DE3039265C2 - Multiplikator für eine Einrichtung zur Wegmessung auf Fahrzeugen - Google Patents
Multiplikator für eine Einrichtung zur Wegmessung auf FahrzeugenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Wegmessung auf Fahrzeugen, insbesondere Eisenbahnfahrzeugen,
bei welcher in Abhängigkeit von den Umdrehungen eines Fahrzeugrades ein Wegimpulsgeber
betätigt wird, wobei die Folgefrequcn/ der von der Bauart des Wegimpulsgebers und von der Geschwindigkeit
abhängigen Wegimpulse mit Hilfe eines Multiplikators erhöht wird und diese Impulse eine Auswerfeinrichtung
steuern.
Zur genauen Wegmessung auf Schienenfahrzeugen können beispielsweise rein mechanisch arbeitende Hinrichtungen
vorgesehen werden, die über biegsame Wellen mit einer Fahrzeugachse in Kontakt stehen. Es ist
aber auch möglich, zur Ermittlung des jeweils zurückgelegten Weges und zur Lösung regelungsicchnischer
Aufgaben, bei welchen die Geschwindigkeit und/oder die Beschleunigung der Schienenfahrzeuge eine Rolle
spielt, unter Verzicht auf rein mechanische Einrichtungen eine digitale Drehzahlmessung durchzuführen. Derartige
Einrichtungen sind beschrieben in der Fachzeitschrift »Neue Technik« 1967. Seiten 298 bis 303. Dabei
ist ein Wegimpulsgeber beispielsweise mil einem niehl
gebremsten und angetriebenen Fahrzeugrad mechanisch verbunden, so daß beispielsweise auf induktivem
oder fotoelektrischem Wege Impulse abgeleitet werden können, wenn sich das Fahrzeugrad bewegt. Nach entsprechender
Verstärkung und Formung der Impulse kann schließlich ein elektronisches Zählwerk oder eine
andere Auswertecinrichtung gesteuert werden.
Die bekannte Einrichtung sieht noch vor. daß die vom
Wegimpulsgebcr abgegebenen Wegimpulse einen Multiplikator und nachfolgend eine Untersetzerschaltung
durchlaufen, derart, daß eine Raddurchmesserkorrektur durchgeführt werden kann. Grundsätzlich hat eine Erhöhung
der Folgefrequenz der vom Wegimpulsgeber abgegebenen Wegimpulse den Vorteil, daß der zurückgelegte
Weg besser digital dargestellt werden kann, so daß eine Geschwindigkeitsermittlung mit einer verringerten
Meßzeit auskommt- Auch für regelungstechnischc Aui'gaben auf dem Fahrzeug sind höhere Impulsfolgefrequenzen
der Wegimpulse erwünscht, um Meß- und Verzögerungszeiten klein zu halten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zur Erhöhung der Impulszahl, also zur Erhöhung der Impulsfolgefrequenz
der Wegimpulse, für eine Einrichtung der
;■> eingangs angegebenen Gattung einen vorteilhaften
Multiplikator anzugeben, der mit handelsüblichen Bauteilen aufgebaut werden kann.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein während jeder Periode der Wegimpulse die um
einen Faktor η in der Folgefrequenz herabgesetzten Impulse eines Taktgencrators erneut aufnehmender erster
Zähier vorgesehen ist sowie ein Speicher für das jeweils dabei erreichte Zählergebnis zum Voreinstellen eines
bezüglich seines Zählvolumens programmierbaren, durch die Impulse des Taktgenerators unmittelbar fortschaltbarcn
zweiten Zählers, dessen Ausgang mit der Auswerteeinrichtung verbunden ist
In vorteilhafter Weise steht am Ausgang des zweiten
Zählers eine Impulsfolgefrequenz zur Verfugung, die
ω gegenüber der Folgefrequenz der vom Wegimpulsgeber
abgegebenes Wegimpulse um den Faktor η höher ist.
Grundsätzlich ist es möglich, einen Taktgenerator mit fest vorgegebener Folgefrequenz seiner Impulse vorzusehen,
die im übrigen höher ist als die maximale Folgefrcqucn/.
der vom Wegimpulsgeber abgegebenen Wegimpuhc. Das Zählvolumen der beiden Zähler sowie die
Speicherkapazität des Speichers können jedoch in vorteilhafter Weise verringert werden, wenn ein besondercr
Taktgenerator vorgesehen wird.
