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Antrieb für ein Kinderfahrzeug. Für diese Anmeldung ist gemäß dem
Unionsvertrage vom z.Juni igii die Priorität auf Grund der Anmeldung in Frankreich
vom 26. Dezember 1923 beansprucht. Es sind Kinderfahrzeuge bekannt, die sich
aus zwei gelenkig miteinander verbundenen, gegeneinander begrenzt schwenkbaren Gestellen
zusammensetzen, die je einen mit einer Sperrvorrichtung gegen Rücklauf versehenen
Rad-oder Kufensatz und einen schwingbar auf der Gelenkachse angebrachten Sitz und
eine auf dem unteren Teil eines der Gestelle angeordnete Fußstütze tragen. Diese
Fahrzeuge werden dadurch vorwärts bewegt, daß man die Rad- oder Kufensätze abwechselnd
einander nähert oder voneinander entfernt.
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Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug dieser Art, bei welchem die gelenkig
miteinander verbundenen Gestellteile nach oben über den Gelenkpunkt hinaus verlängert
und einerseits als Handhebel, anderseits als Rückenlehne ausgebildet sind, wobei
die Verbindungsstücke beider Gestellteile in der tiefsten Lage des Sitzes als Anschlag
für die Begrenzung der Schwenkbewegung der Gestelle dienen.
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Die Zeichnung stellt zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
beispielsweise dar, und zwar veranschaulichen Abb. r und z im Aufriß und Grundriß
ein Fahrzeug gemäß der Erfindung in der Ruhelage; Abb. 3 dasselbe in aufgerichteter
Stellung. Abb. q. und 5 zeigen eine zweite Ausführungsform im Aufriß und Grundriß.
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Bei der Ausführungsform nach Abb. i, z und 3 besteht jeder Radsatz
aus einem Paar Rädern a, die auf einer festen Achse b sitzen und von
denen jedes mit einer nicht veranschaulichten Sperrvorrichtung versehen ist, die
sich seiner Rückwärtsdrehung widersetzt. Die vordere Achse b trägt in ihrer Mitte
den Lenkzapfen c, der sich in der Platte rd des Gestellteiles e dreht. Die Schienen
des Gestellteiles sind durch Verbindungsstücke f und g miteinander verbunden, von
welchen das letztere g die Rückenlehne bildet. Der Gestenteil h besteht ebenfalls
aus zwei Schienen, die durch die Verbindungsstücke i und j zusammengehalten
werden und die Achse b tragen. Die Schienen /t endigen an ihren vorderen Enden in
zwei Handgriffe k. Die beiden Gestellteile e und h sind mittels einer Stange 1,
welche an ihrem Kreuzungspunkte durch alle vier Schienen hindurchgeht, scherenförmig
verbunden. Auf dieser Stange 1 ist der Sitz m drehbar angebracht, der in der Ruhelage
des Fahrzeuges auf der Verbindungsstange f aufruht. In diese Lage stützen sich die
Schienen des Gestellteiles e auf die Verbindungsstange i, während die Schienen des
Gestellteiles h auf den Enden der Verbindungsstange f aufruhen.
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übt das auf dem Sitz m befindliche Kind, welches sich mit den Füßen
gegen die Lenkachse b stützt, mit den Armen eine Zugwirkung auf die Handgriffe k
aus, indem es sich nach vorn beugt und sich dabei vom Sitz erhebt, so hebt es die
vier Schienen derart, daß der vordere Radsatz a, der durch
ein Gesperre
festgehalten wird, an seinem Platz bleibt, während der hintere Radsatz a sich dein
vorderen nähert.. (Abb.3). Die Ketten n spannen sich alsdann zwischen den beiden
Gestellteilen, an welchen sie befestigt sind, und begrenzen somit den Zusammenschluß
der Schienen. Läßt in dieser gehobenen Stellung das Kind seinen Körper auf den Sitz
m zurückfallen, indem es aufhört, auf die Griffe k eine Zugwirkung auszuüben, so
senken sich die Schienen, und zwar derart, daß bei dieser Bewegung der hintere Radsatz
nach hinten hin gesperrt ist, während der vordere Radsatz vorwärts rückt und das
ganze Fahrzeug mitnimmt. Die Bewegungen des Hebens und Senkens folgen wechselweise
und bewirken dadurch eine ununterbrochene Fortbewegung des Fahrzeuges.
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Die in Abb. 4. und 5 veranschaulichte Ausführungsform weicht von der
ersteren im wesentlichen dadurch ab, daß jeder Rahmen von einer einzigen Schiene
gebildet wird, wobei die Schiene e in ihrer Mitte mit einem ziemlich breiten Ausschnitt
o versehen ist, durch welchen die Schiene h hindurchgeht, die sich um den Bolzen
L dreht. Bei -dieser Ausführungsform sind die hinteren Räder a fest mit der hinteren
Achse b verbunden, die sich im Schwanzende der Schiene h dreht" während das Sperrwerk
auf die Achse b einwirkt.
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Die als Anschläge dienenden Schienen und Verbindungsstücke sind so
angeordnet, daß beim Transport oder in der Ruhelage die beiden Radsätze zusammengelegt
werden können.
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Das Fahrzeug kann gemäß der Erfindung mit zwei, drei oder vier Rädern
versehen werden.
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Die Gesperre können entweder auf die Räder oder auf die Achsen einwirken-Läßt
man die Räder weg, so kann der Erfindungsgegenstand als physikalischer Lehrapparat
Verwendung finden.
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Die Räder können auch durch GleitkufeF ersetzt werden, die dann mit
Feststellspitzen, welche eine Rückwärtsbewegung verhindern, versehen werden.