DE44198C - Steuerung für Flüssigkeitsdruck-Hebemaschinen mit theilweisem Rücklauf der Druckflüssigkeit beim Niedergange der Maschine - Google Patents
Steuerung für Flüssigkeitsdruck-Hebemaschinen mit theilweisem Rücklauf der Druckflüssigkeit beim Niedergange der MaschineInfo
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Description
HHK
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 35: Hebezeuge.
C. HOPPE in BERLIN.
beim Niedergange der Maschine.
Die im Patente No. 36580 beschriebene Steuerung für die durch dieses Patent geschützte
Wasserdruck-Prefs- und Hebevorrichtung ermöglicht nur dadurch Lasten oder die
leere Kette anzuhalten oder zu senken, dafs zwei getrennte Handhebel und Schieber entsprechend
bewegt werden. Beim Herablassen der Last gelangt ferner das Wasser aus dem einen Cylinder durch den Ablaufweg eines
Wechselschiebers in einen besonderen Behälter, das Wasser des anderen Cylinders indessen
durch den Ablaufweg des Steuerschiebers in die Abflufsleitung, während ein Zurücktreten
des Druckwassers in die Zuflufsleitung bezw. den Accumulator nicht stattfinden kann. .
Diese Wirkungsweise jener Steuerung wird an Hand der auf beiliegender Zeichnung in
Fig. ι a, ι b und 1 c dargestellten drei Hauptstellungen
des Wechselschiebers s verständlicher werden. In Fig. 1 a ist gleichzeitig der
Steuerschieber 5 mit Handhebel H, Zuflufsrohr
C und Abflufsrohr D aufgenommen. Handelt es sich nun beispielsweise um eine
Hebevorrichtung für einen Kran gewöhnlicher Anordnung mit umgekehrtem Flaschenzug, so
mufs zunächst die Last oder leere Kette in jeder Lage in Ruhe gebracht werden können.
Es mufs ferner derjenige Kolben in Thätigkeit kommen, welcher der zu hebenden Last
entspricht. Demgemäfs werden folgende Handhabungen der Schieber erforderlich sein.
Angenommen, es solle eine auf dem Boden liegende Last, die der Stellung 1 des Hebels h,
Fig. ι a, d. h. der Speisung des gröfseren Kolbens durch den Weg α entspricht, gehoben
werden und die an der Last befestigte Kette hinge schlaff herab. Würde man nun bei der
Stellung des Hebels h, Fig. 1 a, sofort den
Steuerungshebel H heben, so. würde zum Straffziehen der Kette der gröfsere Kolben in
Thätigkeit kommen, mit grofser Geschwindigkeit sich bewegen und die Kette mit starkem
Ruck anziehen, was offenbar mit Gefahren und aufserdem mit Druckwasserverlusten verbunden
sein würde. Es mufs daher der Wechselschieber s zuerst in die Stellung 2, Fig. 1 b,
gebracht werden, in welcher nur der kleine Kolben durch Weg b gespeist wird. Dann
kann man durch Handhabung des Handhebels H die lose Kette straffziehen. Um nun
die Last mit dem grofsen Kolben zu heben, hat man erst den Schieber S mittelst des
Handhebels H wieder zu schliefsen, denn würde man den Hebel h aus der Stellung 2,
Fig. ι b, unmittelbar in die Stellung 1, Fig. ia,
bringen, so müfste derselbe zuerst durch die Stellung 3, Fig. 1 c, hindurch bewegt werden,
in welcher beide Kolben mit Druckwasser gespeist werden. Dann würde aber die Last mit
grofser Geschwindigkeit gehoben werden und dementsprechend ein gröfserer Wasserverbrauch
eintreten. Zum Anhalten der Last stellt man schliefslich den Hebel H auf Mitte ein und
schliefst den Schieber S, Fig. 1 a. Zum einfachen
Heben der Last ist es also erforderlich, den Steuerungsschieber S zweimal zu öffnen
und zweimal zu schliefsen und aufserdem den Wechselschieber s in zwei Stellungen zu bringen.
