung der Feder 45 in, die Zähne 42 des Schaltrades
3 einfällt.
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Durch das sich drehende Schaltrad wird nun die Klinke 2 von einem
der Zähne 42 mitgenommen und drückt dabei den - Hebelarm 8 und die an demselben
befestigte Stoßstange 9 nach unten, wodurch dann die endgültige Entblockung des
Umschaltorgans i und seine vollständige Schließung erfolgt in der oben bereits ausführlich
geschilderten: Weise.
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Wird an Stelle des beschriebenen Voreinstellzählwerkes 34 mit zurücklautenden
Zahlenrollen a, b und c im Hauptzählwerk ein dritter Zeiger 23 zur Voreinstellung
verwendet, welcher mit den beiden Zeigern 5 und 19 sich auf demselben Zifferblatt
befindet, aber sich in entgegengesetzter Richtung bewegt, so kann die in Abb. 5
und 6 dargestellte Vorrichtung benutzt werden.
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Der Voreinstellzeiger 23 ist an einer Buchse 54 befestigt, die lose
auf die Buchse 18 des kleinen Zeigers i9 aufgeschoben ist. Mit der Buchse 54 ist
ferner eine Scheibe 20,122 mit Nut 21 verbunden. Die Scheibe 2o/22 ist als Kupplung
ausgebildet und besteht aus Scheibe 20 mit Nut 21 und Scheibe 22 mit Zahnkranz,
in den das Einstellrädchen 28 :eingreift. Der Antrieb erfolgt von der als Hilfswelle
dienenden Buchse 18 des Zeigers i 9 vom Zahnrad 27 aus, über Zahnrad 24, Umkehrrad
25 und Zahnrad 26 mit Buchsenbund, der zwischen den Scheiben 2o und 2a reingreift.
Die hierdurch geschaffene Kupplung ermöglicht das Einstellen des Voreinstellzeigers
23 auf die gewünschte Menge, und zwar auf der Skala o bis 95 des Zeigers i9.
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Jedesmal, wenn der Zeiger i 9 um 5 weitergeschaltet ist, ist der Zeiger
23 um 5 zurückgeschaltet.
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Mit der Vorauslösestange 16 ist das eine Ende eines zweiarmigen Hebels
29 gelenkig verbunden, dessen anderer Arm mit seiner Nase 46 auf dem Rand der Scheibe
2o schleift.
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Kurz vor der Nullstellung schnappt der Hebel 29 in Nut 2 i, wobei
Stange 16 nach unten gedrückt wird und nun die weiteren Bewegungen, wie beim Ausführungsbeispiel
gemäß Abb. i und 2 beschrieben, auslöst.
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Die Aussparung 21 auf der Scheibe 2o ist ebenso wie die Aussparungen
31 auf den drei Rollenscheiben 44 so angeordnet, daß das Einfallen der Hebe129 bzw.
14 der Auslösevorrichtung und der damit verbundene Übergang des Flachschiebers i
in eine Drosselstellung kurz vor Erreichen' der Nullstellung der rückwärts laufenden
Zahlenrolle bzw. des rückwärts laufenden Einstellzeigers mit einer gewissen Voreilung
in Tätigkeit tritt, welche in Abb. 6 durch den Winkel d angedeutet ist. Hierbei
wird zunächst der Schieber auf kleine Geschwindigkeit umgestellt und die am Hebel
8 sitzende Klinke 2 für das endgültige Abschalten des Absperrschiebers i mit dem
Schaltrad 3 derart gekuppelt, daß tatsächlich
im Zeitpunkt des Erreichens
der Nullstellung die Unterbrechung des Zapfvorganges erfolgt, und zwar mit der verlangten
eichtechnischen Genauigkeit.
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An Stelle der Winkelhebel io und i i und des Zahnkranzes 73 kann für
die Betätigung des Flachschiebers i auch die in Abb. 7 dargestellte Ausführung gewählt
werden.
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Auf der Achse 31 des Absperrorgans ist das mit Verzahnung 56 versehene
Segment 57 angeordnet, dessen vier Zähne je eine Geschwindigkeitsstufe für die den
Flachschieber i durchfließende Flüssigkeit bilden und einer Leistung von z. B. 15,
30, 45 und 6o 1/Min. entsprechen.
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Außerdem ist auf dem Segment 57 noch ein besonderer Anschlag 58 für
die Drosselstellung des Flachschiebers i vorgesehen, der etwa 6,51/Min. Durchflußgeschwindigkeit
entspricht.
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Die Zähne 56 arbeiten mit dem einen Arm 65 eines dreiarmigen Hebels
65, 66, 67 zusammen, welcher durch die auf den Anschlag 17 des Hebelarmes 66 drückende
Stoßstange 16 gegen die Wirkung einer Zugfeder 62 außer Eingriff gebracht werden
kann.
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Auf der Drehachse 7o des vorerwähnten dreiarmigen Hebels 65 bis 67
sitzt lose ein zweiter dreiarmiger Hebel 59 bis 61, der durch die Zugfeder 68 und
die Abstellstange 63 in einer solchen Lage gehalten wird, daß beim Ausklinken des
dreiarmigen Hebels 65 bis 67 aus dem Segment 57 sich letzteres nur so weit bewegen
kann, bis der Anschlag 58 gegen den Hebelarm 59 stößt. In dieser Stellung des Segments
57 ist die Drosselstellung des Flachschiebers i erreicht.
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Die Aufhebung der Drosselstellung und damit der Abschluß des Flachschiebers
erfolgt in der bereits beschriebenen Weise durch die Stoßstange 9, die auf den Anschlag
69 drückt und dabei den zweiten dreiarmigen Hebel 59 bis 61 von dem Anschlag 58
löst, so daß der Flachschieber in die Schließstellung gehen kann.
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Das öffnen des Flachschiebers i erfolgt durch die Einrückstange 32,
während zeit Hilfe der Abstellstange 63, welche auf beide dreiarmige Hebel gleichzeitig
drückt, der Flachschieber i unmittelbar in seine Abschlußstellung gebracht werden
kann.
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Wie Abb.8 -erkennen läßt, kann die Einstellvorrichtung zweckmäßig
aus einer drehbaren Buchse 71 gebildet werden, auf welcher mehrere Anschläge 72
von verschiedener Größe angeordnet sind. Durch Drehen der Buchse 71 wird der jeweils
erforderliche Anschlag 72 in seine wirksame Stellung gebracht, so daß der Schaltweg
der Stange 32 mit Hilfe des Anschlages 64 mehr oder weniger begrenzt wird.