DE43522C - Maschine zum Ausschneiden von Sohlen für Schuhwerk u. dergl - Google Patents
Maschine zum Ausschneiden von Sohlen für Schuhwerk u. derglInfo
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- DE43522C DE43522C DENDAT43522D DE43522DA DE43522C DE 43522 C DE43522 C DE 43522C DE NDAT43522 D DENDAT43522 D DE NDAT43522D DE 43522D A DE43522D A DE 43522DA DE 43522 C DE43522 C DE 43522C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D27/00—Machines for trimming as an intermediate operation
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D29/00—Machines for making soles from strips of material
Landscapes
- Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 71: Schuhwerk.
Die Maschine vorliegender Erfindung ermöglicht es, aus gröfseren Lederstücken Schuh-
und Stiefelsohlen schnell und mit kaum nennenswerthem Abfall auszuschneiden. Mittelst derselben
wird das Lederstück durch Transportwalzen passend vorbewegt. Jedesmal nach einer Vorbewegung erfolgt ein Schnitt in das
Leder, und zwar abwechselnd von zwei auf entgegengesetzten Seiten eines Messerhalters
liegenden Klingen.
Ist durch eine der Klingen ein Schnitt gemacht worden, so hebt sich das Messer vom
Leder oder sonstigen Arbeitsstücke ab und macht eine Drehung von 18o° um seine Längsachse,
so dafs der folgende Schnitt von der gegenüberliegenden Klinge ausgeführt wird. Auf diese Weise wird, nachdem der erste
Schnitt gemacht ist, bei jedem folgenden Niedergange des Messers eine Sohle ausgeschnitten.
Das Mafs der Vorbewegung des Lederstückes läfst sich in einfachster Art entsprechend der
gewünschten Breite der Sohlen regeln. Andererseits gestatten auch die Klingen eine solche
Einstellung, dafs man das Breitenmafs des Hacken- oder Zehentheiles etwas ändern kann.
Bei angemessener Wahl der Form der Klingen lassen sich mit der Maschine auch andere als
Schuh- und Stiefeltheile ausschneiden.
Fig. ι der Zeichnungen zeigt eine Vorderansicht und Fig. 2 einen Grundrifs der Maschine;
Fig. 3 zeigt die Maschine von der rechten Seite und Fig. 4 theils einen Schnitt und theils eine Ansicht von der linken Seite,
Fig. 5 einen Schnitt nach Linie A-B (Fig. 4), und die Fig. 6 bis 10 zeigen Einzeltheile der
Maschine.
Das Hauptgestell der Maschine setzt sich zusammen aus dem Ständer A, dem Rahmen B
und den Tischen C und C1. Der oberhalb der letzteren liegende Rahmentheil ist auswechselbar,
um Lederstücke jeder gewünschten Breite zwischen die Walzen α b einführen zu
können. Die Walze α liegt in festen Lagern c, die obere Walze b dagegen in Lagern ä, die
senkrecht gehoben werden können, um die Vorbewegung des Stückes zu unterbrechen.
Durch zwei Paar bei f (Fig. 3) an die Lager d angreifende Kniehebel g i, die durch Stange h
mit einander verbunden und durch Stange η (Fig. 2) mit dem einen Arme eines mit Achse ρ
drehbaren Winkelhebels ν verbunden sind, erfolgt das Heben der Lager d. Oben stützen
sich die Hebel i gegen die Traverse j (Fig. 3), die eine elastische Gegenlage an der Feder k
rindet. Letztere kann mittelst Handrades I und
der durch das Gewinde a? des oberen Querhauptes
a3 führenden Schraube m passend gespannt
werden.
Wenn man den Handhebel ο in die punktirte Stellung (Fig. 2) verlegt, so werden die
beiden Kniehebelpaare (Fig. 3) nach rechts durchgeknickt; Querhaupt j bleibt in den
Schlitzen q des Gestelles hängen, und dadurch wird die obere Walze b gehoben. Natürlich
hört dann die Vorbewegung des Stückes auf.
Die Zähne der Räder r und s der beiden Walzen (s. Fig. 5) sind so lang, dafs diese
Räder beim Ausheben der oberen Walze b den Eingriff nicht verlieren.
Während des Schnittes mufs die Vorbewegung des Lederstückes unterbrochen werden.