Beim Herablassen der Last wird bei den Stellungen ι und 2 des Hebels h das Wasser
des einen Cylinders durch die Muschel des Schiebers s und den Ablaufweg d, das des
anderen in den Ablaufweg D des Steuerschiebers S entweichen, während bei der Stellung 3,
Fig. ι c, sämmtliches Wasser durch den Ablaufweg -D abfliefst. Ein Zurückgehen von
Druckwasser in die Zuflufsleitung bezw. den Accumulator der Anlage findet also nie statt.
Nach dem den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Steuerungsverfahren sind
nun die beiden Cylinder derart mit der Steuerungsvorrichtung verbunden, dafs mittelst der
Steuerung bei Bewegung derselben aus der Ruhestellung nach einander erst dem einen
der beiden Kolben allein und dann beiben Kolben Druckflüssigkeit zugeführt wird,
oder dafs zuerst der kleinere Kolben, dann der gröfsere Kolben und schliefslich beide Kolben gemeinschaftlich durch die eintretende
Druckflüssigkeit bewegt werden. Während der Thätigkeit des einen Kolbens bewegt der andere Kolben sich dann drucklos mit
und saugt aus der Abflufsleitung Flüssigkeit an, so dafs also die Anwendung eines besonderen
Speisebehälters, wie solcher im Patente No. 36580 angegeben ist, überflüssig wird.
Erst wenn beide Kolben zugleich wirken sollen, erhält auch der andere Kolben Flüssigkeit aus
der Druckleitung.
Wird die Steuerung behufs Senkens der Last aus der Ruhestellung nach der anderen
Richtung bewegt, so kann die in der Hebemaschine befindliche Flüssigkeit entweder nach
einander, erst aus dem einen der beiden Cylinder und dann aus beiden oder zuerst nur
aus dem kleinen, dann nur aus dem grofsen und schliefslich aus beiden zusammen in die
Abflufsleitung gelangen. Im ersten Falle wird die Flüssigkeit aus dem einen Cylinder durch
den Einflufs der sich senkenden Last in die Druckleitung zurückbefördert, im zweiten Falle
wird zuerst aus dem grofsen, dann aus dem kleinen Cylinder die Flüssigkeit in die Druckleitung
gelangen.
Demgemäfs wird sowohl bei der doppelten, als auch bei der dreifachen Wirkungsweise,
und zwar beim Heben so gut wie beim Senken der Last ganz erheblich an Kraftwasser gespart
und die Handhabung der Steuerung ungemein vereinfacht. Die Ausübung dieses
Steuerungsverfahrens kann in der mannigfaltigsten Art erfolgen. So kann man zur Herstellung
der erforderlichen Verbindungen mehrere einzelne Ventile oder anders gestaltete Absperrtheile benutzen, die nach einander in
der richtigen Reihenfolge von Hand oder durch mechanische Hülfsmittel bewegt werden, oder
es werden Schieber benutzt, wobei man entweder einen einzigen Schieber für das Heben
und Senken oder einen besonderen Schieber zum Heben und einen besonderen Schieber
zum Senken der Last anwenden kann.
Fig. 1 der Zeichnungen veranschaulicht die Verbindung des Arbeitscylinders mit einer
Steuerung mit einem Schieber für doppelte Wirkung im Längsschnitt, Fig. 2 zeigt einen
Schnitt durch den Schieberkasten rechtwinklig zu Fig. i.
Wird der Schieber 5 aus seiner Ruhestellung nach links bewegt, so kann die Druckflüssigkeit aus der Druckleitung m durch den
Hohlraum des Schieberkastens, den Weg i, Fig. ι, das Rohr z1 und den hohlen Kolben c
in den Hohlraum des Kolbens b eintreten, welcher den festen Kolben c umschliefst und
sich im Cylinder α verschieben kann.
Bewegt sich nun, falls die Last oder der Widerstand dem Querschnitt des Kolbens c
entspricht, der Kolben &.aus dem Cylinder a heraus, so wird die Flüssigkeit für den hierbei
freigelegten Raum im Cylinder a durch Stutzen k1, Fig. 1, Weg k und Saugventil f,
Fig. 2, aus der Abflufsleitung e1 angesaugt, folglich wird nur Druckflüssigkeit in einer dem
Querschnitt des kleinen Kolbens c entsprechenden Menge verbraucht.