Nach einer bevorzugten Weilerbildung der Erfindung wird als Taktgenerator ein Spannungsfrequenzumsetzer
vorgesehen, dessen Stcucrspannung in einem proportionalen Verhältnis zur Folgefrequenz der Wegim-
pulse steht. Hierdurch wird erreicht, daß bei sehr geringer
Fahrgeschwindigkeit, also sehr geringer Folgefrequcn/ der Wegimpulse des Wegimpulsgebers, auch die
Folgefrcqucn/. der vom Taktgenerator ausgegebenen
Impulse erheblich reduziert ist. Hierdurch wird gewähr-
1So leistet, daß bei vorgegebenen Zählvolumen des ersten
Zahlers ein ordnungsgerechtes Zählergebnis in den Speicher eingegeben wird, besonders bei geringen
Fahrgeschwindigkeiten.
Zwei Atisführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend näher
erläutert. F.s zeigt
Fig. I das Blockschaltbild einer Einrichtung zur Wegmessung unter Verwendung eines besonderen
Multiplikators und
W) Fig. 2 niihcre Einzelheiten eines bevorzugten Taktgenerator*
für den Multiplikator.
Das Blockschaltbild nach F i g. I zeigt eine Einrichtung
zur Wegmessung auf Fahrzeugen, vorzugsweise Eisenbahnfahrzeugen. Ein Fahrzeugrad FD betätigt ei-
h5 nen Wegimpulsgeber WR nach einem beliebigen physikalischen
Prinzip dcrarl. daß bei jeder Umdrehung des Fahr/cugriicles FD eine vorgegebene Anzahl von Wegimpulscn
über die Leitung /. 1 abgegeben wird. Die FoI-
gefrequenz dieser Wegimpulse hängt demnach von der Geschwindigkeit des Fahrzeuges und der Bauart des
Wegimpulsgebers WR ab. Dieser ist ferner so gcstnUci.
dall beispielsweise rechteckförmige Wcgimpulsc mit einem
Tastverhältnis von 1 :1 ausgelöst werden, die sich besonders gut in speichernden und verknüpfenden
Schaltgliedern der Digitaltechnik verarbeiten lassen. Normalerweise steuern die Ober die Leiiung L 1 abgegebenen
Wegimpulse unmittelbar eine Auswerteeinrichtung AG, beispielsweise zur Ermittlung des jeweils
vom Fahrzeug zurückgelegten Weges für eine Zielbremsung des Fahrzeuges.
Da es für regelungstechnische Aufgaben, insbesondere
Für eine Geschwindigkeitsermittlung, auf dem Schienenfahrzeug
wünschenswert isi, die vom Wegimpulsgeber WR abgegebene Impulszahl mit einem vorgegebenen
Faktor η anzuheben, also die Folgcfrequcn/. der Wegimpulse zu erhöhen, werden diese einer Multiplikatorschaltung
zugeführt. Diese besteht aus einem UND-Glied UD, welches einen rücksetzbaren Zähler Z I steuert-
Über seinen zweiten Eingang erhält das UND-Glied UD über eine Frcquenztciierschaltung FG impulse eines
Taktgenerators G. mit einer im Verhältnis 1 : /.'herabgesetzten
Folgefrequenz. Die Folgefrequenz des Taktgenerators G ist so festgelegt, daß sie unter Berücksichtigung
der höchstmöglichen Fahrgeschwindigkeit des Schienenfahrzeuges höher liegt als die Folgefrequenz
der Wegimpulse des Wegimpulsgebers WJ?. Der Zähler Z1 weist einen Rücksetzeingang R auf. der
mittelbar über ein Verzögerungsglied VG mit dem Ausgang des Wegimpulsgebers WR verbunden ist. Ferner
ist im Schaltungszusammenhang mit dem rücksetzbaren Zähler Ti ein Speicher SR vorgesehen, der die Aufgabe
hat, ein während jeder Periode der Wegimpulse durch den Zähler Ti ermitteltes Zählergebnis zwischcn/.uspeichern.
