DE413790C - Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren

Info

Publication number
DE413790C
DE413790C DEB111639D DEB0111639D DE413790C DE 413790 C DE413790 C DE 413790C DE B111639 D DEB111639 D DE B111639D DE B0111639 D DEB0111639 D DE B0111639D DE 413790 C DE413790 C DE 413790C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spinning
funnel
threads
rayon
liquid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB111639D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bemberg AG
Original Assignee
Bemberg AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bemberg AG filed Critical Bemberg AG
Priority to DEB111639D priority Critical patent/DE413790C/de
Priority to DEB111781D priority patent/DE415798C/de
Priority to FR585587D priority patent/FR585587A/fr
Priority to GB19760/24A priority patent/GB224864A/en
Priority to GB19759/24A priority patent/GB224503A/en
Application granted granted Critical
Publication of DE413790C publication Critical patent/DE413790C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/12Stretch-spinning methods
    • D01D5/14Stretch-spinning methods with flowing liquid or gaseous stretching media, e.g. solution-blowing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren. In der deutschen Patentschrift 2zoo5 i ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide beschrieben, bei dem die Fäden nach dem Austritt aus der Spinnpresse zunächst von einer langsam strömenden Fallflüssigkeit umgeben werden und erst, nachdem sie darin teilweise ausgezogen und auch teilweise erhärtet, also widerstandsfähiger geworden sind, von einem kräftigen Flüssigkeitsstrom erfaßt und fortgeführt werden. Es ist hierzu ein Apparat angegeben, der au: einem konischen Trichter besteht, der seinerseits wiederum in einemZvlinder steckt. In letzterem wird die Fallflüssigkeit von unten her eingeführt und steigt in ihm nach oben, fließt dann über den Rand des konischen Trichters in diesen und nimmt wieder eine abwärts gehende Bewegung an, um schließlich aus der unteren öffnung des Trichters auszutreten. Da der konische Trichter nicht ganz bis in den Zylinder hineinreicht, sondern noch etwa5bis8 cm unter dessen oberernRand endigt, so durchlaufen die Fäden erst eine längere Schicht sehr langsam bewegter Fallflüssigkeit, die dein vorsichtigen Ausziehen der Fäden dient.
  • Es ist nun gefunden worden, daß man auch spinnen kann, wenn man die Fallflüssigkeit im konischen Trichter in umgekehrter Richtung fließen läßt, also von unten nach oben. Es wird dieses erreicht dadurch, daß man am unteren Ende des Konus, wo derselbe in das zylindrische Rohr f- (Abb. i) übergeht, oder kurz. darunter ein seitliches Rohr ansetzt und durch dieses die Fallflüssigkeit einführt. Hierbei teilt sich der Flüssigkeitsstrom, so daß ein Teil desselben nach oben durch den Konus in entgegengesetzter Richtung, ein anderer Teil aber durch das Rohr r nach unten, also in gleicher Richtung mit dem Faden strömt.
  • Es sind schon Verfahren bekannt, bei welchen die Strömung der Fällflüssigkeit ebenfalls der Fadenrichtung entgegen gerichtet ist. Hierbei ist in den Spinnvorrichtungen aber nur eine Strömungsrichtung vorhanden, während bei dem vorliegenden Verfahren in ein und demselben Spinnapparat sowohl eine Gegen- als auch eine Gleichströmung stattfindet.
  • Diese Gleichströmung im unteren Teile ist von nicht zu unterschätzender Bedeutung, gerade hier findet die rascheste Strömung der Fä llflüssigkeit statt. Der Faden findet also dort keine zu starke Reibung, im Gegenteil, er wird durch die starke gleichlaufende Strömung gezogen, und es wird dadurch der Zug der Aufwickelvorrichtung unterstützt, so daß also der Faden mit nicht zu starker Spannung auf letztere aufgewickelt wird.
  • Zur Ausführung des Verfahrens läßt man durch das Rohr a, das in der Nähe der Ansatzstelle des Rohres r an den Konus c angebracht ist, Wasser einströmen, während die Ausflußöffnungen der Rohre r und s geschlossen sind. Wenn der ganze Apparat mit Wasser gefüllt ist, setzt man den Verschlußdeckel mit der Spinnbrause b auf und öffnet alsdann das Rohr r. Hierauf äffnet man den Hahn, der die Spinnlösung durch die Brause treten läßt. Es findet zunächst eine Strömung des Wassers durch den Trichter, also gegen die herabfallenden Fäden nicht statt, die Fäden können somit, ohne Widerstand zu finden, herabfallen. Kommen dann die Fäden an die Ansatzstelle des Rohres a, so finden sie dort nur die Bewegung des Wassers nach dem Ausfluß von i- zu vor; sie werden also von dieser Stelle an mitgezogen. Dann werden sie auf die Aufwickelvorrichtung aufgelegt, und jetzt kann mit dein Gegenstrom begonnen werden, dadurch, daß man auch den Verschluß von S öffnet. Dann regelt man den Wasserzufluß durch a so, claß aus s so viel Wasser ausfließt, als erfahrungsgemäß für gutes Spinnen notwendig ist.
  • Der zylindrische Oberteil der Spinnvorrichtung wird so lang gemacht, daß das Ausziehen der Fäden zum größten Teil darin vor sich geht. Die Fällflüssigkeit in diesem Teil nimmt nun viel Ammoniak aus dein durchlaufenden Faclen auf. Sie würde bald zur Fällung bzw. Erstarrung der Fäden unbrauchbar werden, wenn sie sich nicht stets aus der von unten zugeführten Fällflüssigkeit erneuern würde, wodurch sich ein für gutes Spinnen geeigneter Gleichgewichtszustand herstellt.
  • Anstatt die Fällflüssigkeit durch daskohr s abfließen zu lassen, kann man sie auch durch einen Rohransatz d am oberen Ende der Spinnvorrichtung abfließen lassen. Denn die Bewegung der Fällflüssigkeit im oberen zylindrischenTeil der Vorrichtung ist so gering, daß sie demDurchgang desFadens gar keinen Widerstand entgegensetzt. In diesem Fall ist natürlich die Erneuerung der Fällflüssigkeit im zylindrischenTeil eine etwas raschere, was aber keinerlei Schaden verursacht. Höchstens erfolgt die Erhärtung der Fäden etwas rascher. Es sind aber auch hier wie im ersten Teil zwei verschiedene Strömungen vorhanden, eine sehr langsame und gleichförmige im zylindrischen Teil und eine dauernd mit dem O_uerschnitt des konischen Trichters sich ändernde in diesem.
  • Erfolgt nun der Abfluß aus dem Rohr rd, so kann die Vorrichtung die einfachere Form nach Abb. 2 annehmen. Hier schließt sich der Trichter c unmittelbar an das zylindrische Stück f an und besteht mit diesem aus einem S S tück.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Spinnen von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die Fällflüssigkeit in der Spinnvorrichtung zunächst im Gegenstrom zu den Fäden, dagegen, nachdem diese ausreichend erhärtet sind, im Gleichstrom zu den Fäden läuft.
  2. 2. Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide nach dem Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Zuleitung (a) über dem unteren Trichterende (r) für die sich hier in zwei Ströme teilende Fällflüssigkeit und eine Ableitung (s) unten an dem den Trichter (c) einschließenden Zylinder (e).
  3. 3. Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine Ableitung (d) oberhalb des Trichters (c).-4, Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Spinntrichter (c) oben in ein unmittelbar anschließendes zylindrisches Stück (f) übergeht und mit diesem aus einem Stück besteht.
DEB111639D 1923-11-05 1923-11-05 Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren Expired DE413790C (de)