Um dies zu ermöglichen, greift in das Rad t (Fig. 3) der Achse u der Walze α ein aufsen
abgeschrägter Sperrzahn ν (Fig. 6) ein, der unter der Wirkung einer in einer Nuth der
Achse liegenden Feder steht. Wenn Rad t nach der Pfeilrichtung (Fig. 6) gedreht wird,
wird auf Walze α und demgemäfs auch auf b Drehung übertragen. Die entgegengesetzte
Drehung des Rades t wird dagegen auf die Achse u nicht übertragen, weil dann der Sperrzahn
ν einfach in die Nuth der Achse zurückgedrängt wird.
Die Drehung des Rades t abwechselnd nach der einen und anderen Richtung wird durch
einen bei λ: (Fig. 5) am Ständer A drehbaren Doppelhebel w w* vermittelt, dessen Arm n>
einen in das Zahnrad r eingreifenden Zahnbogen trägt. Der untere Arm w* trägt stellbar
in einer Führung die Rolley (Fig. 5), die einerseits der Einwirkung des auf Welle b1
sitzenden Excenters \ und andererseits der Wirkung der an das Führungsstück und das
Gestell der Maschine angreifenden Feder al unterliegt.
Auf Welle bl wird mittelst Stirnräder dl el
von der Hauptwelle c1 Drehung übertragen,
welche die Fest- und Losscheibe t2 t2 und das Schwungrad s2 trägt. — Rolle y ist mittelst
Handrades/1 und Schraubenspindel gx in der
Führung des Doppelhebels w w* einstellbar.
Die Spindel führt durch Muttergewinde u2 der Führung und trägt einen über einer Eintheilung
/' verschiebbaren und bei kl (Fig. 5) geführten
Zeiger j' zur Angabe der für eine bestimmte Dicke des zu schneidenden Lederstückes
nöthigen Einstellung der Rolle y.
Das Messer D kann an dem senkrecht geführten Schlittenstück o1 um i8o° gedreht
werden, um bald die eine, bald die andere der auf entgegengesetzten Seiten des Messerhalters
angeordneten Klingen ηιλ ηλ zum Schnitt
zu bringen. Die Auf- und Abbewegung des Messers D erfolgt von der Welle bl mittelst
Excenters ul (Fig. 3), mit welchem bei f1 eine
oben einen Kugelzapfen tragende Stange sl gelenkartig verbunden ist. Der Zapfen greift
bei r1 an den bei ql am Ständer^ gelagerten
Doppelhebel p1 an, dessen inneres Ende das Schlittenstück o1 mittelst eines geradlinig verschiebbaren
Zapfenprismas erfafst.
Die Klingen m'«1 sitzen an Platten v1 auf
entgegengesetzten Seiten des Zapfenstückes n>1
(Fig. 8), durch welches ein die beiden Platten v1
verbindender Zapfen P führt. Dieser gestattet eine entsprechende Drehung für den Fall, dafsman
die Breite des Zehen- und Hackentheiles der zu schneidenden Sohlen etwas ändern will.
Mittelst Klemmschrauben^'2, die durch Schlitze^'3
der Platten v] führen, kann man die betreffende Einstellung sichern. Der Zeiger k2 an einer
dieser Platten giebt das Mafs der Seiteneinstellung der Klingen auf einer Scale Z1 an.
Der eine Zapfen x1 des Stückes η>λ führt
durch einen Schlitz des Ständers A hindurch, und das Stirnrad yl am Ende des Zapfens
steht im Eingriff mit einer Verzahnung £l
(Fig. 4) des Ständers, wodurch das Messer D beim Hochgange eine Drehung um seine Längsachse
erfährt.
Um nun beim Niedergange für den Schnitt eine Drehung des Messers zu verhindern, ist,
ähnlich wie mit Bezug auf das Rad t (Fig. 5) beschrieben, in eine Nuth des Zapfens xl ein
aufsen abgeschrägter Sperrzahn eingesetzt, der von einer Feder angedrückt wird.
Der Schnitt des Lederstückes erfolgt ■ auf einer mit dem Tische C ebenliegenden Holzunterlage
b2. Man kann diese wegen der Abnutzung durch die Messer mittelst Drehens des
Handrades g2 (Fig. 4) einer Spindel h'2 nach
Richtung des Pfeiles einstellen. Die Unterlage liegt in einem Bett c2 mit unteren keilförmigen
Ansätzen d2, die im Eingriff mit entsprechenden Ansätzen e2 eines Schlittens/2 sind, durch
dessen Muttergewinde : die am Gestelle gegen Längsverschiebung gesicherte Spindel h2 hindurchführt.
