DE3045982C2 - Vorrichtung zur Messung von Fahrzeug-Bremsgeschwindigkeiten - Google Patents
Vorrichtung zur Messung von Fahrzeug-BremsgeschwindigkeitenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Messung von Fahrzeug-Bremsgeschwindigkeiten, mit
einer Geschwindigkeitsmeßeinrichtung zur Erzeugung von fahrzeuggeschwindigkeitsproportionalen Impulssignalen
und einer Anzeigeeinrichtung.
Grundsätzlich können Messungen von Fahrzeuggeschwindigkeiten und damit »uch von Bremsgeschwindigkeiten
eines Fahrzeugs mit Hilfe eines meist vorhandenen Tachometers oder unter Verwendung zusätzlicher
Einrichtungen, wie eines ausschließlich zu Meß- ίο zwecken am Fahrzeug angebrachten fünften Meßrades,
vorgenommen werden, wobei die hierbei meist erhaltenen fahrzeuggeschwindigkeitsproportionalen Impulssignale
z. B. nach einer Digital-Analog-Umsetzung aufgezeichnet und die zu ermittelnden Bremsgeschwindigkeiten
durch Auswertung markierter Anfangs- und Endbremsgeschwindigkeitswerte
erhalten werden könnten. Auf diese Weise ist jedoch nur eine geringe Meßgenauigkeit
zu erzielen oder die aufwendige Anbringung eines fünften Meßrades am Fahrzeug erforderlich, S1O daß
mit solchen Mitteln eine sowohl einfache als auch genaue Messung von Fahrzeug-Brerrssgeschwindigkeiten
nicht möglich ist
Darüber hinaus ist aus der DE-AS 11 19 025 ein elektronisches
Verfahren zur digitalen Ermittlung von Beschleunigung und zurückgelegtem Weg bei Bewegungsvorgängen bekannt, bei dem eine vom bewegten Objekt
in Drehung versetzte Schlitzscheibe den von einer Lichtquelle ausgehenden und auf einen lichtelektrischen
Empfänger gerichteten Strahlengang durchsetzt, so daß eine Impulsspannung mit geschwindigkeitsproportionaler
Frequenz erzeugt wird, die über eine Schalteranordnung einer eine Anzahl von Zählern aufweisenden Zählstufe
zugeführt wird. Zu Beginn eines Meßvorgangs wird der erste Impuls dieser Impulsspannung einem
Startimpulsgeber zugeführt, der daraufhin über einen elektronischen Schalter einen die Länge der Zählintervalle
bestimmenden Impulsgenerator ansteuert. Über eine bistabile Steuerstufe und eine Diodenmatrix wird
dann über die Schalteranordnung jeweils ein Zähler der Zählstufe angesteuert. Der die Beendigung des Zählintervalls
bis zum Abschluß des Zählvorgangs des letzten Zählers darstellende Ausgangsimpuls des Impulsgenerator
beaufschlagt eine weitere bistabile Kippstufe, v/odurch der elektronische Schalter zur Beendigung des
Meßvorgangs geöffnet wird. Von einer Anzeigeeinrichtung können die Zählergebnisse d&nn mit Hilfe eines
weiteren Zählers und eines Zweirichtungszählers summiert
bzw. subtrahiert ur.d grafisch oder mittels eines Oszillographen angezeigt werden, so daß aus den der
Geschwindigkeit entsprechenden Zählergebnissen der zurückgelegte Weg und die Beschleunigung ermittelt
werden können. Hierbei werden zur Bestimmung des zurückgelegten Weges sämtliche während der gesamten
Meßzei; auftretenden Impulse gezählt, während zur Beschleunigungsermittlung die Differenz der in aufeinanderfolgenden
Zählintervallen jeweils gezählten Impulswerte gebildet wird.
