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Die vorliegende Erfindung betrifft
einen Filmträger
und ein Verfahren zu dessen Herstellung. Insbesondere betrifft die
Erfindung einen Filmträger
und ein Verfahren zu dessen Herstellung, bei dem ein Kurzschluß zwischen
inneren Anschlüssen
und Randbereichen eines Halbleiterchips durch Anodisieren von Endbereichen
der inneren Anschlüsse,
die einen Anschlußfleck
des Halbleiterchips kontaktieren, vermieden wird.
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Üblicherweise
sind Halbleiterchips, z. B. integrierte
Schaltkreise (IC) oder integrierte Schaltkreise mit hoher Packungsdichte
(LSI), sehr dünn
und klein, so daß sie
nicht direkt auf eine gedruckte Leiterplatte (PCB) montiert werden
können.
Dementsprechend sind die Halbleiterchips in einer Art Gehäuse aufgenommen,
das durch ein Gießharz
abgedichtet ist, um auf oder in der gedruckten Leiterplatte montiert
zu werden.
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Üblicherweise
ist eine Grundstruktur eines Halbleitergehäuses wie folgt. Ein Halbleiterchip
wird auf einen Leiter- oder Anschlußrahmen gesetzt, um einen Elektrodenanschluß des Halbleiterchips
mit Anschlüssen
für die
Verbindung zu einem äußeren Schaltkreis
durch einen Bonddraht zu verbinden. Der Halbleiterchip und der Bonddraht
werden zusammen mit dem Anschlußrahmen
vergossen und nur eine Vielzahl von äußeren Anschlußdrähten stehen
von dem Gehäuse
weg.
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Derartige Halbleitergehäuse sind
hauptsächlich
in sogenannte Dual-in-line-Gehäuse
(DIP), die zwei Reihen von Anschlußdrähten haben, die vertikal und
nach unten von beiden Seiten des Halbleitergehäuses gerichtet sind, und in
sogenannte Quad-Flat-Gehäuse (QFP)
unterteilt, die zwei Reihen von abstehenden Anschlüssen an
jeder der vier Seiten des Halbleitergehäuses haben. Das QFP hat den Vorteil,
daß es
dichter gepackt auf der gedruckten Leiterplatte angebracht werden
kann als das DIP.
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In letzter Zeit sind elektronische
Geräte
hoher Funktionsdichte, kleiner Baugröße und niedrigen Gewichts immer
populärer
geworden, und Halbleiterchips wurden höher integriert, so daß entsprechend die
Anzahl ihrer Anschlüsse
gestiegen ist. Daher sind Draht-gebondete Gehäuse, wie z. B.
DIP- und QFP-Gehäuse,
nicht mehr ausreichend und eine neue Gehäuseform ist nun erforderlich.
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Daher wurde ein Filmträgerverfahren
verbessert, bei dem eine Elektrode eines Halbleiterchips und zugehörige Anschlußdrähte gemeinsam
jeweils miteinander verbunden werden, anstatt ein herkömmliches
Draht-Bondverfahren anzuwenden. Das Filmträgerverfahren wird auch als
Bandträgerverfahren
oder als bandautomatisiertes Bondverfahren (TAB-Verfahren) bezeichnet.
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Das Filmträgerverfahren ist eine Art der Oberflächenmontagegehäusetechnik,
bei dem ein Anschlußrahmen
und metallische Strukturen (Anschlußdrähte), die als Verbindungsdraht
dienen, auf einem Trägerfilm
ausgebildet sind, und metallische Strukturen auf dem Trägerfilm
werden mit einem Anschlußflecken
des Halbleiterchips durch Vorsprünge (bumps)
aus metallischen Erhebungen verbunden. Dieses fortschrittliche Filmträgerverfahren
ist vollständig
anders als das Draht-Bondverfahren und wird hauptsächlich in
kleinen elektronischen Taschenrechnern, Flüssigkristallanzeigen (LCDs), Computern
etc. verwendet.
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1 ist
eine Draufsicht auf einen Filmträger,
der in einem TAB-Gehäuse
gemäß dem Stand der
Technik verwendet wird.
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Wie in 1 gezeigt,
weist ein herkömmlicher
Filmträger
einen isolierenden Film mit Transportöffnungen 12 und inneren
An schlüssen 22 sowie äußeren Anschlüssen 24 auf,
die durch Photo-Ätzen eines
Kupfer-Dünnfilms
hergestellt sind, der auf diesem isolierenden Film 10 aufgebracht
ist. Die inneren Anschlüsse 22 und
die äußeren Anschlüsse 24 werden
nachstehend als Anschlüsse 20 bezeichnet.
Der isolierende Film ist aus Polyester, Polyethersulfonat (PES)
oder Polyparaansäure
(PPA) hergestellt. Der Herstellungsvorgang des vorstehend beschriebenen allgemein
angewendeten Filmträgers
wird nachstehend im Detail beschrieben.