Genügt andererseits der dem Querschnitt des Kolbens c entsprechende Druck auf den
beweglichen Kolben b nicht, um die Last zu heben, so wird der Schieber S noch weiter
nach links bewegt, so dafs der Weg k frei wird und also auch durch diesen Weg k und
Rohrstutzen k1 der Cylinder α mit Druckwasser
gespeist wird. In diesem Falle wirkt demgemäfs auf den Kolben b ein dem Gesammtquerschnitte
desselben entsprechender Druck.
Zum Anhalten der Last wird der Schieber 5 wieder in die Ruhestellung Fig. 1 gebracht.
Die in dem Cylinder α und dem Hohlraum des Kolbens b enthaltene Flüssigkeit ist dann
vollständig abgesperrt. Zum Senken der Last wird nun der Schieber aus der Ruhelage nach
rechts bewegt. Dadurch wird zunächst durch die Muschel des Schiebers S eine Verbindung
zwischen k und e hergestellt, so dafs die in dem Cylinder a enthaltene Flüssigkeit durch
kl k und e in die Abflufsleitung ey gelangen
kann. Ist nun die zu senkende Last schwer genug, so wird der Kolben b in den Cylinder
α eintreten und die in seinem Hohlraum befindliche Flüssigkeit durch den Weg des
Kolbens c, das Rohr il und das Druckventil h,
Fig. 2, in die Druckleitung m zurückbefördern.
Diese Flüssigkeit wird also für spätere Arbeit wieder gewonnen. Ist die Last aber nicht
schwer genug, so wird der Schieber S noch weiter nach rechts bewegt werden müssen, so
dafs auch der Weg i durch die Muschel des Schiebers 5 mit dem Weg e verbunden wird
und aus dem Hohlraum des Kolbens b das Wasser durch Rohr ζ'1, Kanal i und die
Muschel des Schiebers 5 in den Weg e und die Abflufsleitung e1 gelangen kann. Dann
wird also sämmtliche in α und b befindliche Flüssigkeit in die Abflufsleitung fliefsen.
Soll für das Heben, und Senken von Lasten ein dreifach verschiedener Kolbenquerschnitt
wirksam gemacht werden, der dann drei verschieden grofsen Lasten bezw. Widerständen
entspräche, so bleibt die Anordnung des Cylinders α mit Kolben bc dieselbe, jedoch erhält
der Schieber die aus den Fig. 3 bis 12c ersichtliche Form, während die Wege k und i
durch je ein Saugventil/"/1, Fig. 12 Schnitt
nach E-F, Fig. 4, mit der Abflufsleitung e1
und durch je ein Druckventil 0 und o1 mit der Druckleitung m verbunden werden (in
Fig. 12 b und 12 c sind diese Verbindungen
der Deutlichkeit halber fortgelassen). Der Schieber S1 ist nun so eingerichtet, dafs mittelst
desselben behufs Einlassens von Druckflüssigkeit in die Prefs- oder Hebemaschine
zuerst die Wege e k abgesperrt und lediglich i geöffnet, dann e und i abgesperrt und k allein
geöffnet und schliefslich lediglich e abgesperrt und sowohl k als i geöffnet werden. Demgemäfs
wird durch Schieber S1 nach einander zuerst nur der Hohlraum des Kolbens b, dann
nur der Cylinder a mit Druckflüssigkeit gespeist, während schliefslich beiden Räumen
Druckflüssigkeit zugeführt wird.
Die Fig. 3, 4 und 5, sowie die Fig. 12 b
und 12 c stellen den Schieber in seiner Ruhestellung dar. Die Fig. 4 und 1 2 a veranschaulichen
den Schieberkastenspiegel; die in demselben eingezeichneten Rechtecke zeigen die
Mündungen der drei Wege et Ar, von denen e mit der Abflufsleitung e1, Fig. 12, k mit
dem Stutzen Ac1, Fig. 1, des Cylinders α und i
mit dem nach dem Kolben c, Fig. 1, führenden Rohr i1 verbunden ist.
Wie aus den Figuren ersichtlich, münden die beiden Wege e k hinter einander in der
Richtung der Schieberbewegung, während i neben e mündet. Der Schieber S1 selbst ist
mit einer Durchlochung z'2 und einer Höhlung η versehen. Letztere kommt beim Heben
der Last nicht in Wirksamkeit, sie dient vielmehr nur zum Ableiten des Wassers aus dem
Cylinder α und dem Hohlraum des Kolbens b beim Senken der Last, wie dies später noch
auseinandergesetzt werden wird.