Auf diese Weise wird somit im wesentlichen eine Durchschnittsgeschwindigkeit eines bewegten Körpers
innerhalb eines vorgegebenen Meßintervalls ermittelt und daraus der gewünschte Strecken- bzw. Beschleunigungswert
abgeleitet. Im Falle eines Bremsvorgangs bei einem Falirzeui; würde daher bei Betätigung der Bremse
durch ein entsprechendes Triggersignal eine Anzahl b5
von Zähhchritien ΓΓτ die vorgesehenen Zähler eingeleitet,
in denen sodann die von einem Geschwindigkeitssensor abgegebenen uric.', durch einen Steuerimpuls verknüpften
Impulse über die vorgegebene Zeitdauer hinweg gezählt würden. Hierdurch lassen sich jedoch keine
diskreten Momemtanwerte der Geschwindigkeit in bremsabhängig festgelegten Zeitintervallen bei Beginn
und Beendigung eines jeweiligen Bremsvorgangs ermitteln, sondern nur Durchschnittswerte der nach Einsetzen
eines Bremsvorgangs während des vorgegebenen Zeitintervalls gemessenen Fahrzeuggeschwindigkeit
bilden.
Weiterhin ist in diesem Zusammenhang aus der GBPS 11 31 538 die Messung eines Zeitintervalls bekannt,
in dem z. B. eine Gasturbine von Leerlaufdrehzahl auf annähernde Maximaldrehzahl gebracht werden kann.
Diese Messung erfolgt auf der Basis fotoelektrisch erzeugter Drehwinkel- bzw. Drehzahlimpulse, die einer
bistabilen Kippstufe zugeführt werden, von der wiederum ein MHz-Zähler angesteuert wird, der somit die jeweilige
Umdrehungsdauer in Mikrosekunden mißt. Bei Erreichen eines vorgegebenen minimalen bzw. maximalen
Zählwertes wird jeweils eine weitere bistabile Kippstufe angesteuert und dadurch die gewünschte Zeitmessung
erhalten. Durch eine solche Zeitmessung zwischen zwei fest vorgegebenen Grenzwerten isi jedoch die Ermittlung
und Anzeige von brems- oder beschleunigungsabhängigen diskreten Geschwindigkeitsverten
ebenfalls nicht möglich.
Der erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung zur Messung von Fahrzeug-Bremsgeschwindigkeiten der eingangs genannten Art derart auszugestalten,
daß die jeweiligen Anfangs- und Endbremsgeschwindigkeitswerte bei Bremsvorgängen exakt gemessen
und festgehalten werden können, ohne daß aufwendige Meßeinrichtungen, wie etwa ein für derartige
Zwecke meist verwendetes fünftes Fahrzeug-Meßrad, erforderlich sind.
Diese Aufgabe wird mit den im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebenen Mitteln gelöst.
Erfindungsgemäß wird somit die Fahrzeuggeschwindigkeit unabhängig vom Vorliegen eine«. Bremsvorgangs
ständig in sehr kurzen konstanten Meßzeitintervallen gemessen, so daß bei Auftreten eines Bremsvorgat
gs ein direkt vorher ermittelter Fahrzeuggeschwindigkeitswert zur Verfügung steht und über eine Steuersignalgeneratoreinrichtung
festgehalten, gespeichert und zur Anzeige gebracht werden kann. Der Unterschied zwischen diesem Anfangsbremsgesch-windigkeitsmeßwert
und der Fahrzeug-Istgeschwindigkeit bei Bremsbeginn ist aufgrund der zu berücksichtigenden
Fahrzeugträgheit bei den in Betracht gezogenen kurzen Meßzeitintervallen derart gering, daß er vernachlässigbar
ist, was durch Versuche mit Hilfe eines zusätzlich am Fahrzeug angebrachten Meßrades nachgewiesen werden
konnte. Gleichermaßen erfolgt über die Steuersignalfr^neratoreinrichtung
auch die Ermittlung und Anzeige der direkt nach Abschluß eines Bremsvorgangs vorliegenden Fahr'eug-EndbremsgeschwKidigkeit. Auf
diese Weise lassen sich zu Beginn und Ende eine? Bremsvorgangs jeweils genau definierte Fahrzeug-Geschwindigkeitswerte
z. B. zu Versuchs- und Prüfzwekken direkt in Stu..denkilometerangaben ermitteln und
anzeigen, die nicht länger die Ungenauigkeit von über längere Zeitintervalle hinweg ermittelten Fahrzeug-Durchschnittsgeschwindigkeitswerten
aufweisen.