Zur Übernahme dieser Zählergebnisse ist ein Setzeingang S ebenfalls mit dem Ausgang des Wegimpulsgebers
WR verbunden. Schließlich ist noch ein bezüglich seines Zählvolumens programmierbarer Zähler
Z2 vorgesehen, welcher derart mit dem Speicher SR
verbunden ist. oaß das jeweils zwischengespeicherte Zählergebnis Einfluß nehmen kann auf die gewünschte
Programmierung des Zählvolumcns. Fortgeschaltet wird der programmierbare Zähler Z2 durch die vom
Taktgenerator G abgegebenen Impulse in der ursprünglichen Folgefrcqiienz. Ausgangsseilig ist an dem
programmierbaren Zähler Z2 schließlich die Auswerteeinrichtung AG angeschlossen, welche mindestens die
Aufgabe hat. den vom Schienenfahrzeug zurückgelegten Weg zu ermitteln. Die vom Zähler Z2 an die Auswerteeinrichtung
AG abgegebenen Impulse haben eine Folgefrequenz (2, die um das n-fache höher liegt als die
Folgefrequenz der Wegimpulse des Wegimpulsgebers WR. Dieses Ergebnis der Multiplikatorschaltung wird
durch nachstehenden Formelzusammenhang näher erläutert:
Der Zählerstand Zdes Zählers Z 1 ist:
Der Zählerstand Zdes Zählers Z 1 ist:
Die Folgefrequenz /"2 jst demnach
/1
Z
Z
■5 Hieraus folgt durch Ersetzen des Wertes Z:
η = η ■ r ■ 2
Zur Erläuterung der Wirkungsweise sei angenommen, daß zum Zeitpunkt der Betrachtung eine weitere
Pulsperiode eines vom Wegimpulsgeber WR abgegebenen Signals beginnt, also das Signal von L auf H wechselt.
Dieser Schaltzustand macht das UND-Glied IJD für die von der Frequenzteilerschaltung FG abgegebenen
Impulse durchlässig, so daß diese vom rücksetzbaren Zähler Z 1 gezählt werden. Sobald das vom Wegimpulsgeber
WR abgegebene Signal mit fallender Flanke von H auf L wechselt, ist das UND-Glied UD wieder
gesperrt, so daß der rücksetzbare Zähler Z1 nicht mehr
fortgeschaltet wird. Bei der genannten fallenden Flanke wird durch Ansteuern des Setzeingange· S des Speichers
SR das vom rücksetzbaren Zähler Z1 ermittelte
Zählergebnis übernommen. Nach der durch aas Verzögerungsglied VG vorgegebenen Verzögerungszeit wird
anschließend über den Rücksetzeingang R des Zählers Z i dieser wieder gelöscht. Das im Speicher SR vorliegende
Zählergebnis programmiert den Zähler Z 2 hinsichtlich seines Zählvolumens für die vom Taktgenerator
G abgegebenen, zu zählenden Impulse. Bei gleichbleibender Geschwindigkeit bleibt die Programmierung
des Zählers Z 2 bestehen. Bei geänderter Geschwindigkeit dagegen erfolgt bei jeder Periode der Wegimpulse
eine Korrektur, da in diesen Fällen mit zunehmender Geschwindigkeit das Zählcrgebnis im rücksetzbaren
Zähler Z1 geringer und bei verminderter Geschwindigkeit
das Zählcrgebnis höher ist.
Für eine besonders zweckmäßige Dimensionierung der Zähler ZX und Z 2 sowie des Speichers SÄ ist es
vorteilhaft, an Stelle von Impulsen mit festen vorgeg?-
bener Folgefrequenz wie vom Taktgenerator G solche zu verwenden, deren Folgefrequenz in einem proportionalen
Verhältnis der Folgefrequenz der Wegimpulse steht. So zeigt das Tcilblockschaltbild gemäß F i g. 2 an
Stelle des Taktgenerators G (Fig. 1) eine Einrichtung,
v, die aus einem an dem Wcgimpulsgebcr WR angeschlossenen
Frequenzspannungsumsetzer FSR besteht, der wiederum einen Spannungsfrequenzumsetzer SfY?
steuert. Die mit den Bezugs/eichen L 1 und L 2 versehenen Leitungen sind wie im Blockschaltbild nach Fig. 1
mit den übrigen Schaltungsteilen verbunden. Die Schaltungsanordnung gemäß F i g. 2 hat den Vorteil, daß die
der Frequcn/tcilerschaltung FG(Fig. 1) und dem Zähler
Z2 zur Verfügung stehenden Impulse in ihrer Folgefrequrnz
'.Jets an diejenige der Wegimpulse angepaßt ist. Dies ist besonders von Vorteil bei sehr geringen
Fahrzcugeschwindigkci:en.