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Zuerst wird der isolierende Film 10 gestanzt, um
eine Bauteilöffnung
16 und äußere Anschlußrillen 14 zu
bilden, und eine dünne
Kupferschicht wird auf. den isolierenden, Film mit einer Dicke von
18 bis 35 μm
aufgebracht. Anschließend
wird eine photoempfindliche Schicht auf den dünnen Kupferfilm aufgebracht,
belichtet und dann entwickelt, um eine Strukturierung in der photoempfindlichen
Schicht zu bilden. Anschließend
wird die belichtete Fläche
des dünnen
Kupferfilms unter Verwendung der photoempfindlichen Schicht geätzt, die
anschließend
entfernt wird.
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Dementsprechend werden innere Anschlüsse 22 und äußere Anschlüsse 24 entsprechend
der in die photoempfindliche Schicht eingearbeiteten Strukturierung
gebildet. Die inneren Anschlüsse 22,
die sich teilweise in die Bauteilöffnung 16 erstrecken,
die durch Ausstanzen des mittleren Abschnitts des isolierenden Films 10 erhalten
worden ist und in der der Halbleiterchip angeordnet wird, sind so
geformt, daß sie
nahe der Kante des isolierenden Films 10 gerade verlaufen.
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Ein derartiger Filmträger wird
durch eine Abfolge von Filmträgereinheiten
des gleichen Aufbaus gebildet und kann der Einfachheit halber auf
einer Spule aufgewickelt aufbewahrt werden. Auf dem Filmträger sind
Halbleiterchips in unterschiedlichen Weisen angeordnet. Das heißt, nachdem
ein Elektrodenfleck eines Halbleiterchips mit einem Ende der inneren
Anschlüsse 22 durch
gleichzeitiges Multi-Punkt-Bonden, insbesondere durch Gang-Bonden verbunden
worden ist, werden die anderen Enden der äuße ren Anschlüsse 24 mit
metallischen Elektroden der gedruckten Leiterplatte verbunden.
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Die 2 und 3 sind teilweise Schnittansichten,
die ein Verfahren zum Bonden eines Elektrodenanschlußflecks
eines Halbleiterchips mit inneren Anschlüssen zeigen, die in dem Filmträger von 1 angeordnet sind.
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Wie in 2 dargestellt,
ist ein Vorsprung 34 aus Gold (Au) auf dem Elektrodenanschlußfleck 32 des
Halbleiterchips 30 ausgebildet und der dazu gehörige innere
Anschluß 22 wird
auf dem Vorsprung 34 angeordnet. Danach wird der Elektrodenanschlußfleck 32 des
Halbleiterchips 30 mit dem inneren Anschluß 22 verbunden,
indem der Vorsprung 34 durch ein Thermokompressionsverfahren
ausgebreitet wird.
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Der Vorsprung
34, der im
allgemeinen auf dem Elektrodenanschlußfleck
32 des Halbleiterchips
30 ausgebildet
ist, kann auf dem inneren Anschluß
22 ausgebildet werden,
der so angeordnet ist, daß er mit
dem Elektrodenanschlußfleck
32 ausgerichtet
ist. Die gedruckte Leiterplatte oder eine Flüssigkristallanzeige ist mit
dem äußeren Anschluß
24 verbunden. Hier
bezeichnet ein Bezugszeichen
10 in
2 (nicht beschrieben) einen isolierenden
Film. Eine derartige Technik ist z. B.
in den US-Patenten
US 4,494,688 und
US 3,763,404 beschrieben.
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Die Bond-Technik, die die in 2 gezeigten Vorsprünge verwendet,
erfordert eine teure und genau arbeitende Vorrichtung aufgrund des
feinen Rasters zwischen den Elektrodenanschlußflecken 32 aufgrund
der hohen Integration beim Ausbilden des Vorsprungs 34 auf
dem Elektrodenanschlußfleck 32 des
Halbleiterchips 30. Daneben hat das Verfahren den Nachteil,
daß die
inneren Anschlußflecken 32, die
elektrisch mit dem Elektrodenanschlußfleck 32 verbunden
sind, an der Kante des Halbleiterchips 30 kurzgeschlossen sein können, obwohl
der innere Anschlußfleck 32,
der mit dem Elektrodenanschlußfleck 32 durch
den Vorsprung 39 verbunden ist, von der Oberfläche des
Halblei terchips 30 um die Höhe des Vorsprungs 34 nach
oben abgesetzt ist.
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US Eine andere Bond-Technik, die
in US-Patent
US 4,210,926 beschrieben
ist, ist ein Direktbondverfahren, bei dem der Elektrodenanschlußfleck des Halbleiterchips
mit dem inneren Anschlußdraht
ohne den Vorsprung verbunden ist, wie dies in
3 gezeigt ist.
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Wie in 3 gezeigt,
ist der innere Anschluß 22,
der auf dem isolierenden Film 10 ausgebildet ist, mit einem
Kontaktabschnitt 22 versehen, der mit dem Elektrodenanschlußfleck des
Halbleiterchips und einem Kantenabschnitt 23 eines zugehörigen Bereichs an
dem Kantenabschnitt a des Halbleiterchips verbunden ist.
