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Selbsttätige Waage für mehlige und schwerfließende Stoffe. Den Gegenstand
des Patents 424974 bildet eine selbsttätige Waage für mehlige und schwerfließende
Stoffe, bei welcher die Anliebevorrichtung aus einem am Abschlußorgan drehbar angeordneten
und dasselbe gabelförmig umgreifenden Hebel mit beiderseitigen Nasen, Exzentern
o. dgl. besteht, die bei Inbetriebsetzung der Waage durch Drehen des Hebels über
Stützflächen der Lastschale bis zum Aufstützen auf dieselben geführt werden, wodurch
das Abschlußorgan gehoben wird.
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Hierbei muß nach beendeter Wägung, tnn ein freies Schwingen der Waage
zu erzielen, der bei Inbetriebsetzung abwärts gedrückte Hebel mit dessen starr verbundener
- Nase, Exzenter o. dgl. mit der Hand nach oben geschwenkt und in eine Feder eingeklemmt
werden. Außerdem aber ist noch ein besonderer Übersetzungshebel erforderlich.
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Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung beseitigt diese Nachteile
unter gleichzeitiger Vereinfachung, Verbesserung und weiterer Ausbildung der gesamten
Vorrichtung. Sie besteht im -wesentlichen darin, daß die zum Anheben des Absclilußorgans
dienenden Nasen, Exzenter o. dgl. mit ihrem Antrieb.sllehel gelenkig verbunden und
dieser sowohl als auch die Nasen, Exzenter o. dgl. mit Mitnehmerknaggen versehen
sind, so daß beim Senken und Hochschwingen des Hebels durch Vermittlung dieser Knaggen
die Nasen, Exzenter o. dgl. mitgenommen werden, derart, daß zwischen den beiden
Knaggen bei hochgehobenem Abschlußorgan ein freier Raum besteht, in welchem sich
die Knaggen beim Senken des Abschlußorgans bis zur Drosselung frei bewegen können.
Der Anhebehebel ist hierbei durch ein Gestänge mit der Einrückvorrichtung des Rührwerkes
verbunden, so daß er beim Ausrücken des letzteren durch dessen Feder gleichzeitig
nach aufwärts geschwenkt -wird.
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In der Zeichnung ist eine Ausführungsform in verschiedenen Stellungen
dargestellt Abb. i zeigt die Stellung bei Beginn der Wägung, bei der gleichzeitig
durch Abwärtsdrücken des Handgriffes durch eine Nase und deren Knaggen das Abschlußorgan
gehoben und das Rührwerk in Tätigkeit gesetzt -wird.
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Abb. z zeigt die Stellung, bei der das Abschlußorgan zwecks genauen
Einwiegens gedrosselt ist, ---obei der Handgriff so lange
steigt,
bis dessen Nabenknaggen sich gegen den Nabenknaggen der Nase anlegt.
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Abb. 3 zeigt die Stellung, bei der dieWaage ihr Vollgewicht erreicht
hat und die Einschnappklinken die Sperrung freigeben, wobei durch den Federdruck
das Rührwerk außer Betrieb gesetzt wird und der Handgriff sowie die Nase, durch
die N abenknaggen betätigt, nach oben schwingt. Die Waage kann nun frei spielen.
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An der Tragplatte i hängt der Waagebalken 2. An diesem ruht an der
einen Seite der Sackstutzen.3 und auf der anderen Seite die Gewichtsschale 4.. Mit
der Gewichtsschale q. sind zwei Nasen 5 und 6 starr verbunden. Am Sackstutzen 3
befindet sich eine Nase 7, durch «-elche beim Abwärtsdrücken des Handgriffes 8 (Abb.
i) und dessen Knagge 9 die Nase To durch deren Nabenknaggen i i nach unten gedrückt
und gleichzeitig das Abschlußorgan 12 von der Abschlußplatte 13 freigehoben wird,
so daß das Wägegut ungehindert in den Sack einfließen kann.
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Beim gleichen Vorgange wird durch die Zugstange 14, welche mit dem
Arm 15 und dessen Gabel 16 in beweglicher Verbindung steht, durch Eindrücken der
Kupplung 17 und 18 das Rührwerk i9 durch Winkelgetriebe 2o und 21 in Bewegung gesetzt
und gleichzeitig die Stütze 22 an der Klinke 23 eingehakt.
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Beim gleichen Vorgange bewegt sich ferner die Klinke 24 und der mit
ihr starr verbundene Arm 25 unter die Stütze 26 und läßt zwischen der Klinke 24
und der Stütze 26 bis zur Drosselung einen kleinen Abstand. Die Klinke 23 und die
Stütze 26 werden in der wagerechten Stellung von den Anschlagstiften 27 und 28 gehalten;
die Klinken sind auf der Achse 29 und 3o beweglich gelagert. Der Handgriff 8 sowie
die Nase To sind auf der Achse 31, die Zugstange 14 auf der Achse 32 und 33, die
Klinke 24. und deren Arm 25 auf der Achse 34, der Arm 1 5 in starrer Verbindung
mit Hebel 16 sowie die Nase 22 auf der Achse 35 beweglich gelagert. Die Nase To
wird in der nach unten gedrückten Stellung vom Anschlag 36 des Armes 25 gestützt.
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Das Kegelrad 20 ist mit der Kupplung 18 starr verbunden und wird vom
Stellring 37 und seinem Lager behalten und geführt, so daß die Achse 38 im Kegelrad
2o und Kupplung i8 frei laufen kann. An der Achse 38 befindet sich ein Schlitz
35. Durch den letzteren ragt ein mit der Kupplung verbundener Stift ,40.
Durch das Abwärtsdrücken des Handgriffes 8 wird das bewegliche Lager 42 durch den
mit ihm verbundenen Stift 41 gegen die Kupplungen 17 und 18 bewegt. Letztere
greifen ineinander und werden infolgedessen durch die Riemenscheibe 43 angetrieben.
Das bewegliche Lager 42 hat eine gerade Fläche und wird vom Ansatz 44 geführt.
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Zwischen den beiden Knaggen 9 und i I befindet sich ein freier Raum
45, so daß beim Senken des Sackstutzens bis zur (Abb.2) Drosselung der Handgriff
8 ungehindert steigen kann. Ist nun der Waage eine bestimmte Menge von Wägegut zugeführt,
so senkt sich der Sackstutzen 3 unter dem Druck des Abschlußorgans 12, bis die Klinke
24 sich am Sperrhebel 26 anlegt. Jetzt tritt das Wägegut durch einen kleinen Spalt
in den Sackstutzen 3 und somit in den darunterhängenden Sack o. dgl. Hat nun die
Waage ihr Vollgewicht erreicht, so senkt sich der Sackstutzen 3 und somit der untergehängte
Sack so tief, und die Gewichtsschale 4 mit den starr verbundenen Nasen 5 und 6 steigt
so hoch, daß sie am Hebel 23 und 26 anstoßen und sich die einzelnen Teile aus der
Stellung der Abb. i und 2 in die Stellung der Abb. 3 bewegen.
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Die Wägung beginnt nunmehr aufs neue.