DE415725C - Erdinduktions-Richtungsanzeiger fuer Luft- oder andere Fahrzeuge - Google Patents

Erdinduktions-Richtungsanzeiger fuer Luft- oder andere Fahrzeuge

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DE415725C
DE415725C DEA37592D DEA0037592D DE415725C DE 415725 C DE415725 C DE 415725C DE A37592 D DEA37592 D DE A37592D DE A0037592 D DEA0037592 D DE A0037592D DE 415725 C DE415725 C DE 415725C
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vehicles
direction indicator
gyroscopic
earth induction
induction direction
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Expired
Application number
DEA37592D
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AERONAUTICAL INSTR Co
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AERONAUTICAL INSTR Co
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H25/00Steering; Slowing-down otherwise than by use of propulsive elements; Dynamic anchoring, i.e. positioning vessels by means of main or auxiliary propulsive elements
    • B63H25/02Initiating means for steering, for slowing down, otherwise than by use of propulsive elements, or for dynamic anchoring
    • B63H25/04Initiating means for steering, for slowing down, otherwise than by use of propulsive elements, or for dynamic anchoring automatic, e.g. reacting to compass
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C17/00Compasses; Devices for ascertaining true or magnetic north for navigation or surveying purposes
    • G01C17/02Magnetic compasses
    • G01C17/28Electromagnetic compasses
    • G01C17/30Earth-inductor compasses

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Description

  • Erdinduktions-Richtungsanzeiger für Luft- oder andere Fahrzeuge. Die Erfindung hat einen Richtunganzeiger für Luftfahrzeuge o. dgl. von der bekannten Bauart zum Gegenstand, bei der durch ein im erdmagnetischen Feld rotierendes Spulensystem eine elektromo:orische Kraft erzeugt wird. Bei solchen Richtungsanzeigern entstehen dadurch Schwierigkeiten, daß durch die Bewegung des Luftfahrzeuges in allen drei Dimensionen, ferner durch das Schlingern und Rollen die Angaben so unsicher werden, daß das Instrument praktisch unbrauchbar wird.
  • Zur Vermeidung der Schwierigkeiten ist schon früher vorgeschlagen worden, die Anzeigevorrichtung kardanisch zu hängen und den Induktor auf ein Kreiselgehäuse zu setzen. Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet aber ein einfacheres Hilfsmittel zur Vermeidung der erwähnten Schwierigkeiten. Diese Hilfsvorrichtung ist einstellbar, so daß die Schwingungsdauer des Richtungsanzeigers verändert und den verschiedenen Bedingungen, insbesondere auch den verschiedenen Belastungen des Luftschiffes, angepaßt werden kann.
  • Nach der Erfindung wird die kardanisch gehängte Anzeigevorrichtung mit einem Pendelgewicht und einer Kreiselscheibe ausgestattet, welche beide unterhalb des Aufhängepunktes angreifen und so eingestellt werden können, daL,, die Schwingungsdauer des Richtungsanzeigers nach den wechselnden Belastungsverhältnissen des Fahrzeuges geändert werden kann.
  • Zur Erläuterung der Erfindung soll im folgenden ein Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnung beschrieben werden.
  • Abb. i ist eine Teilansicht der Vorrichtung, in der der Stromwender oder die den Strom gleichrichtenden Teile dargestellt sind; Abb. 2 stellt in einer Teilansicht den Stromerzeuger und die einstellbare Kreiselvorrichtung dar; Abb.3 gibt schematisch einen Gesamtüberblick über die verschiedenen Teile der Vorrichtung; Abb. q. stellt die kardanische Aufhängung des Stromerzeugers dar, und Abb. 5 zeigt schematisch die Anordnung des Anzeigers für selbsttätige Steuerung.
  • Es ist wohl bekannt, daß bei Erdinduktionsspulen der bekannten Art, die Spannungsverteilung als Funktion der Phasenverschiebung sinusförmig ist. Andererseits ergibt, wie sich durch Versuche zeigen läst, die Drehung eines mit isoliertem Draht 2 (Abb.3) umwundenen Eisenkernes i dieselbe Spannungsverteilung. Von dieser Tatsache ist bei der in Abb.2 und 3 dargestellten Anordnung des Stromerzeugers Gebrauch gemacht.
