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Zehntasten-Registrierkasse. Die Erfindung betrifft eine ZehntastenlZegistrierkasse,
bei der die einzelnen Tasten je nach der Reihenfolge, in der sie niedergedrückt
werden, sowohl als Betrags- wie auch als Sondertasten dienen. Durch die Erfindung
soll verhütet werden, daß bei Kassen dieser Art der registrierte Betrag bei der
eine Registrierung abschlie-'Im ßenden Kurbeldrehung in das Addierwerk übertragen
wird, wenn von bestimmten, der
als Sondertasten dienenden Tasten
eine bei einer Registrierung an letzter Stelle niedergedrückt wird. Dieser Zweck
wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß ein bei jedem Maschinengang angetriebener
Hebel mit dem das Addierwerk tragenden schwenkbaren Rahmen durch einen Kupplungsarm
verbunden werden kann, der beim Niederdrücken bestimmter Tasten mit dem Hebel in
Eingriff, beim Niederdrücken anderer Tasten dagegen mit dem Hebel außer Eingriff
gebracht wird.
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Die Zeichnungen veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
und zwar Z> ZD7 zeigen die Abb. i und 2 zwei verschiedene Ouerschnitte der
Kasse, Abb. 3 eine Vorderansicht der Kupplungsvorrichtung und Abb. 4 eine
teilweise Seitenansicht der Kupi)#-lungsvorrichtung in unwirksamer Lage.
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Das Addierwerk der Registrierkasse besteht beispielsweise aus sechs
Addierrädern 2oo (Abb. 1, 3), die nach Nifaßgabe der niedergedrückten Tasten
durch Verzahnun-5o der Ty enräder 148 eingestellt wer-,eren i p den. Die Addierräder
2oo sind um eine Achse2oi drehbar, die von zwei auf einer Achse 135 schwenkbaren
Hebeln:2o?" 2o# getragen wird. Am unteren Ende des Hebels 2o2 ist ein Arm
2033 angelenkt, dessen Zapfen -o4 in einen offenen Schlitz eines um 135 drehbaren
Armes 177 eingreifen kann. Bei Jedem Kassengang führt cl er Arm 177 durch die Wirkung
einer Kurvennutscheibe i8o, mit deren -Nut: 179 eine Gleitrolle 178 des Armes
177 zusammenwirkt, vor der Einstel-Iting der Typenräder 1-18 eifie Uhrzeigerdrehung
aus, wobei durch den Arm 2033 auch der Hebel 2o2 in Uhrzeigerrichtiung ausgeschwunge
1 und dadurch das Addierwerk 2oo derart mit den Typenrädern 148 gekuppelt
Z>
wird, daß die Einer-, Zehner- und Hunderteraddierräder mit den Zähnen i5o
der Typenräder 148 in Eingriff gelangen, so daß äeren Einstellbewegung unmittelbar
auf das Addierwerk übertragen wird. Die drei nicht mit den Tv enrädern in Eingriff
gelangenden p t' Addierräder höchster Ordnung werden in bekannter Weise durch die
Zehnerübertragurig eingestellt. Vor der Rückkehr der Typenräder in ihre Ruhelage
wird durch den Arm 177 das Addierwerk in seine Ausganglage zurückbewegt,
wodurch die Addierräder:2oo von den Typenrädern 148 wieder entkuppelt werden.
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Die Maschine ist mit einer Vorrichtung versehen, die bewirkt, daß,
wenn bestimmte Tasten bei einer Registrierung als letzte Taste niedergedrückt werden,
das Addierwerk nicht eingeschaltet und damit auch der registrierte Betrag nicht
auf dasselbe übertra-en wird. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Anordnung
beispiels-Z> weise so getroffen, daß, wenn die mit 1, 2 oder 9 bezeichnete
Taste bei einer Registrierung als letzte niedergedrückt wird, das Addierwerk nicht
zur Einschaltung - angt, und " .el zwar aus dem Grunde, weil die Tasten 1,
2,
und 9 auch als Sondertasten wirken, sobald sie als letzte Taste
gedrückt werden. Die i-Taste dient hierbei als Auszahlungs-, die 2-Taste als Kredit-
und die 9-Taste als Kein-Verkauf-Sondertaste; die letztgenannte Taste ferner auch
noch als Auslösetaste für den Fall, daß der Kassenbenutzer versehentlich eine falsche
Taste niederdrückte. Stellt es sich beispielsweise heraus, daß versehentlich eine
falsche Taste niedergedrückt worden ist, so braucht der Kassenbenutzer als letzte
Taste nur die Taste 9, d. h. die Kein-Verkauf-Sondertaste niederzudrücken
und die Kurbel zu drehen, tim zu bewirken, daß bei dieser Registrierung der Betrag
nicht auf das Addierwerk übertragen wird.