Darüber hinaus ist die Meßvorrichtung auf einfache Weise an beliebigen Fahrzeugtypen anbringbar und
weist einen unkomplizierten, kompakten Aufbau auf.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung gekennzeichnet.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild des Gesamtaufbaus eines Ausführungsbeispiels der Vorrichtung zur Messung von
Fahrzeug-Bremsgeschwindigkeiten,
Fig. 2 ein Schaltbild der Steuersignalgeneratoreinrichtung gemäß Fig. I,
Fig.3 ein Schaltbild der Geschwindigkeitsmeßeinrichtung
gemäß Fig. I,
Fig.4 ein Schaltbild der Anfangsbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtunggemäß
Fig. I,
F i g. 5 ein Schaltbild der Endbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung
gemäß F i g. 1, und
Fig. 6 ein Schaltbild der Anzeigeeinrichtung gemäß
Fig. 1.
In Fig. I. in der der Gesamtaufbau eines Auführungsbeispiels der Vorrichtung zur Messung und Anzeige von
Fahrzeug-Brcrnsgcschwindigkciicii uargesteiit ist. bezeichnet
die Bezugszahl 1 eine Steuersignalgeneratoreinrichtung, der über ihren Eingang la das EIN- oder
AUS-Signal eines mit den Bremsen eines Fahrzeugs in Wirkverbindung stehenden Bremsschalters zur Ermittlung
eines Bremsvorgangs des Fahrzeugs und Erzeugung geeigneter Steuersignale zugeführt wird. Di«: Bezugszahl
2 bezeichnet eine Geschwindigkeitsmeßeinrichtung zur Erzeugung einer der Fahrzeuggeschwindigkeit
proportionalen Anzahl von Impulssignalen, die Bezugszahl 3 eine Anfangsbremsgeschwindigkeitsrneßeinrichtung,
die die Fahrzeuggeschwindigkeit in vorgegebenen Intervallen unabhängig vom Vorliegen oder
Nichtvorliegen eines Bremsvorgangs mißt und die direkt vor Beginn eines Bremsvorgangs ermittelte Fahrzeuggeschwindigkeit
in Abhängigkeit von einem Steuersignal der Steuersignalgeneratoreinrichtung I abspeichert,
und die Bezugzahl 4 eine Endbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung,
die die Endbremsgeschwindigkcit
in Abhängigkeit von einem Steuersignal der Steuexsignalgeneratoreinrichtung
1 in einem direkt auf den Abschluß des Bremsvorgangs folgenden vorgegebenen Zeitintervall mißt. Die Bezugszahl 5 bezeichnet eine Anzeigeeinrichtung
zur digitalen Anzeige der Meßwerte der Anfangsbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung· 3
und der Endbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung 4.
Nachstehend wird unter Bezugnahme auf die in den Fig.2 bis 6 dargestellten detaillierten Schaltbilder näher
auf Aufbau und Wirkungsweise der verschiedenen Einrichtungen gemäß F i g. 1 eingegangen.
In Fig.2 ist zunächst die Steuersignalgeneratoreinrichtung
1 im einzelnen dargestellt, bei der ein Verbindungskabel, das der? Sremsschalter und ein Bremswarnlicht
des Fahrzeugs miteinander verbindet, verlängert and mit dem Eingang \a der Steuersignaigeneratoreinrichtung
1 verbunden ist Wenn somit die Bremsen betätigt werden, wird der Eingang la mit der Fahrzeug-Batteriespannung
beaufschlagt, die nachstehend als Bremssignal BR bezeichnet wird. Die Bezugszahl 11 bezeichnet
eine Begrenzer- und Signalformerschahung für das
Bremssignal, die Begrenzerdioden 111 und HZ einen
Entstörkondensator 113, ein NAND-Glied 114 mit Hysterese
zur Verhinderung der Bildung von Störsignalen aufgrund eines Vibrierens oder Prellens des Bremsschalters,
usw. umfaßt Das Ausgangssignal des NAND-Gliedes 114 ist mit BR bezeichnet Die Bezugszahl 12
bezeichnet eine Taktsignalgeneratorschaltung, die einen ÄC-Oszillator 121, ein mit Hysterese arbeitendes
NAND-Glied 122 zur Signalformung und einen Frequenzteiler 123 aufweist und ein Taktfrequenzsigal Φ2
von ungefähr 1 kll/ an einem Anschluß leerzeugt, der
mit einem Anschluß φ des Frequenzteilers 123 verbunden ist. Die Bezugszahl 13 bezeichnet eine Steuerschaltung,
die auf das Ausgangssignal der Signalformersch;!!-
tung 11 und die Taktfrequenzsignale Φ2 zur Erzeugung
eines Bremsbeginn-Steuersignals L an einem Anschluß \b und eines Brcmsabschluß-Steuersignals STan einem
Anschluß lc anspricht und eine Zwischenspeicherschaltung 131 und einen Inverter 132 aufweist. Wenn das
Bremssignal BRaem Eingang la zugeführt wird, nimmt
das Signal BR den Wert »0« an. Hierdurch wird die Rückstellung der Zwischenspeicherschaltung 131 der
Steuerschaltung 13 ausgelöst, so daß ein Bremsbeginn-Steuersignal L über deren erste Stufe 1 erzeugt wird
und sodann die zweite Stufe 2 ein Signal »1« abgibt, wodurch das an einem mit der zweiten Stufe verbundenen
Taktfreigabeeingang CE anstehende Signal auf den Wert »I« übergeht und dadurch eine Operationsfolge
abschließt Der Inverter 132 invertiert das Signal BR.
