DE437692C - Absperrvorrichtung fuer Dampfmaschinen - Google Patents

Absperrvorrichtung fuer Dampfmaschinen

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DE437692C
DE437692C DEC37553D DEC0037553D DE437692C DE 437692 C DE437692 C DE 437692C DE C37553 D DEC37553 D DE C37553D DE C0037553 D DEC0037553 D DE C0037553D DE 437692 C DE437692 C DE 437692C
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Germany
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steam
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DEC37553D
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JAKUB CERMAK
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JAKUB CERMAK
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B25/00Regulating, controlling or safety means
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2250/00Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of piston pumps, compressors without crank shafts or condensors for so far as they influence the functioning of the engines
    • F01B2250/004Devices for draining or idling of steam cylinders or for uncoupling piston and connecting rod

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung bildet eine Absperrvorrichtung für Dampfmaschinen, mittels deren die Dampfmaschine von einer beliebigen Stelle der Fabrik aus oder auch im Maechinenraume selbst zum Stehen gebracht werden kann.
Derartige Anordnungen sind bekannt, bei welchen das Absperrventil durch eine Vorrichtung geschlossen wird, die nach Zerstören ίο einer sie gespannt haltenden Schnur o. dgl. ausgelöst wird. Von den bekannten Einrichtungen unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, daß eine Trommel mit einer auf derselben aufgewickelten und mit einem Gewicht versehenen Schnur leicht drehbar angeordnet und in aufgewickelter Lage durch eine andere schwache Schnur gehalten ist, deren eines Ende an der Trommel und deren anderes Ende derartig befestigt ist, daß sie an die Schneide eines Kreismessers anliegt, dessen Antrieb durch einen Elektromotor erfolgt, der von jeder beliebigen Stelle der Fabrik, der Werkstatt oder ähnlichem z. B. mittels Schalters in Gang gesetzt werden kann, so daß das in Drehung versetzte Kreismesser die an seine Schneide anliegende schwache Schnur durchschneidet und die Trommel auslöst, welche sich durch das sich senkende Gewicht zu drehen beginnt und das Dampfventil mittels einer von der Trommel ausgehenden Übersetzung schließt.
Damit das Kreismesser mit der Schnur in Eingriff steht, ist der Elektromotor in der Horizontalebene verdrehbar angeordnet und wird durch eine Feder o. dgl. gehalten.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung an Hand von Abbildungen, von denen Abb. 1 eine Seitenansicht von vorn, Abb. 2 eine Stirnansicht von vorn, Abb. 3 eine Stirnansicht, von rückwärts, Abb. 4 eine rückwärtige Seitenansicht der Sicherheitsvorrichtung samt dem Gehäuse im Schnitte bietet. Abb. 5 zeigt eine andere Ausführungsart der Vorrichtung mit liegender Trommel in Seitenansicht, wobei das Gewicht sich in nur teilweise gehobener Lage befindet. Abb. 6 ist eine schematische Anordnungsskizze der Vorrichtung an einer Wand und Abb. 7 ein Schema der unter der Maschine angeordneten Vorrichtung.
Im Gehäuse 1 ist am Rahmengestell 2 die Trommel 3 samt ihrer mit kegelförmigen Zapfen versehenen lotrechten Welle 4 frei drehbar gelagert. An der Trommel ist mittels Schraube 5 die um die Trommel geschlungene baumwollene Schnur 6 befestigt, die über die Leitrollen 7, 8 zum Gewicht 9 führt, welches sich innerhalb gewisser Grenzen auf- und abwärts bewegen kann, wobei das Gewicht beim Niederfallen von der schwach federnden Spiralbandfeder 10 aufgefangen wird. An einem Ende der Trommel ist das Kettenrad 11 angeordnet, um welches die Zahnkette 12 geschlungen ist, welche weiter um das an der Spindel 14 des Absperrventils 15 angeordnete Kettenrad 13 geführt ist. Um das .Abgleiten der Zahnkette 12 vom Kettenrad 11 zu verhüten, sind zwei Führungen 16, 17 für die Zahnkette vorgesehen. Ebenso können vor dem Ventile Führungsringe zum Halten der Zahnkette angeordnet werden. Auf dem Rahmengestell 2 ist innerhalb des die Vorrichtung umschließenden Gehäuses der Kleinmotor 18 angeordnet, der in der Horizontalebene auf dem Zapfen 19 drehbar ist. An einem Ende des Motors, dem der Strom von außen zugeführt wird, ist das kreisförmige Messer 20 angeordnet, das sich gleichzeitig mit der Motorwelle drehen kann. Damit der Kleinmotor in der Richtung seiner Wirkung, d. i. in der Schnittrichtung des Messers 20, einen Druck ausübt, ist an der Führungsspindel 22 die Feder 21 angeordnet, die eine gewisse Verdrehung des Kleinmotors um die Achse 18 bewirkt. Bei völlig gehobenem Fallgewicht 9 wird die Trommel in ihrer Lage durch die schwache Schnur 23 gehalten, welche bei 24 an der Trommel befestigt ist und durch den Führungsring 25 am Rahmengestell 2 und über den am Gehäuse des Kleinmotors befestigten Haken 26 _ zum Rahmenansatz 2? führt, an dem sie befestigt ist. In ihrem wagerechten Abschnitte zwischen den Bestandteilen 26 und 27 berührt die Schnur 23 das Messer 20. Zwecks Vermeidung einer Verwickelung beim Durchschneiden der Schnur ist eine Schutzvorrichtung vorgesehen, die aus dem über dem Kettenrad 11 angeordneten Blechstück 28 besteht.
Ist die Sicherheitsvorrichtung vorbereitet und die Zahnkette auf beide Räder 11, 13 gezogen, so beginnt man die Spindel des bis nun geschlossenen Dampfventils zu drehen. Dadurch wird auch die Trommel 3 gedreht und windet die Baumwollschnur 6 auf, wobei sich das Gewicht so lange hebt, bis das Öffnen des Dampfventils beendet ist. Das Gewicht nimmt nuii seine höchste Lage ein. Um einem Schließen des Ventils durch den Zug des Gewichtes vorzubeugen, wird auf bereits beschrie-