In den Fig. 6 bis 11 sind die verschiedenen Stellungen des Schiebers zum Schieberkastenspiegel
beim Heben und Senken der Last durch punktirte Linien angedeutet.
Die Stellungen des Schiebers S1 beim Heben
der Last sind in den Fig. 6 bis 8 dargestellt. In Fig. 6 ist i mit der Druckleitung m verbunden,
wodurch nur der Innenraum des Kolbens b mit Druckflüssigkeit gespeist wird.
In Fig. 7 steht k mit m in Verbindung, es erhält also. Cylinder a allein Druckflüssigkeit.
In Fig. 8 wird sowohl α als b mit Druckflüssigkeit
gespeist, indem k und i mit der Druckleitung m verbunden sind.
In die Räume, welche nicht mit der Druckleitung in Verbindung stehen, wird durch die
Saugventile/bezw./1 Flüssigkeit aus der Abflufsleitung
e1 angesaugt.
Soll die Last angehalten werden, so bringt man Schieber S1 wieder in seine mittlere Lage,
Fig. 3, 4 und 5. Um die Last zu senken, mufs der Schieber S1 nach rechts bewegt werden.
Hierbei wird nun zunächst der Schieber die Stellung Fig. 9 einnehmen, in welcher der
Weg i durch die Muschel η des Schiebers S1
mit dem Weg e in Verbindung steht, während Weg k abgesperrt ist.
Es kann also nur aus dem Hohlraum des Kolbens b, Fig. 1, Flüssigkeit durch den Weg
des Kolbens c, Rohr i\ Kanal i, Muschel η
und Weg e in die Abflufsleitung e1 gelangen,
Fig. 12.
Bewegt sich der Kolben b unter dem Einflufs der Last, so wird er die im Cylinder a
befindliche Flüssigkeit durch Stutzen k1, Weg k
und Druckventil ο, Fig. 12, in die Druckleitung m zurückdrücken. Genügt indessen
bei dieser Stellung des Schiebers S1 das Gewicht
der Last nicht, um eine Bewegung des Kolbens b zu veranlassen, so wird der Schieber
S1 noch weiter nach rechts bewegt, bis er in die Stellung Fig. ι ο gelangt. In dieser Lage
ist der Weg i durch den in die Muschel η reichenden Ansatz nl des Schiebers S1 abgesperrt,
während k mit e durch η verbunden ist. Es kann also jetzt nur aus dem Cylinder a
Flüssigkeit in die Abflufsleitung gelangen.
Tritt nun Bewegung des Kolbens b ein, so wird die im Hohlraum dieses Kolbens b befindliche
Flüssigkeit durch den Kolben c, Rohr ζ'1, Weg i und Druckventil ο1, Fig. 12,
in die Druckleitung m zurückgedrückt. Ist jedoch die Last nicht schwer genug, so dafs
keine Bewegung des Kolbens b eintritt, so wird der Schieber Si noch weiter nach rechts
in die Stellung Fig. 11 gebracht, so dafs beide
Wege ζ und k durch die Muschel η mit dem Abflufsweg e verbunden sind. In diesem Falle
wird also sowohl die im Cylinder α, als auch die im Hohlraum des Kolbens b enthaltene
Flüssigkeit durch die Rohre A:1 und z'1 und
Wege k und i in die Abflufsleitung gelangen.
Es ist also durch diesen Schieber erreicht, dafs beim Heben von Lasten nur so viel
Druckflüssigkeit verbraucht wird, als der zu
hebenden Last bezw. dem Widerstände entspricht. Wirkt daher die Druckflüssigkeit nur
auf den einen der beiden Kolben, so bewegt sich der andere Kolben drucklos. Andererseits
wird beim Senken der Last so viel Druckflüssigkeit wieder gewonnen, als der zu senkenden
Last entspricht.