wobei das resultierende Signal als Bremsabschluß-Sieuersignal-Srabgegeben
wird.
In F i g. 3, in der die Geschwindigkeitsmeßeinrichtung
2 dargestellt ist. bezeichnet die Bezugszahl 21 einen Fahrzeuggeschwindigkeitsmeßfühler mit einem mit einer
Tachometerwelle verbundenen Magneten 211 und einem Reedschalter 212, der für jede Umdrehung des
Magneten 211 vier Impulssignale WH erzeugt, während die Bezu£5zahl 22 eine Signalformerschaltung zur Formung
des Ausgangssignals des Fahrzeuggeschwindigkeitsmeßfühlers 21 bezeichnet, die einen Widerstand
221, einen Entstörkotidensator 222, ";inen Transistor 223,
einen weiteren Entstörkondensator 224 und ein NAND-Glied 225 mit Hysterese zur Verhinderung der Erzeugung
von Störsignalen aufgrund eines Vibrierens oder Preliens des Bremsschalters aufweist. Das resultierende
Ausgangssignal W stellt ein geformtes Geschwindigkeitsirnpüisäignai
dar. Die Bezugszahi 23 bezeichnet eine Frequenzmultiplizierschaltung, die über ihren Eingang
2a das Geschwindigkeitsimpulssignals W und die Taktfrequenzsignale Φι erhält und über ihren Ausgang
2b ein Impulssignal 2 W mit der zweifachen Frequenz des Geschwindigkeitsimpulssignals W abgibt und zu
diesem Zweck einen Inverter 231, Zähler 232 und 233 und ein ODER Glied 234 aufweist.
In Fig.4, in der die Anfangsbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung
3 dargestellt ist, bezeichnet die Bezugszahl 31 eine Anfangsbremsgeschwindigkeitssignal-Verknüpfungsschaltung,
die ein ODER-Glied 311, einen Zähler 312, einen Inverter 313, einen Dekadenzähler 314
so und ein UND-Glied 315 aufweist Es ist nun davon i.,5-gegangen,
daß das Signal am Ausgang Qn des Zählers 312 zu einer bestimmten Zeit auf den Wert »1« übergeht.
In diesem Falle geht das Ausgangssignal des mit dem Ausgang Qn verbundenen ODER-Gliedes 311 auf
den Wert »1« über und sodann erfolgt eine Unterbrechung der Zuführung der Taktfrequenzsignale Φ2 zum
Takteingang CL, bis ein Signal »1« einem Rückstelleingang R zugeführt wird und das Signal am Ausgang Qn
erneut auf den Wert »0« übergeht Wenn das über den Ausgang Qn des Zählers 312 abgegebene Ausgangssignal
auf den Wert »1« übergeht, gibt der mit dem Ausgang Qn verbundene Inverter 313 ein Ausgangssigpal
»0« ab. Dies hat zur Folge, daß die Rückstellung des Dekadenzählers 314 aufgehoben wird, so daß in Abhängigkeit
von den über einen Anschluß 3a zugeführten Taktfrequenzsignalen Φ2 ein einzelnes Impulssignal jeweils
über die erste Stufe 1 und die zweite Stufe 2 abgegeben wird. Das Ausgangssignal der ersten Stufe 1 ist
ein Zwischenspeichersignal /, während das Ausgangssignal der zweiten Stufe 2 ein Rückstellsignal r darstellt.