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Entsprechend der vorstehend beschriebenen
Bond-Technik ist der innere Anschluß 22 auf dem Elektrodenanschlußfleck 32 des
Halbleiterchips 30 angeordnet, um mit dem Kontaktbereich 22a in
Berührung
zu kommen, und der Elektrodenanschlußfleck 32 des Halbleiterchips 30 ist
mit dem inneren Anschluß 22 durch
ein Thermokompressionsverfahren verbunden.
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Eine derartige Bond-Technik hat den
Vorteil, daß sie
keinen Vorsprung erfordert, während
sie den Nachteil hat, daß sie
einen fehlerfreien Ätzvorgang erfordert,
um sicherzustellen, daß keine
Kurzschlüsse
an dem Kantenabschnitt des Halbleiterchips 30 auftreten.
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Daneben hat die vorstehend beschriebene Bond-Technik
weitere Nachteile, da sie nicht genau das Ende des fein unterteilten
inneren Anschlusses 22 mit einer ausreichenden Dicke ätzen kann
und das Ende des inneren Anschlusses 22 durch den Kontaktabschnitt 22a verschlechtert
wird, der nach dem Ätzvorgang
relativ dünn
ist.
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Aus der
JP 4-162556 A ist es bekannt,
Teile eines Leiterrahmens mit einem anodischen Oxidfilm zu versehen.
Diese Maßnahme
dient dazu, die Haftung zwischen einem Harzteil und einem Metallteil oder
zwischen zwei Metallteilen zu verbessern.
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In der
JP 60-64442 A wird zum Verhindern eines Kurzschlusses
zwischen einem Halbleiter-Chip und einem durchhängenden Bond-Draht ein isolierender
Film auf dem Halbleiter-Chip bzw. unterhalb des Bond-Drahts ausgebildet.
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Aus der
US 5,153,707 ist ein Verfahren zur Herstellung
von Filmträgern
bekannt. Bei einer Ausführungsform
wird ein Halbleiter-Chip im Zentrum des Filmträgers angeordnet und mittels
einer Vielzahl von inneren Endabschnitten elektrischer Anschlüsse, die
sich in Richtung auf das Zentrum erstrecken, kontaktiert. Zur Herstellung
wird zunächst
ein Metallfilm mit sich nach außen
erstreckenden elektrischen Anschlüssen hergestellt, die im Zentrum
noch durch eine zusammenhängende
Metallschicht verbunden sind. Die inneren Endabschnitte werden erst
in einem späteren
Verfahrensschritt herausstrukturiert.
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Aufgabe der Erfindung ist es, die
vorstehenden Nachteile des Stands der Technik zu überwinden und
einen Filmträger
bereitzustellen, auf dem ein Halbleiter-Chip kontaktiert werden
kann, ohne Vorsprünge
an inneren Endabschnitten von Kontaktierungsanschlüssen des
Filmträgers
ausbilden oder diese Endabschnitte einem Ätzverfahren unterwerfen zu
müssen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung
eines solchen Filmträgers
anzugeben.
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Diese Aufgaben werden gelöst durch
Filmträger
gemäß den Patentansprüchen 1 und
10 sowie durch Verfahren zum Herstellen von Filmträgern gemäß den Ansprüchen 7 und
14.
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Nach einem ersten Gesichtspunkt weist
ein erfindungsgemäßer Filmträger zum
Kontaktieren eines Halbleiter-Chips einen elektrisch isolierenden Film
mit einer Bauteilöffnung
auf, an der der Halbleiter-Chip montierbar ist. Ferner weist der
Filmträger eine
Vielzahl von elektrischen Anschlüssen
auf, die sich in Richtung auf die Bauteilöffnung erstrecken und dort
jeweils ei nen Endabschnitt aufweisen, der einen Kontaktbereich zum
direkten Kontaktieren eines Elektrodenanschlussfleckens des Halbleiterchips
sowie eine anodische Oxidschicht zum Verhindern eines Kurzschlusses
des Endabschnitts des elektrischen Anschlusses mit dem Halbleiter-Chip aufweist.
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Ein derartiger Filmträger kann
im Rahmen eines Verfahrens hergestellt werden, welches zumindest
folgende Schritte umfasst:
– Stanzen eines isolierenden
Films, um eine Bauteilöffnung
zu formen, an der der Halbleiter-Chip montierbar ist,
– Aufbringen
und Strukturieren eines anodisierbaren Metalls auf den Film derart,
dass eine Vielzahl von Anschlüssen
gebildet wird, die sich jeweils in Richtung auf die Bauteilöffnung erstrecken
und dort jeweils einen Endabschnitt aufweisen,
– Aufbringen
einer Anodisierungsmaske, die Flächen definiert,
an denen isolierende Oxidschichten an den Endabschnitten der Anschlüsse zu erzeugen
sind,
– Erzeugen
von anodischen Oxidschichten an den Anschlüssen durch anodische Oxidation,
wobei Kontaktbereiche der Endabschnitte unoxidiert bleiben, um mit
Elektrodenanschlussflecken des Halbleiter-Chips kontaktiert zu werden,
und die Oxidschichten so angeordnet sind, dass sie einen Kurzschluss der
Endabschnitte der elektrischen Anschlüsse mit dem Halbleiter-Chip
verhindern.
