DE444869C - Gebuehrenselbstkassierer fuer Fernsprecher - Google Patents
Gebuehrenselbstkassierer fuer FernsprecherInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M15/00—Arrangements for metering, time-control or time indication ; Metering, charging or billing arrangements for voice wireline or wireless communications, e.g. VoIP
- H04M15/28—Arrangements for metering, time-control or time indication ; Metering, charging or billing arrangements for voice wireline or wireless communications, e.g. VoIP with meter at substation or with calculation of charges at terminal
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Description
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Vereinnahmung der Gebühren
bei Fernsprechapparaten, die in der Weise wirkt, daß der Betrag nur in dem Fall zurückbehalten wird, wenn eine Verbindung
zustande gekommen ist.
Bei den in Gastwirtschaften angebrachten Fernsprechapparaten, die nicht unter der
Kontrolle des Fernsprechapparates stehen, hat ίο der Lokalbesitzer meist nicht die Möglichkeit,
zu prüfen, ob der Gast mehrere Gespräche geführt hat, trotzdem er nur die Gebühr für ein
einziges Gespräch entrichtet hat. Anderseits entstehen meist Meinungsverschiedenheiten
wegen der Gebührenerstattung, wenn eine Verbindung nicht hergestellt werden konnte,
da ja der Besitzer nicht kontrollieren kann, ob ein Gespräch stattgefunden hat oder nicht.
Diese Schwierigkeiten treten hauptsächlich dann auf, wenn der Fernsprechapparat in ao
einer Zelle oder an einer Stelle eingebaut ist, wo er der Kontrolle des Besitzers entzogen ist.
Um sowohl den Lokalbesitzer wie den Gast vor Schaden zu bewahren, ist der Selbstkassierer
gemäß der Erfindung so eingerichtet, daß er die eingeworfenen Münzstücke
während einer gewissen Zeit, die für die Herstellung der Verbindung erforderlich ist, noch
zur Verfugung des Benutzers hält und sie erst nach Ablauf dieser Zeit so sperrt, daß am
Schlüsse des Gespräches die Gebühr endgültig vereinnahmt wird, während vorher beim Wiederanhängen
des Hörers die Geldstücke selbsttätig wieder verabfolgt werden. Zu diesem Zwecke ist in dem Gebührenkassiererapparate
gemäß der Erfindung ein Laufwerk eingebaut, das nach dem Einwerfen der Münzen aufgezogen werden muß, wobei eine oder
mehrere Gleitbahnen so eingestellt- werden, daß die Münzen nach außen geleitet werden,
wenn sie von der Sperrung freigegeben werden. Das Laufwerk stellt die Gleitbahn aber
nach Ablauf der bestimmten Zeit in solcher Richtung ein, daß die Münzen in den Sammelbehälter
fallen, wenn alle Teile in die Ruhestellung zurückbewegt worden sind. Die verschiedenen Einzelheiten des Apparates
zum Aufziehen des Laufwerks und zum Auslösen von Sperrungen sind zum Teil mit dem
Handhebel und zum Teil mit einem Hebel verbunden, der mit dem Trägerhaken des Fernsprechapparates in Eingriff gebracht
wird. Die Münzen beeinflussen das Werk in der Weise, daß gewisse Teile bei ihrer Bewegung
von ihnen derart verstellt werden, daß die Vorrichtung dann überhaupt erst in Tätigkeit kommen kann.
In der Zeichnung ist die neue Anordnung in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt.
Abb. ι zeigt den Gebührenkassierer nach Abnahme des Gehäuses in Vorderansicht
und zu Beginn der Betätigung. Abb. 2 ist zum Teil die Seitenansicht des Apparates, in
Abb. ι von rechts gesehen, und zum Teil ein Schnitt durch eine Antriebswelle. Abb. 3 ist
wieder die Vorderansicht des Selbstkassierers, aber in der Gebrauchslage, und zwar
sind die einzelnen Teile in derjenigen Stellung dargestellt, die sie nach dem Aufziehen
des Laufwerkes einnehmen. Abb. 4 zeigt teilweise eine Seitenansicht und teilweise
einen senkrechten Schnitt nach der Linie 4 der Abb. 3. Abb. 5 zeigt einige Teile der
Vorrichtung in bestimmter Stellung.