Da die zweite Stufe 2 des Dekadenzählers 314 mit dem Rückstelleinganc R des Zählers 312 verbunden ist, erfolgt bei Abgabe des Rückstellsignals r eine Rückstellung des Zählers 312, so daß dessen Ausgangssignal Qn
auf den Wert »0« übergeht und das ODER-Glied 311
durch geschaltet wird, wodurch die Zuführung der Taklficc|iic!,v.signale 'A2 zum Zähler 312 ermöglicht wird. Sodann geht das Ausgangssignai Qn nach Ablauf einer bestimmten Zeit wieder auf den Wert »1« über, woraufhin
sich der vorstehend beschriebene Ablauf wiederholt. Das Intervall zwischen den Zeitpunkten des Übergangs
des Ausgangssignals Qn auf den Wert »0« und auf den
Wert »1« bzw. das Zeitintervall, bei dem das Ausgangssignal des Inverters 313 auf dem Wert »1« gehalten
wird, ist von der Schwingfrequenz des /?C-Oszillators
121 bestimmt. In diesem Falle ist die Schwingfrequenz dcr?.r! gcwähjt, HaB gemäß nachstehender Berechnung
ein Wert von 706 ms erhalten wird. Wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit 60 km/h beträgt, dreht sich die Tachometerwelle mit 637 min-' und die Frequenz des Gesehwindigkeitssignals W ist durch 637 min-1 -4/6Os
= 42,46 Hz gegeben. Diese Frequenz wird auf den doppelten Wert erhöht, so daß die Frequenz des dem'Anschluß 3b zugeführten Signals 2 W den Wert 84,92 Hz
annimmt und somit 60/84,92 — 0,706 s zur Signalzählung für den Wert »60« (entsprechend der Fahrzeuggeschwindigkeit in km/h) erforderlich sind. Das Ausgangssignal des Inverters 313 wird somit für 706 ms auf den
We »I« gehalten wobei das UND-Glied 315 während dieser Zeitdauer durchgeschaltet ist und 60 über den
Anschluß 36 zugeführte Impulssignale weiterleitet. Das Ausgangssignal des UND-Gliedes 315 stellt einen Anfangsbremsgeschwindigkeitsdatenwert V, dar.
Die Bezugszahl 32 bezeichnet eine Anfangsbremsgeschwindigkeitszählschaltung zur Zählung und Zwischenspeicherung der Anfangsbremsgeschwindigkeitswerte V, und umfaßt BCD-Zähler 321,322 und 323 und
Zwischenspeicherschaltungen 324, 325, 326, 327. 328 und 329. Die Zwischenspeicherschaltungen 324,325 und
326 sprechen auf das Zwischenspeichersignal /zur Speicherung des Inhalts der BCD-Zähler in Intervallen von
706 ms unabhängig vom Bremssignal an, während die Zwischenspeicherschaltungen 327, 328 und 329 den Inhalt der Zwischenspeicherschaltungen 324,325 und 326
in Abhängigkeit vom Bremsbeginri-Steuersignal L speichern, das einem Anschluß 3c nach dem Anlegen des
Brcmssignals zugeführt wird. Die auf diese Weise zwischengespeicherten Daten repräsentieren die Anfangsbrcmsgcschwindigkcit. Die Ausgangssignale der Zwischcnspeicherschaltungen 327,328 und 329 repräsentieren drei BCD-Ziffern. die jeweils über Ausgänge Λ bis
Du Ai bis Di bzw. A3 bis Di abgegeben werden, wobei
die Ausgänge A1 bis Di die Ziffer geringster Wertigkeit
repräsentieren.
