DE431760C - Gewinnung von Kristallsalmiak - Google Patents

Gewinnung von Kristallsalmiak

Info

Publication number
DE431760C
DE431760C DEB112077D DEB0112077D DE431760C DE 431760 C DE431760 C DE 431760C DE B112077 D DEB112077 D DE B112077D DE B0112077 D DEB0112077 D DE B0112077D DE 431760 C DE431760 C DE 431760C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
crystal
extraction
almiak
biuret
ammonia
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB112077D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Willy Eissner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JG Farbenindustrie AG
Original Assignee
JG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JG Farbenindustrie AG filed Critical JG Farbenindustrie AG
Priority to DEB112077D priority Critical patent/DE431760C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE431760C publication Critical patent/DE431760C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/16Halides of ammonium
    • C01C1/164Ammonium chloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Gewinnung von Kristallsalmiak. Bei der Herstellung von Salmiak durch Kühlung von bei höherer Temperatur an :@mmoniumchlorid gesättigten Lösungen entstehen gewöhnlich mehr oder weniger feine, farnkrautähnliche Kristallskelette. Es ist bekannt, daß man mit Zusätzen von Metallsalzen, wie Eisen- oder Kupfersalzen u. dgl., (las Kristallisationsv ermögen des Ammoniumchlorids verbessern kann, wobei indessen für sehr langsame Abkühlung zu sorgen ist. Der auf diese Weise hergestellte Salmiak, sogenannte Hundezähne, ist mit den Begleitsalzen stets mehr oder weniger verunreinigt, was sich in der Regel schon durch Mißfärbung zu erkennen gibt. Bei Zusatz von Harnstoff, der übrigens den Salmiak in die kubische Kristallform drängt, erhält man zwar reine Produkte, indessen sind infolge der sauren Reaktion der Lösungen und der verhältnismäßig niedrigen `'erseifungstemperatur des Harnstoffs die Verluste an diesem Stoffe beträchtlich; zudem sind die an Harnstoff benötigten Mengen verhältnismäßig sehr groß, so (laß (las `"erfahren ziemlich kostspielig wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei Verwendung von Biuret oder Cvanursäure auch bei verhältnismäßig rascher Abkühlung gleichfalls sehr reinen, würfelförmigen Salmiak in sehr guter Ausbildung erhält; man kommt dabei mit geringen Zusatzmengen aus und hat den weiteren Vorteil, daß bei den in Frage kommenden Versuchsbedingungen Verluste durch Verseifung praktisch nicht stattfinden. Man verfährt beispielsweise folgendermaßen-Eine 95° heiße Lösung, die 7oo kg Ammoniumchlorid in i ooo 1 Wasser enthält, wird mit 42 kg Biuret versetzt. Beim Abkühlen scheidet sich der Salmiak in sehr schönen, großen Würfeln aus, die frei von Biuret sind, so daß ein Verbrauch an letzterem nicht in Frage kommt. Bei freiwilliger Abkühlung erhält man leicht Kristalle von mehreren Zentimetern Kantenlänge. Die ausgeschiedenen Kristallmassen werden von der Mutterlauge getrennt, z. B. durch Abnutschen oder Zentrifugieren; geringe anhaftende Mengen der Mutterlauge lassen sich durch leichtes Abspülen entfernen. Die Mutterlauge wird nach Ergänzung des Chlorammoniumgehaltes in der Wärme durch Hinzufügen entsprechender Mengen festen Salzes oller konzentrierter Lösung wieder ergänzt.
  • Die Abscheidung großer Kristalle wird zweckmäßig durch Einstellen von Holzstäben und Benutzung eines Holzgefäßes mit gutem Wärmeschutz unterstützt. Es gelingt auf (fiese Weise, bei entsprechend reiner Ausgangslösung einen vollkommen reinen und schneeweißen bzw. wasserklaren Salmiak von hohem spezifischen und hohem Schüttgewicht zu erhalten. Auch bei Verwendung unreiner Ausgangslaugen sind die Kristalle verhältnism-;ßig nur leicht gefärbt und übertreffen die handelsübliche Ware wesentlich an Reinheit.
  • Die Anwesenheit größerer Mengen Chlornatrium beeinträchtigt die Kristallisation nicht, so daß auch Ammoniaksodamutterlaugen in der angegebenen Weise nötigenfalls nach entsprechender Konzentrierung auf Kristallsalmiak verarbeitet werden können. Zur Erhöhung der Salzausbeute kann man, ohne Verluste durch Verseifung befürchten zu müssen, das Kühlungsintervall der Laugen noch weiter ausdehnen, z. B. auch bei roo° gesättigte Lösungen verwenden.
  • Man kann auch Gemische von Biuret und Cvanursä ure verwenden und außerdem dritte Substanzen zusetzen, die in der gleichen oder ähnlichen Richtung wirken. Beispielsweise erfolgt bei Glycerinzusatz die Ausbildung besonders klarer Kristalle. Auch wird die Ausscheidung beeinflußt, je nachdem die Lösungen sauer oder ammoniakalisch gehalten werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gewinnung von Kristallsalmiak aus gegebenenfalls überschüssige Säure oder überschüssiges Ammoniak enthaltenden Lösungen, dadurch gekennzeichnet, daß Zusätze von Biuret oder Cyanursäure allein oder im Gemisch miteinander oder mit Glycerin verwendet werden.
DEB112077D 1923-12-18 1923-12-18 Gewinnung von Kristallsalmiak Expired DE431760C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB112077D DE431760C (de) 1923-12-18 1923-12-18 Gewinnung von Kristallsalmiak