Priority Applications (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB111639D DE413790C (de) 1923-11-05 1923-11-05 Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren
DEB111781D DE415798C (de) 1923-11-05 1923-11-17 Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren
FR585587D FR585587A (fr) 1923-11-05 1924-07-31 Procédé et dispositif pour filer la soie artificielle par le procédé de filature par étirage
GB19760/24A GB224864A (en) 1923-11-05 1924-08-20 Apparatus for spinning artificial silk by the stretch-spinning process
GB19759/24A GB224503A (de) 1923-11-05 1924-08-20

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB111639D DE413790C (de) 1923-11-05 1923-11-05 Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE413790C true DE413790C (de) 1925-05-15

Family

ID=40456484

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB111639D Expired DE413790C (de) 1923-11-05 1923-11-05 Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren

Country Status (3)

Country Link
DE (1) DE413790C (de)
FR (1) FR585587A (de)
GB (2) GB224503A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE501476A (de) * 1951-03-17

Also Published As

Publication number Publication date
GB224864A (en) 1925-03-12
GB224503A (de) 1925-03-12
FR585587A (fr) 1925-03-03

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE413790C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren
DE394429C (de) Vorrichtung zum Herstellen von Kunstfaeden
DE508983C (de) Vorrichtung zum fortlaufenden Waschen und Nachbehandeln frisch erzeugter kuenstlicher Faserstraenge
AT136367B (de) Vorrichtung zur Herstellung von Kunstfäden.
AT99804B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren.
DE524885C (de) Vorrichtung zum Nassbehandeln von Einzelfaeden
DE1660188C3 (de) Verfahren zum Anspinnen von Viskose fäden
CH112581A (de) Verfahren und Apparat zum Spinnen von Kunstseide nach dem Streckspinnverfahren.
DE1273741B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Loesungsmittel aus frisch gesponnenen Acrylnitrilpolymerisatfaeden
DE520063C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidenfaeden
DE388365C (de) Vorrichtung zum Zwirnen, Waschen und Haspeln von aufgespulter Kunstseide
DE1142986B (de) Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Faeden nach der Nassspinnmethode
DE975936C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Faeden aus Polyvinylalkohol
DE472113C (de) Verfahren zum Nachbehandeln von Kunstseidenfaeden
DE824482C (de) Vorrichtung zum Behandeln laufender Faeden mit Fluessigkeiten oder Gasen
DE559093C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefaeden nach dem Streckspinnverfahren unterAnwendung mehrerer bewegter Faellfluessigkeiten
DE585194C (de) Vorrichtung zum Nachbehandeln von Fasergut, insbesondere Kunstseide, auf gelochten Spulen
DE480348C (de) Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide
DE636811C (de) Vorrichtung zur Herstellung von flachen, ungefalteten Baendchen auf Kunstseidespinnmaschinen
AT84093B (de) Bindemäher.
DE440664C (de) Streckspinnvorrichtung fuer Kunstseide
DE408447C (de) Spinnvorrichtung zur Herstellung von Kunstseide
DE598468C (de) Verfahren zum Herstellen von Seide- oder Kunstseide-Kreppgarnen
AT150746B (de) Verfahren zum kontinuierlichen Waschen, Nachbehandeln oder Färben von endlosen, starken Faserbändern aus Kunstfasern.
DE388709C (de) Streckspinnverfahren zur Herstellung von Kunstseidenfaeden