DE892421C - Gymnastik-Roller - Google Patents

Gymnastik-Roller

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Publication number
DE892421C
DE892421C DEH4895A DEH0004895A DE892421C DE 892421 C DE892421 C DE 892421C DE H4895 A DEH4895 A DE H4895A DE H0004895 A DEH0004895 A DE H0004895A DE 892421 C DE892421 C DE 892421C
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DE
Germany
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steering column
gymnastics
chain
roller
spring
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Expired
Application number
DEH4895A
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English (en)
Inventor
Max Heuer
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62MRIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
    • B62M1/00Rider propulsion of wheeled vehicles
    • B62M1/14Rider propulsion of wheeled vehicles operated exclusively by hand power

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Steering Devices For Bicycles And Motorcycles (AREA)

Description

  • Gymnastik-Roller Gegenstand der Erfindung ist ein Kinderroller, insbesondere ein solcher Roller, der durch Hinundherbewegen der Lenksäule vorwärts bewegt wird und für den auf Grund der zur Vorwärtsbewegung erforderlichen rudernden Bewegung die Bezeichnung Gymnastik-Roller gewählt wird.
  • Es sind sogenannte Selbstfahrer oder Holländer bekannt, die zwar eine Ruderbewegung zur Vorwärtsbewegung ausnutzen, aber, da es sich um Vierradfahrzeuge mit Hinterradantrieb handelt, die in sitzender Stellung betätigt werden, mit dem Gegenstand der Erfindung nicht identisch sind. Der bei dem Roller nach der Erfindung benutzte mechanische Antrieb ist an sich schon für Fahrräder bekannt, stellt jedoch in der Kombination mit einem Kinderroller, dessen Lenksäule knickbar oder schwenkbar ist, etwas Neuartiges dar.
  • Im Gegensatz zu dem Vorbekannten wird nach der Erfindung ein Rollerantrieb vorgeschlagen, der insbesondere dadurch gekennzeichnet ist, daß die Lenksäule durch entsprechende Knickbarkeit oberhalb des Anlenkpunktes an dem Rollerfahrgestell außer zum Lenken durch hin und her gehende rudernde Bewegung zur Fortbewegung des Rollers dient, wobei über zugeordnete, im einzelnen bekannte Antriebsmittel der Antrieb vom Vorderrad aus erfolgt.
  • Der Antrieb erfolgt erfindungsgemäß derart, daß die Lenksäule um einen Bolzen. oberhalb des zur Steuerung erforderlichen Gelenkes um einen durch einen Anschlag begrenzten Winkel in Fahrzeuglängsrichtung hin und her geschwenkt wird. Dieser Ruderbewegung des Oberteils der Lenksäule wird entweder in an sich bekannter Weise über einen Winkelhebel und eine Kette und ein mit dem Vorderrad verbundenes bekanntes Ritzel mit Ratsche in eine Drehbewegung des Vorderrades umgesetzt, oder aber es wird die unterhalb des Drehpunktes abgekröpft fortgesetzte Lenksäule schwenkbar "mit einem Zahnsegment oder einer Zahnstange verbunden, welche mit dem genannten Ritzel im Eingriff stehen.
  • In dem einen Ausführungsbeispiel ist die Kette beidendig unter Einschaltung einer Rückholfeder an dem Winkelhebel festgelegt. Die Kette und, das Ritzel bewirken also die Vorwärtsbewegung des Rades, während die Rückholbewegung vermittels der Feder im Leerlauf erfolgt.
  • Sinngemäß wird auch bei Verwendung eines Zahnsegmentes nur das Zurückziehen des Oberteils der Lenksäule und damit die Vorwärtsbewegung des unteren gekröpften Teiles zum Antrieb ausgenutzt, während die Rückbewegung im Leerlauf erfolgt. Die Rückholbewegung bei der zweiten Ausführungsform erfolgt durch eine Drehfeder, die einendig mit dem feststehenden Teil verbunden ist, während das andere Ende den Oberteil der Lenksäule belastet und ständig in die Ausgangslage zurückholt.
  • Die neuartige Fortbewegung eines Rollers nach der Erfindung kommt dem natürlichen Bewegungsdrang eines Kindes weitgehend entgegen und führt durch bevorzugte Arm- und Schulterbewegung in Ergänzung der Beinbewegung zu einer Stärkung der Arm- und Schultermuskulatur.