In Fi g. 5, in der die Endbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung 4 dargestellt ist, bezeichnet die Bezugszahl
41 eine Endgeschwindigkeitssignal-Verknüpfungsschaltung, die ein ODER-Glied 411, einen Zähler 412. ein
NOR-Glied 413, einen Dekadenzähler 414 unif ein UND-Glied 415 aufweist. Es sei nun angenommen, daß
die Bremsen zu einem bestimmten Zeitpunkt betätigt und sodann zu einem späteren Zeitpunkt wieder freigegeben werden. In Abhängigkeit von der Betätigung der
Bremsen geht das einem Anschluß 4b zugeführte Bremsabschluß-Steuersignal STauf den Wert »1« über,
so daß das Ausgangssignal Qn des Zählers 412 auf den
Wert »0« übergeht. In Abhängigkeit von der Freigabe der Bremsen geht das Signal STauf den Wert »0« über,
so daß die Rückstellung des Zählers 412 aufgehoben wird und der Zähler 412 die über einen Anschluß Aa und
das ODER-Glied 411 zugeführten Taktfrequenzsignale Φι zu zählen beginnt. Zu diesem Zeitpunkt liegen an den
beiden Eingängen des NOR-Gliedes 413 Signale »0« an, so daß der Rückstclleingang R des Dckaden/.ühlers 414
mit einem Signal »I« beaufschlagt wird und der Zähler
414 nicht in Betrieb ist. In ähnlicher Weise, wie bei der
Anfangsbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung 3, geht das Ausgangssignal Qn des Zählers 412 nach Ablauf von
706 ms auf den Wert »1« über, so daß die Rückstellung des Dekadenzählers 414 aufgehoben wird und der De
kadenzähler 414 ein Zwischenspeichersignal /'und ein
Rückstellsignal r' abgibt. Wenn das Ausgangssignal Qn
auf »1« übergeht, beendet der Zähler 412 den Zählvorgang. Ein Endbremsgeschwindigkeitsdatenwert Vr repräsentiert die einem Anschluß 4c zugeführten während
des Zeitinterv?lls von 706 ms weitergeleiteten Signale 21V. Die Bezugszahl 42 bezeichnet eine Endbremsgeschwindigkeitszählschaltung zur Zählung und Zwischenspeicherung der Endbremsgeschwindigkeitsdaten
Vn die aus BCD-Zählern 421, 422 und 423 und Zwi
schenspeicherschaltungen 424,425 und 426 besteht. Die
Endbremsgeschwindigkeitsdaten V1- werden von den
BCD-Zählern 421, 422 und 423 gezählt und sodann in den Zwischenspeicherschaltungen 424, 425 und 426 in
Abhängigkeit vom Zwischenspeichersignal /'zwischen
gespeichert. Die Rückstellung der BCD-Zähler erfolgt
in Abhängigkeit vom Rückstellsignal r'. Die Ausgangssignale der Zwischenspeicherschaltungen 424, 425 und
426 repräsentieren drei BCD-Ziffern. die jeweils über Ausgänge AΊ bis D\, AΊ bis D'i bzw. A'3 bis D'j abgege
ben werden, wobei die Ausgänge A Ί bis D\ die Ziffer
geringster Wertigkeit repräsentieren.
In Fig.6, in der die Anzeigeeinrichtung dargestellt
ist, bezeichnet die ßezugszahi 51 eine Antangsbremsgeschwändigkeitsanzeigeschaltung, während die Bezugs-
zahl 52 eine Endbremsgeschwindigkeitsanzeigeschaltung bezeichnet Die Anzeigeschaltungen 51 und 52 umfassen jeweils Decodierer 511, 512, 513 bzw. 521, 522
und 523, Strombegrenzerwiderstände 514 bzw. 524 (und zwar jeweils 7 χ 3 ·= 21 Widerstände) und Anzeigeele
mente 515, 516, 517 bzw. 525, 526, 527. Die BCD-Aus-
gangssignale der Anfangsbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung 3 und der Endbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung 4 werden von den Decodierern 511, 512,
513,521,522 und 523 in 7-Segment-Steuersignale umge-
so setzt, die wiederum von den Anzeigeclcmenten digital angezeigt werden.
Obwohl bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel der Vorrichtung die Fahrzeug-Bremsgeschwindigkeit durch digitale Anzeigeelemente in digita-
SS ler Form angezeigt wird, kann auch die Analoganzeige
auf einem Meßgerät nach Digital-Analog-Umsetzung erfolgen oder die Fahrzeug-Bremsgeschwindigkeit
kann in Form eines Ausgangssignals gemessen werden, das sich mittels eines Aufzeichnungsgerätes mit Hilfe
eines Stiftes oder dgl. aufzeichnen läßt
Ferner wird bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel der Vorrichtung das Vorliegen oder
Nichtvoriiegen eines Bremsvorgangs in Abhängigkeit vom Ausgangssignal des Bremsschalters bestimmt.
