DE520063C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidenfaeden - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidenfaeden

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DE520063C
DE520063C DEG65509D DEG0065509D DE520063C DE 520063 C DE520063 C DE 520063C DE G65509 D DEG65509 D DE G65509D DE G0065509 D DEG0065509 D DE G0065509D DE 520063 C DE520063 C DE 520063C
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Grunert & Giannetti
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D5/00Formation of filaments, threads, or the like
    • D01D5/12Stretch-spinning methods
    • D01D5/14Stretch-spinning methods with flowing liquid or gaseous stretching media, e.g. solution-blowing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidenfäden Bei der Herstellung von Kunstseidenfäden aus Kupferoxyd-Ammoniak-Cellulose-Lösangen findet gewöhnlich eine Spinnvorrichtung Verwendung, bei welcher das Fällbad eine hängende Flüssigkeitssäule bildet. Durch die Strömung des Fällbades werden die einzelnen Fäden ausgezogen und ihnen ein freier- reibungsloser Lauf ermöglicht. Die Strömungsgeschwindigkeit des Fällbades im Spinnzylinder muß weit geringer als die Geschwindigkeit des freien Falles sein. Um dies zu erreichen, setzt man die Flüssigkeitssäule in der Spinnvorrichtungunter Heberwirk;ung. Durch Veränderung des Nivauunterschiedes des Einlaufes zum Auslauf oder durch Drosselung des Zulaufes wird die Dttrchflußgrschwin.digkeit und die Menge des Fällbadstromes in, den erforderlichen Grenzen eingestellt. Da die Flüssigkeitssäule unter Vakuum steht, scheidet sich die in der Flüssigkeit enthaltene Luft in Blasen atis, die sich unter die Spinnbrause setzen. Auf diese Weise wird die Faserbildung nachteilig beeinflußt. Unter Umständen kann bei stärkerer Luftabscheidung die unter Vakuum hängende Flüssigkeitssäule abreißen, was ein Auslaufen der Spinnvorrichtung und eine längere Unterbrechung des Arbeitsvorganges zur Folge hat.
  • Neben dieser Vorrichtung mit hängender Flüssigkeitssäule ist auch eine Spinnvorrichtung bekannt geworden, hei welcher die in der Füllvorrichtung strömende Flüssigkeit unter :1"tmosphärendrucl; steht und bezüglich ihrer Durchflußgeschwindigkeit regelbar ist. Die Fällvorrichtung ist hier trichterförmig gestaltet, ihr sich stark verjüngendes Ende ist bis zu einer gewissen Hölle wieder nach oben gebogen und mündet über einen Behälter, der die austretende Fällflüssigkeit aufnimmt. Durch Anordnung eines überlatifes wird der Flüssigkeitsspiegel in dem mit einer Zuleitung versehenen Trichter immer auf gleicher Höhe gehalten, der Höhenunterschied zwischen dem Spiegel und dem Austritt des Trichters bestimmt die Strömungsgeschwindigkeit.
  • Die Spinnbrause taucht in den oberen Trichter ein. Die aus ihr austretenden. Fasern bzw. der aus diesen gebildete Faden muß sich naturgemäß der Krümmung des. Trichterende@s anpassen. Durch (las dabei unvermeidliche Reiben und Scheuern des Fadens an der Trichterwandung wird die Güte stark beeinträchtigt.
  • Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung von Kunstseidenfäden, ins-@esondere nach dem Streckspnnnverfahren aus Kupferoxyd Ammoniak-Cellulose, bei dein die in einem Fälltrichter zur Streckung der Fäden bewegte Flüssigkeitssäule bezüglich ihrer Durchflußgeschwin:digkeit regelbar ist und unter Atmosphärendruck steht, und besteht darin, daß die Geschwindigkeitsreglung der Fällflüssigkeit durch Gegenschaltung eines zweiten in seiner Bremswirkung auf die Fällflüssigkeit regelbarenBremsflüssigkeitsstromes, dessen Stärke regelbar sein kann, am Auslauf der Fällflüssigkeit aus dem Trichter erfolgt.
