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Fahrüberwachungsvorrichtung, insbesondere für Kraftfahrzeuge Die Erfindung
bezieht sich auf eine Verbesserung und Weiterbildung der in dem Patent
694768 geschützten Erfindung.
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Gegenstand des Hauptpatents ist eine Fahrüb:erwachungsvorrichtung,
insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei welcher ein Geschwindigkeitsanzeiger auf ein
Zählwerk einwirkt und, zu diesem Zwecke .ein Anzeigeglied des Geschwindigkeitsanessers
in der Weise mit einem Zählwerk gekuppelt ist, _. daß die in einer Richtung erfolgenden
Ausschläge .des Anzeigegliedeseinzeln in Schaltschritte unterteilt zusammengezählt
werden.
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Diese Vorrichtung hat sich als außerordentlich bedeutungsvoll erwiesen;
sie stellt eine mechanische Auswertung der Geschwindigkeitskurve dar, weshalb man
in der angezeigten. Zahl von Geschwindigkeitsänderungen einen objektiven und .zuverlässigen
Prüfwert für die Güte der Fährweise erhält.
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Es soll durch die Vorrichtung nach dem Hauptpatent erreicht werden,
daß jede große, vermeidbare Geschwindigkeitsänderung auch tatsächlich vermieden
wird, damit nicht nur das große in Kraftfahrzeugen angelegte volkswirtschaftliche
Vermögen in seinem Werte durch Schonung der Kraftwagen infolge Ermöglichung einer
wirtschaftlichen Fahrweise erhalten wird, sondern auch Betriebsstoff eingespart
und so eine Gütezahl .geschaffen werden kann, welche das. Mißverhältnis von Brennstoffverbrauch
zu landeigener Deckung zuerfassen und zu verbessern gestattet.
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Die gefährlichsten und unmittelbar an der Substanz zehrenden Geschwindigkeitsänderungen
sind schnelle und große, also regelmäßig
durch die Bremse verursachte
Verzögerungen. deren Erfassung allein schon einen brauchbaren Gütewert für die Fahrweise
darstellt.
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Zur Weiterbildung des Erfindungsgedankens des Hauptpatents soll daher
das Zählwerk, das die in einer Richtung erfolgenden Geschwindigkeitsänderungen,
soweit sie einen bestimmten, zweckmäßig einstellbaren Schwellenwert überschreiten,
zusammenzählt, nicht unmittelbar geschaltet werden, sondern es ist gemäß der Erfindung
zwischen dem Schaltgetriebe des Geschwindigkeitsmessers und dem Zählwerk eine lösbare,
mit der Bremsung betätigte Kupplung .angeordnet.
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Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung nunmehr an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert: In Abb. i ist die erfindungsgemäße Einrichtung im Prinzip dargestellt
worden. Abb.2 zeigt in vergrößerter Darstellung die Schalteinrichtung für die Voranschaltung
des Zählers.
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i ist ein Fliehpendel bekannter' Bauart. das mit der Welle 2 umläuft.
Von den Fliehgewichten i, i wird die Muffe ; entgegen der Rückstellkraft der Feder
4. gehoben. Die Muffe 3 ist als umlaufende Zahnstange ausgebildet. Sie steht mit
dem Stirnrad 5 in Eingriff. Das Stirnrad 5 ist auf der Achse ; drehbar gelagert.
Fest auf dieser Achse sitzt das Schaltrad 6. Eine federbelastete Schaltklinke 8
ist an dem Stirnrad 5 angebracht. Dadurch wird bei der Drehung des Stirnrades 5
im Gegenzeigersinn das Schaltrad 6 von der Klinke mitgenommen, während bei Drehung
im entgegengesetzten Sinne die Schaltklinke 8 lose über die Zähne des Schaltrades
6 hinweggleitet.
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Fest mit der Welle 7 verbunden ist ein fein verzahntes Kupplungsteil
9, dem gegenüber ein entsprechendes Kupplungsteil i o angebracht ist, das
auf der Zählerwell:e i i verschiebbar, aber nicht drehbar angeordnet ist. Das verschiebbare
Kupplungsteil i o ist mit einem Ansatz 12 versehen, der eine Eindrehung besitzt.
In diese Eindrehung ragt das obere Ende des bei 13 drehbar gelagerten doppelarmigen
Hebels 1q.. Am unteren Ende ist der Hebel. 14 mit :einem Eisenank: r 15
ver-
sehen, der im Wirkungsbereich des Elektromagneten 16 liegt. Durch eine
Rückstellfeder 17. wird der Hebel gegen den Anschlag 18 gezogen. Damit ist dann
die Kupplungshälfte i o außer Eingrilif mit der entsprechenden anderen Kupplungshälfte
9 gebracht.
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Durch die Welle i i wird der Zähler i9 in an sich bekannter Weise
vorangeschaltet. Durch einen im Bremspedal angebrachten Schalter 2o wird der Stromkreis
des Elektromagneten 16 immer dann geschlossen, wenn die Bremse betätigt wird. 21
ist die Wagenbatterie, die für die Erregung des Elektromagneten 16 verwendet wird.
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Diese Anordnung arbeitet wie folgt: Um nur die Geschwindigkeitsänderungen,
die beim Bremsen eintreten, festzustellen, ist der Zähler i 9 nicht, wie im Hauptpatent,
direkt mit dem Schaltgetriebe gemäß Abb.2 verbunden, sondern es ist noch eine lösbare
Kupplung zwischengeschaltet. Diese lösbare Kupplung besteht aus den beiden Kupplungshälften
9 und io. Beim Betätigen der Bremse und damit beim Abfallen der Gesch-,sindigkeit
wird der Schalter 2o geschlossen. Der Magnet 16 wird erregt und zieht seinen Anker
15 an. Dadurch wird das Kupplungselement t o -eingerückt, und alle nunmehr erfolgenden
Geschwindigkeitsänderungen werden auf den Zähler i9 übertragen. Beim Lüften der
Bremse wird auch der Schalter 2o geöffnet und damit der Magnet 16 wieder stromlos.
Durch die Feder 17 wird dann der Anker 15 in seine Ruhelage zurückbewegt und damit
die Kupplung 9, i o wieder geöffnet.