Wenn dagegen das Vorliegen eines Bremsvorgangs in Abhängigkeit vom Vorliegen einer einen vorgegebenen
Wert übersteigenden Verzögerung bestimmt wird, kann die Betätigung der Bremsen durch einen Verzögerungs-
9
meßfühler oder sog. G-Sensor festgestellt werden, dessen
Ausgangssignal anstelle des bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiels der Vorrichtung verwendeten
Bremssignals dann entsprechend verarbeitet wird.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, eine Einrichtung hinzuzufügen, mit der die annähernde Bremsenergie
in Abhängigkeit von den gemessenen Anfangs- und Endbremsgeschwvindigkeiten berechnet werden kann.
Ferner ist die Möglichkeit gegeben, anstelle des bei dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
der Vorrichtung verwendeten Fahrzeuggeschwindigkeitsmeßfühlers, der je Umdrehung vier Impulse erzeugt,
einen Meßfühler einzusetzen, der eine größere Anzahl von Impulsen erzeugt, wodurch sich die Meßgenauigkeit
weiter verbessern und die Geschwindigkeitsmeßzeit weiter herabsetzen läßt.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
20
25
30
35
■40
45
50
55
60
65
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Messung von Fahrzeug-Bremsgeschwindigkeiten,
mit einer Geschwindigkeitsmeßeinrichtung zur Erzeugung von fahrzeuggeschwindigkeitsproportionalen
Impulssignalen und einer Anzeigeeinrichtung, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Beginn und Beendigung eines jeweiligen Fahrzeugbremsvorgangs ermittelnde Steuerstgnalgeneratoreinrichtung
(1) zur Erzeugung eines Biremsbeginn-Steuersignals und eines Bremsabschluß-Steuersignals
vorgesehen ist, daß die Steuersignalgeneratoreinrichtung
(1) und die Geschwindigkeitsmeßeinrichtung (2) mit einer die Fahrzeuggeschwindigkeit
unabhängig von etwaigen Bremsvorgängen ständig in vorgegebenen Zeitintervallen messenden und zur Speicherung der jeweils direkt
vor Beginn eines Bremsvorgangs vorliegenden Fahrzeuggeschwindigkeit auf das Bremsbeginn-Steuersignal
ansprechenden Anfangsbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung (3) und einer zur
Messung der jeweils direkt nach Abschluß eines Bremsvorgangs vorliegenden Fahrzeuggeschwindigkeit
auf das Bremsabschluß-Steuersignal ansprechenden Endbremsgeschwindigkei tsmeßeinrichtung
(4) verbunden sind und daß die von der Anfangsbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichiung
direkt nach Beginn und die von der Endbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung
direkt nach Beendigung eines Bremsvorgangs ermittelten Fahrzeug-Bremsgeschwindigkeitswerte
von der Anzeigeeinrichtung (5) gleichzeitig anzeigbar sird.
2. Vorrichtung nach Anrpruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuersignalge; iratoreinrichtung
(1) eine mit den Fahrzeugbremsen in Wirkverbindung stehende Bremsschalter-Signalformereinrichtung
(la, 11) zur Ermittlung des jeweiligen Beginns und Abschlusses von Bremsvorgängen des Fahrzeugs,
eine Taktsignalgeneratorschaltung (12) zur Erzeugung eines Taktfrequenzsignals, eine in Abhängigkeit
von dem Taktfrequenzsignal und dem von der Bremsschalter-Signalformereinrichtung ermittelten
Beginn eines Bremsvorgangs des Fahrzeugs das Bremsbeginn-Steuersignal für eine vorgegebene
Zeitdauer erzeugende erste Zwischenspeicherschaltung (131) und ein in Abhängigkeit von
dem von der Bremsschalter-Signalformereinrichtung ermittelten Abschluß eines Bremsvorgangs des
Fahrzeugs das Bremsabschluß-Steuersignal erzeugendes Inverterglied (132) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Geschwindigkeitsmeßeinrichtung
(2) eine mit einer Tachometerwelle des Fahrzeugs in Wirkverbindung stehende Geberschaltung (21, 22)
zur Erzeugung erster Impulssignale und eine Frequenzmultiplizierschaltung (23) aufweist, die aus den
