DE4373C - Zeigerapparate zum Gebrauch bei Kartenspielen - Google Patents

Zeigerapparate zum Gebrauch bei Kartenspielen

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DE4373C
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Germany
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skat
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DENDAT4373D
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English (en)
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A. BEHNISCH, Fabrikdirektor, W. RlEHN, Civil-Ingenieur und E. SCHUBERT, Eisenbahnbetriebsinspector in Görlitz
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63FCARD, BOARD, OR ROULETTE GAMES; INDOOR GAMES USING SMALL MOVING PLAYING BODIES; VIDEO GAMES; GAMES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A63F1/00Card games
    • A63F1/06Card game appurtenances
    • A63F1/18Scoring or registering devices; Indicators

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  • Multimedia (AREA)
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  • Toys (AREA)

Description

1878.
Klasse 42.
A. BEHNISCH, W. RIEHN und E. SCHUBERT in GÖRLITZ. Zeiger-Apparat zum Gebrauch bei Kartenspielen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Juli 1878 ab.
Bei verschiedenen Kartenspielen, welche gewisse Manipulationen, z. B. Mischen, Geben, Ausspielen etc., in bestimmter Reihenfolge verlangen, ereignet es sich sehr häufig, besonders bei einer bestimmten Anzahl von Mitspielenden, dafs aus irgend einem Grunde Unordnung in die regelmäfsige Folge dieser Manipulationen gebracht wird.
Der vorliegende Apparat soll durch regelmäfsiges Anzeigen desjenigen, welcher in der richtigen Reihenfolge die betreffende Manipulation auszuführen hat, die bezeichneten Unordnungen und daraus entstehende Differenzen vermeiden helfen. Ohne die Anwendbarkeit des Apparates auf ein bestimmtes Spiel beschränken zu wollen, möge bei seiner Erläuterung das bekannte und allgemein beliebte Skatspiel vorausgesetzt werden, und hierbei wieder der Fall, dafs drei Mitspieler vorhanden sind. Der Apparat hat hierbei den Zweck, stets denjenigen zu bezeichnen, welcher die Karten zu mischen und zu geben hat; damit ist auch derjenige bezeichnet, welcher ausspielt. Für die erfolgreiche Wirksamkeit des Apparates ist es durchaus nothwendig, dafs er durch Operationen in Thätigkeit gesetzt wird, welche mit dem Spiele selbst unabänderlich verbunden sind. In den meisten Fällen ist dieses das Weglegen einer bestimmten Partie mit zum Spiele gehöriger Karten, hier des sogenannten Skats. Der Apparat mufs also so eingerichtet sein, dafs, wenn der eine Spieler giebt und den Skat bei Seite legt, oder auch wenn beim Beginn oder nach Beendigung eines Spieles der Skat wieder aufgenommen werden mufs, derjenige bezeichnet wird, welcher zunächst zu geben hat. Die auf beiliegender Zeichnung dargestellten drei verschiedenen Formen des Apparates genügen den gestellten Anforderungen.
Construction I, Fig. 1, 2, 3, 4.
Man denke sich, der Skat, bestehend aus zwei Karten, liege auf der kleinen Platte a.
Diese Platte, steht mit einem Hebel b in Verbindung, welcher durch zwei Vorsprünge c C1 abwechselnd gegen unter bezw. auf . einer Scheibe d befindliche Sperrzähne e«, schlägt. Wird nun der Skat fortgezogen, so hebt sich die Platte a, veranlafst durch das kleine Gegengewicht /, und der Zahn ^1 kommt aufser Eingriff mit dem Vorsprunge C1. Durch das kleine Gewicht g, welches an einem um die Spindel h geschlungenen Faden y hängt, wird der Scheibe d eine kleine Drehung ertheilt, welche, ohne weitere Bedeutung indessen, alsbald durch das Eingreifen von c gegen e gehindert wird. Legt nun aber beim Beginnen eines neuen Spieles der Kartengeber den Skat auf die Platte a, so schnappt e gegen c fort, die Scheibe d macht eine genügende Wendung, bis ein neuer Zahn β, mit C1 in Eingriff kommt und der auf der Spindel h sitzende Arm Z bezeichnet den nächstfolgenden Kartengeber.
Denkt man sich die Spieler JB, S, R, Fig. 4, an einem Tische sitzen, so steht der Apparat bei A. Sowie S gegeben und den Skat weggelegt hat, springt der Zeiger von, (S nach ß. Giebt B, so springt der Zeiger von β nach Q, und weiter, wenn i? giebt, von ρ nach ö und so fort.
Die beweglichen Theile sind in einem entsprechend gearbeiteten Gestelle i angebracht. Statt des Gewichtes g kann auch eine Feder verwendet werden, welche an Stelle der kleinen Rolle k zu setzen ist, und welche in einem Gehäuse sitzt, auf welcher sich die Schnur y aufwickelt. Das Aufziehen geschieht einfach durch Rückwärtsdrehen von Z und wird erst nach mehrstündigem Spiele erforderlich.
Construction II, Fig. 5, 6.
Die Construction ist im Principe identisch mit I, nur kommt hierbei ein mehr ausgebildeter Uhrenmechanismus zur Verwendung. Der Skat wird wieder auf die Platte α gelegt. Dabei senkt sich dieselbe, und löst unter Drehung um das Scharnier / durch die Zugstange m den Anker η aus. Das Sperrrad c schnappt, getrieben durch die in dem Gehäuse p sitzende Feder, um eine halbe Zahntheilung weiter, bis es von dem anderen Arme des Ankers wieder arretirt wird. Der Name, welcher auf der Scheibe q gerade vor der Oeffnung r gestanden hatte, verschwindet.
Sobald aber der Skat behufs Einleitung des neuen Spieles von der Platte α weggenommen wird, findet wieder ein Ausrücken des Ankers η statt, das Sperrrad, und damit die Scheibe q dreht sich wieder in entsprechender Weise, und der Name desjenigen, welcher neuerdings zu