Der Selbstkassierer ist auf einer oder mehreren Platinen aufgebaut und zweckmäßig in
einem hier nicht dargestellten Gehäuse eingeschlossen. Seine Verbindung mit dem
Fernsprechapparat wird durch einen doppelarmigeh Hebel 7, 8 hergestellt, dessen Drehbolzen
in einem Lager 9 der Platine 6 drehbar ist. Er steht unter der Wirkung einer Feder
10, die den äußeren Arm 7 aufwärts zu bewegen strebt. Dieser Arm kann durch eine
Gabel 11 mit dem hakenförmigen Träger des
Hörers des Fernsprechapparates in Verbindung gebracht werden, so daß er gleichzeitig
mit diesem auf und nieder schwingt. Der Selbstkassierer ist ferner mit der bei solchen
Vorrichtungen nötigen, gegebenenfalls mit einem Münzprüfer versehenen Einwurfsrinne
12 ausgerüstet, die an ihrem unteren Ende von einem Sperrzahn 13 für die eingeworfenen
Münzen 14 teilweise verschlossen ist. Selbstverständlich kann die Kassiervorrichtung
für beliebige Beträge und Münzen passend ausgeführt werden. Im vorliegenden Falle ist die Münzrinne zur Aufnahme zweier
Zehnpfennigstücke eingerichtet, die den üblichen Betrag für die Benutzung des Fernsprechers
darstellen.
Unterhalb der Münzführung 12 befindet sich eine mit mehreren Gleitbahnen versehene
Ablenkungsvorrichtung 21 für die Münzen in der Weise schwingbar auf einer Welle 15, daß
je nach ihrer Einstellung eine der in ihr vorgesehenen Leitflächen 16, 17 und 18 die aus
dem unteren Ende der Münzrinne 12 herausfallenden Geldstücke entweder auf einer Führung
19 und einen Schlitz des Gehäuses nach außen oder aber nach dem Sammelbehälter der
gezahlten Beträge, d. h. hinter die Platine 6 leitet (Abb. 2 und 4). Die Welle 15 bildet die
Antriebswelle eines Laufwerkes 20, dessen Einzelheiten nicht besonders dargestellt sind
und das beispielsweise etwa eine halbe Minute Gangdauer haben kann. Das Gleitbahngehäuse 21 ist auf der Welle 15 in der Weise
angebracht, daß es auf ihr innerhalb bestimmter Grenzen frei drehbar ist und bei gewissen
Winkelstellungen zu ihr von einem auf der Welle sitzenden Stift 22, der sich gegen
einen Vorsprung 23 des hülsenförmigen Teiles des Gehäuses legt, in der Drehung mitgenommen
wird, und zwar in beiden Drehrichtungen. Das Aufziehen des Laufwerks 20 vor jeder Benutzung geschieht mit Hilfe eines
aus dem Gehäuse herausragenden Handhebels 25, der auf der Platine mittels Schwingzapfen
26 und 27 gelagert ist, die je eine seiner Wangen tragen, die im mittleren Teil durch ein
Querstück 28 miteinander verbunden sind. Auf dem einen Schwingzapfen 26 ist eine
Feder 29 vorgesehen, die den Hebel 25 stets in seine obere Ruhestellung zurückbringt
(Abb. ι und 2). Auf dem Zapfen 27 ist ein Zahnsektor 30 befestigt, der in einem Schlitz