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB112077D DE431760C (de) 1923-12-18 1923-12-18 Gewinnung von Kristallsalmiak

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE431760C true DE431760C (de) 1926-07-16

Family

ID=6993110

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB112077D Expired DE431760C (de) 1923-12-18 1923-12-18 Gewinnung von Kristallsalmiak

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE431760C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE507522C (de) Verfahren zur Herstellung von Perboraten
DE431760C (de) Gewinnung von Kristallsalmiak
DE2156648C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-[4,4'-Bis-(dimethylaamino)-benzohydryl]-5-dimethylamino-benzoesäure
DE1493910C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Nitrilotriacetonitril
DE587589C (de) Verfahren zur Herstellung wasserarmer Ammoniummagnesiumphosphate
DE540531C (de) Herstellung von wasserfreiem, saurem Dinatriumpyrophosphat
DE674515C (de) Verfahren zur Herstellung wasserarmer Trinatriumphosphate
DE586446C (de) Verfahren zur Darstellung von Guanidinsalzen
DE952811C (de) Verfahren zur Herstellung von Ditetrazol bzw. seinen Salzen
DE539330C (de) Verfahren zur Herstellung von Salzen der Thiodiglykolsaeure mit Erdalkalimetallen
DE659433C (de) Verfahren zur Herstellung von kristallisiertem Natriumtrimetaphosphat
DE513462C (de) Verfahren zur Herstellung loeslicher Bariumsalze aus Schwefelbarium und Ammonsalzen
DE3029349A1 (de) Verfahren zur herstellung von borsaeure aus bor-natrium-kalzium-erz (ulexit)
AT65916B (de) Verfahren zur Herstellung von α-Glykoheptonsäure.
DE870276C (de) Verfahren zur Herstellung eines Doppelsalzes der p-Amino-salicylsaeure
DE445648C (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten kernmercurierter Phenole
AT275504B (de) Verfahren zur Reinigung von 2,5-Dihydroxyterephthalsäure
AT117064B (de) Verfahren zur Oxydation von Aldosen zu Monocarbonsäuren mit gleicher Kohlenstoffatomzahl.
DE451284C (de) Herstellung grosser Salmiakkrstalle
AT262953B (de) Verfahren zur Herstellung von L-Arginin-L-asparaginat
US1929466A (en) Method of making silver thiosulphate
DE435654C (de) Verfahren zur Herstellung von Loesungen der Stickstoffwasserstoffsaeure aus ihren Alkalisalzen
DE584702C (de) Verfahren zur Herstellung von Borsaeure
DE535070C (de) Verfahren zur Darstellung von Guanidinocarbonsaeuren
DE440772C (de) Verfahren zur Darstellung von Acridincyanid