Claims (2)

  1. bene Art eine schwache Schnur einerseits an der Trommel 3 und andererseits an dem Rahmenansatz 27 befestigt, so daß das Messer 20 an die Schnur (Sicherung) 23 anliegt. Die Vorrichtung ist hiermit betriebsbereit. Vom Kleinmotor 18 aus wird eine Stromleitung nach der Fabrik gelegt. Die Leitung verzweigt sich in die verschiedenen Werkstätten und Räume der Fabrik und wird an geeigneten, leicht zugänglichen Stellen mit Schaltern versehen. Zwecks Sicherung des gehörigen Anliegens des Kreismessers an die Schnur und ihrer Durchschneidung im Falle drohender Gefahr ist das bereits beschriebene federnde Organ 21, 23 angeordnet, welches das Andrücken des Messers 20 an die Schnur 23 bewirkt.
    Ereignet sich irgendein Unfall in der Fabrik, so eilt einer der Arbeiter zum nächstgelegenen Schalter, der zu diesem Zwecke besonders bezeichnet ist, und dreht an ihm. Im selben Augenblicke beginnt sich der Kleinmotor zu drehen, und das Messer 20 schneidet nach Vollführung-eines bis zwei Umdrehungen die schwache Schnur 23 durch. Dadurch wird die Trommel 3 ausgelöst, das Gewicht 9 bewirkt ein rasches Abwickeln der Schnur 6, und gleichzeitig wird das Rad 11 gedreht, dessen Bewegung mittels Zahnkettengetriebes 12 das Ventil 15 schließt. Die hierzu erforderliche Energie liefert die Fallhöhe des Gewichtes 9. Dieses Schließen des Ventils dauert nicht langer als 2 Sekunden. Auf diese Weise wird die Tätigkeit der betreffenden Dampfmaschine und damit auch der von ihr angetriebenen Arbeitsmaschinen an der Unfallstelle augenblicklich eingestellt. Zwecks Verhütung einer Beschädigung des Ventils infolge allzu heftigen Abschließens ist am Boden des Gehäuses 1 eine Feder angeordnet, die infolge Dämpfung des Falles des Gewichtes 9 ein sanftes, allmähliches Abschließen des Ventils herbeiführt.
    In die zur Sicherheitsvorrichtung führende elektrische Leitung kann im Maschinenräume eine einfache rote Glühbirne und eine Klingel eingeschaltet sein (in der Zeichnung nicht angedeutet), wodurch der im Maschinenraum anwesende Maschinist auf den vorgefallenen Un-fall aufmerksam gemacht wird und Vorkehrungen am Kondensationsventil zwecks Auspuffes treffen kann. Die Vorteile, welche diese Sicherheitsvorrichtung bietet, sind zahlreich. Die Dampfmaschine kann von jedermann ohne Hilfe des Maschinisten, ja selbst ohne sein Wissen, durch bloßes Drehen eines Schalters zum Stehen gebracht werden. Die Vorrichtung arbeitet rasch, sicher und vor allem gefahrlos für das Dampfventil. Sie zeichnet sich durch Einfachheit und leichte Bedienung aus. Die Vorrichtung läßt sich an jedes Dampfventil anpassen, wie z. B. auf Abb. 5 dargestellt, wo die Trommel der Vorrichtung für den auf