der Platine 6 schwingen kann und zum Antrieb eines auf der Welle 15 verschiebbaren
Zahnrades 31 dient. Wenn das Zahnrad sich, in einer Ebene mit dem Sektor 30 befindet, ist
es mit der Welle 15 gekuppelt, z. B. durch eine auf seiner linken Seite vorgesehene Verzahnung
32 und einen von der Welle vorragenden Stift 33. In der Ruhestellung des Selbstkassierers
greift der Zahnsektor 30 noch nicht in das Zahnrad 31 (Abb. 2), vielmehr findet
dies erst statt, wenn nach Einwurf der Mim-
zen der Hebel 25 herabgeschwungen wird, wodurch der Sektor 30 vorn herabgeschwungen,
der Welle 15 nahezu eine Umdrehung erteilt und gleichzeitig die Feder des Laufwerks 20
gespannt wird. Sobald der Zahnsektor bei der Abwärtsschwingung sich seiner unteren
Endstellung nähert, trifft ein auf seiner linken Seite vorgesehenes Kurvenstück 35 auf den
kurzen wagerechten Arm 36 eines Winkelhebeis, dessen längerer senkrechter Arm 37
gewöhnlich sich gegenüber der Nabe des Zahnrades 31 befindet (Abb. 1). Bei der
Schwingung des Sektors 30 in seine Endstellung schwingt alsdann das Kurvenstück 35
des Hebels 36, 37 in solcher Richtung, daß das Zahnrad 3 r auf der Welle 15 nach rechts geschoben
wird und dadurch außer Eingriff mit dem Zahnsektor 30 kommt (Abb. 3). Die
Welle 15 ist nunmehr freigegeben und kann ao durch das Laufwerk 20 im umgekehrten Sinne
gedreht werden. Während beim Aufziehen des Laufwerks das die Gleitbahnen 16, 17, 18
tragende Gehäuse 21 gleichzeitig hinter die Platine 6 geschwungen wird (Abb. 4), wird
es am Schlüsse der entgegengesetzten Drehung der Welle 15 dadurch wieder nach vorn bewegt
(Abb. 2), daß der Stift 22 schließlich mit dem Vorsprung 23 in Berührung kommt. Der Arm 8 des zweiarmigen Übertragungshebeis
7, 8 stützt sich in der Ruhestellung des Gebührenkassierers, und zwar auch dann noch, wenn der Hörer des Fernsprechapparates
abgehoben ist, mit seinem freien Ende auf einer Nase 40 eines winkelförmigen Hebels
41 (Abb. i), der um einen Zapfen 42 schwingbar ist und einen zweiten Arm 43
trägt. Der untere, abgebogene Teil 44 des Hebels 41 greift unter einen wagerechten Arm
45 eines Winkelhebels, dessen senkrechter Arm 46 die Sperrnase 13 für die übereinanderliegenden
beiden Münzen 14 an seinem unteren Ende trägt. Der Winkelhebel 45, 46
ist um einen Zapfen 47 schwingbar und wird durch ein Belastungsgewicht 48 gewöhnlich
in der dargestellten Arbeitsstellung gehalten, in der er die Münzen gegen Herabfallen sperrt
(Abb. ι und 3). Das Gewicht 48 sitzt auf einem Arm 49, der am Arm 45 befestigt ist
und durch eine Durchbrechung der Platine 6 auf die hintere Seite der Platine sich erstreckt.