  • Zwei beispielsweise Ausführungsformen eines Rollers nach der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
  • Fig. i zeigt den Roller in Seitenansicht mit der Lenksäule in Grundstellung; Fig. z veranschaulicht den Roller in Seitenansicht mit zurückgezogener Lenksäule; Fig. 3 zeigt den Vorderradantrieb in Vorderansicht; Fig. q.. ist eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform eines Kinderrollers nach der Erfindung; Fig. 5 zeigt den Antrieb in Vorderansicht.
  • Fig. i zeigt einen Roller von einem an sich bekannten allgemeinen Aufbau mit Vorderrad i, Hinterrad :2 und Grundgestell 3, weiches mit der Vorderradgabel q. durch ein bekanntes Scharnier 5 verbunden ist. Die Lenksäule 6 ist oberhalb des Scharnieres 5 in zwei kreisausschnittförmigen Seitenwangen 7 des Oberteiles der Gabel q, mittels eines Bolzens 8 in Fahrzeuglängsrichtung um einen gewissen Winkel verschwenkbar. Zur Begrenzung des Anschlages dient ein Bolzen 9, der die beiden Seitenwangen 7 verbindet. Der Unterteil der Lenksäule 6 besteht aus einem Winkelhebel i o, i i, der an seinem Scheitel einen Bolzen 8 aufnimmt und dessen oberes Ende io in einer Lagerung i2 den Oberteil der Lenksäule 6 aufnimmt, während das andere Ende i i um ein gewisses Maß seitwärts gekröpft ist und in Fahrtrichtung nach vorn heraussteht.
  • Die Vorderradgabel 4 besteht, wie in Fig. 3 zu erkennen ist, aus einer geraden und einer gekröpften Wange, zwischen denen am unteren Ende in bekannter Weise das Vorderrad i gelagert ist. An der Seite der gekröpften Wange der Vorderradgabel 4 ist mit dem Vorderrad ein Ritzel 13 mit Ratsche (in der Zeichnung nicht dargestellt) fest verbunden, derart, daB in einer Drehrichtung des Ritzels 13 das Vorderrad i über die Ratsche mitgenommen wird, während der Rücklauf des Ritzels im Leerlauf erfolgt bzw. daß das Ritzel bei fortgesetzter Vorwärtsbewegung des Vorderrades stillstehen kann.
  • Zur Umsetzung der Ruderbewegung der Lenksäule 6 in eine Drehbewegung des Vorderrades i dient eine Kette 1q., die das Ritzel 13 umschlingt und deren Enden 15, 16 an dem Arm i i des Winkelhebels angelenkt sind. An dem. vorderen Ende der Kette ist eine Zugfeder 17 eingeschaltet. Dieser Kettenantrieb kann erfindungsgemäß auch durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Zahnstange ersetzt werden.. Die Feder 17 dient dazu, die Kette i4. unter Spannung zu halten und jeweils in die Ausgangslage zurückzuholen. Die eigentliche Belastung, die einer Ruderbewegung an der Lenksäule 6 entgegenwirkt, wird durch eine der Kraft eines Kindes angepaßte Zugfeder 18 vorgenommen, deren eines Ende i9 an der Lenksäule 6 befestigt ist, .während das andere Ende zo an einem mit den Seitenwangen 7 fest verbundenen Ausleger 2i angehängt ist. Diese Feder 18 ist erfindungsgemäß dazu notwendig, um vor allem beim Anfahren ein Rutschen des Vorderrades auf dem Boden zu unterbinden und- dem Zurückziehen der Lenksäule 6 eine stets gleichbleibende Kraft entgegenzusetzen.
  • Die Wirkungsweise eines Gymnastik-Rollers ergibt sich aus dem Aufbau. Durch rudernde Kippbewegung der Lenksäule 6 um die Drehachse 8 wird das freie Ende ii des Winkelhebels gehoben und gesenkt. Beim Anheben des Endes i i setzt über den Anlenkpunkt 15 die Kette 1q. das Ritzel 13 in Drehung, so daß über die Ratsche das Vorderrad mitgenommen und der Roller in Bewegung gesetzt wird. Bei diesem Vorgang wird die Feder 17 gedehnt. Nach Erreichen des Anschlages q wird der Zug unterbrochen, und die- Lenksäule 6 geht unter der Wirkung der Zugfeder 18 in die Ausgangsstellung zurück, bei der das Ende i i des Winkelhebels in waagerechter Stellung ist. Bei dieser Zurückbewegung wird die Kette 1q. durch die sich zusammenziehende Feder 17 ebenfalls zurückgeholt, derart, daß sich im Verlauf des Vorganges vermittels der Ratsche das Vorderrad i im Freilauf weiterdreht. Bei erneutem Zug an der Lenksäule 6 wiederholt sich der Vorgang in gleicher Weise.