  • Auf diese Weise wird es ermöglicht, auch bei Fällvorrichtungen mit unter Atmosphärendruck stehender Flüssigkeitssäule den Faden in gerader Richtung abzuziehen, genau wie bei Fällvorrichtungen mit hängender Flüssigkeitssäule. Durch die Gegenschaltung des Bremsflüssigkeitsstroines an der Auslaufstelle eines Spinntrichters wird aber auch den- Vorteil erreicht, daß an dieser Stelle des Spinntrichters keine so starke Düsenwirkung auftritt wie bei denjenigen bekannten Fällvorrichtungen mit unter Atmosphärendruck stehender Flüssigkeitssäule und geradem Fadenlauf, bei denen die Geschwindigkeitsreglung der Fällflüssigkeit durch Veränderung der Größe der Fällbadaustrittsöffnung erfolgt.
  • Die Abbildungen zeigen zwei Ausführungsbeispiele der das Verfahren durchführenden Vorrichtungen im Schnitt.
  • i ist die Spinnbrause, aus welcher die Spinnlösung austritt. Diese taucht in den oben offenen Spinntrichter a ein. 3 ist ein Behälter mit der Fällbadflüssigkeit, die durch ein Röhrchen mit einem Regulierhahn in bestimmten Mengen, in den Spinntrichter a eintritt. 4 ist ein zweiter Behälter. Dieser nimmt eine zweite Flüssigkeit auf, welche durch ein Rohrstück mit Hahn und Schlauch in den Behälter 5 eintreten kann, welcher am unteren Ende des Spinntrichters angeordnet ist.
  • Beim eigentlichen Spinnvorgang wirkt die aus dem Behälter 4. kommende Flüssigkeit der aus dem Trichter 2 austretenden Flüssigkeit entgegen. Je nach Stärke der kinetischen oder potentiellen Energie der aus dem Behälter 4. austretenden Flüssigkeit wird die Geschwindigkeit der Fällflüssigkeit reguliert. Nach der Vereinigung beider Flüssigkeiten werden diese im Bassin 6 aufgefangen, während der entstandene Faden 7 abgezogen werden kann.
  • Die Abb. a zeigt das untere Ende des Spixmtrichters mit dem Anschlußbehälter in vergrößertem Maßstab. In Abb. 3 ist eine Anordnung gezeigt, bei welcher mehrere Spinntrichter in einem gemeinsamen Gefäße 8 angeordnet sind. Die Austrittsöffnungen der Spinntrichter stehen jeweils über einer Bohrung des Gefäßes. In dein Behälter 8 ist gleichzeitig die Bremsflüssigkeit untergebracht. Diese wirkt mit ihrer potentiellen Energie der Fällflüssigkeit entgegen. Im übrigen geschieht die Zuführung der Spinnflüssigkeit und der Fällbadflüssigkeit in der in Abb. i dargestellten Weise.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kunstseidenfäden., insbesondere nach dem Streckspinnverfahren aus Kupferoxyd-Ammoniak-Cellulose, bei dem die in einem Fälltrichter zur Streckung des Fadens bewegte, bezüglich ihrer Durchflußgeschwindigkeit regelbare Flüssigkeitssäule unter Atmosphärendruck steht, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeitsreglung der Fällflüssigkeit durch Gegenschaltung eines zweiten in seiner Bremswirkung auf die Fällflüssigkeit regelbaren Bremsflüssigkeitsstromes, dessen Stärke regelbar sein kann, am Auslauf der Fällflüssigkeit aus dem Trichter erfolgt. a. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß am Ausfluß des Spinntrichters noch ein weiterer Ausfluß zugeschaltet ist, dessen Flüssigkeitsstrom auf denjenigen der Fällvorrichtung an der Ausflußöffnung im erforderlichen Verhältnis zurückhaltend wirkt. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennze:ichnet, daß je eine Spinnbrause für die austretende Spinnlösung in einen oben offenen Spinntrichter eintaucht, in welchen die unter Atmosphärendruck.stehende Fällflüssigkeit eingeleitet wird, und die in einem mit einer zweiten Bremsflüssigkeit angefüllten, für mehrere Spinntrichter gemeinsamen Gefäß derart untergebracht sind, daß die Austrittsöffnungen der Spinntrichter je über einem Bodenauslaß des Gefäßes stehen.
DEG65509D 1925-10-09 1925-10-09 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidenfaeden Expired DE520063C (de)

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DE1191555B (de) * 1959-04-22 1965-04-22 Onderzoekinginst Res Nv Vorrichtung zum Herstellen von Folienbahnen od. dgl. aus einer fluessigen Spinnmasse

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US1665453A (en) 1928-04-10
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