Am freien Ende des Armes 45 ist eine federbelastete Klinke 50 schwingbar angebracht,
die zwar nach rechts entgegen der Wirkung der Feder ausgeschwungen werden kann, jedoch nach links sich gegen einen Anschlag
stützt und deshalb in dieser Richtung nicht ausweichen kann. Sie ragt gewöhnlich
in einen Ausschnitt 51 der oberen Kante des Teiles 44 nahe dem Scheitel des Winkels
(Abb. 1). Wenn der Arm 41 nach rechts in die in Abb. 3 dargestellte Lage ausschwingt,
gleitet die Klinke 50, indem sie nach oben ausweicht, auf der oberen Kante des Teiles 44
entlang. Infolgedessen wird der Winkelhebel 45, 46 nicht aus seiner Lage bewegt und hält
die Münzen dauernd fest. Wenn aber der winkelförmige'Hebel 41, 44 unter dem Einflüsse
einer Feder 52 zurückschwingt, kann die Klinke 50 nicht seitlich ausweichen, sondern
gleitet mit ihrem freien Ende auf der Kante des Teiles 44 und hebt den Arm 45,
wodurch die Sperrnase 13 unter den Münzen 14 weggezogen wird, die deshalb aus der
Münzrinne 12 herausfallen können.
Zur Sicherung der Sperrnase 13 in ihrer Eingriff stellung ist überdies am Hebel 25 ein
sektorförmiges Stück 55 vorgesehen, das mit einem Ausschnitt 56 (Abb. 4) versehen ist.
Wenn der Hebel 25 sich in seiner oberen, d. h. in seiner Ruhestellung befindet, ist der Ausschnitt
56 gegenüber dem Arm 46 eingestellt (Abb. 2), so daß dieser Arm durch den Schlitz 56 hindurch nach rechts schwingen
kann. Solange der Hebel aber sich in irgendeiner Lage seiner Abwärtsschwingung befindet,
ragt der Sektor 55 in die Schwingbähn des Armes 46, so daß die Nase 13 unter allen
L'mständen gegen Auslösung gesperrt ist.
Am oberen Ende der beiden Wangen 25 des Aufziehhebels ist ein Rahmen 60 schwingbar
befestigt, der mit einem Bogenstück 61 gelenkig verbunden ist. Der Rahmen 60 ragt in
der Ruhestellung durch Schlitze in der Münzrinne 12 und der Platine 6 auf die Rückseite
der letzteren, auf der das Bogenstück 61 in einer Führung 62 gestützt wird. Die Durchbrechung
des Rahmens 60 befindet sich in der Ebene der Münzrinne, so daß die Geldstücke durch den Rahmen hindurch in den unteren
Teil der Rinne gleiten können. Die Führung 62 gestattet eine geringe Bewegung des
Bogenstückes 61 in senkrechter Richtung. Auf der Vorderseite der Platine ist oberhalb
des Rahmens 60 eine wagerechte Welle 63 gelagert, die vor der Münzrinne einen Nocken
64 trägt, während auf ihrem rechten Ende ein Gewichtshebel 65 befestigt ist, der in seiner
unteren Lage auf ein schwingbares Winkelstück 66 wirkt, das eine Feder 6j trägt und
mittels dieser das Zahnrad 31 gegenüber dem Zahnsektor 30 einstellen kann. Die betreffende
Bewegung der Welle 63 und des Gewichtshebels 65 wird durch das Bogenstück 61 bei
der Abwärtsschwingung des Hebels 25 veranlaßt, indem ein Vorsprung 68 am oberen Ende des Bogenstückes 61 den Nocken 64
nach vorn schwingt. Diese Wirkung kann der Vorsprung 68 aber nur dann ausüben, wenn
das Bogenstück etwas angehoben wird, was durch die in der Rinne übereinander festgehaltenen
Münzen geschieht, während er im anderen Falle untätig unter dem Nocken 64
4M
hinweggeht. Das Wiederaufrichten des Gewichtshebels geschieht am Ende der Rückwärtsbewegung
des Hebels 25, indem der Vorsprung 68 den Nocken 64 wieder rückwärts
schwingt (Abb. 5). In seiner oberen Stellung wird der Gewichtshebel 65 alsdann
durch eine Feder 70 gehalten, die sich gegen eine Abflachung des auf der Welle 63 befestigten
Auges 69 des Hebels legt und den Hebel, der bei seinen Schwingbewegungen einen Totpunkt überschreiten muß (Abb. 5),
festhält. In seiner unteren Lage übt der Gewichtshebel 65 keinen oder nur einen geringen
Druck auf das Winkelstück 66 aus, so daß das Zahnrad nicht nach links geschoben wird.