Wie sich aus der Beschreibung der Wirkungsweise des Schiebers S1 ergiebt, bleibt die
Muschel η bei der Bewegung des Schiebers S1
aus der Ruhelage Fig. 4 nach links in die Stellungen Fig. 6 bis 8 behufs Hebung der
Last aufser Thätigkeit, während umgekehrt bei der Bewegung des Schiebers aus der Ruhelage
Fig. 4 nach rechts in die Stellungen Fig. 9 bis η behufs Senkung die Oeffnungen i und k
mit der Kammer des Schieberkastens nicht in Verbindung kommen. Man kann daher den
Schieber S1 auch in zwei Theile zerlegen, von denen der eine zum Heben der Last, der
andere zum Senken derselben dient. Der erste dieser beiden Schieber wird in diesem Falle
eine gewöhnliche Abschlufsplatte mit Oeffnung i2 darstellen, während der zweite Schieber eine
Muschel besitzt.
Eine derartige Theilung ist besonders dann vortheilhaft, wenn der Schieber S1 zu grofs
ausfallen würde, in welchem Falle die Bewegung desselben zu viel. Widerstand hervorbringen
würde.
Diese Abänderung der Steuerung ist in den Fig. 17 bis 26 veranschaulicht. Die Wege i
und k liegen hier in der Richtung der Schieberbewegung hinter einander, weshalb der
beim Heben der Last in Anwendung kommende Einlafsschieber E, Fig. 17 bis 19, noch
einen zweiten Schlitz k2 erhält. Fig. 24 veranschaulicht
einen Schnitt nach A-B bezw. C - D, Fig. 26 , durch den Schieberkasten,
Fig. .25 einen Schnitt nach E-F, Fig. 26, und
Fig. 26 eine obere Ansicht des' Schieberkastenspiegels. Die Fig. 17 bis 19 stellen Schnitte
durch den Einlafsschieber nach G-H, Fig. 26, die Fig. 20 bis 22 Schnitte durch den Auslafsschieber
A nach J-K, Fig. 26, dar. Die Wege i und k sind in derselben Weise, wie
mit Bezug auf die Fig. 1 und 12 beschrieben,
durch Rohre il und Jc1, Fig. 1, mit dem Kolben
c bezw. dem Cylinder a verbunden, während e mit der Abflufsleitung el in Verbindung
steht. Aufserdem sind zwischen i und k einerseits und dem Hohlraum des Schieberkastens
andererseits die Druckventile ο ο1, Fig. 24 und 26, eingeschaltet, während zwischen
i und k einerseits und e1 andererseits
Saugventile ff1 angeordnet sind. In der Ruhelage
nehmen beide Schieber solche Stellungen ein, dafs sämmtliche Wege bedeckt sind.
Die drei Schieberstellungen Fig. 17, 18
und 19 entsprechen genau den drei Schieberstellungen Fig. 6, 7 und 8, und alles, was mit
Bezug hierauf und die Thätigkeit der Ventile ff1 gesagt war, gilt auch für den Schieber E.
Liegen die Oeffnungen i k neben einander, so kann selbstverständlich bei geeigneter Anordnung
und Gestaltung der Abschlufskanten eine einzige Oeffnung z2 genügen, wie bereits mit
Rücksicht auf den Schieber S\ Fig. 3 und 5, beschrieben wurde.
Will man die Last anhalten, so bringt man den Schieber E in seine Ruhelage zurück.
Zum Senken der Last dient lediglich der Schieber A. Derselbe deckt in seiner Ruhelage,
wie Fig. 22 zeigt, sämmtliche Wege kei ab. Die Muschel η dieses Schiebers ist einfach
(dem Schnitt des Schiebers S1, Fig. 5, entsprechend), so dafs nur zweifache Wirkung
beim Senken der Last erzielbar ist. Bringt man den Schieber nach links in die Lage
Fig. 20, so wird die Muschel η die Wege e und i verbinden, es mufs also, wenn der Kolben
b durch die Last in den Cylinder α eingedrückt
wird, Flüssigkeit aus dem Cylinder a durch Rohr kl, Weg k und Ventil 0 in den
Schieberkasten und somit in die Druckleitung getrieben werden. Bei der zweiten Stellung
des Schiebers, Fig. 21, sind beide Wege i und k mit dem Abflufsweg e verbunden. Auch
hier kann eine dreifache Wirkung erzielt werden, wenn man die Muschel mit einem dem
Ansatz nx des Schiebers S1, Fig. 3, entsprechenden
Steg versieht, so dafs in einer zwischen den Stellungen Fig. 20 und 21 liegenden
Stellung der Weg i bedeckt und lediglich k mit e verbunden würde.