ersten Impulssignalen und dem Taktfrequenzsignal der Stundengeschwindigkeit des Fahrzeugs proportionale
zweite Impulssignale mit der zweifachen eo Frequenz der ersten Impulssignale erzeugt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anfangsbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung (3) eine Anfangsbremsgeschwindigkeitssignal-Verknüpfungsschaltung
(31), die in vor- t>5 gegebenen Zeitintervallen für eine zur Zählung einer
gewünschten Anzahl der von der Taktsignalgeneratorschaltung (12) abgegebenen Taktfrequenzsignale
und Weiterleitung einer Anzahl der fahrzeuggeschwindigkeitsproportionalen zweiten Impulssignale
erforderliche Zeitdauer durchschaltbar ist, eine zweite Zwischenspeicherschaltung (321 bis 326)
zur Zählung und Zwischenspeicherung der weitergeleiteten zweiten Impulssignale und eine dritte
Zwischenspeicherschaltung (327 bis 329) aufweist, die auf das Bremsbeginn-Steuersignal zur Zwischenspeicherung
des Ausgangssignals der zweite^ Zwischenspeicherschaltung anspricht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Endbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung
(4) eine Endbremsgeschwindigkeitssignal-Verknüpfungsschaltung
(41), die in Abhängigkeit von dem Bremsabschluß-Steuersignal während der zur Zählung der gewünschten Anzahl von Taktfrequeazsignalen
erforderlichen Zeitdauer zur Weiterleitung einer Anzahl der fahrzeuggeschivindigkeitsproportionalen
zweiten Impulssignale durchschaltbar ist, und eine vierte Zwischenspeicherschaltung
(42) aufweist, die die weitergeleiteten zweiten Impuissignale zählt und den ermittelten Zählwert in
Abhängigkeit vom Sperren der Endbremsgeschwindigkeitssignal-Verknüpfungsschaltung
zwischenspeichert.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anfangsbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung
(3) ein erstes Verknüpfungsglied (315) zur Weiterleitung der fahrzeuggeschwindigkeitsproportionalen
zweiten Impuissignale in vorgegebenen Zeitintervallen, eine ersie Zähleinrichtung
(312) zur Durchschaltung des ersten Verknüpfungsgliedes für eine Zeitdauer, in der eine gewünschte
Anzahl von Taktfrequenzsignalen gezählt wird, eine zweite Zähleinrichtung (314), die in Abhängigkeit
vom Ausgangssignal der ersten Zähleinrichtung eine vorgegebene Anzahl der Taktfrequenzsignale zur
Rückstellung der ersten Zähleinrichtung zählt, und eine BCD-Zähleinrichtung (321 bis Ί23) aufweist, die
zur Zählung der weitergeleiteten zweiten Impulssignale ansteuerbar und nach der in Abhängigkeit
vom Bremsbeginn-Steuersignal erfolgenden Zwischenspeicherung ihres Zählwertes zu dessen Löschung
rückstellbar ist, daß die Endbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung (4) ein zweiten Verknüpfungsglied
(413), das in Abhängigkeit vom Bremsabschluß-Steuersignal eine Anzahl der fahrgeschwindigkeitsproportionalen
zweiten Impulssignale weiterleitet, eine dritte Zähleinrichtung (412) zur Durchschaltung
des zweiten Verknüpfungsgliedes, bis eine gewünschte Anzahl von Taktfrequenzsignalen nach
Anstehen des Bremsabschluß-Steuersignals gezählt ist, eine Endbremsgeschwindigkeitszähleinrichtung
(421 bis 426) zur Zählung und Zwischenspeicherung der über das zweite Verknüpfungsglied weitergeleiteten
Impuissignale und eine vierte Zähleinrichtung (414) aufweist, die in Abhängigkeit vom Durchschalten
des zweiten Verknüpfungsgliedes die Taktfrequenzsignale zur Erzeugung eines Zwischenspeichersignals
sowie eines Rückstellsignals zur Steuerung der Endbremsgcschwindigkeitszählcinriehiting
zählt, und daß die Anzeigeeinrichtung (51, 52) die Ausgangssignale der Anfangsbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung
und der Endbremsgeschwindigkeitsmeßeinrichtung nach Decodierung in Digitalform anzeigt.
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