Erst dann, wenn zu Beginn des Herabziehens des Hebels 25 der Vorsprung 68 den Nocken
64 nach vorn drückt, wird der Hebel 65, 69 vorübergehend so weit herabbewegt, daß er
das Winkelstück 66 ausschwingt und die Verschiebung des Zahnrades 31 in den Sektor 30
veranlaßt. Die Feder 70 ist am Arm 8 in solcher Lage befestigt, daß sie bei dessen
unterer Stellung auf dem Auge 69 anliegt und auf eine seiner Abflachungen drückt, was das
Festhalten des Hebels sowohl in aufgerichteter als auch in wagerechter Stellung sichert und
seine Wirkung auf das Winkelstück 66 verhindert. In die aufgerichtete Stellung wird
der Hebel 65, wie schon bemerkt, gebracht, wenn der Handhebel 25 nach dem Aufziehen
des Laufwerks in seine Ruhelage zurückkehrt. Der Nocken 64 befindet sich dann nicht mehr
in seiner senkrechten Mittelstellung, sondern ist nach hinten geschwungen, weshalb das
Zahnrad 31 nicht ein zweites Mal eingerückt werden kann. Das Laufwerk läßt sich also
stets nur einmal aufziehen. Er bleibt in dieser Stellung, bis der Hörer auf den Haken des
Fernsprechapparates gehängt wird und dadurch der Arm 8 aufwärts geschwungen wird.
Die Feder 70 wird dabei seitswärts bewegt (Abb. 1) und gibt zeitweise das Auge 69 frei,
legt sich alsdann aber wieder teilweise gegen eine der Abflachungen,
Oberhalb der Welle 63 ist eine zweite Welle 75 gelagert, die ebenfalls einen Nocken 76
trägt. Auf dem rechten Ende der Welle 75 ist ein kurzer Arm yy befestigt, der über dem
Arm 43 des Hebels 41 ragt. Am freien Ende des Bogenstückes 61 ist ein Finger 78 vorgesehen,
der in der angehobenen Lage des Bogenstückes 61 gegen den Nocken 76 trifft
und diesen nach vorn schwingt (Abb. 3 und 4). Dadurch wird der Arm yy abwärts
bewegt; er drückt auf den Arm 43 und schwingt den Hebel 41 aus der Stellung in
Abb. ι in die Stellung nach Abb. 3.
Am linken Ende der Welle 75 ist eine Vorrichtung 79 vorgesehen, die gestattet, die
Welle von außen mittels eines Schlüssels
o. dgl. zu drehen, ohne daß ein Geldstück eingeworfen worden ist. Zweckmäßig wird
hierzu ein Sicherheitsschlüssel verwendet, damit die Vorrichtung durch Unbefugte nicht in
Tätigkeit gesetzt werden kann. Die Auslösevorrichtung hat den Zweck, den Hebel 41 seitwärts
zu schwingen, damit der Arm 8 von der Nase 40 freikommen und beim Abheben des
Hörers abwärts schwingen kann.·
Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise: Der selbsttätige Gebührenkassierer gemäß der
Erfindung wird neben dem Gehäuse des Fernsprechers auf der Wand in solcher Stellung
angebracht, daß die Gabel 11 des Armes 7 den hakenförmigen Träger des Hörers lose umfaßt,
wie in Abb. 1 angedeutet ist, damit er mit diesem Haken auf und nieder schwingen
kann.