Abb. 6 veranschaulichten Fall liegend angeordnet ist. Auch kann die Art ihrer Anbringung verschieden sein, wie z. B. auf Abb. 6 und 7 angedeutet. Die Vorrichtung ist infolge ihrer Billigkeit leicht anzuschaffen. Unter denselben Umständen wie beim Dampfventil kann auch die Sicherheitsvorrichtung innerhalb I1Z2 Sekunden das Übersetzungsrad der Ausrückkupplung und hiermit die Haupt- oder Nebentransmission aus dem Gange der Transmission der Antriebsmaschine ausschalten, in welchem Falle die Antriebsmaschine leer läuft und der ausgeschaltete Teil des Fabrikbetriebes innerhalb der vorerwähnten Zeit von I1Z2 Sekunden zum Stehen gebracht wird.
    Ρλτ ε ντλνs ρr ü cue:
    ι. Absperrvorrichtung für Dampfmaschinen, bei welcher das Absperrventil durch eine Vorrichtung geschlossen wird, die nach Zerstören einer sie gespannt haltenden Schnur o. dgl. ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Trommel (3) mit einer auf derselben aufgewickelten und mit einem Gewichte (9) versehenen Schnur (6) leicht drehbar angeordnet und in aufgewickelter Lage durch eine andere schwache Schnur (23) gehalten ist, deren eines Ende (24) an der Trommel (3) und deren anderes Ende derartig befestigt ist, daß sie an die Schneide eines Kreismessers (20) anliegt, dessen Antrieb durch einen Elektromotor (18) erfolgt, der von jeder beliebigen Stelle der Fabrik, der Werkstatt oder ähnlichem z. B. mittels Schalters in Gang gesetzt werden kann, so daß das in Drehung versetzte Kreismesser (20) die an seine Schneide anliegende schwache Schnur (23; durchschneidet und die Trommel (3) auslöst, welche sich durch das sich senkende Gewicht (9) zu drehen beginnt und das Dampf ventil (15) mittels einer von der Trommel ausgehenden Übersetzung (11, 12, 13) schließt.
  2. 2. Absperrvorrichtung nach Anspruch 1, no dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (18) in der Horizontalebene verdrehbar ist und mittels einer Feder (21 j oder einer ähnlichen Einrichtung mitsamt dem Kreismesser (20) elastisch an die schwache Schnur gedrückt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEC37553D Absperrvorrichtung fuer Dampfmaschinen Expired DE437692C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1074347B (de) * 1960-01-28 Teleflex - G. m. b. H., Heiligenhaus (Bez. Düsseldorf) Vorrichtung zum Verstellen mehrerer Klappen od. dgl., insbesondere der Luftzuführklappen bei Kesselanlagen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1074347B (de) * 1960-01-28 Teleflex - G. m. b. H., Heiligenhaus (Bez. Düsseldorf) Vorrichtung zum Verstellen mehrerer Klappen od. dgl., insbesondere der Luftzuführklappen bei Kesselanlagen

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