  • In diesem Stromerzeuger sind mehrere, am besten vier Anker oder Kerne i mit einer Wicklung 2 versehen, die aus einer bestimmten Anzahl von Windungen besteht. Diese Wicklungen werden am besten in Reihe geschaltet und bilden einen geschlossenen Stromkreis, wobei die zwischen den einzelnen Spulen liegenden Punkte 3 mit den entsprechenden Stromwenderstegen q. verbunden sind, durch Leitungen 5, io5 (Abb.3 und i).
  • Auf dem Stromwender schleifen an gegenüberliegenden Punkten Bürsten 6, die durch entsprechende Leitungen mit einem Galvanometer 18 verbunden sind, und zwar so, daß durch entsprechende Schaltung der Erzeugerstromkreise und des Galvanometers die Einstellung so erfolgen kann, daß das Galvanometer in. der Nullage sich befindet, wenn das Fahrzeug auf dem gewünschten Kurs liegt.
  • Abb.3 zeigt schematisch eine bevorzugte Ausführungsform einer solchen Anordnung. Hier sind vier Bürsten 6 vorgesehen, die mit den einander gegenüberliegenden Punkten einer nicht dargestellten, geschlossenen Spule in den Zeigerschaltplatten io verbunden sind. Die Leitungen 7, 7 und 8, 8 führen zu den Klemmen i i und 13. Die Fahrtrichtung des Luftschiffes ist mittels eines Stiftes 39 angedeutet, entsprechend der Gradeinteilung, welche auf der den Kurs einstellenden Scheibe 16 markiert ist. Auf den Zeigerschaltplatten sind ferner zwei Klemmen 2o angebracht, die mit einander gegenüberliegenden Punkten der erwähnten Spule verbunden sind, und von diesen führen Leitungen zu den Klemmen i9 des Galvanometers 18. Der Anzeiger kann so eingestellt werden, daß unabhängig von den gewünschten Kursen die einzelnen Leitungen mit: den einander gegenüberliegenden Nullpunkten der in sich geschlossenen Spule verbunden werden können, so daß das Galvanometer auf Null steht, wenn das Fahrzeug auf dem richtigen Kurse liegt.
  • Bestehen die Ankerkerne aus Eisen, so wird der Anker bei der Drehung einen Kreiseleffekt erzeugen und deshalb den Einfluß des Stampfens und Rollens des Fahrzeuges auf den Richtungsanzeiger abschwächen. Der Anker befindet sich auf einem kardanischen Gehänge, das in Abb. i und .4 dargestellt ist, so daß der Anker also als Kreiselpendel wirkt, das die Schwingungswe:te erheblich herabsetzt und eine erhebliche Dämpfung hervorbringt. Um die Wirkungen des Stampfens und Rollens noch weiter herabzusetzen, ist der Anker mit einer Kreiselscheibe 2.1 versehen, die einstellbar auf ein Gewinde der Achse 26 aufgeschraubt ist und sich unterhalb des Ankers befindet, ferner mit einem Pendelgewicht 25, das ebenfalls von der Achse 26 getragen wird. Werden die Kreiselscheibe 2.1 und das Pendelgewicht 25 gegenseitig richtig eingestellt, so kann die Schwingungsperiode des gesamten Gerätes kürzer gemacht werden als diejenige der Eigenschwingungen des Luftfahrzeuges o. dgl. unter normalen Bedingungen. Insoweit es erforderlich wird, die unvermeidlichen Schwingungen zu dämpfen, können Reibungsscheiben 27 o. dgl. in die kardanische Hängung eingeführt werden. Diese letztere umfaßt einen inneren Ring 28, der auf Zapfen 29 schwingt. Diese ihrerseits sind im äußeren Ring 3o befestigt. Dieser wird von einem einstellbaren Ring 31 getragen, der in einer Nut 32 eines ringförmigen Rahmens 33 eingestellt werden kann mit Hilfe von Schraubenbolzen 3.1, die in Schlitze 35 am ringförmigen Träger 31 eingreifen. Ein Schutzring 336 (Abb.2) begrenzt die Ausschwingungen der Ankerachse im Fall von ganz besonders heftigen Bewegungen des Fahrzeuges.