T_
£1
Hierzu ! Blatt Zeichnungen
wobei Tdie Periodendauer der Wegimpulsc und f\ die
Folgefrequenz der Impulse des Taktgenerators G sind. Mit
r.±
wird Z
/1
/•2
/•2
Claims (3)
1. Multiplikator für eine Einrichtung zur Wegmessung suf Fahrzeugen, insbesondere Eisenbahnfahrzeugen,
bei weicher in Abhängigkeit von den Umdrehungen eines Fahrzeugrades ein Wegimpulsgeber
betätigt wird, der die Folgefrequenz der von der Bauart des Wegimpulsgebers sowie von der Geschwindigkeit
abhängigen und eine Auswerteeinrichtung steuernden Wegimpulse erhöhl, dadurch gekennzeichnet, daß ein während jeder
Periode der Wegimpulse die um einen Faktor η in der Folgefrequenz herabgesetzten Impulse eines
Taktgenerators (G) erneut aufnehmender erster Zähler (Zi) vorgesehen ist sowie ein Speicher (SR)
für das jeweils dabei erreichte Zählergebnis zum Voreinstellen eines bezüglich seines Zählvolumens
programmierbaren, durch die Impulse des Taktgenerators
(G) unmittelbar fortschalibarcn zweiten Zählers (Z.2), dessen Ausgang mit der Auswerfeinrichtung
(AG) verbunden ist.
2. Multiplikator nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß als Taktgenerator ein Spannungsfrequenzumsetzer (SFR) vorgesehen ist, dessen
Steuerspannung in einen) proportionalen Verhältnis zur Folgefrequenz der Wegirapulse steht (Fig. 2).
3. Multiplikator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erzeugen der Steuerspannung
dem Spannungsfrequenzumsetzer (SFR) ein durch den Wegimpulsgeber (WR) gespeister Frequenzspafi
".ungsumsetzer (FSR) vorgeschaltet ist
(F ig· 2).
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19803039265 DE3039265C2 (de) | 1980-10-17 | 1980-10-17 | Multiplikator für eine Einrichtung zur Wegmessung auf Fahrzeugen |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803039265 DE3039265C2 (de) | 1980-10-17 | 1980-10-17 | Multiplikator für eine Einrichtung zur Wegmessung auf Fahrzeugen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3039265A1 DE3039265A1 (de) | 1982-06-03 |
| DE3039265C2 true DE3039265C2 (de) | 1984-07-19 |
Family
ID=6114617
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19803039265 Expired DE3039265C2 (de) | 1980-10-17 | 1980-10-17 | Multiplikator für eine Einrichtung zur Wegmessung auf Fahrzeugen |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3536019A1 (de) * | 1985-10-09 | 1987-04-09 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Einrichtung zur weg- und geschwindigkeitsmessung bei schienenfahrzeugen |
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|---|---|---|---|---|
| DE102006039883B4 (de) * | 2006-08-25 | 2008-08-21 | Siemens Ag | Verfahren und Bremseinrichtung zur bremskrafterhaltenden Aktivierung einer freilaufenden Achse |
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| US3780272A (en) * | 1972-10-10 | 1973-12-18 | T Rohner | Electronic odometer and comparative rate indicator |
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-
1980
- 1980-10-17 DE DE19803039265 patent/DE3039265C2/de not_active Expired
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| DE3536019A1 (de) * | 1985-10-09 | 1987-04-09 | Standard Elektrik Lorenz Ag | Einrichtung zur weg- und geschwindigkeitsmessung bei schienenfahrzeugen |
Also Published As
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| DE3039265A1 (de) | 1982-06-03 |
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