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Nach einem weiteren Gesichtspunkt
sieht die Erfindung einen Filmträger
zum Kontaktieren eines Halbleiter-Chips vor, wobei dieser Filmträger einen
elektrisch isolierenden Film mit einer Bauteilöffnung in einem inneren Bereich
des Films sowie einen örtlich
selektiv anodisch oxidierbaren flachen Körper aufweist, der im Bereich
der Bauteilöffnung
auf einer Seite des Films angeordnet ist und eine Vielzahl von elektrischen
Anschlüssen
aufweist, die sich vom Umfang des flachen Körpers radial nach außen erstrecken.
An den elektrischen Anschlüssen
sind dabei im Bereich des flachen Körpers elektrisch leitende Kontaktbereiche
zum Kontaktieren von Elektrodenanschußflecken des Halbleiter- Chips vorgesehen.
Ferner sind an den elektrischen Anschlüssen elektrisch isolierende
anodische Oxidschichten zum Verhindern eines Kurzschlusses der elektrischen
Anschlüsse
mit dem Halbleliter-Chip vorgesehen. Der flache Körper besteht
zudem in einem inneren Bereich auf seiner gesamten Dicke aus einem
durch anodische Oxidation hergestellten Isolator, um die elektrisch
leitenden Kontaktbereiche an ihren Umfängen voneinander zu trennen.
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Ein Verfahren zum Herstellen eines
Filmträgers
nach diesem weiteren Gesichtspunkt umfasst zumindest die folgenden
Schritte:
– Aufbringen
und Strukturieren eines anodisierbaren Metalls auf einen isolierenden
Film derart, dass ein flacher Körper
mit einer Mehrzahl von elektrischen Anschlüssen geformt wird, die sich
radial von diesem nach außen
erstrecken,
– Aufbringen
einer ersten Anodisierungsmaske,
– Durchführen einer ersten anodischen
Oxidation in ausgewählten
Bereichen des Metalls, um isolierende Oxidschichten an den elektrischen
Anschlüssen
zu erzeugen, die so angeordnet sind, dass sie einen Kurzschluss
zwischen den elektrischen Anschlüssen und
einem Halbleiterchip verhindern,
– Ausbilden einer zweiten Anodisierungsmaske,
die elektrische Kontaktabschnitte unoxidiert lässt, die mit Elektrodenanschlussflecken
des Halbleiterchips kontaktiert werden, und
– Durchführen einer
zweiten anodischen Oxidation, um das anodisierbare Metall in einem
den flachen Körper
bildenden inneren Abschnitt auf seiner gesamten Dicke zum Isolator
zu machen.
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Weitere Vorteile und Ausgestaltungen
der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen, die nachstehend
im Detail erläutert
sind.
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1 ist
eine Draufsicht auf einen Filmträger gemäß dem Stand
der Technik;
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2 ist
eine teilweise Schnittansicht eines Beispiels zum Verbinden eines
Elektrodenanschlußflecks
eines Halbleiterchips mit einem inneren Anschlußdraht, die in dem Filmträger von 1 angeordnet sind;
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3 ist
eine teilweise Schnittansicht eines weiteren Beispiels eines Elektrodenanschlußflecks eines
Halbleiterchips, der mit einem inneren Anschlußdraht verbunden ist, die in
dem Filmträger
von 1 angeordnet sind;
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4 ist
eine Ansicht von unten, die einen Filmträger gemäß einer ersten bevorzugten
Ausführungsform
der Erfindung zeigt.
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5A und 5B sind teilweise Schnittansichten
von Beispielen, wie ein Elektrodenanschlußfleck eines Halbleiterchips
und ein innerer Anschlußdraht des
Filmträgers
der 4 miteinander verbunden werden
können;
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6 ist
eine teilweise Schnittansicht eines weiteren Beispiels für einen
inneren Anschlußdraht des
Filmträgers
in 4;
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7A ist
eine Draufsicht, die einen Filmträger gemäß einer zweiten bevorzugten
Ausführungsform
dieser Erfindung zeigt;
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7B ist
eine Schnittansicht entlang der Linie VII-VII von 7A;
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8 ist
eine Schnittansicht eines Beispieles, wie ein Elektrodenanschlußfleck eines
Halbleiterchips mit einem inneren Anschlußdraht verbunden ist, die in
dem Filmträger
von 7A angeordnet sind;
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9A bis 9C sind die Herstellungsschritte des
Filmträgers
von 7A.
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Ein erfindungsgemäßer Filmträger und ein Verfahren zu dessen
Herstellung sind nachstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen im
Detail beschrieben.
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4 ist
eine Draufsicht auf eine erste bevorzugte Ausführungsform des Filmträgers der
vorliegenden Erfindung. Gleiche Teile wie bei dem herkömmlichen
Filmträger
sind in der Beschreibung durchgehend mit dem gleichen Bezugszeichen
versehen und eine erneute detaillierte Beschreibung erfolgt nicht.