Claims (1)

  1. geben hat, erscheint vor der Oeffnung r. ss, sind blos Zahnräder, um die Bewegung der Federtrommel, also das Abwickeln der Feder zu verlangsamen. Aufgezogen wird dieselbe mit einem gewöhnlichen Uhrschlüssel bei u. Das ganze Werk ist in einem Kasten t angebracht, welches je nach Bedürfnifs künstlerisch ausgestattet werden kann.
    Construction IU, Fig. 7, 8.
    Diese Construction ist eine Modification von Construction I; nur sind hier statt der einen horizontalen Scheibe d, zwei verticale d dt mit entsprechenden Vorsprüngen c und C1 vorhanden.
    Denkt man sich wieder den Skat auf der Platte α liegend und davon weggenommen, so wird sich α wieder heben. Dadurch kommt C1 aufser Eingriff mit et. Es dreht sich also die Spindel h wieder sehr wenig, kommt aber gleich infolge Eingriff von e gegen c wieder zur Ruhe.
    Sobald aber der Skat wieder auf die Platte a . gelegt wird, und diese sich wiederum etwas senkt, schnappen sofort die Scheiben ddl um eine Vorsprungtheilung infolge der Einwirkung des Gewichtes g vorwärts, drehen die Spindel h und der Arm mit dem Zeiger Z zeigt auf denjenigen, welcher zunächst die Karten zu geben hat. -Vergegenwärtigt man sich dabei wieder die Situation Fig.- 4, so springt zuerst der Zeiger von o^näcft j3,:..wenn B gegeben hat, von β nach ρ und wenn R gegeben hat von ρ nach (S und so fort.
    Der Patent-Anspruch bezieht sich nicht auf einzelne Theile, sondern auf die dargestellten Apparate als Gesammtconstructionen, welche durch Einwirkung einer beim Kartenspiel üblichen Manipulation durch Zeichen oder Schrift denjenigen Mitspielenden bezeichnen, welcher eine andere, regelmäfsig wiederkehrende Manipulation zu verrichten hat.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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