Die Wirkungsweise der beiden Schieber E und A ist also derjenigen des Schiebers S1
ganz gleich und lassen sich daher mit diesen beiden Schiebern die gleichen Arbeiten verrichten.
Derartig getrennte Schieber eignen sich besonders zum Betriebe von Steuerungen,
welche von entfernten Punkten aus gehandhabt werden, beispielsweise mittelst eines endlosen
Seiles, das um eine Seilrolle V'2, Fig. 23, geschlungen ist, deren zur Mutter ausgebildete
Nabe die Schieberspindel w erfafst.
An dem Wesen des geschilderten Steuerungsverfahrens wird nichts geändert, wenn
man die Theilung des Schiebers Sl noch
weiter vornimmt und z. B. die Wege i und- k mit besonderen Abschlufsvorrichtungen versieht,
welche dieselben sowohl mit der Druckleitung, als auch mit der Abflufsleitung zu verbinden
gestatten. In solchem Falle kann man statt der Schieber auch Hähne oder Ventile verwenden, wie dies die Fig. 13 und 14 veranschaulichen.
Jedes der vier Ventile ν' i>2i>3v4
wird durch einen Gewichtshebel u (oder auch mittelst einer Feder) belastet und kann für sich
bewegt werden. Die beiden Ventile v1 v2 ermöglichen
eine Verbindung der Druckleitung m mit den Wegen i und k, also mit dem Hohl-
raum des Kolbens b, Fig. i, bezw. dem Cylinder
α. Die beiden Ventile Vs und v4 gestatten,
die Wege k und i. mit dem Abflufsweg e in Verbindung zu bringen. Beide
Wege i und k sind, wie mit Bezug auf Fig. 12 beschrieben, durch Säugventile/2/3 mit der
Abflufsleitung verbunden, dagegen können die Druckventile οολ, Fig. 12, hier in Fortfall
kommen, da die Ventile v1 v2 selbst als Druckventile
in Thätigkeit treten können. Die Wege i und k sind durch Zweigwege i3 k3
mit den Kästen der Ventile vi v3 verbunden.
Die Bewegung der Ventile v1 v2 v3 vi kann
in der verschiedensten Weise bewirkt werden, beispielsweise durch eine gemeinschaftliche
Schubstange q , deren Erhöhungen ρ pl p^2 p%
auf die in Schlitzen der Ventilspindeln r gelagerten Rollen wirken, oder auch durch Daumen
t, Fig. 15 und 16, der Steuerwellen tl i2,
von denen jede mit einer Schnurscheibe VV1 für ein Steuerseil versehen ist. Die Wirkungsweise
dieser Vorrichtung ist ohne Weiteres nach dem Vorhergehenden verständlich.
Die drei Stellungen der Ventile v1 v2 entsprechen
genau den Schieberstellungen Fig. 6, 7 und 8, und alles, was bezüglich der Hebung
der Last durch Handhabung des Schiebers S1 ausgeführt wurde, gilt auch für die Wirkungsweise
der Ventile v1 v2.
Um die Last zu senken, mufs die Stange q nach links verschoben werden.
Wie ersichtlich, werden auch hier die Auslafsventile v3 v4 nicht gesteuert, wenn die Einlafsventile
V1V2 gehandhabt werden, und umgekehrt.
Man kann daher auch hier besondere Steuervorrichtungen für die Einlafs- und Auslafsventile
verwenden, wie Fig. 15 dies darstellt.
An dem Wesen der Erfindung wird nichts geändert, wenn man an Stelle der beschriebenen
Steuerorgane andere verwendet, beispielsweise anstatt der Flachschieber Drehschieber
oder Kolbenschieber, anstatt der Ventile Einzelschieber oder Hähne.
Ist nur eine zweifache Wirkungsweise beabsichtigt, so kann zuerst entweder der kleinere
oder der gröfsere Kolben zur Wirkung gelangen und dann beide Kolben zusammen.