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Wie in 4 dargestellt,
weist ein Filmträger gemäß der vorliegenden
Erfindung einen isolierenden Film 10 auf, der Transportöffnungen 12,
eine Bauteilöffnung 16 und äußere Anschlußrillen 14 sowie
eine Vielzahl von Anschlüssen 20 hat,
die auf der Oberseite oder auf der Unterseite des isolierenden Films 10 angeordnet
sind, um sich teilweise in Richtung auf die Bauteilöffung 16 zu
erstrecken und über die äußeren Anschlußrillen 14 reichen.
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Der isolierende Film 10 besteht
aus Polyimid, Polyester, Polyethersulfonat (PES) oder Polyparaansäure (PPA).
Die Anschlüsse
können
aus einem anodisierbaren Metall, z. B.
Aluminium, Tantal, Niob, Zirkon oder Wolfram gebildet sein.
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Bezugszeichen 18 bezeichnet
einen gemeinsamen Anschluß,
um eine Vielzahl von Anschlüssen 20 elektrisch
miteinander zu verbinden, und die gemeinsamen Anschlüsse 18 werden
verwendet, um Elektroden zum Zeitpunkt der anodischen Oxidation anzuschließen.
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Die anodischen Oxidationsschichten 23a erstrecken
sich teilweise in die Bauteilöffnung 16 und sind
an einem Endabschnitt jedes Anschlusses 20 ausgebildet,
der sich quer über
die äußeren Anschlußrillen 14 erstreckt.
Die anodischen Oxidschichten 23a sind so ausgestaltet,
daß sie
den Ätzabschnitten 23 gemäß dem in 3 gezeigten Stand der Technik
entsprechen, die dazu dienen, den Halbleiterchip vor Berührungen
im Randbereich zu schützen.
Die anodische Oxidschicht 23a ist deutlicher in einem vergrößerten Querschnitt
entlang der Linie IV-IV in einem strichpunktierten Kreis neben 4 veranschaulicht.
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5A zeigt,
daß der
Anschluß 20 auf
der Oberseite des isolierenden Films 10 angeordnet sein kann,
während 5B zeigt, daß der Anschluß 20 auch
auf der Unterseite des isolierenden Films angeordnet sein kann,
was keinen Unterschied hinsichtlich der Bond-Technik macht.
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In den 5A und 5B wird der Kontaktabschnitt 22a der
inneren Anschlüsse 22,
der der Elektrode 32 des Halbleiterchips 30 zugeordnet
ist, direkt mit dem gegenüberliegenden
Elektrodenanschlußfleck 32 verbunden.
Dabei verhindert die anodische Oxidschicht 23a einen Kurzschluß zwischen
dem inneren Anschluss 22 und einer Kante a des Halbleiterchips 30.
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Der hauptsächliche technologische Gesichtspunkt
der vorliegenden Erfindung besteht in der Ausbildung der anodischen
Oxidschichten 23a. Das heißt, die anodische Oxidation
der Endabschnitte der inneren Anschlüsse, die mit den Bondflecken
des Halbleiterchips verbunden sind, kann verhindern, daß die inneren
Anschlüsse
mit den Randabschnitten des Halbleiterchips kurzgeschlossen werden.
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Üblicherweise
sind die herkömmlichen
Anschlüsse 20 aus
einer dünnen
Kupfer- oder Kupferlegierungsschicht hergestellt, um den Thermokompressionsprozeß mit den
Aluminiumelektroden für
Anschlußflecken
zwischen den Vorsprüngen
zu erleichtern, aber sie können
nicht bei der vorliegenden Erfindung angewendet werden, da sie nicht
anodisiert werden können.
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Dies ist der Grund, warum die inneren
Anschlüsse 20 aus
unanodisierbaren Metallen hergestellt sind.
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6 ist
eine teilweise Schnittansicht mit einem weiteren Ausführungsbeispiel
für einen
inneren Anschluß des
Filmträgers 4 und
erläutert
eine Ausführungsform,
die durch Elektroplattieren eines vorbestimmten Abschnitts der inneren
Anschlüsse
mit einem anodisierbaren Metall erhalten wird, um die Verwendung
eines metallischen Materials als Anschlußdraht zu ermöglichen,
das nicht anodisiert werden kann.
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6 zeigt
einen durch Anodisierung vollständig
elektroplattierten inneren Anschluß 22c, der direkt
mit einem Elektrodenanschlussflecken 32 eines Halbleiter-Chips 30 verbunden
ist und auf seiner Unterseite mit einer anodischen Oxidschicht 23b versehen
ist.
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Nachfolgend wird ein Verfahren zur
Herstellung eines erfindungsgemäßen Filmträgers gemäß einer
ersten bevorzugten Ausführungsform
erläutert.
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Zunächst werden in einem isolierenden
Film 10 eine Bauteilöffnung 16 sowie äußere Anschlussrillen 14 durch
Stanzen gebildet. Sodann wird ein dünner metallischer Film mit
einer vorbestimmten Dicke auf der gesamten Oberfläche aufgebracht.
