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Stromkreisüberwachung für elektrisch angetriebene Tabelliermaschinen.
'Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine elektrisch angetriebene Tabelliermaschine
und betrifft im besonderen die Stromkreisüberwachung bei solchen -Maschinen, mit
dem Zweck einer möglichst zuverlässigen Vermeidung der Funkenbildung an den Bürstenkontakten
durch einfache, sicher wirkende (überwachungseinrichtungen.
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Der Erfindungszweck wird dadurch erreicht, daß in .den Stromkreis,
welcher beim Durchgang von Zählkarten durch die 1Taschine geschlossen ist, eine
Stroinüberwachungs - Einrichtung eingeschaltet wird, welche vorzugsweise von einem
Ele l:tromagneten gebildet wird und deren Wirkung darin besteht, bei ihrer Betätigung
eine zugleich im Zählkarten-Stromkreise und in einem besonderen Zählwerks-Magnetstromkreise
liegende Unterbrechungsstelle zu schließen; und daß ferner in dem Zählwerks-Magnetstromkreis
eine weitere Stromüberwachungs-Einrichtung vorgesehen wird, welche vorzugsweise
aus einem Federkontakt besteht und bei Erregung des Zählwerksmagneten derart in
Funktion tritt, daß der Zählkarten - Stromkreis entweder ständig unterbrochen oder
der Stromfluß durch ihn geschwächt wird, während der Zählwerks - Magnetstromkreis
geschlossen bleibt, so daß bei Unterbrechung des Bürstenkontakts eine Funkenbildung
nicht auftreten kann.
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Zur weiteren Sicherung gegen Schädigung durch Funkenbildung kann dein
üblichen Bürstenkontakt eine besondere Ausbildung unter Verwendung von I`ugellcontaktl;<irgern
gegeben werden.
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Die Erfindung ist auf den Zeichnungen veranschaulicht, und zwar zeigt:
Abb. i schematisch eine Tabelliernaschine mit der den Gegenstand der I:rfinrl,ulg
bildenden Einrichtung, .-111b.2 zeigt in gr(*ißerein @l:ilistallc I?in7elheiten
eines Zählwerks und der zugehörigen Kontakte, Abb.3 veranschaulicht ähnlich wie
Abb. 2 ein weiteres Zählwerk, Abb..I zeigt einen Kugelkontakt für den Kartenstromkreis:
Abb. 5 veranschaulicht eine andere Ausführungsform eines Kartenstromkreis-Kugelkontakts.
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In Abb. 1 der Zeichnung ist mit 1o ein Kartenstapel bezeichnet,welchem
die einzelnen Karten in der üblichen Weise nacheinander entnommen und einem oberen
Kartentransportwalzenpaar T 1 und darauf einem unteren Transportwalzenpaar 1 2 zugeführt
werden, unter gleichzeitigerHinrlurchführung zwischen Bürsten 13 und hontaktblficl:en
14.. Ge-#n-ünschtenfalls können rlie üblichen, von Bürsten 13 und Kontaktblöcken
14 gebildeten harteiil:ontal:te durch Kugelkontakte gemäß Abb. 4, und 5 ersetzt
werden. In Abb. d. sind zwei Kugeln 15 vorgesehen, von denen jede unter der Einwirkung
einer Feder 16 steht. Der Kontaktblock 1.4a ist in diesem Fall passend ausgespart,
um eine der genannten Federn 16 aufzunehmen, während der übliche Bürstenhalterbalken
1;a eine Aussparung zur Aufnahme der anderen Feder 16 besitzt. Abb.5 veranschaulicht
eine ähnliche Konstruktion wie Abb.4, abgesehen davon, daß eine der Kugeln 15 fortgelassen
ist und der Kontakt unmittelbar durch Berührung der einen beibehaltenen Kugel mit
(]ein Kontaktblock 1.4. hergestellt wird. Diese Kugelkontakte vermögen den Kartenstronil<reis
zu schließen, wenn ein Kartenloch zwischen die beiden Kugeln oder bei der Anordnung
nach Abb. 5 unter die eine hier vorgesehene Kugel kommt.
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Das @xetrielle zur Bewegung der Kartentransportwalzen isst in Abb.