Die beschriebene Steuerung kann auch dann zur Anwendung kommen, wenn zwei hinter
oder über einander angeordnete Cylinder von gleichem oder verschiedenem Querschnitt, oder
wenn neben einander· stehende Cylinder zur Hebung oder Bewegung einer Last oder zur
Ausübung einer Pressung u. dergl. benutzt werden. Fig. 27 zeigt beispielsweise die Anwendung
zweier Cylinder a° und b° von ungleichem
Querschnitt. Die beiden Cylinder sind fest mit einander verbunden, und es wird wieder der gröfsere Cylinder a° mit dem Rohr A1,
der kleinere Cylinder b° aber mit dem Rohr i der in den anderen Figuren gezeichneten Steuerungseinrichtungen
verbunden.
Dem Cylinder a° entspricht also der äufsere Cylinder α der Maschine, Fig. 1, während der
kleinere Cylinder b° dem hohlen Kolben b, Fig. ι, entspricht. Die beiden Kolben dieser
Cylinder sind durch einen Rahmen R unbeweglich mit einander verbunden.
Fig. 28 zeigt drei neben einander angeordnete Cylinder, von denen mindestens die beiden äufseren ax und a" gleich grofs sind;
diese äufseren Cylinder werden durch ein Verbindungsrohr mit einander und mit dem Rohr A1
verbunden, während der mittlere Cylinder bl an Rohr i angeschlossen ist.
Die Wirkungsweise der Steuerungsvorrichtung ist bei diesen Cylinderanordnungen die
gleiche wie die vorher beschriebene.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Bei einer Steuerung für Flüssigkeitsdruck-, Prefs- und Hebevorrichtungen mit zusammengesetztem Kolben und Cylindern, bei welcher durch Bethätigung der Steuerung in der einen Richtung von einer mittleren Ruhelage aus nach einander entweder zuerst der den einen Kolben bedienende Weg (i oder k) oder zuerst der den kleineren Kolben bedienende Weg (i) und dann der den gröfseren (oder zwei) Kolben bedienende Weg (k) und in jedem Falle schliefslich beide Wege (i und k) mit der Druckleitung verbunden werden, die Anordnung, dafs bei Bethätigung der Steuerung von der genannten Ruhelage aus nach entgegengesetzter Richtung behufs Sen kens der Last unter Ersparung von Druckflüssigkeit entweder:a) zuerst nur der eine der beiden Wege i und k mit der Abflufsleitung in Verbindung gebracht wird, wobei infolge der Kolbenbewegung aus dem anderen Wege die Druckflüssigkeit durch ein Druckventil in die Druckleitung zurückgelangt, schliefslich aber beide Wege i und k mit der Abflufsleitung verbunden werden, oderb) zuerst der Weg (i) für sich und dann der Weg (k) für sich und schliefslich beide Wege zusammen mit der Abflufsleitung verbunden werden.
- 2. Bei der durch Anspruch 1 a) gekennzeichneten Steuerungseinrichtung die Anordnung eines Muschelschiebers S für die drei hinter einander liegenden Wege ike, Fig. 1, in Verbindung mit dem Saugventil f und dem Druckventil h, Fig. 2.
- 3. Bei den durch Anspruch 1. gekennzeichneten Einrichtungen die folgenden Anordnungen :a) ein zusammengesetzter Muschelschie-ber S mit Oeffnung i2, Muschel n und Ansatz η1 in derselben, Fig. 3 und 5, in Verbindung mit den Saugventilen ff1 und den Druckventilen ο o\ Fig. 12;b) getrennte Schieber E und A, Fig. 24, von denen der Eintrittsschieber mit einer oder zwei Oeffnungen (k2 PJ, der Austrittsschieber mit einer Muschel versehen ist, in Verbindung mit den Saugventilen ff' und den Druckventilen ο o1;c) getrennte Schieber, Hähne oder Ventile V1V2V3V4, von denen V1V2 die Wege i k mit Druckflüssigkeit versorgen, V3V4 in besonderen, mit k bezw. i durch ks bezw. i3 verbundenen Kammern sich bewegen und die Verbindung von k bezw. i mit der Abflufsleitung vermitteln.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44198C true DE44198C (de) |
Family
ID=319446
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44198D Active DE44198C (de) | Steuerung für Flüssigkeitsdruck-Hebemaschinen mit theilweisem Rücklauf der Druckflüssigkeit beim Niedergange der Maschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44198C (de) |
-
0
- DE DENDAT44198D patent/DE44198C/de active Active
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