Dieser metallische Film besteht aus einem anodisierbaren Metall,
z. B. Aluminium, Tantal, Niob, Zirkon
oder Wolfram.
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Der metallische Film wird mit einer
photoempfindlichen Schicht beschichtet und anschließend belichtet
und entwickelt, um so ein Muster in die photosensitive Schicht einzuarbeiten.
Mit Hilfe dieses Musters werden sodann der metallische Film geätzt und
danach die Reste der photoempfindlichen Schicht wieder entfernt.
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Als Ergebnis entsteht eine Vielzahl
von Anschlüssen 20,
die innere Anschlussbereiche 22 (kurz: innere Anschlüsse) und äußere Anschlussbereiche 24 (kurz: äußere Anschlüsse) aufweisen.
Zur Bauteilöffnung 16 hin
weisen die inneren Anschlüsse 22 in die
Bauteilöffnung 16 hineinragende
Endabschnitte auf, die dort später
einen in die ausgestanzte Öffnung des
Films 10 einzuset zenden Halbleiter-Chip kontaktieren. Gegenüberliegende
Endabschnitte der inneren Anschlüsse 22 sind
elektrisch durch gemeinsame Anschlüsse 18 überbrückt.
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Im Anschluß wird auf dem gesamten sich
in die Bauteilöffnung 16 erstreckenden
Bereich des Anschlusses 20, ausgenommen einen Kontaktbereich 22a,
der später
einen der elektrischen Anschlussflecken des Halbleiter-Chips kontaktieren
soll, eine anodische Oxidschicht 23a gebildet. Nachfolgend
wird ein Beispiel betrachtet, bei dem das Material der Anschlüsse 20 ein
dünner
Aluminiumfilm ist.
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Zur Bildung der anodischen Oxidschicht 23a dient
eine Anodisierungsmaske, mittels der diejenigen Bereiche der inneren
Anschlüsse 22,
in denen jeweils eine anodische Oxidationsschicht 23a gebildet werden
soll, definiert werden. Die Anodisierungsmaske kann von einem photoempfindlichen
Film gebildet werden, der auf die inneren Anschlüsse 22 mit Ausnahme
der für
die Oxidationsschichten 23a vorgesehenen Bereiche aufgebracht
wird. Die Anodisierungsmaske kann auch aus einer auf die inneren
Anschlüsse 22 aufgebrachten
dielektrische Schicht durch Ätzen
herausgebildet werden. Eine dielektrische Anodisierungsmaske ist
vorteilhaft, weil sie bis zu einer hohen Anodisierungsspannung zuverlässig arbeitet.
Nach der Bildung der Anodisierungsmaske wird die anodische Oxidation
ausgeführt.
Dabei wird ein übliches
anodisches Oxidationsverfahren angewendet, das auf der Oberfläche einer
Elektrode einen Oxidfilm wachsen lässt, indem die Elektrode als
Anode in einem elektrolytischen Bad wirkt.
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Bei einem solchen anodischen Oxidationsprozeß werden
die gemeinsamen Anschlüsse 18 der Anschlüsse 22 elektrisch
mit einer Anode verbunden und in eine elektrolythische Kammer getaucht,
die eine elektrolytische Flüssigkeit
mit 3 bis 5% Oxalsäure
(H2C2O4)
enthält.
Sodann wird der Stromkreis über die
Anoden geschlossen.
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Die anodische Oxidschicht 23a muss
so ausgebildet werden, dass sie einen vorbestimmten Teil des Körpers der
inneren Anschlüsse
22 überdeckt, um
nur einen bestimmten Teil der inneren Anschlüsse 22 zu isolieren.
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Falls die Dicke t1 des dünnen Aluminiumfilms
etwa 10 bis 20 μm beträgt, ist eine Dicke t2 der anodischen
Oxidschicht von etwa 5 bis 7 μm ausreichend,
um als isolierende Schicht zu dienen. Die bevorzugten Bedingungen
der anodischen Oxidation sind wie folgt: Temperatur 30°C ± ~2°C; anodische Oxidationsspannung
80 V Wechselspannung; Stromdichte 3 A/dm2; Anodisierungsdauer 20 Minuten. Je höher die
Reinheit des Aluminiums ist, umso höher ist die Qualität der anodischen
Oxidschichten 23a.
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Wie in einer vergrößerten Schnittansicht
in einem Kreis bei 4 gezeigt,
bildet sich die anodische Oxidschicht 23a, so heraus, daß die Oberfläche des
Anschlusses 22 stufenfrei ist. Dies liegt daran, daß der anodische
Oxid-Dünnfilm
auf Kosten des Aluminiums wächst.
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Dementsprechend ist der Endabschnitt
des Anschlusses 22 mehr gefestigt als ein herkömmlicher geätzter Anschluß, was verhindert,
daß der
Endabschnitt des Anschlusses beim Bonden gebogen wird. Wie in 6 gezeigt, wenn ein metallisches Material
als Anschluß verwendet
wird, das nicht anodisiert werden kann, kann es in der gleichen
Weise oxidiert werden, wenn zusätzlich
ein Prozeß der Elektroplattierung
der Oberfläche
des Anschlusses 22 durchgeführt wird.