1 rein schematisch bei 18 angedeutet. Dieses Getriebe empfängt seilten Antrieb von
einer Welle 20, %velche
ihrerseits durch Riemen und Rienienscheihe
von (lein Tabellier mascliiiicnttiotor 2 i ani-;etrieben wird. Eine Welle 22 bildet
clie Hauptantriebswelle der Tabellierniaschine und ist in dem oberen Teil der Abb.
t allgebrochen dargestellt und steht nach der Darstellung der Zeichnung in wirksamer
Verbindung finit zwei Tabelliermaschinen-Ziililwerken, die ini unteren Teil der
Abbildung veranschaulicht sind. Eine ähnliche Welle 23, «-elche in Einklang mit
den Kartenzuführungsvorrichtungen angetrieben wird, trägt eine Anzahl von Nocken
zur Steuer von Kontaktvorrichtungen, wie später näher erläutert werden wird. Der
Kartentransportinechanisinus ist mit dem üblichen Kartenhebel 2.1 ausgestattet,
welcher die Kartenkontakte 25 schließt, wenn Karten unter den Bürsten hinweggehen,
Um die Tabelliermaschine in Betrieb zu setzen. schließt der Bedienungsmann zunächst
den Hauptschalter 26 der Stromquelle. Darauf wird die Anlaßtaste 27 angeschlagen,
welche beim Schließen ihrer Kontakte einen Stromkreis von der Linie 28 durch clie
Anlaßtaste 27, den \lotorrelaismagneten -9, die Stopptaste3o, denTallellierniaschinenniotor2i
und zurück durch den Draht 3oa zur Stromquelle schließt. Die Erregung (los 'llotorrelaismagneten
29 stellt einen Haltestromkreis für den Tabelliermaschinenmotor 2 1 durch den Anker
des Motorrelaisinarneten 29. die Linie 31, Nockenkontakte 32, «-elche geschlossen
sind, nachdem der Motor die Maschine in Bewegung gesetzt hat, und darauf zurück
durch den Draht 28 zur Stromduelle her. Die Karten laufen jetzt von dein Stapel
io abwärts durch die Zuführungswalzen i i und schließen die Kartenkontakte25. Die\ockenkontakte33,
34 sind die allgemein bei Tabelliermaschinen benutzten und dienen dazu, während
jedes Arbeitsganges, d. h. während des Durchganges einer Karte durch die Maschine
einen Stromkreis 35 nach den Kartenhebelkontakten 25 einmal herzustellen und wieder
zu unterbrechen. Die Schließung der Kartenhebelkontakte 25 bei bestehendem Stromkreis
35 erregt den Zählwerks -Überwachungsrelaismagneten 36 und den Motorüberwachungsrelaisniagneten
37, so daß Strom durch diese Magnete zurück zur Stromduelle fließt. Die Anziehung
des Ankers des Motor-Überwachungsrelais 37 stellt einen weiteren Haltestromkreis
für den Tabelliermaschinenniotor 21 durch eine Linie 38 und von cla durch (las Motorrelais
29 und durch den Rest des oben angegebenen Stromkreises her. Dieser Haltestromkreis
erhält die Maschine in Betrieb, wenn die Nockenkontakte 32 bei jedem Arbeitsgang
einmal unterbrochen werden. Der !weck der Krnltakte 32 beiteht drtriii, die llascliiiie
Still zu setzen, wenn (las Motorüberwachunl;srelaii 37 nach dem Hindurchgang der
letzten Karte des Stapels infolge Üffnung der Kontakte 25 stromlos geworden ist.
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l )ic Erregung des Zählwerks - Überwachungsrelais36 bewirkt eine Anziehung
von dessen Anker 36a und schließt durch Berührung des Ankers36a mit cleinhotttaktstück36b
eitlen Stromkreis 4o. der über die Kontakte 3.4, 33 geslieist wird. Ton dem Draht
.4o fließt Strom durch den Anker Pa des Relais 36 und von cla durch clie Linie 4.1
zu dem geineinsainen Bürstenbalken 17 bzW. 1;a. E, fließt auch Strom durch eine
Linie .1.2, deren Zweck später erläutert werden wird.