  • In der in Fig. q; und 5 dargestellten zweiten Ausführungsform wird an Stelle der Kette ein Zahnsegment 26 benutzt. Die Lenksäule ist hierbei über den Drehpunkt 8 hinaus nach unten einseitig und gekröpft, wie bei 27 dargestellt, fortgesetzt. Die schwenkbare Verbindung zwischen dem unteren Ende des Lenksäulenfortsatzes 27 und dem Zahnsegment 26 ist bei 28 angedeutet. Zur sicheren Führung des Zahnsegmentes 26 dient zweckmäßig eine Führungsrolle 29 an einem der Gabelschenkel. Um die Lenksäule nach jeder Hubbewegung selbsttätig in die Ausgangslage zurückzubringen, ist um den die Drehachse darstellenden Bolzen 8 eine Schraubenfeder 30 gewickelt, die einendig mit dem feststehenden Teil verbunden ist, während das andere Ende um das untere Ende das Lenksäulenoberteil bei 31 geschlungen ist. Wie zu erkennen ist, wird die unter Vorspannung eingesetzte Feder beim Zurückziehen des Lenksäulenoberteils auf Verdrehung beansprucht und trachtet danach, nach Beendigung eines jeden Arbeitshubes den Oberteil und damit auch den Unterteil in die Ausgangsstellung zurückzuführen.
  • Es ist zu erkennen, daß mit einem Gymnastik-Roller nach der Erfindung eine neuartige Fortbewegungsmöglichkeit für Kinderroller geschaffen wird, die, abgesehen von der Stärkung des Gleichgewichtssinnes, unter Ausnutzung des Spieltriebes eines Kindes durch Beanspruchung der Schulter-und Armmuskulatur gesundheitsfördernd wirkt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gymnastik-Roller, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fortbewegung die Lenksäule (6) um eine Achse (8) oberhalb des zur Steuerung erforderlichen Gelenkes (5) um einen durch einen Anschlag (9) begrenzten Winkel in Fahrzeuglängsrichtung rudernd hin und her schwenkbar ist und daß diese Ruderbewegung entweder über einen Winkelhebel (i o, i i) und eine Kette (14) oder über die über die Achse nach unten verlängerte Lenksäule und eine Zahnstange bzw. ein Zahnsegment (26) oder andere mecha; nische Mittel ein mit dem Vorderrad (i) verbundenes Ritzel (13) in Drehung versetzt.
  2. 2. Gymnastik-Roller nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in die Kette (14), die beidendig an einem Arm (i i) des Winkelhebels (io, i i) angelenkt ist, eine Rückholfeder (i7) eingeschaltet ist oder daß der obere schwenkbare Teil der Lenksäule mittels einer um seine Achse (8) geschlungenen Schraubenfeder (30) belastet wird und daß die Rückdrehung des Ritzels (13) vermittels einer bekannten Ratsche im Leerlauf erfolgt.
  3. 3. Gymnastik-Roller nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem festen und dem schwenkbaren Teil der Lenksäule (6) eine Belastungsfeder (18) angeordnet ist. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 634468.
DEH4895A 1950-08-11 1950-08-11 Gymnastik-Roller Expired DE892421C (de)

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DEH4895A DE892421C (de) 1950-08-11 1950-08-11 Gymnastik-Roller

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DEH4895A DE892421C (de) 1950-08-11 1950-08-11 Gymnastik-Roller

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DE892421C true DE892421C (de) 1953-10-08

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4960286A (en) * 1989-04-17 1990-10-02 Henson Kerry L Self-propelled vehicle
EP0541136A1 (de) * 1991-11-06 1993-05-12 Francesco Bono Mechanismus zum Transformieren von nicht-angetriebenen Vorderrädern von Fahrrädern im allgemeinen, in angetriebene Vorderrädern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE634468C (de) * 1933-07-15 1936-08-28 Johann Speckmann Vorderradhandantrieb fuer Fahrraeder mit schwenkbar angeordneter Lenkstange

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