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7A ist
eine Draufsicht auf eine zweite bevorzugte Ausführungsform des Filmträgers gemäß der vorliegenden
Erfindung, und 7B ist
eine Schnittansicht entlang der Linie VII-VII von 7A. Wie in 7A gezeigt,
weist der Filmträger
der vorliegenden Ausführungsform
einen isolierenden Film 10 mit Transportöffnungen 12 und äußeren Anschlußrillen 14,
eine Vielzahl von Anschlüssen 20 mit inneren
Anschlüssen 22 und äußeren Anschlüssen 24 auf
der Ober- oder Unterseite des isolierenden Films 10, sowie
ein zentrales metallisches Material 17a (einen anodisch
oxidierten Körper),
der zusammenhängend
mit den Anschlüssen 20 gebildet
ist und als durch hartanodische Oxidation hergestellter Isolator
ausgebildet ist, der auf seiner gesamten Dicke isolierend ist.
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Der Körper 17a hat die gleiche
Größe wie die Bauteilöffnung in 4 und bildet eine hart-anodisierte
Oxidschicht. Kontaktbereiche 22b, die mit den Elektrodenanschlußflecken
beim Bonden des Halbleiterchips kontaktieren, verbleiben unanodisiert
in dem anodischen Oxidkörper 17a.
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Der Filmträger ist mit anodischen Oxidschichten 23b versehen,
die auf einer vorbestimmten Fläche
der inneren Anschlüsse 22 gebildet
sind, die elektrisch mit den Kontaktabschnitten 22b verbunden sind.
Die anodischen Oxidschichten 23b sind vom Aufbau die gleichen
wie die anodischen Oxidschichten 23a, die bereits im Zusammenhang
mit der ersten bevorzugten Ausführungsform
beschrieben worden sind. Das Bezugszeichen 26 bezeichnet
eine Vielzahl von Öffnungen,
die in dem anodischen Oxidkörper 17a vorgesehen
sind.
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Eine derartige Struktur wird in 7B deutlicher, die eine
teilweise vergrößerte Schnittansicht entlang
der Linie VII-VII von 7A ist.
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Wie in 7B gezeigt,
ist der anodische Oxidkörper 17a auf
dem isolierenden Film 10 mit äußeren Anschlußrillen 14 gebildet,
und eine Vielzahl von Anschlüssen 20 sind
so gestaltet, daß sie
rechteckig sind und mit dem anodischen Oxidkörper 17a zusammenpassen.
Der anodische Oxidkörper 17a ist ein
vollständiger
Isolator, in dem die dünne
metallische Schicht inklusive der Anschlüsse bis zu ihrem Grund anodisiert
ist.
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Die Kontaktabschnitte 22b sind
elektrisch mit den Anschlüssen 20 verbunden
und die Umfänge
der Kontaktabschnitte 22b sind von den anodischen Oxidschichten 23b und
dem anodischen Oxidkörper 17a getrennt.
Der isolierende Film 10 kann aus Polyimid, Polyester, Polyethersulfonat
(PES) oder Polyparaansäure
(PPA} hergestellt sind. Die Anschlüsse 20 können aus
einem leicht anodisierbaren Metall, z. B.
Aluminium, Tantal, Niob, Zirkon oder Wolfram, hergestellt sein.
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8 ist
eine Schnittansicht, die ein Beispiel einer Verbindung des Elektrodenanschlußfleckens des
Halbleiterchips mit den inneren Anschlüssen zeigt, die in dem Filmträger von 7A angeordnet sind.
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Wie in 8 gezeigt,
ist der dem Elektrodenanschlußflecken 32 des
Halbleiterchips 30 entsprechende Kontaktteil 22a direkt
auf den Elektrodenanschlußflecken 32 thermo-komprimiert.
Die anodische Oxidschicht 23b bedeckt eine Kante a des
Halbleiterchips 30, so daß verhindert werden kann, daß die inneren
Anschlüsse 22 und
die Kante einen Kurzschluß bilden.
Der anodische Oxidkörper 17a erstreckt
sich über
den gesamten Halbleiterchip 30 und hat eine Vielzahl von Öffnungen 26,
so daß die
Adhäsionskraft
zwischen dem Halbleiterchip 30 und sämtlichen Anschlüssen durch
vorheriges Freilegen eines vorbestimmten Bereiches in dem isolierenden
Film, der auf der Oberseite des anodischen Oxidkörpers 17a gebildet
ist, und Aufbringen eines Beschichtungsharzes als Abdeckung verbessert
werden kann. Die Öffnung
des isolierenden Films und das Beschichtungsharz sind in der Zeichnung
nicht gezeigt.
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Ein Verfahren zur Herstellung des
Filmträgers
gemäß der zweiten
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf
die 9A bis 9C beschrieben.
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Wie in 9 gezeigt,
ist ein anodisierbares Material auf einem isolierenden Film 10 abgelegt
und so strukturiert, daß es
einen metallischen Körper 17 von
regelmäßiger viereckiger
Ge stalt und eine Vielzahl von Anschlüssen 20 in dem Körper 17 bildet.
