DE434264C - Verfahren zur Darstellung eines therapeutisch wirksamen Praeparats aus Digitalisblaettern - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines therapeutisch wirksamen Praeparats aus Digitalisblaettern

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DE434264C
DE434264C DER55719D DER0055719D DE434264C DE 434264 C DE434264 C DE 434264C DE R55719 D DER55719 D DE R55719D DE R0055719 D DER0055719 D DE R0055719D DE 434264 C DE434264 C DE 434264C
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Germany
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digitalis
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therapeutically effective
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DER55719D
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Dr Karl Wegener
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Honeywell Riedel de Haen AG
Original Assignee
JD Riedel AG
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)
    • A61K36/80Scrophulariaceae (Figwort family)
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07GCOMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
    • C07G3/00Glycosides

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Description

  • Verfahren zur Darstellung eines therapeutisch wirksamen Präparats aus Digitalisblättern. Die bis jetzt bekannt gewordenen Verfahren zur Gewinnung therapeutisch wirksamer Digitalispräparate benutzen zur Extraktion der Digitalisblätter Wasser oder Alkohol bei verschiedenen Temperaturen. Bei der Verwendung von Wasser enthält der Extrakt nur einen Teil der wirksamen Glykoside, bei Anwendung von Alkohol sämtliche Glykoside, dagegen ist im letzteren Fall ein Teil der -Glykoside unter der Einwirkung des Alkohols zersetzt und unwirksam geworden, außerdem befindet sich unter den Glykosiden das gesamte Digitoxin, welches im wäßrigen Extrakt nicht enthalten ist. Dementsprechend sind auch die aus diesen Extrakten isolierten wirksamen Präparate .grundverschieden zusammengesetzt. Extrahiert man mit den warmen oder kochenden Lösungsmitteln, so erleiden die wirksamen Glykoside infolge der erhöhten Temperatur ebenfalls Zersetzungen, und die in diesem Fall isolierten wirksamen Stoffe sind wieder anders zusammengesetzt. Die Anwesenheit des gesamten Digitoxins in einem idealen. Digitalispräparate ist aber auch nach neueren Anschauungen. aus mehrfachen Gründen unerwünscht, während eine kleine Menge Digitoxin, die z. B. auch im Infusum Digitalis vorhanden ist, therapeutisch günstig wirkt. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist nun die Herstellung eines Präparates, das, alle therapeutisch wertvollen Digitalisglykoside unzersetzt, darunter das Digitoxin nur in kleiner Menge, enthält.
  • Man. kann nämlich ein derartiges Präparat gewinnen, wenn man die Extraktion der Digitalisblättter mit geeigneten, mit Wasser stark verdünnten organischen Lösungsmitteln aus,-führt und dabei Temperaturen über ¢o° vermeidet. Als Extraktionsmittel sind mit Wasser stark verdünnte Alkohole, Aceton oder Essigäther besonders geeignet, wobei der Gehalt der Extraktionsflüssigkeit an organischen Lösungsmitteln 35 Prozent nicht übersteigen soll.
  • In dem erzielten Extrakt ist das gesuchte Präparat in der gewünschten Zusammensetzung enthalten und kann in geeigneter Weisse nach bekannten Methoden. isoliert werden. Das schließlich erhaltene reine Produkt ist eine feste, weiße, luftbeständige Substanz und besteht aus einem leicht resorbierbaren, hochwirksamen Gemisch der therapeutisch wertvollen Digitalisstoffe. Das Präparat isst in Wasser -nicht vollständig löslich, :dagegen schon in wäßrigem Äthylalkohol von z Prozent. Die Lösung ist, obwohl Lösungen der wirksamten labilen Digitalisglykoside im allgemeinen nur einige Tage voll wirksam sind, überraschenderweise monatelang unverändert haltbar.
  • Die Zweckmäßigkeit der Anwendung niedriger Temperaturen ist schon bekannt, und man hat auch llereits verdünnte Alkohole zur Extraktion der Digitalisblätter herangezogen. In einem Fall handelt es sich dabei um Bobi:s 6oprozentigen Alkohol. Dieser weist aber die obenerwähnten Nachteile in den Eigenschaften des unverdünnten Alkohols in mehr oder minder großem Maße auf, während im vorliegenden Fall derartige unerwünschte Einwirkungen auf die Digitalisglykoside ausbleiben. Man hat bei der Extraktion von Digitalis auch bereits einmal 25prozentigen Alkohol verwendet, dabei handelte es sich aber lediglich um die Extraktion der Blätter zwecks Schaffung einer biologischen Prüfungsmethode der Digitalisdroge, ohne daß aus den Extrakten therapeutisch verwendbare Trockenpräparate gewonnen wurden. Infolgedessen war @es auch nicht möglich, die Vorzüge des vorliegenden Verfahrens, welches zu: neuen Produkten mit den oben geschilderten wertvollen Eigenschaften führt, aus der erwähnten Veröffentlichung abzuleiten.
  • Beispiel: i kg Digitalisblätter werden mit 8 kg wäßrigem Äthylalkohol von 15 Prozent bei einer q.o° nicht übersteigenden Temperatur extrahiert, der Auszug zweckmäßig gereinigt, z. B. durch Behandlung mit Bleisalz, das Filtrat entbleit und der erhaltenen Extraktlösung zunächst .ein Teil der wirksamen Substanz durch Ausschütteln mit Chloroform entzogen. Nach dem Trocknen der Chloroforxfösung wixd dieselbe im Vakuum eingeengt und durch Eingießen. der konzentrierten Chloroformlösung in Benzin ein Teil des Präparates in Form eines weißen Niederschlages erhalten. Nach dem Behandeln mit 'Chloroform wird der Rest der wirksamen: Stoffe aus der Extraktlösung mit Gerbsäure ausgefällt und aus dem Niederschlag die wirksame Substanz in bekannter Weise, z. B. durch Zerlegen mit Zinkoxyd usw., in reinem Zustande isoliert.
  • Statt vorher mit Chloroform zu extrahieren, kann man aus dem Extrakt auch vermittels der Tannatfällungsmethode die wirksamen Stoffe zusammen isolieren. -

Claims (1)

  1. P<1TEX T-AxsYRUCH: Verfahren zur Darstellung eines thexapeutisch wirksamen Präparats aus, Digitalisblättern, dadurch gekennzeichnet, daß man Digitalisblätter mit Wasser, welches bis zu 3 5 Prozent an organischen Lösungsmitteln gelöst enthält, bei 4.o° nicht übersteigenden Temperaturen extrahiert und aus- der Extraktlösung die wirksamen Glykoside nach bekannten. Methoden isoliert.
DER55719D 1922-04-25 1922-04-25 Verfahren zur Darstellung eines therapeutisch wirksamen Praeparats aus Digitalisblaettern Expired DE434264C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2432217A (en) * 1943-07-14 1947-12-09 William R Warner & Co Inc Process of extracting physiologically active principles

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