  • Die Stromwendevorrichtung besteht in dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus Blattfederbürsten 6, die durch Schrauben 36 und 136 eingestellt werden können. Selbstverständlich kann einer der Stromwender auch anders ausgebildet werden, beispielsweise hat sich ergeben, daß Kohlebürsten der für Hochspannungsmaschinen vielfach verwendeten Art ohne weiteres angeordnet werden können.
  • Zum Antrieb der Anzeigevorrichtung wird vorzugsweise Luftantrieb verwende:. Ebensogut ist jedoch auch elektrischer Antrieb verwendbar. In jedem Fall dient die biegsame Welle 38 zur Übertragung der Antriebskraft auf die Ankerwelle 26.
  • Hinsichtlich der Wirkungsweise des Pendelgewichtes und der Kreiselscheibe ist zu bemerken, daß die Erhaltung der Ankerwelle in vertikaler Lage durch das Gewicht 25 hervorgebracht wird, das aber einen verhältnismäßig kleinen Durchmesser hat und deshalb nur eine geringe Kreiselwirkung ausübt. Die Kontrolle der Schwingungsperioden wird durch geeignete Einstellung der Scheibe 2-1 bewirkt, die einen großen Durchmesser hat deshalb größere Kreiselwirkung ausübt. Die Gesamtwirkung des Kreiselpendels kann daher in weiten Grenzen eingestellt und sowohl ganz hohen wie auch ganz niedrigen Belastungen des Fahrzeuges angepaßt werden. Hierin liegt der große Vorteil, den die neue Anordnung herbeiführt.
  • In Abb.5 ist dargestellt, wie durch den neuen Richtungsanzeiger ein Luftfahrzeug selbsttätig gesteuert werden kann. Anstatt des Galvanometers 18 wird ein relaisartiges Instrument 118 mit Klemmen 4 8 angeordnet. Von da aus wird irgendein Motor 49 gespeist, der in der einen oder der anderen Richtung, je nach Bedarf, umläuft. Ist daher die Zeigerschaltplatte auf eine vorher bestimmte Fahrtrichtung eingestellt, so schlägt der Zeiger 5o das Relais 118 nach rechts oder links aus, je nachdem das Fahrzeug aus dem Kurs abweicht. In die Zuleitung von den Kontakten .18 zum Motor :19 sind Stromquellen 51 und 52 eingeschaltet; der Motor verstellt den Lenker 53 durch einen Schneckenantrieb 5.1. Die jeweilige Stellut:b dieses Antriebs braucht daher vom Flieger gar nicht beobachtet zu werden, da sie nach dem jeweiligen Kurs selbsttätig geregelt wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Erdinduktions-Richtungsanzeiger für Luft- oder andere Fahrzeuge mit kardanischer, durch Kreiselwirkung stabilisierbar eingerichteter Hängung, dadurch gekennzeichnet, daß ein Pendelgewicht (25) und eine Kreiselscheibe (2¢) unterhalb des Aufhängepunktes derart einstellbar angeordnet sind, daß sie die Schwingungsperiode des Anzeigers gegenüber den verschiedenen Belastungen des Fahrzeuges entsprechend zu regeln vermögen.
  2. 2. Richtungsanzeiger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Pendelgewicht (25) und die Kreiselscheibe (2.1) auf einer Verlängerung der senkrechten Achse (26) des Induktorankers (--) angebracht sind.
  3. 3. Richtungsanzeiger nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Induktor (2) mit Eisenkernen (i) versehen ist, durch deren Gewicht im Betrieb eine Kreiselwirkung erzeugt ward, die die Stabilisierung der Hängung erhöht.
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