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Die Vielzahl der Anschlüsse 20 sind
so gestaltet, daß sie
in jeder Richtung zu der regelmäßig-viereckigen
Gestalt des metallischen Körpers 17 symmetrisch
sind. Die Anschlüsse 20 sind
aus inneren Anschlüssen 22 und äußeren Anschlüssen 24 zusammengesetzt.
Wenn der viereckig gestaltete metallische Körper 17 und die Anschlüsse 20 strukturiert werden,
können
die Öffnungen 26 in 7 gemeinsam gebildet werden. Die Öffnungen
sind in 9A nicht gezeigt.
Wie in 9B gezeigt, wird
eine erste anodische Oxidation auf einem Endabschnitt jedes inneren
Anschlusses 22 ausgeführt,
der mit dem metallischen Körper 17 verbunden
ist, um die anodische Oxidschicht 23b zu bilden. Die Prozeßbedingungen und
die Technik der vorliegenden anodischen Oxidation sind im wesentlichen
die gleichen wie die bei dem Herstellungsverfahren des Filmträgers von 4.
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Wie in 9B gezeigt,
nachdem die anodischen Oxidschichten 23b gebildet sind,
wird eine photosensitive Schicht insgesamt über die Anschlüsse inklusive
der anodischen. Oxidschichten 23b auf der erhaltenen Struktur
aufgebracht und dann strukturiert, um eine zweite Anodisierungsmaske
zu bilden, die eine Fläche
definiert, wo Kontaktabschnitte gebildet werden. Eine zweite anodische
Oxidation wird ausgeführt,
nachdem die oben beschriebene Anodisierungsmaske entfernt worden
ist. Auf diese Weise wird eine hart-anodische Oxidation ausgeführt, bis
der metallische Körper 17 ein
vollständiger Isolator
wird, im Gegensatz zu der ersten weich-anodischen Oxidation, bei
der nur die Oberfläche
anodisiert wird. Die zweite Oxidation, falls die Dicke der metallischen
Schicht 17 etwa 20 bis 40 μm beträgt, wird
während
80 bis 169 Minuten unter den gleichen Bedingungen ausgeführt, wie
die erste anodische Oxidation, um die gewünschten anodischen Oxidschichten 23a zu
erhalten.
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Der Filmträger, der gemäß einer
weiteren Ausführungsform
hergestellt worden ist, kann all die Vorteile haben, die in der
bevorzugten Ausführungsform
gemäß 4 gewünscht werden. Darüber hinaus
können
die Kontaktabschnitte 22b, die die Elektrodenanschlußflecken
des zu verbindenden Halbleiterchips kontaktieren, an jeder beliebigen
Stelle des rechteckigen metallischen Körpers 17 angeordnet werden,
so daß der
Filmträger
so hergestellt sein kann, daß die
Anschlüsse
ohne Rücksicht
auf den Ort des Elektrodenfleckens des Halbleiterchips gebildet
werden können.
Dies wird erreicht, indem die Struktur der Anodisierungsmaske richtig
definiert wird.
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Die Vorteile des Filmträgers und
das Verfahren zu dessen Herstellung gemäß der vorliegenden Erfindung
werden nachstehend zusammengefaßt.
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Zum einen können Herstellungskosten eingespart
werden, da der Filmträger
der vorliegenden Erfindung hergestellt werden kann, indem lediglich der
anodische Oxidationsprozeß ausgeführt wird, ohne
daß ein
herkömmlicher
Lötkugelvorgang
und ein Ätzvorgang
der Endabschnitte der Anschlüsse
erforderlich ist. Zum zweiten kann verhindert werden, daß die Anschlüsse beim
Bonden gebogen werden. Zum dritten wird verhindert, daß das Bauteil
durch α-Strahlen beeinträchtigt wird,
da anodisierte Abschnitte die aktiven Bereiche des Bauteils schützen. Zum
vierten hat der anodische Oxidkörper
(Oxidkissen) die Öffnungen,
die die Adhäsionskraft
zwischen dem Halbleiterchip und den Anschlüssen durch Aufbringen von Beschichtungsharz
verbessern können.
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Als Ergebnis hiervon kann durch den
Filmträger
und das Verfahren zu dessen Herstellung in Übereinstimmung mit der vorliegenden
Erfindung ein Kurzschluß zwischen
den inneren Anschlüssen
und den Randbereichen des Halbleiterchips durch Elektroplattieren
der inneren Anschlüsse
mit einem anodisierbaren Metall oder durch Ausbilden von anodischen
Oxidschichten und anschließendem
Ausbilden von selektiven anodischen Oxidflecken auf dem Bereich,
wo der Halbleiterchip angeordnet werden soll, verhindert werden.
Es versteht sich, daß die
Erfindung nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen beschränkt ist
und daß unterschiedliche
Abwandlungen und gleichwertige Anordnungen durch den Erfindungsgedanken
erfaßt
sind, wie er in den Ansprüchen
definiert ist.