Während mittelst Winkelhebels ο (Fig. 2) die Walze b ausgehoben ist, mufs die Bewegung
des Messers D natürlich unterbrochen werden können. Zu diesem Zwecke dient die
Ausrückkupplung m2 (Fig. 4), die über eine Feder rfi der Welle b1 verschiebbar ist und
mittelst des bei p2 drehbaren Gabelhebels o2
aufser Eingriff mit der Verzahnung der Nabe des Rades e1 gesetzt werden kann. Hebel o2
steht durch Stange q2 mit dem Hebel r2 in Verbindung, der auf der Achse ρ des
Winkelhebels ο festsitzt, so dafs beide Arbeitsvorgänge mit einer Hebelbewegung ausgeführt
werden.
Beim Beginn der Arbeit mufs der Winkelhebel ο zunächst in die punktirte Stellung
(Fig. 2) gebracht werden. Messer D befindet sich dann mit nach oben gerichteter Schneidklinge
m1 in der in Fig. 1, 3 und 4 angegebenen
Stellung. Sodann wird das Lederstück über den Tisch C zwischen die Walzen α und b eingeführt, so dafs sein eines
Ende auf der Unterlage b2 unter das Messer D zu liegen kommt. Man setzt die Maschine
dann in Gang und verlegt den Hebel 0 in die in vollen Linien angegebene Stellung (Fig. 2), so
dafs die obere Walze b das Lederstück andrückt.
Dasselbe bleibt nun liegen, während das Messer D mittelst Klinge n1 den Schnitt ausführt,
der die in Fig. 9 in der Sohlenreihe 1 in vollen Linien angegebene Form E hat.
Beim folgenden Hochgange dreht sich das Messer D um 18o° um seine Längsachse, so dafs
Klinge m1 abwärts gerichtet wird, während
gleichzeitig die Walzen α und b das Stück verschieben.
Alsdann macht die Klinge m1 einen Schnitt von der in Fig. 9 punktirt angegebenen
Form F.
Nach dem ersten Schnitte also wird vom Messer D bei jedem Niedergange eine Sohle
abgetrennt, die vom übrigen Stück auf den Tisch C1 abgestofsen wird. Wenn die mit 1
bezeichnete Sohlenreihe ausgeschnitten ist, verlegt man den Hebel 0 in die punktirte Stellung
(Fig. 2), um Walze b auszuheben und das Stück in die zum Ausschneiden der Sohlen
der Reihe 2 passende Lage zu bringen. Um möglichst kleinen Abfall zu erhalten, grenzen
die Zehentheile der einen Reihe an die Hackentheile der anderen.
Eine andere Ausführungsform der Schneidklinge zeigt Fig. 10; die Formen der damit zu
schneidenden Sohlen Fig. 11. Die Schneidklinge η1 macht den in vollen Linien angegebenen
Schnitt E, Klinge ml den punktirt angegebenen Schnitt F.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Maschine zum Ausschneiden von Sohlen für Schuhwerk u. dergl, bei welcher das Arbeitsstück durch Walzen (a b) über eine Unterlage (b2) unter ein Messer (DJ mit auf entgegengesetzten Seiten liegenden Schneidklingen (M1H1J vorgeschoben wird, die dadurch abwechselnd zum Schnitt kommen, dafs das Messer beim Abrücken vom Arbeitsstück eine halbe Drehung um seine Achse macht, vorzugsweise mittelst eines durch Excenter (\J beeinflufsten Doppelhebels (ww*J, eines die Walzen (ab) treibenden Zahnbogens, Sperrzahnes (v) und Rades (y 1J der Messerachse, das durch Auslösen eines Sperrzahnes im Zapfen (xl) beim Niedergang des Messers stillstehend erhalten wird, während der Kniehebelmechanismus (g i) mit dem Handhebel (0) zum Ausheben der oberen Walze (b) und das Hebelwerk (r^q^o*) zum Ausrücken der Kupplung (m*) dient.Hierzu 2 Blatt .Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE43522C true DE43522C (de) |
Family
ID=318837
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT43522D Expired - Lifetime DE43522C (de) | Maschine zum Ausschneiden von Sohlen für Schuhwerk u. dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE43522C (de) |
-
0
- DE DENDAT43522D patent/DE43522C/de not_active Expired - Lifetime
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