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Der Arm 2,033 ist mit einem Schlitz 2o6 versehen, in den der
Zapfen 207 (Abb. i) eines Armes 2o8 eingreift. Dieser ist starr auf einer
in Ansätzen 159 des Gehäuses gelagerten Welle 2o9 befestigt, die außerdem noch zwei
Arme 2io trägt, in denen eine Querstange 2 11 (Abb. 2) befestigt ist. Das untere
End * e 43 der Tasten 1, 2 und 9 ist mit einer -Nase 2,12 versehen,
die über die Querstange 2 11 greift. Die Arme 43 der Taste o und 3, d. h.
der Sondertasten für »Barverkauf z( und »Bezahlte Rech-iung«, sind gleichf alls
mit einer Nase 2 13 versehen, die jedoch unter die Querstange 2 11
greift. Diese Anordnung bewirkt, daß, wenn die 1-, 2- oder 9-Taste niedergedrückt
wird, deren Nase :21:2 die Stange 211 abwärts bewegt, so daß die Arme
2 1 o und die Welle 2-og in Uhrzeigerrichtung Z>
,gedreht werden. Befi-idet
sich die Querstange 211 bereits in ihrer unteren Grenzlage, so unterbleibt selbstverständlich
ihre AbwärtsbeN,#egung. Da der Arm 2o8 (Abb. i') starr auf der Welle 2o9 befestigt
ist, wird auch der Arm 2033 in Uhrzeigerrichtung gedreht, wobei der Zapfen
2-04. aus dem gabelförmigen Ende des Armes 177 herausbewegt wird, so daß
dieser nunmehr keinen Einfluß mehr auf die Bewegung des Armes 2o2 hat. Wird dagegen
die o- oder 3-Taste niedergedrückt, so wird die Ouerstange2ii durcil die Nase213
angehoben, wobei der Zapfen 2-04 mit dem Arm 177 gekuppelt wird, was zur
Folge hat, daß das Addierwerk:2oo durch den Arm 177 mit den Typenrädern 148 in Eingriff
ge-ZD ZD bracht und der zu registrierende Betrag auf (las Addierwerk übertragen
wird. Hieraus ist zu ersehen, daß die zuletzt niedergedrückte Taste ausschlaggebend
dafür ist, ob das Addierwerk mit den Typenrädern in Einiff gebracht wird oder nicht.
Gewöhnlich
nehmen die Arme 177 und 2033 die aus ##,bb. i ersichtliche Ruhelage ein.
Wird der Arm 2033 (Abb. 1, 3) in Uhrzeigerrichtung gedreht und dadurch
der Zapt' ZD feil 204 VM' dein Arm 177 entkuPPelt, so tritt der Zapfen 204
in den Schlitz.2i 5 eine-, auf der Bodenplatte der Maschine befestigten Ansatzes
216 ein, um eine unbeabsichtigte Kupplung des Addierwerkes zu verhindern. Der bis
dahin durch den Zapfen 2o-[ in seiner Lage gesperrte, nunmehr aber freigegebene
Arin 177 schwingt in diesem Augenblick unter der Wirkung einer Feder 218, die an
einem rückwärts gerichteten Seitenarm des Armes 177 angreift, ein wenig in Uhrzeigerrichtung
aus, so daß (las unterste Ende des .\rines 177 sich über den im Schlitz 215
ruhenden Zapfen 204 legt und somit eine unbeabsichtigte Rückkehr des ArineS
2033 in seine Ruhelage verhindert. Schwingt dagegen der Arm 2033 in
Gegeii7eigerrichtung aus, so trifft der Zapfen 204 gegen die Kante 217 des .,ehrä-
verlaufenden Schlitzes 2 15 und wirkt hei seiner weiteren Aufwärtsbewegung
derart gegen das untere Ende des Armes 177,
(laß der Arm 177 entgegen
der Wirkung der l-#e(ler 2ig ein wenig in Gegen7eigerrichtung ZD aus #
- und damit in seine Ruhelage (Abb. i zurückschwingt. Das GegengeWiCht 219
eines LI mit dem Arln 208 durch die Welle 209 starr \-erl)un(leiieii ArniCS
220 SUCht die Arme 2o8 und :2033 dauernd in Gegen7eigerrichtung zu drehen, um den
Eingriff des Zapfens 204 in (las -abelförinige Ende des Armes 177 und damit die
zum Addierwerkantrieb erforderliche Kupplung des Armes 177 mit dem Addierwerkrahinen
202 zu sichern, solange nicht der Zapfen 2o4 durch den Arm 177 in seiner unteren
Grenzlage gehalten wird. Durch die Feder 218 und -las Gegengewicht 2ig werden
also der Arm 2033 und damit der Zapfen 204 Je nachdem in ihrer unteren
und oberen Grenzlage gehalten, um nach Maßgabe der je-
weils niedergedrückten
Tasten die Entkupphing oder die Kupplung des Addierwerkes sicherzustellen.