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Angenommen, es sei ein Kartenloch unter eine Kontaktbürste 13 (oder
unter eine Kontaktkugel 15) gekommen und habe den Strom durch eine der Linien 4.3,
«-elche einen Teil des Kartenstromkreises bilden. und durch die Schalterkontakte
des entsprechenden Zählwerksmagneten d4 geschlossen. Dann bewirkt die Erregung des
Zählwerksmagneten 44 eine (Anziehung von dessen Anker .43, welcher als Klinke für
den Kupphin@gshebel .46 wirkt und dein letzteren gestattet, entgegen der Richtung
des Uhrzeigers unter dem Einfluß der Blattfeder .4; zu schwingen. Die Bewegung dieses
Kuliplungshebe1@46 ist unabhängig von der Erregung des 'Magneten 44, sie wird Abes
_ durch den Magneten vermittels der Klinke 45 überwacht. Diese Bewegung des Kupplungsliebels
.16 veranlaßt den Kupplungsteil 48, in Eingriff mit <lern ihm zugeordneten Kupplungsteil
zu treten, worauf das Zählwerksrad 4.9 in der bei den HOllerlth-Zählwerk°ei1 üblichen
Weise gedreht wird. Die Rechtsschwingung der Feder 47 gestattet auch eine Schließung
der Kontakte ;o und die Herstellung einer direkten Kurzschlußverhindung von der
Linie 42 durch die Zählwerksmagnete 4q.. Der auf diese Weise hergestellte Stromkreis
schließt den Kartenstromkreis kurz und verhindert Funkenbildung an den Kartenkontakten.
Dieser Stromkreis hält auch die Zählwerksmagnete .4q. während des Restes des Addier-Arbeitsganges
erregt, worauf der Unterbrechungsnocken 34 die Stromkreise öffnet. Die bisher beschriebenen
-Teile ersetzen die Relais, welche bisher bei Holleritli-Zählwerken benutzt «-urdon.
Bei Beendigung der Addition verschiebt ein Nocken 51 einen Entkupplungshalken ;2
und führt die Kupplungsliebel 4() in ihre -Ausgangsstellung zurück, so claß sie
wieder in die Anker .45 eingeklinkt «-erden und (las Zahlenrad oder die Zahlenräcler
von der ununterbrochen unilaufenden Antriebswelle -=2 losgekuppelt werden. Gleichzeitig
werden auch die Kontakte 5o geöffnet.
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Im vorstehenden ist die Wirkung der Zählwerkseinlieit erläutert Nvorden,
welche auf der linken Seite der Abb. i dargestellt ist. Dieses
Zählwerk
wird allgemein benutzt, und ilie zu ihm -ehörigen l'el)erw:iclitin-skontakte Haben
.ich als besonders zwecl;in-il.#i@ für (Irticl:eilcle Tabelliermaschinen nach flolleritli-.Xrt
erwieSen.
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Die besondere:",usfiihrungsforni, «-elche auf der rechten Seite der
Abb. I und in :ebb. 3 dargestellt ist, stimmt im wesentlichen finit (ler bisher
beschriebenen Zählwerksausführung überein und weicht nur in gewissen Einzelheiten
ab. Diese Ausführungsform ist besonders geeignet für automatisch gesteuerte Tabelliermaschinen,
bei «-elchen man wünscht, den zu den Bürsten führenden Stromkreis zti unterbrechen
und zugleich auch den oben erwähnten Magnetstromkreis herzustellen und aufrechtzuerhalten.
Bei dieser Ausführungsform wird der Kartenstromkreis zunächst durch ein unter%deni
Kartenkontakt hinweggehendes Loch hergestellt. Vom Kontaktblock 14a läuft dann der
Kartenstrom durch die Leitung 43a über- die Schalterkontakte nach den Leitungen
55 und von da durch die Federn 47a und die anfänglich geschlossenen Kontakte 47b
zu den Zählwerksmagneten .44. und schließlich zurück nach der anderen Seite der
Linie. Bei Erregung des -'\lagneten44 wird der Anker 45, wie oben angegeben, angezogen,
und die Kontakte 47b «-erden unterbrochen, während gleichzeitig die Kontakte 50
Hergestellt «-erden. Die Öffnung der Kontakte 471) unterbricht die Karten- oder
Bürstenstromkreise und verhindert das Auftreten von Rückströmen in denselben. Wenn
die Kontakte 5o geschlossen sind, dann bieten sie die Möglichkeit, daß Strom von
dem Draht 42 durch die Magnete .44 fließt und auf diese Weise den Erregerstromkreis
des Magneten während des Restes des Addiervorganges aufrechterhält. Am Ende des
Arbeitsganges «-erden die Teile in der oben angegebenen Weise in ihre Ausgangsstellung
zurückgeführt.