Nachdem die Münzen in den dafür be-'stimmten Schlitz eingeworfen sind und der
Hörer abgehoben worden ist, wird der Hebel 25 an seinem herausragenden Handgriff erfaßt
und abwärts geschwungen. Dabei wird mit Hilfe des Sektors 30 und des durch die Teile 68, 64, 63, 69, 65, 66, 67 in seine Arbeitslage
geschobenen Zahnrades 31 die Feder des Laufwerks 20 gespannt, während durch
die Welle 15 das Gehäuse 21 rückwärts durch den Schlitz der Platine in solche Stellung ge-Schwüngen
wird, daß die Gleitfläche 16 hinter die Münzrinne 12 zu liegen kommt. Bei dem
Abwärtsschwingen des Hebels 25 wird das Bogenstück 61 so weit nach vorn gezogen, bis
schließlich der Finger 78 auf den Nocken 76 trifft, wodurch mit Hilfe des Armes JJ der
Hebel 41 seitwärts geschwungen wird und nunmehr der Arm 8 von der Nase 40 freikommt,
so daß der Arm 7 mit dem entlasteten Haken des Fernsprechers aufwärts schwingen kann. Die Drehung der Wellen 63 und 75
mittels der Teile 68 und 78 ist dadurch ermöglicht, daß das Bogenstück 61 auf dem
Rande des oberen Geldstückes gleitet und von diesem in solcher Höhe gehalten wird, daß der
Vorsprung 68 mit dem Nocken 64 und der Finger 78 mit dem Nocken 76 in Berührung kommt. Am Schlüsse der Abwärtsbewegung
des Hebels 25 schwingt die Kurve 35 am Sektor 30 den Hebel 36, 37 in solcher Riehtung,
daß das Zahnrad 31 nach rechts geschoben wird und mit dem Zahnsektor 30 nicht
mehr in Eingriff ist (Abb. 3). Dadurch wird die Welle 15 frei und kann sich langsam in
umgekehrter Richtung drehen. Der freigegebene Handhebel 25 nimmt bei seiner Aufwärtsbewegung
die mit ihm verbundenen Teile mit. Am Ende dieser Rückwärtsbewegung drückt der Vorsprung 68 den Nocken 64
nach hinten, wodurch die Welle 63 in solcher Richtung gedreht wird, daß der Gewichtshebel
aufwärts geschwungen wird, in welcher
Lage er durch die Feder 70 vorläufig festgehalten wird. Die Feder 6y übt deshalb keinen
Druck mehr auf das Zahnrad 31 aus.
Wenn nunmehr der Hörer wieder angehängt wird, wird die Sperrung zwischen
dem Arm 8 und der Nase 40 aufgehoben und der Hebel 41 durch die Feder 52 wieder gegen
die Münzrinne hin geschwungen. Dabei hebt er mit Hilfe der Klinke 50 den Arm 45, was
die Zurückziehung der Nase 13 zur Folge hat. Dadurch verlieren die Münzen ihre Unterstützung
und können nach unten aus der Rinne herausfallen. Bei der Rückwärtsdrehung der Welle 15 durch das Laufwerk 20
im ungekehrten Sinne kommt nach einer gewissen Zeit der Stift 22 mit dem Vorsprung
2}, auf dessen hinterer Seite in Berührung,
wodurch das Gehäuse 21 mitgenommen und allmählich nach vorn bewegt wird. Solange
ao sich die Gleitfläche 16 oder die Gleitfläche 17
noch unterhalb des unteren Endes der Münzrinne befindet (Abb. 4), werden die herabfallenden
Geldstücke auf der Bahn 19 nach außen geleitet, wo sie der Benutzer wieder in
Empfang nehmen kann. Sobald aber die Leitfläche 18 unter der Münzrinne eingestellt ist
(Abb. 2), fallen die Geldstücke hinter der Platine in einen Sammelbehälter. Diese Lage
der Gleitfläche wird am Schlüsse der Gangzeit des Laufwerkes erhalten.
