DE438397C - Geschwindigkeitsmesser - Google Patents

Geschwindigkeitsmesser

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DE438397C
DE438397C DEK95166D DEK0095166D DE438397C DE 438397 C DE438397 C DE 438397C DE K95166 D DEK95166 D DE K95166D DE K0095166 D DEK0095166 D DE K0095166D DE 438397 C DE438397 C DE 438397C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/64Devices characterised by the determination of the time taken to traverse a fixed distance
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
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Description

  • Geschwindigkeitsmesser. Die Erfindung bezieht sich auf Geschwindigkeitsmesser, bei denen ein Zeitwerk am Anfang einer bestimmten Wegstrecke eingeschaltet und am Ende derselben angehalten wird, und besteht in einer Zierbesserung der Vorrichtung zum Ein- und Ausschalten des Zeitwerks. Hierzu wird nämlich nicht wie bisher das übliche unmittelbar angetriebene Wegzählwerk benutzt, sondern es wird ein besonderes zweites Triebwerk (z. B. ein Federwerk) benutzt, das vor. der vom Rad des Fahrzeuges abgeleiteten Antriebsvorrichtung schrittweise so lange freigegeben wird, bis es eine der Meßstrecke entsprechende Umdrehung gemacht hat, worauf es sich selbsttätig sperrt und gleichzeitig das zu Beginn seiner Bewegung ausgelöste Zeitwerk anhält.
  • Das Zeitwerk besteht aus einem Uhrwerk A mit Anker 2, bei dem zur Vereinfachung die Unruhe bzw. die sonst üblichen Mittel zur Erzielung gleicher Schwingungsdauer fortgelassen werden können. Das Auslösen dieses Uhrwerks .A und das Anhalten nach Zurücklegung der Meßstrecke erfolgt durch ein zweites Uhrwerk B. Dieses Uhrwerk stellt lediglich ein Hilfstriebwerk dar. Seine Einfügung hat folgenden Zweck: Zur Bewegung des Auslösernechanismus für das Zeituhrwerk A steht nur eine sehr kurze Zeit zur Verfügung. Eine Radumdrehung dauert z. B. bei dem gewöhnlichen Fahrrad und den üblichen Geschwindigkeiten 1/2 bis llg Se:cunde. Hiervon steht wieder nur ein Bruchteil zur Verfügung, weil die Ausnutzung der ganzen Umdrehungszeit - etwa durch eine dauernd wirkende Kupplung des Rades mit dem Triebwerk des Apparatessich aus praktischen Gründen nicht empfiehlt. Wegen dieser Kürze des Zeitintervalls muß also ein verhältnismäßig großer Impuls von dem zu messenden Objekt, etwa dem Vorderrade des Fahrrades, ausgeübt werden, zumal dann, wenn noch ein Zwischenmechanismus zu betreiben ist, also wenn etwa der Meßapparat auf der Lenkstange des Fahrrades befestigt ist, was natürlich sehr wünschenswert ist. Auch ist die Stärke des Impulses mit der Geschwindigkeit des Meßobjekts, also der Drehgeschwindigkeit des Vorderrades, veränderlich. Ferner ist die weitgehende Unter= drückang des Geräusches zu erstreben. Daher soll bei dem hier beschriebenen Apparat durch das Wegrad kein Antreiben, sondern nur das Auslösen des Hilfsuhrwerks B erfolgen. Dieses kann auf die verschiedenste Weise geschehen, etwa, wie in der Zeichnung angedeutet, durch Zug am Anker 4 bei jeder Umdrehung des Vorderrades vermittels einer geeigneten Anschlagvorrichtung 5 und einer Übertragungsvorrichtung 6. Die Rückbewegung dieser Teile kann durch die Feder des Uhrwerks B oder durch eine besonders eingeschaltete Feder 7 erfolgen.
  • Der Meßvorgang wird sich also etwa folgendermaßen abspielen: Bei Beginn der Messung wird das Hilfsuhrwerk B durch die Anschlagvorrichtung 5 und gleichzeitig- durch B auch A ausgelöst. Nach einer durch die Konstruktion des Apparates festgelegten Anzahl von Umdrehungen des Vorderrades tritt eine automatische Hemmung des Uhrwerks B ein, et-a dadurch, daß ein Rad 8 dieses Uhrwerks eine ganze Umdrehung ausgeführt hat und mit dem Zapfen 9 an den Zapfen io anstößt. Gleichzeitig wird das Uhrwerk A ausgesetzt, etwa dadurch, daß ein zweiter Zapfen i i am Rade 8 in die Schwingungsbahn des Fortsatzes 12 am Anker 2 gerät. Während der Zeit, in der nicht gemessen werden soll, kann das Anstoßen des Anschlags 5 auf einfache Weise ausgeschaltet werden, so daß der Apparat wesentlich nur zur Meßzeit Energie verbraucht. Für eine neue Messung wird zunächst diese Ausschaltung rückgängig gemacht und dann - zweckmäßig mit demselben Handgriffdas Rad 8 freigegeben. Das Uhrwerk A wird vor jeder Messung durch Zurückstellen des Zeigers 3 wieder aufgezogen; Uhrwerk B wird zweckmäßig auch von Hand aufgezogen, kann aber leicht so konstruiert werden, daß dies nur nach etwa 2o bis 3o Messungen nötig ist.
  • In einer zweiten Ausführungsform, die nicht gezeichnet ist, wird der Anker q. oder auch das ganze Hilfsuhrwerk B an der Radgabel angebracht und die Verbindung zur Lenkstange dementsprechend eingerichtet. Diese Anordnung hat den Vorzug, daß vom Rade aus noch weniger Masse zu bewegen ist, und ermöglicht auch bei abgefederter Vordergabel eine sicher wirkende Auslösevorrichtung, indem man etwa den Anschlag 5 durch seitlichen Schlag gegen den Anker wirken läßt und ihn dem Abfederungsspielraum der Gabel entsprechend breit macht. Hierdurch ist auf einfache und doch gute Genauigkeit ermöglichende Weise die Schwierigkeit überwunden, die sich dem Einbau der bisher gebräuchlichen Geschwindigkeitsmesser an die abgefederte Vordergabel entgegenstellten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Geschwindigkeitsmesser, bestehend aus einem Zeitwerk, das zu Beginn einer vorher bestimmten Meßstrecke eingeschaltet und am Ende derselben ausgerückt wird, gekennzeichnet durch ein besonderes das Zeitwerk (A) ein- bzw. ausschaltendes Triebwerk (B), das entsprechend den zurückgelegten Teilen der Meßstrecke von der Antriebsvorrichtung des Messers schrittweise so lange freigegeben wird, bis es eine der Meßstrecke entsprechende Umdrehung gemacht hat, worauf es das Zeitwerk (A) stillsetzt und selber durch Selbstsperrung oder auf andere Weise angehalten wird.
DEK95166D 1925-07-30 1925-07-30 Geschwindigkeitsmesser Expired DE438397C (de)

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