Die Anordnung der Leitflächen 16, 17, 18
hat den Zweck, die Rückerstattung der Gebühr zu ermöglichen, wenn keine Verbindung
zu erzielen ist. Da die Herstellung der Verbindung immer verhältnismäßig kurze Zeit
erfordert, kann die Gangzeit des Laufwerkes verhältnismäßig kurz sein. Wenn vor Ablauf
dieser Zeit der Benutzer den Hörer anhängt, wird in der oben angegebenen Weise die
Münzsperrung 13 ausgelöst, und die Geldstücke fallen heraus; nach Ablauf der genannten
Zeit werden sie aber auf der Gleitfläche 18 vereinnahmt. Diese Einrichtung des Gebührenkassierers
verhütet aber auch die wiederholte Benutzung des Fernsprechers ohne Entrichtung einer Gebühr, weil die verschiedenen
Teile nur dann in Tätigkeit treten, wenn die bestimmten Münzen eingeworfen worden sind.
Claims (7)
- Patentansprüche:
i. Gebührenselbstkassierersprecher, gekennzeichnetfür Ferndurch Leitflächen, die durch ein unter gleichzeitiger Einstellung von Arbeitsgliedern in die Bereitschaftslage aufgezogenes Laufwerk derart eingestellt werden, daß innerhalb bestimmter Zeit der eingezahlte Geldbetrag wieder erstattet wird, während nach Ablauf dieser Zeit die Münzen in den Sammelbehälter befördert werden. - 2. Gebührenselbstkassierer nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein mit verschiedenen Leitflächen versehenes, unter der Münzrinne angeordnetes Gehäuse, das innerhalb gewisser Grenzen auf der Antriebswelle des Laufwerks-drehbar ist, so daß es nur bei gewissen Winkelstellungen von Anschlägen mitgenommen wird.
- 3. Gebührenselbstkassierer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch einen schwingbar gelagerten, die Einstellung der Arbeitsglieder bewirkenden Handhebel mit Hilfe eines mit ihm verbundenen Zahnsektors, der mit einem auf der Antriebswelle des Laufwerks angeordneten Zahnrad in Eingriff gebracht werden kann, das Laufwerk aufgezogen wird.
- 4. Gebührenselbstkassierer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnrad zu Beginn des Aufziehens in den Zahnsektor eingerückt wird, während nach Beendigung des Aufziehens ein am Zahnsektor vorgesehenes Kurvenstück die Verschiebung' des Zahnrades auf seiner Welle bewirkt und es aus dem Bereich des Sektors bringt.
- 5. Gebührenselbstkassierer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Handhebel zu Beginn seiner Schwingung ein Gewichtshebel derart umgestellt wird, daß er auf ein schwingbares Winkelstück drückt, das bei seiner Schwingung mit Hilfe einer an ihm befestigten Feder das Zahnrad auf der Antriebswelle des Laufwerks in seine Arbeitsstellung verschiebt.
- 6. Gebührenselbstkassierer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein am Handhebel angelenktes Bogenstück mittels Vorsprünge und Nocken eine den Gewichtshebel tragende Welle vorwärts oder rückwärts schwingt.
- 7. Gebührenselbstkassierer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein am Bogenstück vorgesehener Finger die Sperrung eines mit dem Hörerträger verbundenen Hebels auslöst und gleichzeitig die Auslösevorrichtung für die Münzsperrung in die Bereitschaftsstellung bringt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW73097D DE444869C (de) | 1926-07-10 | 1926-07-10 | Gebuehrenselbstkassierer fuer Fernsprecher |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW73097D DE444869C (de) | 1926-07-10 | 1926-07-10 | Gebuehrenselbstkassierer fuer Fernsprecher |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE444869C true DE444869C (de) | 1927-06-01 |
Family
ID=7609310
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW73097D Expired DE444869C (de) | 1926-07-10 | 1926-07-10 | Gebuehrenselbstkassierer fuer Fernsprecher |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE444869C (de) |
-
1926
- 1926-07-10 DE DEW73097D patent/DE444869C/de not_active Expired
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